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TV-Geräte - Smart oder Schmarrn

, aktualisiert am

3D, HDTV, Smart-TV – die Hersteller von TV-Geräten werben mit immer neuen Features. Unser TV-Geräte-Test zeigt: Was so verlockend klingt, kann aber seine Tücken haben. - Teile dieses Tests ist sind nur online erschienen und nicht im Heft abgedruckt.

Wer bei „smart“ heute noch in erster Linie an eine ehemals sehr beliebte österreichische Zigarettenmarke denkt, der outet sich als hoffnungslos vorgestrig. „Smart“ sind heute allenfalls „Phones“ und – immer öfter – die aktuellen TV-Geräte. Zumindest, wenn man ihren Herstellern glauben mag. Und natürlich deren Werbeagenturen – die versehen Bildschirme und Verpackungen der Geräte mit so vielen „Unser Gerät kann das!“-Pickerln, dass man meinen könnte, es handle sich um viereckige Litfaßsäulen.

TV-Geräte im Test: 3D ist praktisch Standard

Diese Plakatflächen waren – in ihrem Bereich – wohl irgendwie die Vorläufer des zweiten großen Trends bei den Fernsehgeräten, dem dreidimensionalen Bild (3D): Man kann zwar nicht um eine Szene herumgehen wie um die Erfindung des seligen Buchdruckers Litfaß, es bedeutet aber zumindest eine unterhaltsame Abkehr von der Zweidimensionalität. Wenngleich hier nicht wirklich etwas „aus dem Bild herauswächst“, wie die Werbung von Herstellern und Handel auf Websites und in Printprodukten zu suggerieren bemüht ist. Das Bild bleibt natürlich durch den Bildschirm abgegrenzt – dies als Hinweis für (noch) nicht 3D-Erfahrene, um Enttäuschungen nach dem Kauf vorzubeugen. Von dieser Spezies dürfte es aber in absehbarer Zeit ohnehin nicht mehr all zu viele geben, denn etliche der von uns getesteten Geräte beherrschen heute schon die 3D-Darstellung.

Aus zwei mach drei Dimensionen

Dazu braucht es nicht einmal Original-3D-Filmmaterial. Und das ist gut so, denn es ist nach wie vor äußerst dünn gesät. Vielmehr bedient man sich häufig einer „2D to 3D-Upscaling“ genannten Technik, die aus dem normalen zweidimensionalen Bildmaterial am Schirm in Echtzeit eine dreidimensionale Darstellung errechnet. Über deren Qualität gehen die Meinungen allerdings in nicht wenigen Fällen auseinander, denn es kommt immer wieder zu Artefakten bei der Darstellung.

3D auch über Blu-ray-Player und PS3

Wer sich nicht auf die raren Fernsehausstrahlungen in echtem 3D beschränken möchte und deshalb auf Blu-rays (DVD-Nachfolger) mit 3D-Filmen zurückgreift, möge bitte berücksichtigen, dass auch der Blu-ray-Player 3D-fähig sein muss (für die PlayStation 3 gibt es ein entsprechendes Upgrade). Auf jeden Fall benötigt man dazu aber auch (noch) eine 3D-Brille. Entweder eine Shutter- oder eine Polarisationsbrille, das ist vom Gerät bzw. von der vom Hersteller gewählten Technologie abhängig.

Teure Brillen (Shutter)

Shutter kosten eine Menge Schotter

Shutterbrillen (vom englischen „shutter“ für Verschluss) kommen bei „aktiven“ 3D-Fernsehgeräten zum Einsatz, welche die Bilder für das rechte und das linke Auge nacheinander ausstrahlen. Entsprechend verdunkelt die damit synchronisierte Brille das gerade nicht „benötigte“ Auge; im Kopf des Betrachters entsteht dann aus beiden Teilbildern das 3D-Bild. Shutterbrillen bieten – entsprechend gutes 3D-Material vorausgesetzt – ein exzellentes Bild, sind aber mit einem Preis von 70 bis 100 Euro pro Stück ein nicht gerade billiges Vergnügen für den gemeinsamen Fernsehabend einer Großfamilie.

Jedes Gerät benötigt eigene Brille

Dazu kommt, dass jedes Gerät seine spezifische Brille benötigt und diese zwischen den Herstellern schon gar nicht kompatibel sind. Zwar haben sich die Konkurrenten Panasonic, Samsung und Sony mit dem 3D-Brillenhersteller Xpand zusammengetan und die Entwicklung eines gemeinsamen Standards angekündigt, das bislang letzte Lebenszeichen bestand aber in der Suche nach Lizenznehmern. Hier wird man abwarten müssen. Selbiges gilt übrigens auch für 3D-Geräte, die mittels Mikrolinsen ganz ohne Brille auskommen wollen. Bislang wurden solche zwar vorgestellt, sie haben aber noch keinen Einzug in den Massenmarkt gehalten.

