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Android, Behörden, Werbefahrten ... - Ihre Meinung ist uns wichtig

Hier die Liste der Leserbriefe, die wir in KONSUMENT 10/2015 veröffentlicht haben. Sollte sich ein Leserbrief auf einen konkreten Artikel beziehen, dann finden Sie ihn auch bei diesem Artikel.

Android-Betriebssystem 9/2015

Funktionen gehen verloren

Ich habe bei meinem Smartphone noch nie ein update gemacht! Begründung: Ich habe bei meiner Android Version noch den Radiotuner für den ORF an Bord. Würde ich updaten, wäre dieser fort. Radio hören ginge dann nur übers Internet! Das würde Datenkontingent verbrauchen (der Provider würde sich über die eventuellen Mehreinnahmen freuen!) und über das sog. streaming würde es noch mehr kosten. Ich bezahle aber für ein und dieselbe Leistung nicht zweimal. (Und bei streaming „Diensten“ melde ich mich sicher NICHT an!)

Bei updates sind also nicht nur „neue features“ (Sind die wirklich brauchbar? Für mich?) zu berücksichtigen, sondern auch, ob nicht ein erwünschtes Element damit verloren geht – das dann noch Kosten verursacht.

Mein Smartphone: Samsung Galaxy Note 2, Android Version 4.1.2. Gekauft: Mai 2014. (Da kam das Note 3 auf den Markt. Dieses hatte kein Radio mehr. Das Note 2 wurde stark verbilligt verkauft.) Ich würde ein update nur laden, wenn es die Konfiguration NICHT verändert! Also z.B. das Radio belässt!

Angela L.
Wien

Aufgrund der vielen Reaktionen werden wir über dieses Thema in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher berichten.

Die Redaktion

Bedienungsfreundliche Geräte für Senioren 10/2015

Große Bitte

Beinahe täglich kommen Geräte mit neuester Technik auf den Markt. Ob Computer, Handy, Radio, Fernseher, Foto u.v.m., was hier geboten wird, grenzt beinahe an ein „Wunder”. Jedoch die richtige Bedienung bereitet oft große Kopfzerbrechen, und dies schon bei jungen Leuten. Anleitungen mit recht vielen Seiten – z.T. auch englisch geschrieben – sollen zur richtigen Bedienung führen. Fernbedienungen mit dutzenden Tasten führen zu diversen Experimenten.

Nun bietet die Industrie auch Geräte mit angeblich einfacher Bedienung für Senioren. Jedoch weit gefehlt, denn auch hier sind zu viele Varianten. Ein Tastendruck an falscher Stelle, und schon ist ein Problem da. In solchen Fällen ist die Bedienungsanleitung beinahe nutzlos, es werden die Kinder oder Enkel zur Hilfe gerufen – und auch diese haben bei der Fehlersuche beim sogenannten „Seniorengerät” nicht selten Probleme.

Hier die große Bitte: Bringt doch endlich wieder Geräte auf den Markt, welche ältere Personen wirklich leicht bedienen können. Gute Verkaufserfolge sind sicher. Schön war die Zeit, wo Radio, Fotoapparat u.v.m. „kinderleicht” ohne komplizierte Anleitung zu bedienen waren. Eine Unzahl von Senioren würden diese Entwicklung begrüßen.

Hans K.
Vandans

Wie denken andere Leserinnen und Leser über dieses Thema? Wir nehmen gerne Anregungen für Tests entgegen!

Die Redaktion

Carsharing 9/2015

Eingeschränkt

Ich nutze seit 4 Jahren in Wien Zipcar (bzw. den Vorgänger Carsharing) und Car2Go. Zipcar hat Standorte aufgelassen, was mich unmittelbar betrifft, weil ich bei einer Übersiedlung durchaus auch den Komfort der Mietautos berücksichtigt habe, und mein Auto abgemeldet habe.

Car2Go hat Transdanubien ziemlich aufgegeben, nur mehr ein kleiner Teil des 21. Bezirkes zählt nun zum Geschäftsbereich. Damit wird Car2Go für mich ziemlich uninteressant. Offensichtlich wird da die Politik gefragt werden, wenn BürgerInnen ihr Benützerverhalten nachhaltig ändern sollen.

