Mann mit Elektrorasierer Die meisten Rasierer rasieren gut Bild: VGstockstudio/Shutterstock

Elektrorasierer - Weg mit den Stoppeln!

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Die meisten Geräte rasieren gut und hautschonend. Glatte Wangen gibt es schon ab 85 Euro.

Folgende Elektrorasierer finden Sie bei uns im Test:

  • Braun - Series 3 Proskin 3020s
  • Braun - Series 5 50-B1200s
  • Braun - Series 7 70-S72000cc
  • Braun - Series 9 Pro 9465cc
  • Carrera - No. 521
  • Grundig - MS 7640 
  • Panasonic - ES-LV6Q
  • Panasonic - ES-LV67
  • Philips - Series 3000 S3233/52
  • Philips - Series 7000 S7788/55
  • Philips - S9000 Prestige SP9820/18
  • Remington - F9 Ultimate XF9000

In unserem Produktfinder finden Sie Infos und Bewertungen zu: Rasieren (täglich, 5-Tage-Bart), Hautschonung, Handhabung (Handlichkeit, Trimmer, Reinigung, ...), Haltbarkeit, Wechselbarkeit des Akkus, Betriebsdauer pro Akkuladung ...

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


Test: 12 Elektrorasierer

Insgesamt 12 Elektrorasierer haben unsere Kollegen von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Im Labor- und Praxistest mussten die Rasierer zeigen, wie gründlich und hautschonend sie Stoppeln entfernen, wie bequem sie in der Hand ­liegen und wie lange Akku und Scherköpfe durchhalten. Insgesamt sechs Produkte schafften ein gutes Testurteil.

Zwei Platzhirsche

Testsieger und Versager

Der Braun Series 9 Pro gleitet sanft über die Wangen und er rasiert schnell und gründlich und obendrein hautschonend. Einer der ­Tester berichtete gar, dass er den Scherkopf nicht einmal gespürt habe. So viel Komfort hat allerdings seinen Preis: Mit über 360 Euro ist der Sieger im aktuellen Test auch das mit Abstand teuerste Gerät. Deutlich günstiger kommt das Schwestermodell von Braun, der Series 5 50, mit 85 Euro.

Die Nummer zwei im Test kann sich mit dem Topmodell durchaus messen. Lediglich wenn die Bartstoppeln etwas ­länger sind, geht es mit der Rasur nicht ganz so schnell.

Zwei Modelle fielen komplett durch. Der Remington F9 Ultimate XF9000 schwächelt bei der Rasur und kann auch bei der Hautschonung nicht überzeugen. Die Bewertung "nicht zufriedenstellend" ergibt sich allerdings daraus, dass das Gerät nicht wasserdicht ist und im Test ausfiel. Ebenfalls mit "nicht zufriedenstellend" schnitt der Grundig MS 7640 ab. Dieses Gerät überstand den Falltest nicht. Danach war der Scherkopf defekt.

Zwei Platzhirsche

Bei sieben der zwölf Produkte im Test ­handelt es sich um Braun- (4) oder PhilipsGeräte (3). Das kommt nicht von ungefähr, denn diese beiden Hersteller dominieren den Markt. Braun verwendet Metallfolien mit verschieden großen Löchern. Die da­runter durchkommenden Haare werden von Schermessern abgeschnitten. Derartige Modelle werden als Vibrationsrasierer bezeichnet. Sie bieten Vorteile beim Schneiden von Konturen und rasieren auch an Gesichtspartien wie unter der Nase gründlich.

Philips setzt stattdessen auf rotierende Scher­köpfe, die sich an Rundungen, etwa beim Kinn, anschmiegen. Beide Hersteller offerieren Geräte vom günstigen Einsteiger­modell bis zur edlen Luxusausführung: je höher die angegebene Modellnummer, desto teurer. Testsieger Braun Series 9 Pro etwa verfügt neben einem schwenkbaren Scherkopf über einen besonders starken Akku sowie eine automatische Reinigungsstation.

An Nassrasierer kommt keiner heran

Insgesamt 48 Männer rasierten sich im ­Labor – die eine Hälfte täglich, die andere alle fünf Tage. Mit jedem Gerät rasierten sie je eine Gesichtshälfte, mit einem anderen Gerät die zweite. Dieser Halbseitentest ermöglicht den direkten Vergleich: Welches Gerät arbeitet gründlicher, welches schont die Haut besser?

Alle Modelle entfernten die Stoppeln eines Tages zwar zuverlässig, allerdings fiel das Ergebnis nie so glatt aus wie bei einem guten Nassrasierer (siehe Nassrasierer - Herrenmodelle im Vergleich). Der Grund dafür ist, dass Nassrasierer das Barthaar leicht aus der Haut ziehen, bevor sie es abschneiden. Elektrorasierer schneiden dagegen nur die Haare ab, die durch die Scherfolie ans ­Messer gelangen. So bleibt immer ein ­spürbarer Haaransatz stehen.

