Wenig geeignet bei Unruhe aufgrund einer ängstlichen Verstimmung
Wenig geeignet bei Unruhe aufgrund einer ängstlichen Verstimmung. Die therapeutische Wirksamkeit ist nicht ausreichend nachgewiesen. Das ätherische Öl von Lavendelblüten wird traditionell als Beruhigungsmittel eingesetzt. Es soll Unruhezustände bei ängstlicher Verstimmung dämpfen. Untersuchungen zur Wirksamkeit des Öls kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Es gab Studien, in denen Lavendelöl im Vergleich mit einem Scheinmedikament etwas wirksamer war. Allerdings liegen auch Untersuchungen vor, in denen dies nicht der Fall war. Außerdem hatten an diesen Studien auch Patienten teilgenommen, die an stärkeren Angstbeschwerden litten und besser durch einen Arzt hätten behandelt werden sollen.
Auch eine Studie mit Patienten, die lediglich an ängstlicher Unruhe und Schlafstörungen litten, kam zu widersprüchlichen Ergebnissen. Die im Zusammenhang mit der inneren Unruhe auftretenden Schlafstörungen verbesserten sich nach Einschätzung der Behandelten nicht relevant. Das Mittel kann zudem schwere Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Lavendelöl kommt deshalb bestenfalls nach Rücksprache mit dem Arzt als Behandlungsversuch infrage.
Präparat
Lasea 80 mg Weichkapseln
Wirkstoff
Lavendelöl
Preis
28/56 Stück 22,90/39,90 Euro
Anwendung
Pro Tag eine Kapsel mit 80 mg Lavendelöl unzerkaut mit einem Glas Leitungswasser einnehmen (wenn Sie zum Aufstoßen neigen, das Mittel nicht im Liegen einnehmen).
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Es ist zu erwarten, dass Lavendelöl die Wirksamkeit von Barbituraten (bei Epilepsien) und Benzodiazepinen (bei Angststörungen) beeinträchtigen kann. Daher sollte man diese Arzneimittel, wie im Übrigen auch andere Angstlöser, Beruhigungsmittel oder Alkohol, nicht gleichzeitig mit Lavendelöl einnehmen. Nicht bei Leber-und Nierenfunktionsstörungen einnehmen. Treten Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auf, sollte man sich an einen Arzt wenden.
Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt möglicherweise eine allergische Reaktion auf das Mittel vor. Wurde das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollte man es dann absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage danach nicht deutlich abgeklungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Treten innerhalb kurzer Zeit (meist innerhalb einer Minute) schwere Hauterscheinungen mit Rötung und Blasen an Haut und Schleimhäuten auf und zusätzlich Atemnot oder eine Kreislaufschwäche mit Schwindel oder Durchfälle und Erbrechen, kann es sich um einen lebensbedrohlichen allergischen Schock handeln. In diesem Fall muss sofort der Notarzt gerufen werden.
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder
Es gibt keine Erkenntnisse über die Einnahme von Lavendelöl während Schwangerschaft und Stillzeit. Sicherheitshalber sollte das Mittel deshalb nicht eingenommen werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Mittel nicht einnehmen. Es gibt nur sehr wenige Belege für die Wirksamkeit bei Menschen über 65.