Für 3D-Filme benötigt man so genannte Shutter (Brillen) (Bild: Subbotina Anna/Shutterstock.com) 

Alles eine Frage der Definition

Bleibt also vorläufig als Alternative zur teuren Shutterbrille das „passive“ 3D-System. Hier werden Polarisationsbrillen verwendet, wie man sie auch aus dem Kino kennt. Das TV-Gerät strahlt beide Teilbilder gleichzeitig aus, die Brille lässt aber nur das für das jeweilige Auge bestimmte durch. Unsere kleinen grauen Zellen formen daraus wieder ein dreidimensionales Bild. Vorteil: Solche Brillen gibt es bereits für rund 3 Euro; da kann man schon mal die 3D-neugierigen Freunde zur Fernseh- oder Blu-ray-Party einladen.

Keine HD-Auflösung möglich

Mit hoher Auflösung (HD – High Definition) wird es aber nicht so richtig klappen, da bei der Polarisationsbrille das HD-Fernsehbild systembedingt von 1920 x1080 (Full-HD) auf 1920 x 540 Bildpunkte reduziert werden muss, was nicht mehr der gängigen Vorstellung von Full-HDTV entspricht. LG hat sich für seine Polarisationsfilter-Geräte dafür eine lustige „Argumentation“ einfallen lassen: Da wir ja zwei Augen haben und jedes für sich mit 540 Bildzeilen versorgt wird, könne man sehr wohl von Full-HD sprechen, weil 2 x 540 ja auch 1080 ergibt. Im Analogieschluss könnte man sagen: Wenn zwei Leute fernsehen und jeder hält sich ein Auge zu, dann sehen sie auch in 3D …

Zehn Prozent sehen kein 3D

Übrigens: Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der Bevölkerung überhaupt kein 3D wahrnehmen können (also vorher Probe schauen!). Und wer schon im Kino beim 3D-Film Kopfweh bekommt, dem bleibt das möglicherweise auch daheim nicht erspart.

Trojanisches Pferd CI+

Aus Free-TV wird Pay-TV

Für Kopfschmerzen – oder doch zumindest für Ärger – mag im Zusammenhang mit hochauflösendem Fernsehen (HDTV) das Kürzel CI+ (oder CI Plus) sorgen. CI steht dabei für Common Interface („allgemeine Schnittstelle“) – einen Einschubschacht am TV-Gerät, Sat- oder Kabel-Receiver, in den ein Kartenhalter (Modul) gesteckt werden kann, in dem wiederum eine Berechtigungskarte, die Smartcard, Platz findet (ähnlich der SIM-Karte beim Handy).

ORF Smartcard für das CI-Plus-Modul (Bild: E. Würth/VKI) 

Minus für den Fernsehkonsumenten

Das „Plus“ hingegen steht keineswegs für das, was es nahelegt, nämlich ein Mehr an Qualität oder Funktionalität. Kritiker sehen darin vielmehr ein dickes Minus für den Fernsehkonsumenten. Denn kaum hat man ihm die Anschaffung eines neuen TV-Gerätes mit Aussicht auf HDTV schmackhaft gemacht, wird er zur Kasse gebeten, sobald er HDTV auch von den werbefinanzierten Privatsendern konsumieren will. Zunehmend sind deren HDTV-Ausstrahlungen nämlich nur bei Vorhandensein eines HD-Plus-fähigen Receivers bzw. eines CI-Plus-Moduls empfangbar, Letzteres kostet rund 80 Euro. Und die HD-Plus-Karte kostet beispielsweise bei HD Austria 6,90 Euro im Monat für ein knappes Dutzend der beliebtesten „Free-TV“-Sender in HD-Qualität.

Trojanisches Pferd CI+

Das „Plus“ besteht also lediglich für die Sender und Rechteinhaber. Die können mithilfe dieser Technik durch via Sendersignal mitgeschickte Funktionen/Befehle nämlich erheblichen Einfluss darauf nehmen, wer was wie empfangen bzw. nutzen darf. Dazu gehört:

  • die Aufnahme von Sendungen gänzlich zu unterbinden
  • die Wiedergabe von TV-Aufnahmen zeitlich zu begrenzen (zwischen sechs Stunden und 61 Tagen)
  • zeitversetztes Fernsehen gänzlich zu unterbinden oder zu begrenzen (z.B. nur bis 90 Minuten nach Sendungsende)
  • das Vorspulen von Sendungen (z.B. zur Unterdrückung der Werbung) gänzlich zu unterbinden

Sender können Ihr TV-Gerät fernsteuern

Sogar die völlige Deaktivierung eines Gerätes ist möglich. Die Sender können also „per Fernsteuerung via Satellit“ bestimmen, wie das TV-Gerät oder der Festplattenrecorder in Ihrem Wohnzimmer funktioniert, agiert, reagiert.