Herausforderung 5-Tage-Bart

Die tägliche Rasur ist auch am Arbeitsplatz längst nicht mehr Etikette. Daher sollten die Tester auch prüfen, wie die Geräte mit 5-Tage-Bärten klarkommen. Vor allem am Hals rasierten viele Geräte nicht sauber. Die Probanden mussten diesen Bereich länger bearbeiten als andere Gesichtspartien, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren. Teilweise brannte ihnen danach die Haut, besonders mit den Modellen von Remington und Carrera. Am besten kam nach Ansicht der Tester der Philips Series 9000 Prestige mit dem 5-Tage-Bart zurecht.

Regelmäßige Kosten, Akkus

Regelmäßige Kosten für Scherköpfe

Um die Haltbarkeit der Geräte zu prüfen, wurde in einem Dauertest eine tägliche Nutzung über einen Zeitraum von sieben Jahren simuliert. Eine Walze drückte dabei ähnlich stark auf den Scherkopf, wie Männer sich den Rasierer ins Gesicht pressen. Die Scherfolien hielten im Dauertest deutlich länger als von den Anbietern angegeben. Remington empfiehlt alle sechs Monate neue Scherfolien und Klingen für 45 Euro, Braun alle 18 Monate neue Scherköpfe für bis zu 54 Euro.

Nach simulierten eineinhalb Jahren Nutzung im Walzentest rasierten die meisten Scherköpfe fast wie neue. Auch nach dreieinhalb Jahren klappte es mit fast allen noch gut. Nur die Scherköpfe des ­Carrera verschlechterten sich spürbar. Im Dauertest wurden allerdings keine Haare geschnitten. Wie lange die Messer scharf bleiben, ist deshalb unklar.

Akkus wechseln

Egal ob Rasierapparate oder etwa Zahn­bürsten: Lassen sich Akkus nicht wechseln, ist das Gerät Schrott, wenn der Stromspeicher den Geist aufgibt. Das ist ärgerlich für die Verbraucher und schlecht für die Umwelt. Deshalb wurden Geräte, deren Akku so fest verschweißt ist, dass nicht einmal der Kunden­dienst ihn wechseln kann, beim Gruppen­urteil Haltbarkeit um eine halbe Note ­abgewertet. Betroffen sind alle geprüften Rasierer außer die von Braun und Panasonic.

Einfache Reinigung

Regelmäßige Pflege nach jedem Einsatz erhöht die Haltbarkeit. Alle Modelle im Test lassen sich leicht per Hand reinigen: aus­klopfen, eventuell Stoppeln mit einer Bürste entfernen und abspülen. Drei Geräte im Test verfügen über eine Reinigungsstation, die den Scherkopf automatisch säubert: die Braun-Rasierer Series 7 und 9 Pro sowie der Philips Series 7000. Für die Reinigungsflüssigkeit muss allerdings extra bezahlt werden.

Alle Testergebnisse: Produktfinder Elektrorasierer 12/2021

Klicken Sie auf den Link. Er führt Sie zur Tabelle.

Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse und Ausstattungsmerkmale von 12 Modellen zur Verfügung (Stand 12/2021).

Produktfinder

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Zur Testtabelle

Steckbriefe: Gründlich, schnell, leicht oder komfortabel?

Gründlich: Die tägliche Rasur meisterten Braun Series 7 und die ­Panasonic-Geräte besonders gründlich, den 5-Tage-Bart Braun Series 9Pro und Philips Series 7000 und Series 9000.

Sanft: Bei der täglichen Rasur schonten fast alle Geräte die Haut – außer ­Carrera und Remington. Den 5-Tage-Bart entfernten Braun Series 9 Pro, Philips Series 7000 und Series 9000 sowie Panasonic ES-LV67 ­besonders ­angenehm.

Schnell: Die Schnelligkeit des Braun Series 9 Pro beurteilten die ­Probanden am besten. Mit ihm erreichten sie am zügigsten ein Rasur­ergebnis, mit dem sie zufrieden waren.

Leise: Vor allem in der Nähe empfindlicher Ohren stören laute ­Motoren­geräusche. Der Philips Series 3000 begnügt sich mit einem ­dezenten Brummen.

Leicht: Der Braun Series 5 ist das leichteste Gerät im Test und liegt nach ­Ansicht der Probanden besonders gut in der Hand, er rutscht nicht während der Rasur und sieht am besten aus.

Komfortabel: Alle Rasierer lassen sich gut per Hand reinigen. Wer es ­bequemer wünscht, kann ein Modell mit Reinigungsstation wählen – im Test waren das Braun Series 7 und 9 Pro sowie Philips Series 7000.

VKI-Tipps

  • Längerer Bartwuchs: Leichter ans Ziel gelangen Männer mit längerem Bart, wenn sie erst mit dem Trimmer kürzen und für den Rest den Scherkopf einsetzen.
  • Neuer Scherkopf: Im Test hielten die Scherköpfe länger als angegeben. Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl. Erst wenn der Rasierer nicht mehr gründlich schneidet, ist ein neuer Scherkopf fällig.
  • Einkauf: Nehmen Sie vor dem Kauf mehrere Rasierer in die Hand. Finden Sie das Geräusch angenehm? Passt der Trimmer zu Ihnen? Soll der Scherkopf starr oder ­flexibel sein?

