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Wäschetrockner - Preisgünstig vs. umweltfreundlich

, aktualisiert am

Test: A++ Geräte schonen die Geldbörse und trocknen meist ebenso gut wie stromsparendere A+++ Modelle. Letztere erweisen sich jedoch als umweltfreundlicher.

Folgende Wäschetrockner mit Wärmepumpe finden Sie im Test:

  • AEG- T8DE86685
  • AEG - T8DE76585
  • Beko - DPY 8405
  • Bosch - WTYH7701
  • Bosch - WTW85463
  • Bosch - WTH85200
  • Miele  - TDB130 WP Eco
  • Miele - TCE630 WP
  • Siemens -WT7YH701
  • Siemens - WT45W463
  • Siemens - WT43H2G1

Die Testtabelle enthält folgende Beurteilungspunkte: wie gut die Wäschetrockner trocknen, wie lange sie für die einzelnen Programmarten brauchen, Stromverbrauch, Umwelteigenschaften, Handhabung und Sicherheit.

Lesen Sie im Folgenden den Testbericht:


Wer die Möglichkeit dazu hat, trocknet Wäsche im Sommer auf der Wäscheleine im Garten oder auf dem Balkon. Das schont Umwelt und Geldbörse. Während der Wintermonate kommen die Kleidungsstücke aber nach dem Waschdurchgang zum Trocknen auf einen Wäscheständer im Innenbereich. Die nassen Teile wirken sich natürlich aufs Raumklima aus. Häufigeres Lüften ist nötig, um die Feuchtigkeit aus den Räumen zu bekommen. Die daraufhin abgesunkene Raumtemperatur muss dann die höher eingestellte Heizung ausgleichen.

11 Wäschetrockner im Test

Warum also nicht die Anschaffung eines Wäschetrockners überlegen? Laut Statistik Austria (Ausstattungsgrad österreichischer Haushalte 2014/15) steht in 33 Prozent der österreichischen Haushalte ein Wäschetrockner. Früher waren diese Geräte oft als Stromverschwender verpönt. Wie es um den Energieverbrauch moderner Wäschetrockner bestellt ist, hat unsere Schwesterorganisation Stiftung Warentest unter anderem anhand eines Tests von 11 Kondensationswäschetrocknern mit Wärmepumpe (inklusive zwei Baugleichheiten) geprüft.

Trocknen mit Wärmepumpe spart Kosten

Die effizienteste Möglichkeit des elektrischen Wäschetrocknens bieten Kondensationstrockner mit Wärmepumpentechnik. In früheren Tests berücksichtigten wir auch Trockner ohne Wärmepumpe. Es zeigte sich, dass solche Modelle viel mehr Strom verbrauchen. Zudem kosten moderne Geräte mit Wärmepumpe heute weniger als früher.

Wäschetrockner: so funktioniert die Wärmepumpentechnik; Grafiken: chyworks, Master3D, SofiaV/Shutterstock.com; Gestaltung: Doris Seyser, VKITechnisch funktionieren sie folgendermaßen (klicken Sie auf die beigefügte Info-Grafik):

1) Aufgeheizte Warmluft durchströmt die Wäsche und nimmt deren Feuchtigkeit auf.
2) Die Wärmepumpe kühlt die Luft ab, entfeuchtet sie und erwärmt sie neuerlich.
3) Einen Teil der im Zuge des Abkühlens gewonnenen Energie nutzt die Wärmepumpe für das weitere Trocknen.

Das spart im Vergleich zu Kondensationstrocknern ohne Wärmepumpe etwa die Hälfte an Strom.

Beide Energieklassen trocknen gut

Beide Energieklassen trocknen gut

Zum Test traten sechs Modelle (Bauähnlichkeiten eingerechnet) der sparsamsten Energieeffizienzklasse A+++ gegen fünf A++ Geräte für sieben bis acht Kilo ­Wäsche an. Es ging um die Frage, ob es sich lohnt, einen energiesparenden Wäschetrockner der höchsten Effizienzklasse zu kaufen. Um zu vergleichen, erstanden die Tester – soweit möglich – jeweils zwei unterschiedlich sparsame Trockner derselben Marke.