„Servicepauschale“-Schmäh findet seine Fortsetzung

Warum das alles? Weil man es bei den angeschlossenen Sendern nicht gerne sieht, wenn der Zuseher etwa durch zeitversetztes Betrachten der Sendungen die Werbung überspringt. Unterbindet man dies, könnten die Werbepreise steigen. Auf der anderen Seite wird der Einkauf auszustrahlenden Materials billiger, wenn beispielsweise das Aufzeichnen eines Filmes unterbunden wird. Das bedeutet: Aus dem bisherigen Free-TV wird, so man es in hochauflösender Qualität empfangen will, ein Pay-TV.

Auch wenn die Anstalten keine „Rundfunk-“ oder „Abogebühr“ einheben und lieber – wie von den Mobilfunkanbietern sattsam bekannt – von einer „Servicepauschale“ sprechen: Wer nicht bezahlt, bei dem bleibt in Sachen Privatsender-HDTV der Bildschirm dunkel – und es ist keineswegs auszuschließen, dass das Beispiel Schule macht und sich auch auf das „Free-TV“ in Standardqualität ausweiten wird.

Viele smarte Features

Internet, Multimedia: allerlei Smart-Schmankerln

Apropos: „Smart-TV“ hieß im vergangen Jahr meist noch Internet- oder Hybrid-TV und bezeichnet im Großen und Ganzen die Verbindung von TV und Internet. Je nach Hersteller hat man damit über dessen Internetportal Zugriff auf ausgewählte Webinhalte oder auf das gesamte Web. Auch textbasierte Dienste stehen zur Verfügung. Schwachstelle bei allen Formen der Texteingabe: das Eintippen. Sich mittels Fernbedienung über die Bildschirmdarstellung einer Tastatur zu quälen, sorgt für Frust. Besser geht es mit einer USB-Tastatur, sofern das Gerät diese akzeptiert. Via USB-Stick lassen sich bei allen Geräten mittlerweile auch Fotos, Videos und Audiodaten am TV wiedergeben, für Smartcards (Speicherkarten) sind allerdings nicht alle „Smarten“ ausgerüstet.

Übertragung auf mobile Endgeräte

Auch in umgekehrter Richtung klappt es bei manchen Geräten: Etwa das Übertragen der gerade laufenden Sendung auf das Smartphone oder den Tablet-PC; womit man sicher sein kann, selbst beim Gang aufs stille Örtchen keine Sekunde des spannenden Werbeblocks zu versäumen (es sei denn, CI+ sorgt für entsprechende Zensur). Smartphones wiederum können in vielen Fällen etwa als Fernbedienung für das TV-Gerät eingesetzt werden. Das erlaubt Fans der „Sozialen“ Netzwerke wie Facebook oder YouTube häufig auch die Darstellung dieser brisanten Informationen parallel zum TV-Genuss ...

TV-Geräte können immer mehr (Bild: Samsung Electronics Austria) 

Nur der Klarheit wegen: Voraussetzung für die Nutzung der Internetoptionen ist natürlich ein vorhandener Internetanschluss mit Flatrate sowie ein Netzwerkrouter via Ethernet und/oder WLAN.

Bunter, faszinierender, dreidimensional

Man sieht: Als „smart“ noch lediglich mit dem Glimmstängel gleichen Namens assoziiert wurde, war die Fernsehwelt deutlich überschaubarer. Dafür ist sie heute bunter, faszinierender, dreidimensional. Ob es sich bei den vielen neuen Features nur um „blauen Dunst“ handelt, der sich schnell wieder verzieht, wird die Zukunft zeigen.

Testtabelle: TV-Geräte 6/2012 81–94 cm (32–37 Zoll)

Testtabelle: TV-Geräte 6/2012 102–109 cm (40–43 Zoll)

Testtabelle: TV-Geräte 6/2012 117–140 cm (46–55 Zoll)

Steckbriefe der "guten" TV-Geräte

Vor allem auf Unterschiede hinweisen. In positive wie in negative Richtung. Deshalb sind hier vor allem jene Produkteigenschaften herausgestellt, in denen sich das betreffende Gerät von der Mehrzahl anderer Geräte seiner Größenklasse unterscheidet. „Übliche“ Eigenschaften, also solche, über welche ein Großteil der anderen Geräte gleichfalls verfügt, bleiben hier weitgehend zugunsten des schnellen Überblicks unberücksichtigt. Diese Details finden Sie in der Tabelle und in den jeder Größenklasse vorangestellten Zusammenfassung.