User "Gundl"

Energiesparlampen 10/2015

Teures Energiesparen

Im Mai 2011 tauschte ich meine 100 Watt-Birne von meinem Schlafzimmer aus. Ich verwende diese maximal 1/4 Stunde pro Tag. Im Mai 2015 war diese kaputt (Philips Genie 18 Watt). Das waren fast genau 4 Jahre. Wenn ich nun nachrechne: 100 bzw. 18 Watt mal 1/4 Stunde mal 365 Tage mal 0,2 € /KWh mal 4 Jahre – da habe ich ganze 5 € gespart, gekostet hat aber die Energiersparlampe 19,90 €. Ich habe zwar Energie gespart, aber das um viel Geld.

Ing. Josef H.
E-Mail

Laufschuhe 8/2015

Zufrieden mit dem Nike Air structure

Entgegen Ihrem Testergebnis für den Nike Air Structure 18 möchte ich festhalten, dass ich schon seit Jahren regelmäßig nur mit diesem Schuh laufe und beste Erfahrungen mache. Auch die neue 18-er Ausgabe laufe ich seit dem Frühjahr und habe keinerlei Probleme damit. Mir kommt da Nike in der Berichterstattung einfach zu schlecht weg. Ich weiß aber auch wie unterschiedlich Füße sein können … mit adidas und Asics kann ich überhaupt nicht laufen.

Elmar L.
E-Mail

Lebensdauer von Produkten 2/2013

Mehr als eine Unterstellung

Vor ziemlich genau fünf Jahren haben wir unsere neue Küche anfertigen lassen, bestückt mit Markengeräten – darunter auch eine Bauknecht Einbau-Kühl-/Gefrierkombination, Modell KGIE 3204/A+. Alles bestens: formschön und funktionell, wenn auch nicht ganz billig. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als nach der Rückkehr von einem Einkauf plötzlich die Kühlschranktüre offen stand, obwohl niemand zu Hause war.

Des Rätsels Lösung: Das obere Scharnier des Kühlschranks war nach dem letzten Schließen offenkundig gebrochen, wodurch die Türe nicht mehr dauerhaft verschlossen blieb und sich in der Folge auch nicht mehr dicht schließen ließ. Nach Evakuierung des Kühlgutes, einer provisorischen Lösung mit Klebeband und der Einsichtnahme in die Kaufbelege, konnte ich mich des seltsamen und verdächtigen Eindruckes nicht erwehren, dass dieses Problem genau nach Ablauf der fünfjährigen Garantie aufgetreten war.

Ich gehöre einer Generation an, in der der renommierte Haushaltsgeräte- Hersteller noch im Radio mit dem Slogan „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen“ geworben hat. Dass diese Aussage aus heutiger Sicht nicht gender-gerecht ist, mag zwar zutreffen; viel mehr bedauere ich jedoch die Tatsache, dass von einem bekannten und traditionellen Hersteller von Markenware offenkundig nur mehr der Name übrig geblieben ist.

Karl J.
Perchtoldsdorf

Steirergold Käferbohnen 7/2015

Nachhaltig aus China

Ich erlaube mir einen kurzen Kommentar zu Ihrem Beitrag „steirische“ Käferbohnen aus „internationalem Anbau“: Da ich aus dem steirischen „Kürbis/Käferbohnengürtel“ komme kenne ich den background und weiß auch worum es geht. Wenn die „echte“ Anbaufläche steirischer Käferbohnen mit dem gesamten Verkaufsvolumen p.a. sowohl getrocknet als auch in Dosen konserviert in Bezug gesetzt wird, kann davon ausgegangen werden, dass, je nach Erntesituation, 10 bis max. 20 % dieser steirischen Spezialität in der Steiermark bzw. Österreich geerntet wird.

