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Symbolbild: Eine Grafik mit einem Computerbildschirm, aus dem mehrere Warnschilder schweben. Daneben zwei Personen.
Hüten Sie sich vor Betrug. Wir helfen Ihnen dabei. Bild: Magura/Shutterstock.com; Montage: VKI

Aktuelle Warnungen

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112 Kommentare

Qartel: Abofalle inkludiert

Redaktion, 7. Mai 2026, 15:05

Ein Konsument berichtet: „Auf der Suche nach einem Rostumwandler habe ich auf den Internetseiten verschiedener Zeitungen die Werbeeinschaltung von Qartel gesehen. Es wird geworben mit bester Qualität, Geld zurück bei Nichtgefallen etc.

Ein Test mit einem Stück rostigen Stahls nach der Lieferung sagte mir: Fake! Wirkung nur oberflächlich, unter dieser ‚Farbschicht‘ alles wie vorher. Also wollte ich das Geldrückgabeangebot nutzen. Wollte.

Es kam nämlich eine Nachricht dass ich die Rücksendung nach China, zwischen 25 und 35 US-Dollar, selbst zu bezahlen hätte. Aber, weil die Firma mit den Kunden ‚mitfühlt‘, hat man mir eine Rückzahlung von 30 Prozent angeboten. Die Schrottware könnte ich behalten, sie eventuell einem Bekannten schenken!

Etwas schlauer geworden, habe ich mich im Internet umgesehen und dabei erfahren, dass bei Qartel ein gut verstecktes Abonnement auf unbedarfte Käufer lauert. Jeden Monat wird Mist zugesendet und Qartel bucht monatlich einen Betrag ab. Ich habe sofort an die E-Mailadresse geschrieben und, für den Fall, dass ich in diese Abofalle getappt sei, die sofortige Kündigung verlangt. Außerdem habe ich mitgeteilt, dass ich bei Paypal sämtliche eventuell von Qartel geforderten Zahlungen untersagt habe.

Antwort von Qartel: Das Abo sei ‚kostenfrei‘ storniert worden und es fielen keine weiteren Kosten an. Weil ich Paypal eingeschaltet habe, sei aber die 30-Prozent-Rückzahlung nicht mehr garantiert.“

Vital-Kompass: Enttäuschender Messerschärfer

Redaktion, 7. Mai 2026, 15:05

Ein Konsument berichtet: „Ich hatte bei der Firma Vital-Kompass einen Messerschärfer um 39,90 Euro bestellt, der auch geliefert wurde. Leider war von den versprochenen tollen Schleifergebnissen nichts zu merken. Keine Spur davon, dass ‚selbst billige Ikea-Messer schärfer werden und wesentlich besser schneiden als die teuren WMF-Messer um 300 Euro.‘ Außerdem war in der Anzeige die schwarz-rot-goldene Fahne der Bundesrepublik Deutschland abgebildet, in die die Worte ‚entworfen und designed in Deutschland‘ geschrieben waren.

Auf meine Mitteilung an Vital-Kompass, dass ich den Messerschärfer wegen Ineffizienz retournieren werde, wurde mir eine Adresse in China genannt. Als ich das Retoure-Paket dann auf die Post gebracht habe, wurde mir dort mitgeteilt, dass ich ein Zollformular ausfüllen muss. In diesem Zollformular sind jedoch Angaben notwendig, die nur Vital-Kompass kennt. Daher habe ich die für den Rücktransport notwendigen Informationen angefordert.

Leider hat mir die ‚Support-Abteilung‘ von Vital-Kompass keine dieser Infos übermittelt, im Gegenteil, sie zeigten sich verwundert über meinen Wunsch und waren nicht bereit, mich zu unterstützen.

So werde ich nun auf dem nicht funktionierenden Messerschärfer sitzen bleiben und auch die 39,90 Euro abschreiben müssen.“

Variova.de: Massenware aus China

Redaktion, 7. Mai 2026, 15:05

Eine Konsumentin berichtet: „Da mir Regionalität wichtig ist, bin ich auf die Werbung der Firma Variova gestoßen. Angepriesen wurde der Artikel als ‚handgefertigte Keramikblumen von Margret aus Niederösterreich‘, gekommen ist ein Massenprodukt, das laut meiner nachträglichen Recherche im Internet auch bei anderen (Billigst-)Anbietern im Netz zu kaufen ist. Mein Fehler war leider auch, dass ich nicht nach dem Impressum geschaut habe.