Alle „guten“ TV-Geräte: Kategorie 81-94 cm (32-37 Zoll)

Was die meisten Geräte dieser Klasse können/nicht können beziehungsweise haben/nicht haben:

• LED-Backlight
• DVB-T und DVB-C Tuner integriert
• HDMI-Eingänge
• Nur „durchschnittliche“ Betrachtungswinkel
• „Durchschnittliche“ Bildqualität
• Relativ starke Bewegungsunschärfen
• „Durchschnittliche“ Wiedergabe von HDTV- und via DVB-T empfangenen Signalen
• „Gute“ bis „sehr gute“ Wiedergabe von Fotos
• „Durchschnittlicher“ Ton, Bedienungsanleitung und Handhabung
• Akzeptabler Energieverbrauch
• Ausreichend Extras
• „Guter“ Teletext, etwas schwächere elektronische Programmführer.

• Kein DVB-S Tuner
• Kein 3 D
• Keine Aufnahme auf externen Geräten
• Kein volles Internet-Browsing
• Kein integriertes WiFi

Samsung UE32D6300

3 D-fähig, jedoch kein Upscaling von 2D auf 3D, „gutes“ Bild, bei Tageslicht jedoch nur „durchschnittlich“, „gute“ HDTV-Wiedergabe sowie 3D-Brille und –Wiedergabe, aber „nicht zufriedenstellende“ Bedienung im 3D-Modus; „gute“ Gesamthandhabung des Geräts mit „sehr guten“ Extras.

Samsung UE37D5700

„Gute“ Handhabung, alle Receiver eingebaut, bequeme Fernbedienung. Enger Betrachtungswinkel und „durchschnittliches“ Bilderlebnis bei Tageslicht. WiFi mittels optionalem Dongle möglich, eingeschränkter Internetzugang. Schwache Bedienung am Gerät selbst, erhebliche Bewegungsunschärfen.

Panasonic TX-L37ETW5

3D-fähig mit Upscaling-Funktion, Aufnahme auf externen Medien möglich, WiFi vorhanden, „gut“ bei der Bewegungsunschärfe und in der Handhabung sowie Bedienungsanleitung, „sehr gute“ Werte bei 3D und Wiedergabe via USB. „Weniger zufriedenstellend“ beim Internet-Browsing, schwer, teuerstes „gutes“ Gerät dieser Größenklasse.

Samsung UE32EH5000

Zweitbilligste Gerät dieser Größenklasse, nur 6,8 Kilogramm leicht leicht, „gute“ Handhabung, „gutes“ Ergebnis beim Sehtest, niedriger Energieverbrauch, kein DVB-S-Tuner eingebaut, lediglich 2 HDMI-Eingänge.

Sony KDL-37EX525

„Gutes“ Ergebnis beim Sehtest, sowie beim Empfang via DVB-T, vergleichsweise gutes Internet-Browsing, Ethernet-Schnittstelle vorhanden, WiFi via optionales Dongle, Skype-fähig mit optionalem Zubehör, Aufnahme via USB, gute Verwendbarkeit als PC-Schirm. Schwach bei der Bewegungsunschärfe und bei speziellen Features wie Bearbeitung.

Grundig 32 VLE 8130 BL

WiFi-fähig, Aufnahme auf externe Medien möglich, „gutes“ Bild mit weitem Betrachtungswinkel und geringer Bewegungsunschärfe. Bei HDMI-Wiedergabe nur durchschnittliche“ Lautstärke, eingeschränkter Internetzugang, selbst dieser „nicht zufriedenstellend“, „Pause Live TV“ nur bis zu 20 Minuten.

Samsung UE32EH4000

Billigstes „gutes“ Gerät dieser Größenklasse, nur 6,8 Kilogramm schwer, nur 1366 x 768 Bildschirmpunkte, jedoch „gute“ HDTV-Wiedergabe und Handhabung.

Sony KDL-37EX521

Alle Receiver „on board“ , WiFi über optionales Dongle, Ethernet, Skype möglich, sehr gute Foto-Wiedergabe, 4 HDMI-Eingänge, vergleichsweise gutes Internet-Browsing.

Alle "guten" in der Kategorie 102-109 cm (40-43 Zoll)

Was viele „gute“ Geräte dieser Klasse können/nicht können beziehungsweise haben/nicht haben:

• 3 D-Fähigkeit mit Upscale von 2D auf 3 D
• „Gute“ Bildqualität
• LED-Backlight
• DVB-T, DVB-DVB-S Tuner integriert
• Aufnahme auf externe Geräte
• HDMI-Eingänge
• Erweiterter Betrachtungswinkel
• Geringere Bewegungsunschärfen
•  „Gute“ Wiedergabe von HDTV- und via DVB-T empfangenen Signalen
• „Sehr gute“ Wiedergabe von Fotos
• „Durchschnittlicher“ Ton, Bedienungsanleitung und Handhabung
• „Guter“ tägliche Betrieb
• Akzeptabler Energieverbrauch
• Ausreichend Extras
• „Guter“ Teletext und elektronischen Programmführer
• „Gute“ Aufnahmen
• Integriertes WiFi

• Eher schwaches Internet Browsing

Samsung UE40ES7000

„Sehr gutes“ Bild auch bei Tageslicht, „guter“ Ton und Handhabung, vor allem beim Anschluss und den Tuner-Einstellungen, geringer Energieverbrauch, WiFi und Skype Video möglich. 3D-Brille „gut“.

Samsung UE40ES8000

Nahezu gleich dem UE40ES7000, beim Anschließen und im Hörtest aber geringfügig schwächer, bei der Weite des Betrachtungwinkels etwas besser. 3D-Brille „gut“.

Loewe Art 40 - 3D - DR+

„Guter Ton“ und Bedienungsanleitung, WiFi via optionalem Dongle möglich, Internet-Browsing, Ethernet, HD für analoge Aufnahme integriert, digital via USB auf externe HDD. Zweit teuerstes Gerät dieser Größenklasse. Kein DVB-S-Tuner, starke Bewegungsunschärfen.

Loewe Art 40 - 3D

Wie Loewe Art 40 - 3D - DR+ jedoch ohne integrierte Harddisk, dafür um 550 Euro „billiger“.

Samsung UE40D6300

Anschluss und einstellen der Tuner „sehr gut“. 3D-Brille und Handhabung „gut“, geringer Energieverbrauch. Kein Upscaling von 2D auf 3D, keine Aufnahme auf externen Medien. Gemessene Werte lediglich „durchschnittlich“.

Sony KDL-40HX755

„Sehr gute“ Lautstärke bei der Wiedergabe via HDMI und USB, sowie für die Anschlüsse. WiFi integriert, 3D-Wiedergabe, Bedienung und Sehtest „weniger“ bis „nicht zufriedenstellend“. Gleiches gilt für das Browsen im Internet.

Sony KDL-40HX750

„Sehr gute“ Lautstärke bei der Wiedergabe via HDMI und USB, sowie für die Anschlüsse. Kein DVB-S Tuner. WiFi integriert. 3D-Wiedergabe, Bedienung und Sehtest „weniger“ bis „nicht zufriedenstellend“. Internet Browsing „weniger zufriedenstellend“.

Sony KDL-40EX725

Billigstes Sony-Gerät dieser Größenklasse, entsprechend abgespeckte Ausstattung: Keine Aufnahmeoption, kein DVB-T und DVB-S-Tuner, kein WiFi und CI+ Slot, jedoch sehr geringe Bewegungsunschärfe, 3D-Features „durchschnittlich“ oder schlechter. Selbiges gilt für EPG-Programmführer; Teletext entfällt. Internet-Browsing „durchschnittlich“. Skype mit Zusatzausstattung.

Sony KDL-40HX725

„Sehr gute“ Werte bei der Bewegungsunschärfe, Bilderlebnis bei Tageslicht jedoch nur „durchschnittlich“. 3D-Features „weniger“ bis „nicht zufriedenstellend“. „Durchschnittliches“ Internet-Browsing. Keine Aufnahme auf externe Medien.

Bang & Olufsen BeoVision 10

Sehr weiter Betrachtungswinkel und geringe Bewegungsunschärfe, „guter“ Ton. Bildqualität bei Tageslicht und via HDMI „durchschnittlich“. Mit eine Preis von 5000 Euro teuerstes und mit einem Gewicht von fast 65 Kilogramm schwerstes Gerät dieser Größenklasse. Nicht 3D-fähig, keine DVB-S Tuner, kein WiFi und keine Aufnahme auf externe Geräte, keine Fotowiedergabe. Bedienungsanleitung, Anschluss, Energieverbrauch und Extras „weniger“ bis „nicht zufriedenstellend“.

Sharp LC-40LE830E

„Guter“ Ton, jedoch starke Bewegungsunschärfe, und „nicht zufriedenstellende“ 3D-Bedienung, WiFi nur mit optionalem Dongle, keine externen Aufnahmen, Internet-Browsing „weniger zufriedenstellend“, elektronischer Programmführer „durchschnittlich“.

Panasonic TX-L42ETW5

Durch die Bank „sehr gute“ 3D-Features und Teletext, „gute“ Handhabung und Bedienungsanleitung, WiFi vorhanden. Gesamt-Bildqualität „durchschnittlich“. Internet-Browsing „weniger zufriedenstellend“.

Grundig 40FLE9170BL

Bildqualität „durchschnittlich“, bei Tageslicht aber vergleichsweise „sehr gut“; „gute Handhabung“, WiFi vorhanden. Bedienung im 3D-Modus „nicht zufriedenstellend“, kein volles Internet-Browsing.

Philips 40PFL5007K/12

Sehr geringe Bewegungsunschärfe. Kein 3D, Ton sowie Internet Browsing „weniger zufriedenstellend“. Elektronischer Programmführer „durchschnittlich“.

Samsung UE40EH5000

Billigstes „gutes“ Gerät dieser Größenklasse mit „guter“ Handhabung und „sehr gutem“ Programmführer. Jedoch ohne DVB-S Tuner, externer Aufnahmemöglichkeit, 3D und WiFi. Starke Bewegungsunschärfen.


Alle „guten“ in der Kategorie 117-140 cm (46-55 Zoll)

Was die meisten „guten“ Geräte dieser Klasse können/nicht können beziehungsweise haben/nicht haben:

• „Gute“ 3 D-Wiedergabe mit Upscale von 2D auf 3 D
• „Gute“ Bildqualität
• LED-Backlight
• DVB-T, DVB-DVB-S Tuner integriert
• HDMI-Eingänge
• „Gute“ Wiedergabe von HDTV- und via DVB-T empfangenen Signalen
• „Sehr gute“ Wiedergabe von Fotos
• „Durchschnittlichen“ Ton, Bedienungsanleitungen und Handhabung
• „Sehr guter“ tägliche Betrieb
• Akzeptablen Energieverbrauch
• „Sehr gute“ Extras
• „Guter“ Teletext und elektronischen Programmführer
• „Gute“ Aufnahmen

• Eingeschränkter Betrachtungswinkel
• Wahrnehmbare Bewegungsunschärfen
• Keine Aufnahme auf externe Geräte
• Schwaches Internet Browsing
• Kein integriertes WiFi

Samsung UE46ES7000

Testsieger dieser Größenklasse mit vergleichsweise „sehr gutem“ Bild bei Tageslicht, jedoch engem Betrachtungswinkel. „Sehr gute“ Wiedergabe via USB und Extras, „guter“ Ton und „gutes“ Internet Browsing. WiFi integriert, Skype-Video und Aufnahme auf externen Medien möglich.

Samsung UE46ES8000

Einziges Gerät dieser Klasse mit „sehr gutem“ Ergebnis beim 3D Sehtest. Auch bei den Extras und der Wiedergabe via USB „sehr gut“, beim Internet-Browsing „gut“. WiFi integriert, Skype-Videogespräche und Aufnahme auf externen Medien möglich.

Samsung UE46D6320

4 HDMI-Eingänge, kein Upscaling von 2D auf 3D, enger Betrachtungswinkel, Bedienung im 3D Modus „nicht zufriedenstellend“, kein freies Internet-Browsing.

Samsung UE46D6300

4 HDMI-Eingänge, kein Upscaling von 2D auf 3D, enger Betrachtungswinkel. Bedienung im 3D-Modus „nicht zufriedenstellend“, kein freies Internet-Browsing.

LG 47LW4500

„Guter“ Betrachtungswinkel, einzige „sehr gute“ 3D Brille und –Bedienung in dieser Größenklasse, „sehr gute“ Extras. Kein DVB-S Tuner eingebaut, Bild via DVB-T „durchschnittlich“, Bedienungsanleitung „weniger zufriedenstellend“. Kein Internet-Browsing.

Sony KDL-46HX725

„Guter“ Ton, Bild mit sehr geringer Bewegungsunschärfe, bei Empfang via DVB-T jedoch nur „durchschnittlich“; 4 HDMI Eingänge. 3 D-Features „durchschnittlich“ bis „nicht zufriedenstellend“. Internet-Browsing gleichfalls „durchschnittlich“.

Philips 46PFL6806K/02

„Sehr gutes“ Bild unter Tageslichtbedingungen, geringe Bewegungsunschärfe. „Guter“ Ton. HDTV-Qualität „weniger zufriedenstellend“. Detto Internet Browsing. Aufnehmen auf externem Datenträger nur „durchschnittlich“, da hierzu Internetverbindung vorhanden sein muss. Kein 3 D.

Sharp LC-46LE632E

„Guter“ Ton bei „durchschnittlichem“ Bild mit großer Bewegungsunschärfe. Kein 3 D. Schlechte Fernbedienung.Internet Browsing „weniger zufriedenstellend“.

Sharp LC-46LE630E

"Guter" Ton bei "durchschnittlichem“ Bild mit großer Bewegungsunschärfe. Kein 3 D. Schlechte Fernbedienung. Internet Browsing „weniger zufriedenstellend“.


 

Zusammenfassung

Was brauchen Sie wirklich? Die mittlerweile angebotenen Features der TV-Geräte sind vielfältig. Konzentrieren Sie sich deshalb am besten vor Ihrem Besuch beim Händler auf das, was Sie wirklich brauchen/möchten. So sparen Sie sich das Geld für nicht benötigte „Schmankerl“.

  • Sinnvolles Feature. LCD-Geräte, die als Hintergrundbeleuchtung LEDs statt Leuchtstofflampen verwenden (Full LED-Backlight). Vorteil ist die bessere Ausleuchtung des Bildschirmes und eine kontrastreichere Darstellung.
  • Vorjahrsmodell. Wenn Sie auf das eine oder andere neue Feature verzichten können – TV-Modelle des vergangenen Jahres sind oft deutlich billiger.
  • Energieverbrauch. Die seit vergangenem Jahr vorgeschriebenen Angaben über den Energieverbrauch der Geräte sind manchmal – vor allem bei Plasma-Bildschirmen – irreführend, da sie von unrealistischen Voraussetzungen ausgehen.

