Packung Aurasin Eignet sich Aurasin als Mittel gegen Migräne? In unserem Test lesen Sie die Antwort Bild: VKI

Test: Aurasin akut - bei Migräne 1/2022

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Verkauft wird viel, aber wirken rezeptfreie Medikamente auch? Wir überprüfen regelmäßig Arneimittel auf ihre Wirkung. Diesmal das Migränemedikament Aurasin akut.

  • Präparat: Aurasin akut 2,5 mg Tabletten
  • Wirkstoff: Zolmitriptan
  • Preis: 2 Stück 9,90 Euro

Triptane

Triptane sind Mittel, die Migräneanfälle sehr wirksam unterbrechen können. Sie verengen die großen Blutgefäße im ­Gehirn und hemmen die Freisetzung entzündungsfördernder Eiweißstoffe aus den Zellen eines bei Migräne betroffenen Nervs im Kopf. Dadurch wird die Schmerzwahrnehmung reduziert. Trip­tane können in jeder Phase des Migräneanfalls verwendet werden und sind bei mittelschweren bis schweren Migräne­attacken die wirksamsten Arzneimittel.

Testurteil und Bewertung

GEEIGNET bei einem mittelschweren bis schweren Migräneanfall.

Anwendung

Bei einer herannahenden Migräneattacke so früh wie möglich einnehmen. Tritt keine Wirkung ein, ist es sinnlos, das Mittel bei derselben ­Attacke noch einmal einzusetzen. Die empfohlene Einzeldosis liegt bei 2,5 Milli­gramm. Sollte dies nicht ausreichen, darf eine zweite Dosis frühestens nach zwei Stunden eingenommen werden. Die Höchstdosis innerhalb von 24 Stunden beträgt 10 Milligramm. Nach zu häufiger Anwendung können Dauerkopfschmerzen auftreten, deshalb sollten Triptane an höchstens zehn Tagen pro Monat und maximal drei Tage ­hintereinander eingesetzt werden.

Gegenanzeigen, Wechsel- und ­Nebenwirkungen

Nicht anwenden bei Herzerkrankungen wie Angina Pectoris oder nach einem Herzinfarkt, bei Durchblutungsstörungen in den Händen oder Beinen, nach einem Schlaganfall, bei bestimmten Migräneformen (z.B. ­hemiplegische Migräne, Basilarismigräne). Nutzen und Risiken sollten ärztlich abgeklärt werden, wenn Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie ­Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte vorliegen sowie bei eingeschränkter ­Leber- und Nierenfunktion. Kommt es nach der Einnahme zu Symptomen wie Fieber, Desorientiertheit, Erregungs­zuständen oder verkrampfenden und zuckenden Muskeln, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Weitere mög­liche Nebenwirkungen sind: Blutdruckveränderungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindelgefühle, Muskel- und Gelenkschmerzen.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, könnte ­eine allergische Reaktion vorliegen. Wurde das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollte es abgesetzt werden. Klingen die Hauterscheinungen auch einige Tage danach nicht deutlich ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn nach der Einnahme Herzbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Sprach-, Seh- oder Hörstörungen, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen oder Depressionen auftreten. Wurde das Mittel von einem Arzt ver­ordnet, sollte dieser aufgesucht werden. Treten schwere allergische Reaktionen auf, muss sofort ein Notarzt gerufen ­werden. Das Mittel darf nicht zugleich mit Mutterkornalkaloidpräparaten oder ähnlichen Mitteln angewendet werden.

Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder, ältere Menschen

Ist während der Schwangerschaft oder Stillzeit eine ­medikamentöse Behandlung mit Trip­tanen unbedingt erforderlich, sollte Sumatriptan gewählt werden, weil damit die meisten Erfahrungen vorliegen. Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sowie Menschen über 65 Jahren gibt es keine ausreichenden Erkenntnisse. Sie sollten daher nicht damit behandelt werden.

Bewertung

Die Bewertung erfolgte in Kooperation mit der deutschen Stiftung Warentest. Als Bewertungskriterien gelten:

  • Geeignet
  • Auch geeignet
  • Mit Ein­schränkung geeignet
  • Wenig geeignet

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