Testsieger ist der AEG T8DE86685 (999 Euro), knapp gefolgt von Bosch WTYH7701 und dem bauähnlichen Siemens-Gerät WTYH701 (je 1.329 Euro). Im Gesamtergebnis liegt die höhere Effizienzklasse A+++ leicht voran. Unter den ­besten Trocknern konnten sich aber auch zwei Produkte der niedrigeren Energieklasse platzieren: AEG T8DE76585 und Miele TDB130 WP Eco. Die beste Umweltbewertung erzielte der Miele TCE630 WP.

Die Stromkosten für die getesteten Trockner betragen 12 bis 17 Euro pro Jahr. Der Test zeigt, dass hinsichtlich ihrer wich­tigsten Aufgabe, dem Trocknen, beide­ Energie­klassen gleich gute Arbeit leisten.

Geduld nötig

Wie schon bei früheren Trockner-Tests festgestellt, bedarf es einiger Geduld, bis die Geräte mit einem Trocknungsgang durch sind. Eine Ladung Baumwolle schranktrocken dauert zwischen einer Stunde 53 Minuten (Miele, A++) und zwei Stunden 41 Minuten (Beko). Das Programm für bügelfeuchte Wäsche ist bei den meisten Trocknern etwa eine halbe Stunde früher fertig.

A++ finanziell günstiger, A+++ umweltfreundlicher

Die meist teureren Geräte (999 bis 1.329 Euro) der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen weniger Strom. Sicher, das kommt der Umwelt zugute. Aber ent­lastet der niedrigere Stromverbrauch innerhalb eines Betriebszeitraums von 10 Jahren auch die Brieftasche?

Zur Berechnung der Betriebskosten für 10 Jahre zogen die Tester den Bedarf eines Haushalts mit vier Personen heran, wo etwa 11 Kilogramm Wäsche pro Woche anfallen. Es stellte sich heraus, dass die A++ Trockner dieses Tests in finanzieller Hinsicht die bessere Wahl sind. Trotz ihres höheren Stromverbrauchs kommen sie im zehnjährigen Betrieb inklusive Anschaffung günstiger als ihre A+++ Markenkollegen. Der energieeffizientere AEG-Testsieger beispielsweise spart gegenüber seinem A++ Pendant in 10 Jahren zwar 36 Euro an Stromkosten, kostet aber um 150 Euro mehr.

A++-Geräte ziehen mehr Strom

Mit Blick auf die Umwelt ergibt sich ein von der rein finanziellen Nutzersicht abweichendes Bild. Ökologisch gesehen lohnt sich die Entscheidung für ein energieeffizienteres Gerät. Im Test zeigte sich, dass der Stromverbrauch der A++ Modelle etwa 25 Prozent höher ist als jener der A+++ Trockner.

Regelmäßige Pflege

Leicht gereinigt

Während des Trocknens lösen sich Fasern aus der Wäsche, die sich im Wärmetauschersieb sammeln. Damit der Trockner einwandfrei arbeiten kann, sollte der Nutzer das Sieb regelmäßig aus dem Gerät nehmen und laut Bedienungsanleitung reinigen. Bei den getesteten Modellen Bosch und Siemens entfällt diese Aufgabe. Beide verfügen über selbstreinigende Wärmetauscher.

Wasserbehälter entleeren

Weitere Mitarbeit ist beim Wasserbehälter angesagt. Dieser ist nach jedem Trockenvorgang zu entleeren. Praktischer ist es, wenn das Gerät das Kondenswasser über einen Wasserablauf direkt in die Kanalisation entsorgt. Mit Ausnahme von Bosch WTYH7701, dem baugleichen Siemens WT7YH701, Siemens WT45W463 und dem baugleichen Bosch WTW85463 bieten das alle Testgeräte. Bei einigen Modellen ist der Kondenswasserablaufschlauch nicht im Lieferumfang enthalten.