Lexikon: TV-Fachausdrücke

100 Hertz/200 Hertz
Techniken zur Bildoptimierung. Die bei der TV-Ausstrahlung üblichen 50 Einzelbilder (= Bildwiederholrate) werden mittels 100-Hertz Technik zweimal pro Sekunde gezeigt. Die 200-Hertz-Technik verdoppelt diese Anzahl nochmals. Der Effekt von 200 Hertz gegenüber den durchaus sinnvollen 100 Hertz ist allerdings recht gering. Noch höhere Angaben (meist mit dem Zusatz „interpoliert“) sind ein Werbeschmäh.

720p/1080i/1080p/2160p
Die Zahlen geben die Bildpunkte in der senkrechten Dimension (Höhe) des Bildschirms an (Bildzeilen). „i" steht für „interlaced" und weist darauf hin, dass das Bild in zwei Phasen, also in Halbbildern aufgebaut wird; das Gerät fügt diese Halbbilder zu einem Gesamtbild zusammen. Bei „p" (für „progressive") hingegen wird das gesamte Bild auf einmal übertragen und dargestellt. Fast alle Sender strahlen in 720p aus. Das sind die Mindestanforderungen für HD-TV.

16:9 und 4:3
Die Verhältniszahl bezeichnet die Relation von Bildschirmbreite zur -höhe. Röhrenfernseher hatten das Format 4:3, moderne Geräte 16:9. Wird eine für 4:3 produzierte Sendung in 16:9 ausgestrahlt, können schwarze Balken an den Rändern des TVs erscheinen oder das Bild wird verzerrt.

24p
Kinofilme werden überwiegend mit 24 Bildern pro Sekunde produziert, TV-Geräte und -Player stellen sie jedoch mit mindestens 50 Bildern pro Sekunde dar. Daraus kann leichtes Ruckeln entstehen. TV-Geräte, die mit 24p wiedergeben, „verstehen" die ursprüngliche „Cinema"-Aufnahmerate und versprechen die ruckelfreie Wiedergabe. Das ist jedoch nicht immer gewährleistet.

3D-TV
Mit dafür vorbereiteten TVs können Fotos und Filme mit räumlicher Tiefe betrachtet werden. Das Material dafür kommt aus dem eigenen Fotoapparat oder Camcorder bzw. von 3D-Blu-rays; dafür ist ein spezieller 3D-Blu-ray-Player erforderlich. Fernsehsendungen in 3D werden derzeit nicht mehr ausgestrahlt, jedoch kann das normale 2D-Bild vom Fernsehgerät auf 3D umgerechnet werden. Erforderlich ist in jedem Fall eine 3D-Brille, abhängig vom TV-Hersteller „aktiv“ (ab 10 Euro) oder „passiv“ (1 Euro).

4K
=> UHDTV

8K
=> UHDTV

A

Aktiv-Antenne
Antenne mit eingebautem Verstärker.

Analogtuner
Empfangsteil für das frühere, nicht digitalisierte Fernsehen. Hat heutzutage fast keine Bedeutung mehr.

Auflösung
Anzahl der Bildpunkte (Pixel), angegeben in Breite x Höhe. Full HD-Displays haben eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel. Die Auflösung 4K/UHDTV besteht aus 3840 mal 2160 Bildpunkten.

B

Bewegungsunschärfe
Damit sind verwischte oder ausgefranste Kanten schnell bewegter Objekte gemeint.

Betrachtungswinkel
Geräte mit großem Betrachtungswinkel erlauben auch beim Blick von der Seite einen guten Bildeindruck mit unverfälschten Farben und hohem Kontrast. Spitzenwerte bringen diesbezüglich OLED-Bildschirme.

C

CI+ 
Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle bei digitalen Empfangsgeräten. CI+ erlaubt dem Sender starke Einflussnahme darauf, was mit dem ausgestrahlten Material passiert, etwa ob es aufgezeichnet werden darf oder ob man Werbung überspringen kann. Eine konsumentenunfreundliche aber nicht umgehbare Einrichtung.

D

Dolby Digital 5.1
Ein Verfahren zur Übertragung von Mehrkanalton. Erforderlich für diesen Raumklang ist eine entsprechende Soundanlage. Fernsehausstrahlungen in dieser Tonqualität sind eher selten, DVDs und Blu-rays enthalten aber fast immer die benötigten Klanginformationen.

DVB
Digital Video Broadcasting: Übertragung digitaler Fernsehsignale via Kabel (DVB-C), terrestrisch über Antenne (DVB-T/DVB-T2) oder über Satellit (DVB-S/DVB-S2).

