Mit Einschränkung geeignet bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen. Nur für die erste Behandlungswoche ist nachgewiesen, dass das Mittel deutlich besser wirkt als ein wirkstofffreies Präparat. Das Mittel soll nicht länger als zwei Wochen angewendet werden..
Wenig geeignet bei rheumatischen Beschwerden mit und ohne Gelenkentzündung. Die therapeutische Wirksamkeit bei chronischen (rheumatischen) Beschwerden ist nicht ausreichend nachgewiesen. Das Mittel kann allenfalls als unterstützende Maßnahme angewendet werden.
Ibuprofen gehört zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Äußerlich angewendet dringt nur relativ wenig vom Wirkstoff durch die Haut und erreicht tiefere Gewebeschichten oder das Gelenk. Wie viel es ist und wie weit der Wirkstoff vordringt, hängt auch von der Beschaffenheit der Haut ab.
Wenige Studien untersuchten den Nutzen äußerlich anzuwendender Mittel im Vergleich mit Mitteln zum Einnehmen. Hiernach scheinen Mittel zum Auftragen in den ersten Wochen ebenso gut zu wirken wie Mittel zum Einnehmen. Es kommt dabei allerdings vermehrt zu allergischen Hauterkrankungen, jedoch zu weniger Magenproblemen. Bei akuten Sportverletzungen mit Schwellungen, Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen wirkt die Creme in der ersten Woche nach der Verletzung besser als ein Placebo.
Weil aussagekräftige Vergleichsstudien mit schmerzstillenden Mitteln zum Einnehmen fehlen, werden diese Mittel als „mit Einschränkung geeignet“ beurteilt. Für chronische Beschwerden an anderen Gelenken als bei Fingern und Knien fehlen jedoch aussagekräftige Studien. Für diese Körperstellen werden NSAR als „wenig geeignet“ eingestuft.
Präparat
Proff Schmerzcreme 50 mg/g
Wirkstoff
Ibuprofen
Preis
50 mg 8,30 Euro; 100 mg 14,40 Euro
Anwendung
Dreimal täglich auf die Haut über dem betroffenen Gelenk auftragen, leicht einmassieren.
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Mittel nicht anwenden an offenen, verletzten, entzündeten oder mit einem Ausschlag überzogenen Stellen. Nicht auf Schleimhäute auftragen. Bei Allergien auf Pflanzen, Chemikalien und Arzneimittel ist Vorsicht geboten. Das gilt insbesondere, wenn nach der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR bereits ein Asthmaanfall, allergische Hautreaktionen oder allergischer Schnupfen aufgetreten sind. In diesem Fall nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden. Wenn sich die Haut am Auftrageort verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine allergische Reaktion vor; dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder
Ibuprofen sollte bei Kindern unter 14 Jahren nicht angewendet werden. In den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln und in der Stillzeit sollte das Mittel nur angewendet werden, wenn ein Arzt Nutzen und Risiken sorgfältig gegeneinander abgewogen hat. Im letzten Schwangerschaftsdrittel darf es nicht verwendet werden.