Mit Einschränkung geeignet
Mit Einschränkung geeignet bei Husten. Teemischungen wirken insgesamt nicht besser als Tees, die aus nur einem pflanzlichen Bestandteil (z.B. Thymian) bestehen. Die Wirkstoffe sind zudem zu niedrig dosiert, um sekretlösend wirken zu können. Positiv an Hustentees ist, dass sie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleisten. Dadurch kann der festsitzende Schleim in den Bronchien sich besser lösen und leichter abgehustet werden. Die Empfehlung, bei Husten mehr zu trinken, entspringt aber lediglich der Erfahrung und ist bisher nicht in klinischen Untersuchungen bestätigt worden.
Andererseits sollten vor allem Menschen, die ein schwaches Herz haben oder bei denen die Nieren nicht richtig arbeiten, nicht zu viel trinken. Wird die vermehrt aufgenommene Flüssigkeit nämlich nicht schnell genug wieder ausgeschieden, kann der Kreislauf zusätzlich belastet werden. Eibischwurzel soll gereizte Rachenschleimhaut beruhigen und ebenso wie Thymian, Isländisch Moos und Spitzwegerichblätter den Hustenreiz lindern. Süßholzwurzel soll sekretlösend wirken. Ob diese pflanzlichen Bestandteile so wirken, ist jedoch noch nicht ausreichend nachgewiesen.
Präparat
Sidroga Husten- und Bronchialtee
Wirkstoff
Thymian, Eibischwurzel, Spitzwegerichblätter, Süßholzwurzel, Isländisch Moos
Preis
20 Beutel 5,30 Euro
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Personen, die auf Lippenblütlergewächse (z.B. Pfefferminze, Lavendel, Basilikum) allergisch reagieren, sollten diesen Tee nicht trinken, weil Thymian ebenfalls zu dieser Pflanzengruppe gehört. Das gilt auch, wenn man auf Birke, Beifuß oder Sellerie allergisch reagiert, da die Gefahr einer Kreuzallergie besteht. Wird der Tee über mehrere Wochen regelmäßig und in größeren Mengen getrunken, kann aufgrund des Süßholzanteils zu viel Kalium aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Bei Patienten, die Diuretika (Bluthochdruck) oder Abführmittel (Verstopfung) einnehmen, kann sich der Salzverlust noch verstärken.
In der Folge kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Der Kaliumverlust kann auch die Wirkung von Digitalisglycosiden (Herzschwäche) verstärken. Wird der Tee häufig und über einen langen Zeitraum getrunken, kann sich aufgrund des Süßholzanteils der Mineralstoffhaushalt verändern, sodass der Blutdruck ansteigt und sich Wasser im Gewebe ansammelt (Ödem). Dann sollte man den Tee nicht mehr konsumieren. Wenn die Ödeme sich anschließend nicht zurückbilden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine allergische Reaktion auf einen oder mehrere Bestandteile der Teemischung vor. Dann sollte der Tee nicht mehr getrunken werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder
Husten- und Bronchialtees werden grundsätzlich erst für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen. Zur Anwendung bei jüngeren Kindern liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte der Tee nicht getrunken werden.