Flusensieb reinigen

Die Reinigung des Flusensiebes, das sich im Bereich der Tür befindet, ist ebenfalls vom Nutzer durchzuführen. Das Säubern ist nach jedem Durchgang nötig. Grund: Trockenzeit und Energieverbrauch steigen sonst an und das Gerät kann Schaden nehmen.

Testtabelle: Wäschetrockner

Tipps

Flusensieb reinigen. Unbedingt nach jedem Trockendurchgang säubern. Andernfalls steigen Trockenzeit und Energieverbrauch.

Kondenswasser. Der Wäsche wird beim Trocknungsvorgang Feuchtigkeit entzogen. Bei Geräten, die nicht über einen direkten Wasserablauf verfügen, den Behälter nach jedem Trocknen entleeren und säubern. Bei vollem Kondensatbehälter stoppt das Gerät den Trocknungsvorgang.

Pflege der Trommel. Im Inneren können an den Rippen der Trommel bzw. an den Elektroden der Feucht-Sensorik kaum sichtbare Beläge durch Wäschepflegemittel oder Kalk entstehen. Die Trommel deshalb von Zeit zu Zeit mit einem haushaltsüblichen Reiniger feucht abwischen.

Schleudern. Zuvor ordentlich geschleuderte Wäsche absolviert einen kürzeren, energieeffizienteren Trocknungsvorgang.

Pflegeetikett. Ein durchgestrichener Kreis in einem Quadrat bedeutet, das Wäschestück darf nicht in den Trockner.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 11 Kondensationswäschetrockner mit Wärmepumpe (inklusive zwei Baugleichheiten) geprüft. 
Getestet werden weder kostenlose Muster noch Prototypen, sondern alle Geräte werden anonym im Handel eingekauft. Die Einkäufer fragen dabei gezielt nach dem Wäschetrockner, der für den Test ausgewählt wurde. Die Testergebnisse gelten für das getestete Modell.

Trocknen: 50 %

Die Prüfungen erfolgten mit Füllmengen nach Anbieterangaben. Bei Baumwolle schranktrocken mit voller und halber Beladung lag die Restfeuchte zu Beginn bei 50 Prozent, ebenso bei Baumwolle bügelfeucht bei voller Beladung. Bei Pflegeleicht schranktrocken: volle Beladung, Restfeuchte zu Beginn 40 Prozent. Die Tester beurteilten, ob die in der Norm geforderte Endrestfeuchte eingehalten wurde und inwiefern die Ergebnisse über fünf Trockenvorgänge reproduzierbar waren. Die Programmdauer wurde gemessen. In den Programmen Pflegeleicht und Bügelfeucht wurde die Gleichmäßigkeit der Trocknung beurteilt. Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an DIN EN 61121:2013.

Umwelteigenschaften: 15 %

Bei allen Trockendurchgängen ermittelten die Tester den Stromverbrauch. Wegen unterschiedlicher Füllmengen wurde der Verbrauch pro Kilogramm Trockenwäsche (spezifischer Stromverbrauch) bewertet. Zudem ermittelten die Tester unter anderem den Stand-by-Verbrauch mit Zeitvorwahl, in ausgeschaltetem Zustand, nach Programmende und unausgeschaltet (Left-on-Zustand). Den Wirkungsgrad der Kondensation bewerteten die Tester bei Baumwolle schranktrocken anhand der Wassermenge im Kondensatbehälter. Für den Prüfpunkt Geräusch wurde der Schallleistungspegel in dB(A) in Anlehnung an DIN EN 60704–2–6:2013 gemessen.

Handhabung: 30 %

Drei Fachleute und zwei Nutzer beurteilten Gebrauchsanleitung, Bedienelemente sowie Be- und Entladen der Geräte. Relevant waren auch das Entleeren des Kondensatbehälters, das Reinigen der Flusensiebe sowie der Wärmetauschersiebe und die Lockerheit der Wäsche.