Praktisch alle aus „intern. Anbau“ bezeichnete Ware kommt aus China, ist von ausgezeichneter Qualität, jedenfalls sehr viel nachhaltiger produziert als heimische Ware die praktisch ausschließlich in intensiver Produktion in Kombination mit Mais kultiviert wird. Chinesische Käferbohnen werden von Kleinbauern im Hochland von Yunnan extensiv angebaut, die Verarbeitung/Verpackung erfolgt in Österreich.

Name der Redaktion bekannt

Testwunsch Behörden 8/2015

BH Neunkirchen äußerst freundlich

Der Erfahrung Ihres Lesers Michael Riedler in KONSUMENT 8/2015 (nachzulesen unter Erdbeereis, Kreditwürdigkeit ... - Ihre Meinung ist uns wichtig ), der sich über die Unfreundlichkeit bei Ämtern in Wien beschwert, muss ich – auch wenn es geografisch nicht ganz passt – widersprechen. Auf der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen wird man nämlich im Gegensatz dazu äußerst freundlich und zuvorkommend behandelt. Habe das sowohl bei Passverlängerung als bei Ausstellung von Führerschein und Personalausweis jedes Mal erlebt (bin weder verwandt noch verschwägert mit einem Bediensteten noch selbst dort beschäftigt)!

Paul M.
E-Mail

Volksbank 10/2015

„Hervorragende Kundenorientierung“?

Brauchte kürzlich Forint. Gehe in die Volksbank-Filiale bei der Wiener Uni am Schottentor. Ich frage: „Haben sie Forint?“ „Ja, wenn Sie bitte zum anderen Schalter kommen.“ Dann fragt die Volksbank-Mitarbeiterin: „Sind Sie Kunde bei uns?“ Ich: „Nein, wieso?“ Die Volksbank-Mitarbeiterin: „Wenn Sie kein Konto bei der Volksbank haben, dann müsste ich Sie bitten, zur Bank Austria gegenüber zu gehen.“ „Das meinen sie nicht ernst?“ Die Volksbank-Mitarbeiterin: „Doch.“

Die Bank Austria gegenüber hatte nur mehr Automaten, keine Mitarbeiter, keine Forint. Auf der Volksbank-Homepage lese ich wörtlich: Das Gütesiegel des Recommender-Award zeichnet die Volksbanken als Banken mit „hervorragender Kundenorientierung“ aus. Mich könnt ihr als Kunden vergessen. Danke Volksbank.

User "Wos_wor_mei_Leistung?"

Werbefahrten 8/2015

Flop mit Alpenlotterie

Vor längerer Zeit beteiligte ich mich nur interessehalber an einem einfachen Preisausschreiben mit dem Motto Energiesparen, dessen Lösungswort auch Energie war. Ich erhielt dann die Einladung zur Hauptgewinnübergabe im Rahmen einer Busfahrt. Natürlich war erkennbar, dass es sich um eine der bekannten Werbefahrten handelt und zu vermuten, dass die versprochenen Gewinne nicht übergeben würden. Da ich interessiert war, meldete ich mich mit meiner Gattin zur Fahrt an.

Am vereinbarten Ort wurden wir mit Verspätung um etwa 8.00 Uhr mittels eines Kleinbusses abgeholt, in dem dann inclusive uns 6 Personen transportiert wurden. Es stellte sich gleich heraus, dass wir alle als Gewinner von jeweils 1.000 € Bargeld, pro Person ein 4 kg schweres Lebensmittelpaket und pro Paar einen Elektrogriller verständigt und eingeladen waren. Der Fahrer des Busses mit deutschem Kennzeichen gab sich als Herr Peter, Besitzer des Busses und Rentner aus, der sich durch gelegentliche Fahrten für verschiedene Firmen seine karge Rente aufbessert.

Unsere Reise führte über Nickelsdorf nach Mosonmagyarovar in Ungarn in ein sehr versteckt gelegenes Hotel-Restaurant PANORAMA. Dieses kleine Hotel im Barockstil schien außer uns verwaist, machte jedoch einen angenehmen Eindruck. Empfangen wurden wir von zwei, der Sprache nach offensichtlich aus Deutschland stammenden höflichen Herren, die sich als Andreas Mayer und Robert Böske vorstellten. Ohne es direkt auszusprechen vermittelten sie den Eindruck, dass uns ein ganztägiges Gewinnerprogramm wie angekündigt erwarte.

