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Waschmaschinen - Saubere Wäscher

Zehn große und kleinere Waschmaschinen der besten Energieklasse A+++ im Test. Die richtige Trommelgröße ergibt sich aus dem persönlichen Nutzungsverhalten.

Diese Waschmaschinen wurden getestet:

  • AEG - L8FE74485
  • Bosch - WAW28570
  • Constructa - CWF14N00
  • Miele - WDB030 WPS Eco
  • Samsung - WW8AK6404QW/EG
  • Siemens - WM14W490
  • Siemens - WM14N190

Am Prüfstand waren diesmal Frontlader mit 1.400 Umdrehungen pro Minute. In der Testtabelle finden Sie folgende Beurteilungspunkte: Waschergebnis, Programmdauer, Dauerprüfung, Umwelteigenschaften, Strom- und Wasserverbrauch, Schutz vor Wasserschäden.

Im Folgenden der Testbericht:


Größere oder kleinere Trommel?

Steht die Anschaffung einer neuen Waschmaschine ins Haus, gilt es, einige Ansprüche umzusetzen: Das neue Gerät soll natürlich saubere Wäsche abliefern und strom- sowie wassersparend arbeiten. Waren es früher Maschinen mit Platz für bis zu 5 Kilo Wäsche, so schaffen heutige Geräte acht Kilo und mehr.

Welche Waschmaschine am besten passt, hängt von den jeweiligen Lebensumständen ab: Ein Single- oder Zwei-Personen-Haushalt kommt mit klei­neren Trommeln von etwa 6 Kilogramm Fassungsvermögen gut über die Runden. Bei Familien oder Wohngemeinschaften mit vier und mehr Personen ist eine größere Trommel sinnvoll.

Test: Waschmaschinen Energieklasse A+++

Den aktuellen Test, den die deutsche Stiftung Warentest durchgeführt hat, ­absolvierten Waschmaschinen mit 6-, 7- und 8-Kilo-Trommeln. Insgesamt standen 10 Waschmaschinen mit Bullauge, so­ge­nannte Frontlader (inklusive 3 Baugleichheiten), mit 1.400 Umdrehungen pro ­Minute zu 480 bis 990 Euro auf dem ­Prüfstand. Die Maschinen sind mit dem A+++ Energielabel ausgestattet.

Gute Schleuderwirkung auch mit 1.400 Umdrehungen

Zehn große und kleinere Waschmaschinen der besten Energieklasse A+++ im Test. Die richtige Trommelgröße ergibt sich aus dem persönlichen Nutzungsverhalten.

Alle Geräte lieferten ein „gutes“ Gesamtergebnis. Eine wichtige Anforderung an Wasch­maschinen ist eine optimale Schleuderwirkung. Absolvieren die Textilien nach dem Waschgang ihre Runden im Trockner, so ­helfen sie gut ausgewrungen, ­Energie zu sparen. Die beste Bewertung fürs Schleudern und Waschen unter den 8-Kilo-Maschinen erhielten Samsung und Siemens WM14W490 mit der baugleichen Bosch WAW28490. ­Ihre Schleuderdrehzahl von 1400 Umdrehungen erzielt ein ähnlich wirksames Ergebnis wie die besten Geräte aus dem Waschmaschinen - Welche top sind mit 1600 Umdrehungen pro Minute.

Constructa: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

In die 8-Kilo-Trommel passt eine ganze Menge: 3 Leintücher, 12 Polsterbezüge und 25 Handtücher füllten die Tester ein. Familien mit Kindern, die jede Woche mächtige Wäscheberge anhäufen, wählen am besten ein großes Gerät. Die drei erstgereihten Maschinen (Bosch, Miele und Siemens) fassen 7 bzw. 8 Kilo. Testsieger Bosch (990 Euro) wäscht top und schleudert leise. Wer in einem kleineren Haushalt lebt, ist mit der Constructa gut be­raten. In ihren Bauch passen 6 Kilo Wäsche und sie ist mit 480 Euro am günstigsten. Außerdem kommt sie mit Betriebskosten von 365 Euro für 10 Jahre vergleichsweise güns­tig. Nur die teurere Miele hat geringere ­Betriebskosten.

Waschen mit halber Beladung

Statt wie früher viel Wäsche zusammenkommen zu lassen, tendieren wir heute dazu, Teile nach kurzem Tragen zu waschen, um sie gleich wieder anzuziehen. Deshalb ist es praktisch, mit halber Beladung zu ­waschen. Im 40-Grad-Buntprogramm, halb befüllt, verbrauchen AEG und Constructa rund zwei Drittel weniger Strom als voll beladen. Andere Geräte senken ihren Stromverbrauch in diesem Durchlauf durchschnittlich nur um rund ein Drittel.

 

Ecoprogramm: geringere Wärme, längere Programmdauer

26 Grad im 60-Grad-Ecoprogramm

Das Energielabel erhalten nur Geräte, die im Spar- bzw. Ecoprogramm besonders ­wenig Strom verbrauchen. Da die Geräte die meiste Energie zum Aufheizen benö­tigen, arbeiten die Hersteller mit geringer Wassertemperatur. Einige Maschinen ­kommen im 60-Grad-Sparprogramm nicht ­einmal auf 40 Grad Celsius. AEG erwärmt das ­Wasser sogar nur auf laue 26 Grad. Die geringere Wärme kompensieren die Hersteller mit der Programmdauer. AEG braucht mit 3 Stunden 40 Minuten im Ecodurchlauf um 1 Stunde 10 Minuten länger als im Normalprogramm. Außer AEG ­waschen das viertgereihte Siemens-Modell und Constructa mit weniger als 40 Grad. Die Maschinen erhielten in diesem Prüfpunkt ein „nicht zufriedenstellend“. Alle drei Geräte, die im Ecoprogramm mit lauwarmer Lauge reinigen, schaffen dennoch gute Waschergebnisse. Das beinhaltet auch das Entfernen von Blut-, Rotwein- und Schokoflecken.

Und was kostet ein Waschdurchgang im ­Vergleich? Eine Waschladung im 60-Grad-Normalprogramm bei halber Beladung ­kostet je nach Maschine zwischen 30 und 45 Cent. Das 60-Grad-Sparprogramm kommt günstiger. Hier fallen für einen Durchgang zwischen 20 und 32 Cent an.

Hygienedurchlauf im Normalprogramm

Angesichts der niedrigen Temperaturen in etlichen Sparprogrammen stellt sich die ­Frage: Wird lauwarmes Wasser auch mit Bakterien und Krankheitserregern fertig? Bei gesunden Menschen ist die Antwort: Ja. Sie können normal verschmutzte Wäsche bei niedrigen Tem­peraturen im Sparprogramm waschen. Für Personen mit geschwächtem Immun­system, z.B. mit Pilz- oder Durchfall­erkrankungen, empfiehlt sich das 60-Grad-Normalprogramm mit bleichehaltigem Vollwaschmittel. Laut wissenschaftlichen Studien sterben die meisten Krank­heitskeime ab 50 Grad Celsius ab. Alle getesteten Maschinen waschen im 60-Grad- Normaldurchgang mit mindestens 55 Grad.

Karin Baumgarten-Doblander, Projektleiterin beim VKI; Bild: VKI

Was Sie vorbeugend gegen Verkeimung in der Waschmaschine tun können, fasst Karin Baumgarten-Doblander, Projektleiterin im VKI folgendermaßen zusammen:

„Wer nur mit niedrigen Temperaturen wäscht, sollte einmal pro Monat einen Waschgang mit mindestens 60 Grad und Vollwaschmittel durchführen. Dieser Durchlauf, der auch ohne Wäsche möglich ist, beugt einer Verkeimung im Inneren des Gerätes vor.“


Testtabelle: Waschmaschinen

Auch zu haben

Viele Konsumenten fahren zum Einkaufen nach Deutschland oder bestellen im Internet. Wir listen hier Geräte mit Testurteil auf, die ebenfalls untersucht wurden, aber in Österreich nicht erhältlich sind. Zwei Maschinen sind aufgefallen: Amica und Panasonic. Sie waschen durchschnittlich. Probleme gab es im Dauertest: Von jedem Fabrikat treten drei Maschinen zum Dauertest an. Sie müssen je 1.840 Ladungen waschen. Das simuliert die Nutzung über 10 Jahre mit 3,5 Waschladungen pro Woche.

Bei den meisten Testteilnehmern gab es hier keine Ausfälle. Bei Amica brachen in allen drei geprüften Maschinen kleine Plastikteile ab, die teilweise die Laugenpumpe blockierten. Nach dem Entfernen der Teile liefen die Geräte weiter. Bei einem der drei Panasonic-Geräte gab der Motor den Geist auf. Nach dem Einbau eines neuen Motors riss wenig später ein Antriebsriemen. Die beiden anderen Panasonic-Modelle kamen ohne Schaden durch den Dauertest. Panasonic kündigte an, den Waschmaschinen-Vertrieb in Europa einzustellen.

Grundig GWA 38431

Testurteil: gut

LG F14WM8CN1

Testurteil: gut

Bauknecht WA Plus 8614

Testurteil: gut

Panasonic NA-148XRW

Testurteil: durchschnittlich

Amica WA 14662W

Testurteil: weniger zufriedenstellend

Tipps

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Constructa CWF14N00, eine der beiden 6-Kilo-Maschinen, ist günstig in der Anschaffung (480 Euro) und im Betrieb (365 Euro in 10 Jahren).

Kleine oder große Trommel? Haushalte mit Paaren oder Singles kommen gut mit 6-Kilo-Maschinen aus. Die 7- und 8-Kilo-Riesen eignen sich für Haushalte mit vier und mehr Personen.

Maschine gut befüllen. Ein voll gefülltes Gerät verbraucht pro Kilogramm Wäsche weniger Strom und Wasser als ein teilweise befülltes.

Energiesparprogramme nutzen. Sie bekommen normal verschmutzte Textilien sauber. Geduld für den Ecodurchlauf (bis zu 3:40 Stunden) wird mit eingesparten Stromkosten belohnt.

Restwasser. In der Maschine bleibt nach den Waschgängen Restwasser zurück. Deshalb Bullauge und Waschmittellade nach dem Waschen offen lassen. So kann das Wasser verdunsten.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 10 Waschmaschinen mit 6-, 7- und 8-Kilo-Trommeln mit Bullauge (sogenannte Frontlader) – inklusive 3 Baugleichheiten – und mit 1.400 Umdrehungen pro Minute getestet. 
Die Waschmaschinen wurden in fünf Kategorien bewertet: Funktion, Dauerprüfung, Handhabung, Umwelteigenschaften und Schutz vor Wasserschäden.

Aus den Noten in den einzelnen Kategorien ergeben sich Gruppenurteile. Aus den Gruppenurteilen setzt sich das Testurteil zusammen. 

Getestet werden weder kostenlose Muster noch Prototypen, sondern alle Geräte werden anonym im Handel eingekauft.

Funktion: 40 %

Alle Geräte müssen verschiedene Waschprogramme durchlaufen:
Buntwäsche 60 Grad Celsius (Eco-Programm) mit der Hälfte der maximalen Beladung laut Anbieter

  • Buntwäsche 60 Grad Celsius mit halber Beladung im Normalprogramm
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit halber Beladung im Kurzprogramm
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller und mit halber Beladung laut Anbieter
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit 2 kg Beladung
  • Pflegeleicht 40 Grad Celsius bei maximaler Beladung laut Anbieter (seit 2014 wird Pflegeleichtes bei 30 Grad Celsius getestet)

Dabei sind die Waschmaschinen mit normierter, üblicher Haushaltswäsche beladen: Handtücher, Leintücher und Polsterbezüge. Hinzu kommen verschmutzte Stoffstreifen mit Hautfett, Ruß, Öl, Blut, Kakao und Rotwein. Nach dem Waschen messen die Experten, wie sauber die Schmutzstreifen geworden sind (Reinigungsleistung), wie gut die Wäsche ausgespült (Spülwirkung) und geschleudert (Schleuderwirkung) wird. Außerdem wird die Dauer der Programme gemessen.

Dauerprüfung: 20%

Drei Waschmaschinen von jedem Fabrikat waschen jeweils 1.840 Mal in verschiedenen Programmen, mit kleinen Ruhepausen rund um die Uhr. Sie sind mit robusten Arbeitsanzügen beladen und waschen mit einem handelsüblichen Vollwaschmittel. Die Dauerprüfung nimmt rund ein halbes Jahr in Anspruch und simuliert im Zeitraffer eine rund zehnjährige Nutzung bei 3,5 Waschgängen pro Woche. Die Bewertung richtet sich danach, ob und wann Fehler auftreten und wie schwerwiegend sie sind.

Handhabung: 15 %

Drei Experten und zwei Nutzer bewerten, wie sich die Waschmaschine bedienen lässt. Unter anderem erfassen sie folgende Punkte:

  • Gebrauchsanleitung
  • Waschmittelzugabe
  • Bedienelemente (z.B. Programmwähler, das Einstellen von Schleuderdrehzahl oder Sonderfunktionen)
  • Einfüllen und Herausnehmen der Wäsche
  • Reinigen und Pflegen (Wartung) der Maschine
  • Lockerheit der Wäsche (nach dem 40-Grad-Buntprogramm)
  • Restlaufanzeige

Umwelteigenschaften: 15 %

Die Tester messen den Strom- und Wasserverbrauch in allen geprüften Programmen sowie den Stromverbrauch im Stand-by (Programm mit Zeitvorwahl sowie nach Programmende) und im Aus-Zustand. Außerdem messen die Prüfer das Geräusch beim Waschen im Hauptwaschgang und beim Schleudern. Bei Waschtrocknern splitten sich die Umwelteigenschaften auf: 10 Prozent für das Waschen und 5 Prozent für das Waschtrocknen und Trocknen.

Schutz vor Wasserschäden: 10 %

Ein Experte prüft das Wasserstoppsystem und den Auslaufschutz der Waschmaschine.

 

  • Wenn der Wasserzulaufschlauch platzt, muss ein Ventil das sprudelnde Wasser direkt am Hahn abstellen. Dafür ist ein doppelwandiger Schlauch erforderlich.
  • Damit die Trommel nicht überläuft, stoppt ein Niveauschalter rechtzeitig den Wasserzulauf. Fällt er aus, soll die Maschine stoppen, einen Fehler melden und am besten das eingelaufene Wasser automatisch abpumpen.
  • Wenn das Magnetventil am Wassereinlass klemmt oder nicht richtig schließt, läuft ständig Wasser nach und muss abgepumpt werden. Dafür sorgt ein Sicherheitsschalter.
  • Wenn die Waschmaschine undicht wird, soll eine Bodenwanne das auslaufende Wasser auffangen, ein Schwimmschalter das Programm stoppen und die Pumpe aktivieren.
  • Überprüfung, ob der Ablaufschlauch fest installiert ist (damit er nicht auf den Boden fällt)

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle mit Fußnoten gekennzeichnet. Folgende Abwertungen können zum Einsatz kommen:

  • Funktion: Ist die Funktion (also das Waschen, Spülen und Schleudern) durchschnittlich, kann das Testurteil maximal eine halbe Note besser sein.
  • Dauerprüfung: Ist die Haltbarkeit „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“, kann das Testurteil nicht besser sein.
  • Umwelteigenschaften: Ist das Geräusch im Hauptwaschgang „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“, können die Umwelteigenschaften maximal eine Note besser sein. Ist das Geräusch beim Schleudern „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“, können die Umwelteigenschaften maximal zwei Noten besser sein. 
     

Testplakette

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