DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Medikamente: Neo-angin und Sinupret - Hals-, Zahnfleisch- und Nebenhöhlenentzündungen

Unsere Testrubrik "Nebenwirkungen" nimmt rezeptfreie Medikamente unter die Lupe, Medikamente, die häufig nachgefragt oder stark beworben werden. – Diesmal: neo-angin und Sinupret.

Hier in "Konsument" 12/2007

  • Neo angin Pastillen bei Hals-, Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündungen
  • Sinupret Tropfen bei Nebenhöhlenentzündungen

Stichworte: Halsschmerzen, Zahnfleischentzündungen Nebenhöhlenentzündungen, Erkältung, Infektionen

Die Bewertung nahm ein Expertengremium von anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern vor. Als Grundlage dienten klinische Studien. Die Eignung der jeweiligen Präparate wurde für die Indikation bewertet, die der Hersteller angibt. Die Infos stammen aus unserem Ratgeber " Medikamente ". Die Bewertung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest und basiert auf vier Stufen:

  • Geeignet
  • Auch geeignet
  • Mit Einschränkungen geeignet
  • Wenig geeignet

Registrierte User können (nach dem Login) ihre Meinung und ihre Erfahrungen auch in unserem Forum "Gesundheit, Ärzte, Medizin" posten.

neo-angin

neo-angin: wenig geeignet bei Hals-, Mund-, Zahnfleischentzündungen (Foto: Ehrensberger) Wenig geeignet  bei Halsentzündungen, weil die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist. Halsentzündungen werden meist durch Viren verursacht, gegen die Antiseptika nur lückenhaft oder gar nicht wirksam sind. Bakterien in tieferen Schleimhautschichten werden nicht erreicht.

Wenig geeignet  bei Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündungen. Nicht sinnvolle Kombination von zwei Antiseptika. Monopräparate mit einem geeigneten Antiseptikum sind vorzuziehen. Die enthaltenen Wirkstoffe Cresol und Dichlorbenzylalkohol töten Bakterien und Pilze ab, allerdings nur oberflächlich.

Mikroorganismen in tieferen Schleimhautschichten erreichen sie nicht. Da auch nützliche Bakterien in der Mund- und Rachenschleimhaut abgetötet werden, Viren, die Halsentzündungen meist verursachen, jedoch nur lückenhaft oder gar nicht, wird das Präparat als wenig geeignet eingestuft. Menthol, das ätherische Öl der Pfefferminze, wirkt leicht kühlend auf der entzündeten Schleimhaut und sorgt für frischen Atem.

Präparat: neo-angin Pastillen 24 Stück
Wirkstoffe: Dichlorbenzylalkohol, p-Pentyl-m-cresol (Cresol), Menthol
Preis: € 5,65

Anwendung: Alle 2 bis 3 Stunden 1 Pastille langsam im Mund zergehen lassen.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen: Die Lutschtabletten können die Mundschleimhaut angreifen und reizen, vor allem, wenn sie über längere Zeit in der Backentasche verbleiben.

Schwangerschaft und Kinder: Kinder unter vier bis sechs Jahren sollten keine Lutschtabletten bekommen. Säuglinge und Kleinkinder verschlucken die Tabletten oft, bevor diese sich vollständig aufgelöst haben. Da das Mittel als „wenig geeignet“ bewertet wird, sollte es insbesondere Kindern nicht verabreicht werden.

Sinupret

Sinupret: wenig geeignet bei Nebenhöhlenentzündungen (Foto: Ehrensberger) Wenig geeignet bei Nebenhöhlenentzündung. Die enthaltenen Pflanzenextrakte sollen schleimlösend wirken. Die Kombination der Inhaltstoffe ist allerdings nicht ausreichend begründet, da nicht für jeden einzelnen Wirkstoff eine therapeutische Wirksamkeit nachgewiesen ist. Kombinationspräparate, die zweifelhaft wirksame Inhaltstoffe enthalten, sind daher wenig geeignet.

Präparat: Sinupret Tropfen 100 ml

Wirkstoffe: Eisenkraut, Enzianwurzel, Holunderblüten, Primelblüten, Sauerampferkraut, Schlüsselblume

Preis:  € 9,10

Anwendung:   Falls nicht anders verordnet Erwachsene 3-mal täglich 50 Tropfen, Schulkinder 3-mal täglich 25 Tropfen, Kleinkinder 3-mal täglich 15 Tropfen, Säuglinge 3-mal täglich 10 Tropfen.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen: Das Mittel enthält Alkohol. Personen mit Alkoholproblemen dürfen es nicht einnehmen. Leberkranke und Menschen mit Anfall-Leiden sollten den Alkoholgehalt berücksichtigen. Alkohol kann zudem die Wirkung anderer Arzneimittel (z.B. Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, starke Schmerzmittel, einige Mittel bei hohem Blutdruck) verstärken. Wenn die Haut sich rötet, juckt und sich zusätzlich Bläschen bilden, reagieren Sie vermutlich allergisch auf das Mittel. Dann sollte es abgesetzt werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Schwangerschaft und Kinder: Bei Säuglingen und Kleinkindern empfiehlt der Hersteller eine Dosierung nach ärztlicher Anordnung. Da das Präparat Alkohol enthält und als „wenig geeignet“ bewertet wird, sollte es nach unserer Ansicht Kindern nicht verabreicht werden. Die gleiche Empfehlung gilt für Schwangere.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang