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Pfannen mit Teflon-Beschichtung - Schonend kochen

Eine Antihaftbeschichtung bringt Vorteile beim Kochen. Sie muss aber pfleglich behandelt werden und hält trotzdem nicht ewig.

Test: Teflonpfannen (LightField-Studios / Shutterstock.com)

Diese Teflon-Pfannen haben wir getestet:

  • Ballarini Alba
  • Berndes Balance Induction Enduro
  • Elo Granit Solution
  • Fissler Adamant Comfort
  • Gastro Sus Diamas Pro Industar
  • Ikea 365+
  • Le Creuset Aluminium Antihaft flach
  • Rösle Cadini
  • WMF Permadur Excellent
  • Zwilling Madura Plus

In unserer Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: AUSSTATTUNG/TECHNISCHE MERKMALE (Spülmaschineneignung, backofenbeständig, Gewicht, Inhalt in l, ...), BESCHICHTUNG (Ablösungsbeständigkeit, Antihafteigenschaft nach längerem Gebrauch, Korrosionsbeständigkeit), BRATEN (Wärmeverteilung, Aufheizzeit, Wärmespeicherung, Standfestigkeit), HANDHABUNG, SICHERHEIT

Nachfolgend unser Testbericht.


Teflon-Pfannen im Test

Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich, und Pfannen mit Antihaftbeschichtung erobern zunehmend die heimischen Küchen. Die Bezeichnung Polytetrafluorethylen, kurz PTFE, ist weniger bekannt, dafür aber der Markenname Teflon.

Damit versiegelte Pfannen sind im Vergleich zu solchen aus Edelstahl und vor allem Gusseisen leichtgewichtig und eignen sich besonders für das fettarme Kochen. An der Beschichtung bleiben die Speisen auch bei sparsamer Verwendung von Öl kaum kleben. Teflon zerkratzt allerdings leicht und verträgt keine sehr hohen Temperaturen. Das scharfe Anbraten von Fleisch zählt jedenfalls nicht zu den Anwendungsbereichen beschichteter Pfannen.

Hitzeverteilung, Griffe

Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung setzt PTFE ab 360 Grad Celsius giftige Dämpfe frei, darunter Fluorverbindungen. Sorgen muss man sich beim üblichen Gebrauch aber keine machen, wie die Stiftung Warentest in ihrem Test von zehn Teflonpfannen festgestellt hat. Dabei ging man nämlich vom Extremfall aus, einer auf dem voll aufgedrehten Induktionskochfeld vergessenen Pfanne ohne Inhalt.

Zu heiß wurde dabei lediglich das Ikea-Produkt, dessen Boden innerhalb von rund zwei Minuten an manchen Stellen Temperaturen von bis zu 400 Grad Celsius erreichte; dafür waren es an anderen Stellen lediglich 180 Grad. Außerdem heizte sich der Griff zu stark auf. Bei 67 Grad Celsius drohen Verbrennungen.

Bei den übrigen Testkandidaten waren die Griffe kein Problem und die Hitzeverteilung auf dem Pfannenboden erfolgte wesentlich besser, was sich letztlich auch in einer gleichmäßigeren Bräunung der Speisen niederschlägt. Mit 250 bis 310 Grad Celsius blieben die Pfannen deutlich unter der 360-Grad-Grenze.

Versiegelung, Haltedauer, Pflege

Sorgsamer Umgang

Trotzdem müssen wir davon abraten, Teflonpfannen in leerem Zustand auf höchster Stufe aufzuheizen – speziell auf einem Induktionsherd, der den Boden besonders rasch erhitzt. Sicherer und materialschonender ist es, bei mittlerer Hitze mit etwas Öl oder Wasser aufzuheizen.

Nach versehentlichem Überhitzen sollten Sie als Erstes die Küche lüften und dann die Pfanne mit Spülmittel reinigen, bevor Sie sie weiterverwenden. Wie bereits erwähnt, ist die Beschichtung recht empfindlich. Scharfe Messer, jede Form von Metallbesteck, kratzende Reinigungsschwämme, aber auch das längere Aufbewahren von sauren Lebensmitteln in der Pfanne können die Teflonschicht zerstören. Ebenso sollten beschichtete Pfannen nicht ungeschützt ineinandergestapelt werden, sondern man sollte einen Pfannenschoner aus Filz dazwischenlegen.

Nicht für die Ewigkeit

Ist die Versiegelung nicht mehr intakt, verliert die Pfanne ihre Antihaft-Wirkung. Bei schonendem Umgang – und dazu gehört trotz deklarierter Spülmaschineneignung auch die Handwäsche mit warmem Wasser, Spülmittel und einem weichen Schwamm – kann die Beschichtung selbst bei regelmäßiger Verwendung der Pfanne mehrere Jahre halten.

Fest steht allerdings: Das Ende lässt sich auf diese Weise zwar hinauszögern, aber nicht verhindern. Im Test wurde es sogar beschleunigt, um die Folgen von Beschädigungen zu überprüfen. Befüllt mit Metallkugeln und grobem Schleifmittel kamen die Pfannen für 45 Minuten auf eine vibrierende Platte. So wurde eine Nutzungsdauer von etwa drei Jahren simuliert. Danach hatten alle Pfannen deutlich an Antihaftwirkung verloren. Manche Speisen ließen sich aber auch dann noch problemlos zubereiten.

Großteils gut versiegelt

In einem weiteren Test wurden im Labor Gittermuster in die Beschichtung geritzt, um zu sehen, ob sie um die Schnitte abplatzt. Anschließend standen alle Pfannen mehrere Tage lang mit Tomatensauce befüllt im Wärmeschrank, um die Korrosionsbeständigkeit zu testen.

In vielen Pfannen haftete die Versiegelung trotzdem gut oder sehr gut. Jene von WMF korrodierte und warf Blasen. In der Ikea-Pfanne bröckelten ganze Teile der Beschichtung ab. Für die Gesundheit ist das unbedenklich, weil der Körper PTFE-Partikel unverdaut ausscheidet. Die Antihaftwirkung geht jedenfalls verloren.

Zum Ausschütten

Zwei ärgerliche Details zum Schluss: Die Griffe von Elo und WMF wackelten im Auslieferungszustand und mussten von den Testern festgeschraubt werden. Und an den Rändern von Ballarini, Berndes, Ikea und Le Creuset fließt beim Ausgießen Sauce herunter. Gänzlich ohne Patzerei geht es hingegen mit dem Schüttrand von Gastro Sus.

Testtabelle: beschichtete Pfannen

Testkriterien

Im Test der Stiftung Warentest waren 10 Pfannen mit Antihaftbeschichtung aus Kunststoff mit 28 Zentimetern Durchmesser am oberen Rand.

Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an den Normentwurf DIN EN 12983–1:2020_03. Die Tester klebten drei Viertel des Bodens mit Klebefolie ab, befüllten die Pfannen mit Stahlkugeln, Korund und Wasser und rüttelten sie insgesamt über 45 Minuten. Nach je 15 Minuten entfernten sie ein Viertel der Folie.

Nach der Prüfung wurde eine Palatschinke zubereitet, um die Antihafteigenschaft nach längerem Gebrauch zu beurteilen. Sie kochten Milch ein, entfernten den Rückstand und beurteilten die Antihafteigenschaft. Sie schnitten Gitter in die Beschichtung. Anschließend beurteilten sie die Korrosionsbeständigkeit, indem sie die Pfannen mit Tomatensauce gefüllt neun Tage für jeweils acht Stunden bei 85 Grad Celsius erhitzten. Dann prüften die Tester, ob sich die Beschichtung ablöste.