Ich kontaktierte die Firma per Mail, deren Sitz in Hongkong ist, nicht so wie auf der Website suggeriert in Deutschland. Man bat mich, das Produkt innerhalb von zwei Wochen zurückzuschicken, dann würde ich mein Geld zurückbekommen. Dies werde ich jedoch nicht tun, da aufgrund einer ‚Sonderaktion‘ bei der Lieferung keine Versandkosten anfielen.

Wenn ich die Rücksendung bezahle (was laut grober Recherche 20 bis 30 Euro ausmachen kann), bleibt es für mich trotzdem sehr fraglich ob ich sowohl den Kaufpreis als auch den Versand zurückbekomme.“

Kleinanzeigen.de: Lücke beim Käuferschutz

Redaktion, 7. Mai 2026, 15:05

Im Rahmen eines Kaufs auf der Plattform kleinanzeigen.de konnte ein Konsument eine österreichische Lieferadresse angeben und den kostenpflichtigen Käuferschutz „Sicher bezahlen“ abschließen. Erst nach Eintritt eines Schadensfalls erhielt er die Information, dass der Käuferschutz ausschließlich für Personen mit Wohnanschrift in Deutschland anwendbar sei.

Nach Ansicht unseres Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) ist dies unzulässig. Wenn der Käuferschutz bei Lieferung ins Ausland von vornherein nicht anwendbar sei, dies aber weder im Bestellprozess offengelegt noch technisch verhindert werde, liege eine irreführende Geschäftspraxis durch Unterlassen wesentlicher Informationen vor sowie ein Verstoß gegen das Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG).

Die Gebühr dürfe auch nicht eingehoben werden, wenn für das Unternehmen von vornherein klar sei, dass es die Leistung nicht erbringen könne. Weiters liege ein Verstoß gegen die Geoblocking-Verordnung vor, da die bereits bezahlte Leistung lediglich aufgrund des Wohnsitzes in Österreich verweigert werde.

Sollten Sie mit einem ähnlichen Fall konfrontiert sein, können Sie sich an das EVZ wenden: portal.vki.at/EVZ

Falsche VKI-Mitarbeiter:innen keilen Verträge

Redaktion, 13. April 2026, 10:04

Keiler versuchen unter unserem Namen diverse Verträge zu verkaufen. Wir warnen.

Vor Kurzem erreichte uns die Anfrage eines in Wien ansässigen Konsumenten: „Ich wollte nachfragen, ob Sie Hausbesuche machen, um Daten zu sammeln. Es geht um die Klage gegen die Wien Energie. Was hat es damit auf sich?“

Unsere Antwort: „Vielen Dank für Ihre Anfrage. Nein, wir machen keine Hausbesuche.“

Offensichtlich sind Keiler unterwegs. „Wir sind vom VKI! Haben sie einen Moment Zeit? Wir hätten da ein Angebot…“ So versuchen sie, Vertrauen zu gewinnen und Verträge zu verkaufen. Sie schreiben „VKI“ drauf, es ist aber Betrug drin.

Die Keiler probieren es mit verschiedenen Tricks. Sie sprechen Menschen auf der Straße an rufen im Namen des VKI an, behaupten, persönlich vorbeizukommen, geben vor, eine „Ausgleichszahlung“ aus einer VKI-Aktion auszuhändigen, versuchen, persönliche Daten zu bekommen, wollen sich Zutritt zur Wohnung verschaffen.

Durch unsere Sammelaktionen (verbraucherrecht.at/sammelaktionen) haben wir einen guten Ruf und sind vielen in Österreich bekannt.

Unser Name soll als Türöffner dienen. Das Ziel ist der Abschluss eines Vertrages, und der ist sicher nicht zum Vorteil der Kund:innen.

Echte VKI‑Mitarbeiter:innen rufen niemals unangekündigt an und machen auch keine unangekündigten Hausbesuche.

Das können Sie tun: Keine Daten herausgeben – besonders keine Adresse, nicht auf Hausbesuche einlassen, bei der Polizei melden, uns den Fall melden (portal.vki.at/Form).

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

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