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 12 Elektrorasierer getestet. Vor dem Test wurden alle Rasierer durch Überkleben vorhandener Markenlogos anonymisiert. Ein Experte schulte alle Probanden auf die exakte Anwendung der Testprodukte ein.

Rasieren

24 Männer zwischen 18 und 65 Jahren rasierten sich täglich im Halbseitentest mit zwei Geräten. Jeder Proband testete jeden Rasierer zwei Mal unter Aufsicht eines Experten. Der Bartwuchs der Probanden reichte von normal bis stark, ihre Haut von normal bis sensibel. Weitere 24 Probanden prüften das Rasieren am 5-Tage-Bart. Die Beurteilungen für die Rasurgüte an Wange, Kinn, Hals sowie an schwer erreichbaren Stellen erfolgten anhand eines Fragebogens durch die Probanden. Beim 5-Tage-Bart wurde außerdem die Schnelligkeit der Rasur sowie das Entfernenlängerer und einzelner Haare beurteilt. Die statistische Auswertung der Ergebnisse erfolgte durch Varianzanalyse und paarweisen Mittelwertvergleich. Zusätzlich beurteilte ein unabhängiger Experte die Rasurqualität und die Hautschonung. Ihm war weder das jeweilige anonymisierte Prüfmuster noch die Beurteilung durch den Probanden bekannt.

Hautschonung

Die Probanden beurteilten das Hautgefühl wie Brennen und Zupfen, Rötungen, kleine Verletzungen bei täglicher Rasur und am 5-Tage-Bart.

Handhabung

Je fünf Experten beurteilten die Handlichkeit bei der Anwendung: Ein- und Ausschalten, Wechseln von Scherköpfen, Anzeige des Ladevorgangs. Sie bewerteten die Anzeige des Akkuladevorgangs, Ladekapazität, Ladefortschritt. Für die Akkuleistung ermittelten Experten die Betriebsdauer pro Ladung im Leerlauf und prüften, wie lange das Gerät nach fünf Minuten Laden rasiert. Fünf Experten beurteilten, wie sich die Geräte von Hand reinigen lassen. 48 Probanden beurteilten beim Rasieren den Trimmer sowie Geräusch und Vibrationen. Fünf Probanden erfassten die Menge nicht aufgefangener Bartstoppeln.

Haltbarkeit

Rasierer im Dauertest: Eine Walze presst auf den Scherkopf und stellt den Druck des Rasierers auf die Wange nach. Pro Modell wurden jeweils ein Handteil sowie zwei Scherköpfe auf Dauerhaltbarkeit geprüft. Die Rasierer liefen auf einem Prüfstand für fünf Minuten. Dabei wurde der Anpressdruck des Benutzers während der Rasur durch eine Rolle simuliert, die auf den Scherkopf drückte. Anschließend ruhten und luden die Geräte für fünf Minuten. Nach 2.520 solcher Zyklen wurde die Funktionsfähigkeit des Handteils (unter anderem Verschleiß, Elektronikfehler, Materialveränderung) geprüft. Die 2.520 Zyklen stellen eine Betriebsdauer von sieben Jahren mit täglich fünfminütigen Rasuren dar. Nach 540 Zyklen (1,5 Jahre Betriebsdauer) sowie nach 1.260 Zyklen (3,5 Jahre Betriebsdauer) begutachteten drei Experten die Scherkopfabnutzung: Die Probanden rasierten je eine Gesichtshälfte mit dem Gerät aus dem Dauertest und die andere Hälfte mit einem neuen Gerät. Anschließend bewerteten sie Rasurgüte und Hautschonung. Zusätzlich wurde erfasst, ob die Akkus wechselbar sind. Es wurde die Stabilität anhand eines Falltests sowie die Wasserdichtigkeit mittels Tauchtests geprüft. Der Falltest erfolgte in Anlehnung an EN 60335–2–23. Die mechanische Stabilität des Gehäuses wurde nach EN 60 335–1– Abschnitt 21.1 (Federhammertest) und die Wasserdichtigkeit in Anlehnung an EN 60 529 geprüft.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass Produktmängel sich verstärkt auf das Testurteil auswirken. Folgende Abwertungen wurden eingesetzt: War die Akkuleistung „weniger zufriedenstellend“, konnte die Handhabung nur eine halbe Note besser sein. Lautete das Urteil für die Haltbarkeit „weniger zufriedenstellend“, konnte das Testurteil nur eine halbe Note besser sein. War die Funktionsfähigkeit des Handteils nach sieben Jahren „weniger zufriedenstellend“, konnte die Haltbarkeit nicht besser sein. Waren Stabilität oder Wasserdichtigkeit „nicht zufriedenstellend“, konnten die Haltbarkeit sowie das Testurteil nicht besser sein. Lautete die Note für die Wechselbarkeit des Akkus „nicht zufriedenstellend“, wurde vom Gruppenurteil für Haltbarkeit eine halbe Note abgezogen.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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