Geeignet bei allergischem Schnupfen
Geeignet bei allergischem Schnupfen. Antihistaminika, zu denen der Wirkstoff Azelastinhydrochlorid gehört, verhindern allergische Reaktionen, indem sie die Bindestellen (Rezeptoren) für das Gewebehormon Histamin besetzen. Das körpereigene Histamin kann dort dann nicht mehr andocken. Allergische Reaktionen werden so blockiert – allerdings meist nicht vollständig, weil sie auch noch von anderen Substanzen ausgelöst werden.
Wie lange die Allergie unterdrückt wird, hängt auch davon ab, wie stark und wie lange das Antihistaminikum an den Rezeptor bindet. Dass über die Nasenschleimhaut aufgenommene Präparate mit Antihistaminika allergisch bedingte Beschwerden lindern, ist in Kurzzeitstudien nachgewiesen. Sie wirken in erster Linie direkt auf der Nasenschleimhaut, also dort, wo sich auch die allergischen Beschwerden zeigen, und nicht an anderen Stellen im Körper. In geringem Umfang gelangen die Mittel allerdings auch in den Blutkreislauf. Azelastinhydrochlorid gehört zu den nicht oder nur wenig müde machenden Antihistaminika.
Präparat
Allergospray Nasenspray
Wirkstoff
Azelastinhydrochlorid
Preis
10 ml 11,90 Euro
Anwendung
Ein bis zwei Mal täglich einen Sprühstoß in jedes Nasenloch geben. Der Niesreiz sollte nach wenigen Minuten, spätestens nach einer halben Stunde abklingen und die Nase sollte wieder frei werden. Das Mittel nicht länger als sechs Wochen ununterbrochen anwenden, weil Verträglichkeit und Wirksamkeit der Substanz bisher nur für diesen Zeitraum nachgewiesen sind.
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Nasensprays können die Nasenschleimhaut reizen. Das macht sich durch Brennen, Jucken und Niesreiz bemerkbar, vergeht aber wieder. Bei Azelastinhydrochlorid tritt dies bei 4 von 100 Anwendern auf. Etwa 20 von 100 Anwendern empfinden den Geschmack von Azelastin als unangenehm (bitter), wenn es über die Nase in den Rachen und somit in den Mundraum gelangt.
Um das zu verhindern, sollten Sie den Kopf beim Einsprühen nicht nach hinten neigen, sondern aufrecht halten. 2 von 100 Anwendern fühlen sich abgeschlagen, müde, erschöpft und schwach. Wenn diese Beschwerden nach jeder Anwendung erneut auftreten, sollte mit einem Arzt besprochen werden, ob die Allergie besser mit anderen Mitteln bekämpft werden sollte.
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder
Es liegen keine Erfahrungen am Menschen mit der Anwendung während der Schwangerschaft und der Stillzeit vor. Zwar gibt es aus tierexperimentellen Studien keine Anhaltspunkte für eine fruchtschädigende Wirkung, dennoch entspricht es der gegenwärtigen allgemeinen Auffassung über den Arzneimittelgebrauch, Allergospray-Nasenspray in der Schwangerschaft, besonders aber im ersten Trimenon, nicht anzuwenden. Es ist nicht bekannt, ob Azelastin in die Muttermilch übergeht. Das Mittel sollte daher auch während der Stillzeit nicht appliziert werden. Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht mit Azelastinhydrochlorid behandelt werden.