Zunächst gab es jedoch das angepriesene Frühstücksbuffet, akzeptabel, aber keineswegs besonders überragend und luxuriös. Der angekündigte Empfang durch Herrn Frank v. Wietmarschen, Sekt und Blumenstrauß entfiel und wurden nicht erwähnt. Nach der kurz bemessenen Zeit für das Frühstück begann Herr Mayer seinen sehr gekonnt aufgebauten Vortrag mit Unterstützung durch Dias und Videoclips: Veranstalter sei die Firma Pegasus/HTV aus St. Pölten.

Zu Beginn wurde betont, dass es sich um keine Werbe- und keine Verkaufsveranstaltung handle. Über die im Alter der Teilnehmer üblichen Medikamenteneinnahmen wurde sehr geschickt Verunsicherung und Angst bezüglich Übermedikation und unkoordinierten Medikamenteneinnahmen aufgebaut. Video-Statements angeblicher Professoren und Hinweise auf mehrere Bücher sollten diese Argumente bekräftigen. Statt diesen meist wirkungslosen und teilweise schädlichen Medikamenten sollte man besser die körpereigenen Kräfte mobilisieren und aktivieren. Ein Fläschchen mit einem Q.10-hältigen Wirkstoff wurde gezeigt. Nach dem hier gekonnt gesetzten scheinbaren Ende des Vortrages wurde auf Nachfrage der leider sehr hohe Preis und die Möglichkeit hier zu bestellen nachgetragen: Für eine 60-wöchige Kur nur 3.000 statt normal 4.740 €. Es gäbe aber auch andere Verabreichungsformen, wie z.B. Hautcremen etc.

Nun gab es das als besondere, zusätzliche Großzügigkeit dargestellte Mittagessen von angenehmer Qualität; zeitlich wieder knapp bemessen. Jetzt zeigte sich, dass ein Ehepaar, etwa Mitte 80, Interesse an dem Q.10-Produkt hatte; dieses Paar wurde von uns anderen abgetrennt und wir sahen es nicht mehr. Wir verbliebene vier Teilnehmer wurden nun wieder von Herrn Peter mit seinem Bus zur nächsten Station nach Österreich transportiert. Angedeutet war, dass dort die Veranstaltung fortgesetzt und die Preisübergaben stattfinden würden. Die zwei zuvor sehr freundlichen Herren verabschiedeten sich nicht und erweckten den Eindruck, auch zur nächsten Station zu kommen. Wir wurden jedoch zum Seerestaurant in Neusiedl am See gebracht, abgesetzt und von Herrn Peter informiert, dass er uns in einer Stunde wieder aufnehmen und zurück zu unseren Einstiegsorten bringen werde.

Unsere Frage nach den Geschenken beantwortete er damit, dass er diese Geschenke bei sich führe und uns am Ende der Reise übergeben werde. In Wien bei unserem Ausstiegsort angekommen, verlangte er den Abschnitt der Einladung, der als Empfangsbestätigung für die 1000 € in bar gestaltet war, quasi als Teilnahmebestätigung von uns. Da ich das Geld nicht erhalten hatte, wollte ich dies verweigern. Er zeigte uns nun triumphierend, dass auf dieser Bestätigung am rechten unteren Eck der Rückseite ein farblich kaum unterschiedlicher, kaum bemerkbarer und auch von uns bis dahin nicht bemerkter Schriftzug „RUBBELGEWINNSPIEL“ aufgedruckt ist. Dies sei der ausreichende Hinweis, dass nicht Bargeld sondern nur zwei Rubbellose ausgegeben würden.

Nun kam es zu einem heftigen Wortwechsel, bedauerlicherweise hatte ich die vorab unterschriebene Empfangsbestätigung vorzeitig aus der Hand gegeben und war somit unterlegen. Ich bekam sie nicht zurück. Statt der außerdem angekündigten großen Geschenke wurde uns ein kleines, notizbuchgroßes Päckchen angeboten, auf das wir jedoch verzichteten.

Name der Redaktion bekannt

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