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Medikamente: Buscomint - Bei Bauchschmerzen

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"Nebenwirkungen": unsere Arzneimittel Test-Rubrik. Wir bewerten für Sie rezeptfrei erhältliche Medikamente aus der Apotheke - diesmal: Buscomint - bei Bauchschmerzen.

Buscomit: bei Bauchschmerzen, leichten Krämpfen im Magen-Darm-Trakt und Flatulenz; (Bild: VKI)

Stichworte: bei Bauchschmerzen.


Ausgewählt werden in der Rubrik "Nebenwirkungen" besonders häufig nachgefragte und rezeptfrei erhältliche Medikamente aus der Apotheke. Die Bewertung nahm ein Expertengremium von anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern vor. Als Grundlage dienten klinische Studien. Die Eignung der jeweiligen Präparate wurde für die Indikation bewertet, die der Hersteller angibt.

Die Informationen stammen aus unserem Ratgeber "Medikamente". Die Bewertung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest und basiert auf vier Stufen:

  • Geeignet
  • Auch geeignet
  • Mit Einschränkung geeignet
  • Wenig geeignet

Testurteil im Detail

Mit Einschränkung geeignet bei Bauchschmerzen, leichten Krämpfen im Magen-Darm-Trakt und Flatulenz, besonders bei Patienten mit Reizdarmsyndrom. Das Öl wird sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Nimmt man Pfefferminzöl ein, wirkt es krampflösend und entblähend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Die derzeitige Studienlage ist allerdings noch unbefriedigend, sodass das Mittel nur mit Einschränkung geeignet ist. Die therapeutische Wirksamkeit sollte mit weiteren Studien noch besser belegt werden.

Präparat

Buscomint magensaftresistente Weichkapseln

Wirkstoff

Pfefferminzöl

Preis

24 Stück/48 Stück 16,90/26,90 Euro

Anwendung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 Kilogramm können 3 Mal täglich eine Kapsel unzerkaut einnehmen. Die Einnahme sollte jeweils 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen. Das Mittel sollte nicht länger als 2 bis 3 Monate angewendet werden.

Gegenanzeigen, Wechsel- und ­Nebenwirkungen

Sie dürfen das Mittel nicht anwenden, wenn die Gallenwege blockiert sind (z.B. durch Gallensteine) oder die Gallenblase entzündet ist. Auch wenn die Leber schwer geschädigt oder der Darm entzündet ist, dürfen Sie das Mittel nicht einnehmen. Wenn die Gallenblase Steine enthält, sollten Sie das Mittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt einsetzen, wenn dieser Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen hat.

Bei empfindlichen Personen können bei Daueranwendung Magenbeschwerden wie Sodbrennen auftreten; insbesondere, wenn der Schließmuskel am Mageneingang nicht richtig funktioniert (Refluxerkrankung). Wenn derartige Beschwerden einsetzen, sollten Sie das Mittel nicht weiter anwenden. Die Kapseln sollen nicht mit Antazida oder sonstigen magensaftreduzierenden Medikamenten eingenommen werden, da der Inhalt sonst vorzeitig freigesetzt werden kann. Nicht verstoffwechseltes Menthol wird über die Atemluft ausgeschieden. Während der Behandlung kann der Atem deshalb nach Pfefferminze riechen.

Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, reagieren Sie möglicherweise allergisch auf das Mittel. Haben Sie sich das Mittel zur Eigenbehandlung ohne Rezept besorgt, sollten Sie es absetzen. Sind die Hauterscheinungen einige Tage nach dem Absetzen nicht deutlich abgeklungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Pfefferminzöl kann die Schleimhäute angreifen. Nach dem Stuhlgang kann es zu schmerzhaften Hautirritationen im Afterbereich kommen. Diese lassen sich lindern, indem Sie die Haut mit lauwarmem Wasser abwaschen und mit weicher Zinkpaste eincremen. Halten die Beschwerden an, sollten Sie das Pfefferminzöl nicht weiter einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder

Für Kinder bis zu 12 Jahren mangelt es an ausreichenden Untersuchungen zu Wirksamkeit und Verträglichkeit von Pfefferminzöl. Kinder unter 12 Jahren sollten das Mittel daher nicht bekommen. Kinder unter 2 Jahren dürfen das Mittel nicht erhalten, da es zu einer Verkrampfung der Stimmritze kommen kann.

Auch Schwangere und Stillende sollten das Mittel nicht anwenden. Für Schwangere ist die Sicherheit des Präparates nicht bewiesen. Klinische Daten haben gezeigt, dass ein Bestandteil von Pfefferminzöl (1,8 Cineol) in die Muttermilch übergehen kann.

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Ein unabhängiges Expertenteam bewertet die in Österreich gängigsten Präparate. Außerdem: Die wichtigsten Hinweise zu Wechsel- und Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen sowie spezielle Tipps und Warnungen für die Anwendung bei Schwangeren, Kindern und älteren Menschen

www.konsument.at/100medikamente

Aus dem Inhalt

  • Wie verträglich ist das Mittel?
  • Lindert es die Symptome, ist es nachhaltig von Nutzen?
  • Ist es lange erprobt und wirkt es?
216 Seiten, 19,90 € + Versand

 

100 Medikamente Buch, (Quelle: VKI)

 

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