Auch geeignet bei Schnupfen, Heuschnupfen und zur unterstützenden Behandlung bei
Stirn- und Kieferhöhlenentzündung.
Auch geeignet als schleimhautabschwellendes Mittel zur kurzzeitigen Anwendung. Präparate ohne Konservierungsmittel sind vorzuziehen.
Mit Einschränkung geeignet bei einer Nebenhöhlenentzündung zur kurzzeitigen Anwendung. Bisher vorliegende Studien reichen noch nicht aus, um den therapeutischen Stellenwert abschließend zu bestimmen.
Der enthaltene Wirkstoff Naphazolinhydrochlorid verengt die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Diese schwillt ab und bildet weniger Sekret. Das Mittel darf nur kurzzeitig eingesetzt werden. Bei längerer Anwendung trocknet die Nasenschleimhaut aus, dann entsteht eine sogenannte Medikamenten- Nase. Bei Kindern sind Salzlösungen vorzuziehen. Wenn die Schleimhäute abschwellen, werden auch die Zugänge zu den Nebenhöhlen wieder frei. Dann kann Nasenschleim besser abfließen.
Das soll dazu führen, dass Krankheitserreger sich weniger gut vermehren. Bisherige Studien liefern hierzu jedoch keine eindeutigen Ergebnisse, deshalb ist das Mittel zur Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen nur mit Einschränkung geeignet. Vergleichbare Präparate wurden in der Schweiz aus dem Handel genommen.
Präparat
Coldan Nasenspray
Wirkstoff
Naphazolinhydrochlorid
Preis
10 ml 9,90 Euro
Anwendung
Idealerweise vor dem Schlafengehen, damit man besser einschlafen kann. Höchstens dreimal täglich und maximal 5 bis 7 Tage lang anwenden.
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Gewöhnungseffekte sind leicht möglich. Die Schleimhäute schwellen dann allein beim Absetzen des Mittels an. Bei zu langer Anwendung kann es zudem zum Absterben (Nekrosen) von Schleimhautbereichen kommen, es kann sich die Medikamenten- Nase (Rhinopathia medicamentosa) entwickeln. Das Präparat enthält als Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid. Dieses kann die Nasenschleimhaut reizen und bei längerfristiger Anwendung auch unwiederbringlich schädigen.
Nicht bei trockener Nasenschleimhaut anwenden. Nur nach Rücksprache mit einem Arzt einsetzen bei erhöhtem Augeninnendruck, schwerer Herz-Kreislauf- Erkrankung, Tumor im Nebennierenmark, überaktiver Schilddrüse, Diabetes oder vergrößerter Prostata verbunden mit Problemen beim Wasserlassen. Wenn das Mittel längere Zeit und in hoher Dosierung angewendet wird, kann sich der Puls beschleunigen und der Blutdruck kann ansteigen. Letzteres kann auch geschehen, wenn zusätzlich bestimmte Antidepressiva (z.B Tranylcypromin) eingenommen werden.
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder
In Schwangerschaft, Stillzeit und für Kinder bis 2 Jahre ist die Anwendung verboten. Wegen der unerwünschten Wirkung auf Herz und Blutdruck wird empfohlen, Kinder erst ab dem 7. Lebensjahr damit zu behandeln. Auch für diese älteren Kinder ist die verringerte Dosierung und die verkürzte Anwendungszeit strikt einzuhalten, wie im Beipacktext angegeben. Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es andere Präparate mit schwächer konzentrierten Wirkstoffen. Ältere Menschen spüren häufiger unerwünschte Wirkungen auf Herz und Kreislauf.