Braten (35 %)

Wärmeverteilung, Aufheizzeit und Energiebedarf wurden jeweils auf einem homogenen Wärmestrahlungs- und auf einem Induktionsfeld (AEG Electrolux, 68002K – MN) ermittelt. Durch Schmelzen von Puderzucker wurde geprüft, wie gleichmäßig die Pfanne Wärme verteilt. Dabei wurde die maximale Temperatur an der wärmsten Stelle der Pfanne und die Zeit bis zum vollständigen Schmelzen (Schmelztemperatur zirka 180 Grad Celsius) erhoben. Die erforderliche Zeit und Energie für die Erwärmung von einem Liter Öl von 23 auf 200 Grad Celsius wurde ermittelt. Anschließend wurde die Zeit, bis sich das Öl auf 120 Grad Celsius abkühlte, erfasst. Dies zeigt, wie gut die Pfanne Wärme speichert.

Zwei Experten begutachteten die Standfestigkeit der Pfanne, ob sie zum Beispiel kippelt. Die Standfestigkeit wurde vor der subjektiven Abmusterung in Anlehnung an DIN EN 12983–1:2020_03 geprüft.

Handhabung (25 %)

Ein Experte beurteilte die Bedienungsanleitung auf Vollständigkeit, Verständlichkeit und Übersichtlichkeit (in Anlehnung an den Normentwurf DIN EN 12983–1). Die Auslieferungsqualität (der Auslieferungszustand) wurde an den neuen Produkten überprüft (z.B., ob Griffe fest waren).

Fünf Hobbyköche benoteten die Handlichkeit des Griffs, das Ausgießen (sowohl in Anlehnung an die alte DIN 4490 4 als auch per Hand) und das Reinigen per Hand. Sofern nicht explizit ausgeschlossen, wurden die Pfannen 50 Mal in einem 60-Grad-Programm mit einem handelsüblichen Reiniger im Geschirrspüler gereinigt und aufgetretene Verfärbungen erfasst.

Sicherheit (5 %)

Es wurde die Grifftemperatur und -gestaltung in Anlehnung an die Norm 12983–1:2020-03 bewertet. Weiters wurde bewertet, wie schnell die Pfanne im Fehlgebrauch beim leeren Erhitzen auf dem Induktionskochfeld (AEG mit runder Einkreiskochstelle auf Stufe 9) kritische Temperaturen erreichte. Dazu wurde die Zeit gemessen, bis die leere Pfanne auf dem Induktionskochfeld 200 Grad erreichte, und es wurde die maximale Temperatur bis zum Abschluss des Puderzuckertests ermittelt (maximal 3 Minuten und 36 Sekunden).

In Anlehnung an DIN EN 12983–1:2020-03 wurde die Festigkeit des Griffs bewertet, indem er mit einer Kraft von 100 Newton belastet wurde.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass Produktmängel sich verstärkt auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle gekennzeichnet. Folgende Abwertungen wurden eingesetzt: Lauteten die Urteile für die Beschichtung oder die Sicherheit „weniger zufriedenstellend“, konnte das KONSUMENT-Testurteil maximal eine halbe Note besser sein. Lautete das Urteil für die Korrosionsbeständigkeit „weniger zufriedenstellend“, konnte die Beschichtung maximal eine halbe Note besser sein. Bewerteten wir die Auslieferungsqualität mit „weniger zufriedenstellend“, konnte die Handhabung maximal eine Note besser sein.

War die Handlichkeit des Griffs „weniger zufriedenstellend“, werteten wir die Handhabung um eine halbe Note ab. Bei „nicht zufriedenstellender“ Sicherheit konnte das KONSUMENT-Testurteil nicht besser sein. Waren Grifftemperatur und Griffgestaltung oder die Festigkeit des Griffs „nicht zufriedenstellend“, konnte die Sicherheit nicht besser sein. Beurteilten wir die Festigkeit des Griffs mit „weniger zufriedenstellend“, konnte die Sicherheit maximal eine Note besser sein.

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