Geeignet bei Schlafstörungen zur kurzzeitigen Anwendung
Geeignet bei Schlafstörungen für Erwachsene zur kurzzeitigen Anwendung. Ursprünglich wurde Doxylamin gegen Allergien eingesetzt. Eine unerwünschte Wirkung dabei war, dass das Mittel sehr müde macht. Mittlerweile ist es auch bei Schlafstörungen zugelassen. Die schlaffördernde Wirkung fällt allerdings schwächer aus als bei rezeptpflichtigen Mitteln.
Problematisch ist, dass der Wirkstoff die Schlafstruktur verändert und nach einer Anwendungszeit von nur wenigen Tagen eine Gewöhnung eintreten kann. Dann reicht die übliche Dosis nicht mehr aus und müsste gesteigert werden, was das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöht.
Präparat
Hoggar Night 25 mg Schmelztabletten
Wirkstoff
Doxylaminhydrogensuccinat
Preis
10/30 Stück 7,90/17,90 Euro
Anwendung
Eine Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen. Wacht man nachts auf, keine weitere Tablette einnehmen, da die Wirkung am Folgetag anhält. Beim Absetzen die Dosis schrittweise verringern. In dieser Phase kann es vorkommen, dass man deutlich schlechter schläft, tagsüber können Unruhe und Angstzustände auftreten. Nach der Einnahme sollte man bis zu 24 Stunden kein Fahrzeug steuern, keine Maschinen bedienen und keine Arbeiten ohne festen Halt verrichten. Nicht zusammen mit Alkohol und nicht länger als zwei Wochen einnehmen.
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Doxylamin kann die Haut empfindlich gegenüber Sonnenlicht machen. Während der Einnahmeperiode sollte man sich keiner intensiven Sonnenbestrahlung aussetzen und kein Solarium besuchen. Vor einem Allergietest das Mittel drei Tage lang nicht einnehmen. Nicht einnehmen, wenn man MAO-Hemmer (bei Depression) einnimmt, an grünem Star oder Epilepsie leidet, einen Tumor an den Nebennieren hat oder die Blase nicht mehr vollständig entleeren kann.
Nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden bei einer Herzerkrankung, erhöhtem Blutdruck, eingeschränkter Leberfunktion, Asthma bronchiale oder einer chronischen Lungenerkrankung, bei einer Refluxerkrankung oder Verengungen im Magen-Darm-Bereich.
Treten Sehstörungen oder Schwindel auf, der sich nicht binnen 24 Stunden legt, sollte man einen Arzt kontaktieren und das Mittel absetzen. Fühlt man sich längere Zeit müde und leidet häufig an Infektionen oder Fieber, sollte man eine Blutuntersuchung vornehmen lassen. In Einzelfällen kann sich der Augeninnendruck so erhöhen, dass es zu einem Glaukomanfall kommt. Dann muss unverzüglich ein Augenarzt oder eine Notfallambulanz aufgesucht werden.
Kommt es zu Unruhe, Verwirrtheit, Stimmungsveränderungen, Bewegungsstörungen und Krampfanfällen, sollte man sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.
Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit und ältere Menschen
Für Kinder und Jugendliche ist das Medikament nicht zugelassen. Nach bisher vorliegenden Erfahrungen ist die Einnahme in der Schwangerschaft für kurze Zeit möglich. Da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, sind während der Stillzeit Einzeldosen vertretbar. Ältere Menschen sollten das Mittel wegen häufiger unerwünschter Wirkungen möglichst nicht anwenden.