Sicherheit und Verarbeitung: 5 %

Geprüft wurden bei der elektrischen Sicherheit unter anderem Anforderungen an Netzanschluss und Schutzleiter sowie Sicherheitshinweise. Zudem überprüften wir Oberflächentemperaturen, Türöffnungskraft, Verletzungsgefahren sowie Auffälligkeiten bei der Verarbeitung. Die elektrische Sicherheit wurde in Anlehnung an DIN EN 60335–1:2012 und DIN EN 60335–2–11:2015 geprüft.

Änderungen im Vergleich zu den Tests von 2013 bis 2016

Größeres Fassungsvermögen, geringerer Stromverbrauch, Änderungen am Design: Wäschetrockner haben in den vergangenen Jahren immer wieder zugelegt. Die Anbieter feilen laufend an den Geräten. Die Tests wachsen mit. Die Anforderungen für die Tests werden regelmäßig angepasst. Seit 2017 werden bei den Geräten Stromverbrauch und Wirkungsgrad der Kondensation (Kondensationswirkung) strenger bewertet. Bei der Bewertung der Sicherheit werden seit 2017 auch Anforderungen der Sicherheitsnorm (DIN EN 60335) über Sicherheitshinweise in der Gebrauchsanleitung berücksichtigt. Bei der Handhabung werden die Reinigung des Flusensiebes und das Entleeren des Kondensatbehälters strenger bewertet. Bei der Handhabung werden die Inbetriebnahme und das Aufstellen sowie die Türverriegelung bei maximaler Beladung nicht mehr bewertet.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. Bei Wäschetrocknertests können folgende Abwertungen zum Einsatz kommen:

Umwelteigenschaften. Bei weniger zufriedenstellenden Umwelteigenschaften wurde das Testurteil eine halbe Note abgewertet. 
Handhabung. War die Handhabung weniger zufriedenstellend, wurde das Testurteil eine halbe Note abgewertet. 
Sicherheit und Verarbeitung. Bei nicht zufriedenstellender Sicherheit und Verarbeitung lautete das Testurteil „nicht zufriedenstellend“. Bei weniger zufriedenstellender Sicherheit und Verarbeitung konnte das Testurteil nicht besser sein. 
Stromverbrauch. Bei weniger zufriedenstellendem Stromverbrauch konnten die Umwelteigenschaften nicht besser sein. 
Reinigen. War das Reinigen der Wärmepumpensiebe weniger zufriedenstellend, wurde die Handhabung um eine halbe Note abgewertet.

Noch zu haben

Folgende Kondensationstrockner mit Wärmepumpe aus dem Test 10/2016, die gut abgeschnitten haben, sind noch erhältlich:   

  • AEG T97685IH3, baugleich mit AEGT97689IH3
  • Bauknecht TR Style 72A3 BW
  • Miele TMB140WPEco – nicht mehr auf der Miele-Homepage zu finden, nur noch im Onlinehandel erhältlich 
  • Siemens WT47W5WO und der baugleiche Bosch WTW875WO

Testplakette

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Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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Fehler in der Tabelle

Ihnen ist leider beim Test ein Fehler unterlaufen, und zwar unterstützt der Trockner WTYH7701 keinen Kondenswasserablauf direkt in den Abfluss. Ich hatte mich leider auf Ihren Test verlassen und aus diesem Grund den WTYH7701 statt dem WTW85463 genommen, dies entsprach einem Aufpreis von ca. 200 Euro. Nach Rücksprache mit dem Bosch Service Team wird diese Möglichkeit bei diesem Gerät überhaupt nicht unterstützt.

Lukas Reicher, MSc
Wien
(aus KONSUMENT 4/2018)

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Hier ist leider tatsächlich ein Fehler passiert. Wir haben ihn in unserer Online-Ausgabe umgehend korrigiert.

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