DVB-T2
Nachfolger des DVB-T-Standards für den terrestrischen Fernsehempfang via Antenne. Auch Geräte mit bereits eingebautem DVB-T2-Receiver bedürfen in Österreich dazu eines zusätzlichen CI+ Moduls oder einer Settop-Box.

E

EPG
Electronic Program Guide: Elektronische Programmzeitschrift auf dem Bildschirm und gleichzeitig Programmierhilfe für die Aufnahme von Sendungen. Die Qualität des EPG ist herstellerabhängig und sollte vor dem Kauf beurteilt werden, um bei der steigenden Zahl an empfangbaren Sendern den Überblick zu bewahren.

F

Flüssigkristallanzeige
=> LCD

Full HD
=> Auflösung

G

Gestensteuerung

Ähnlich dem Navigieren mit der Maus am PC erfolgt hier die Steuerung eines Symbols am TV-Bildschirm. Damit können grundlegende Funktionen durch „Klick“ auf die entsprechenden Schaltflächen bedient werden. Möglich wird dies durch einen in der Fernbedienung integrierten Bewegungssender.

H

HDCP
High-bandwidth Digital Content Protection: Die unfreundlichste Erfindung aller Fernseh-Zeiten. Damit bestimmen die Sender, was der Fernsehzuschauer machen darf und was nicht. Die entsprechenden Möglichkeiten – zum Beispiel das Überspringen der Werbung – werden zunehmend restriktiv eingesetzt. Geräte ohne HDCP können keine damit verschlüsselten Signale empfangen. Dies gilt auch für das Abspielen von Filmen vom Datenträger.

HDMI
High Definition Multimedia Interface: Schnittstelle zur Übertragung digitaler Audio- und Videosignale. Mit Audio Return Channel (ARC) kann das Kabel Tonsignale nicht nur zum TV-Gerät übertragen, sondern auch von diesem z.B. an einen externen Audio-Receiver. Bei Neukauf unbedingt auf den aktuellen Standard HDMI 2.2 achten.

HD ready
Geräte mit dieser Kennzeichnung müssen eine Mindestauflösung von 720 Zeilen bieten, sowie über eine digitale Videoschnittstelle (HDMI oder DVI) und den Kopierschutz HDCP verfügen. Heute oft nur noch bei kleineren Geräten anzutreffen (für diese aber oft ausreichend), da die Sendeanstalten auch nicht mit höherer Auflösung ausstrahlen.

HDR
Steht für High Dynamic Range, also hohen Kontrastumfang, und ist eine der interessanteren Neuerungen im Markt. Neben ausgeprägterem Kontrast steht damit auch ein erweitertes Farbspektrum zur Verfügung. Eigentlich ein Muss für Ultra-HD-Fernseher und -Blu-ray-Player. Aber nicht alle Geräte sind damit ausgestattet. Der Einfluss auf die Bildwirkung ist größer als die erhöhte Pixelzahl bei Ultra HD allein.

HDTV
High Definition Television: hochauflösendes Fernsehen. Überträgt mehr Zeilen und zeigt mehr Details als das früher übliche Fernsehen in Standardauflösung (kurz SD).

HEVC
Eine wichtige Komprimierungstechnik für die Übertragung von hochauflösenden Bildsignalen. Wichtig für Streamer und Freunde des Ultra HD-Bildes.

Hintergrundbeleuchtung
Wesentlicher Bestandteil von LCD-Bildschirmen, oft auch als „Backlight“ bezeichnet. Dabei sorgen LEDs für das Licht, das von den LCD-Flüssigkristallen durchgelassen wird – oder eben nicht. Daraus entsteht das Fernsehbild.

I

„i“ wie „interlaced“
Bekannt etwa von „1080i“. Steht für die Übertragung von Halbbildern, die im Gerät zum Gesamtbild zusammengesetzt werden. 

L

LCD
Liquid Crystal Display: Flüssigkristallanzeige. Das System besteht aus Glasplatten, zwischen denen sich eine Schicht flüssiger Kristalle befindet. Diese lassen entsprechend der Ansteuerung viel oder wenig Licht durch und erzeugen auch die Farben aus der weißen Hintergrundbeleuchtung.

LED
Licht emittierende Dioden: Sie haben die früher als Hintergrundlicht dominierende Leuchtstofflampe (Cold Cathod Fluorescent Lamp – CCFL) ersetzt. LEDs senken den Stromverbrauch und ermöglichen flachere Bildschirme. Die Bildqualität steigt nicht zwangsläufig. Durch entsprechende Steuerung kann aber der Kontrastumfang erhöht werden.

Local dimming
Damit kann die Lichtstärke, mit der die einzelnen LEDs leuchten, gesteuert werden. Das resultiert in höherem Kontrast des Bildes. 

M

MHL
Mobile High Definition Link: Dient dem Anschluss von Smartphones und Tablets für die hochauflösende Übertragung zum TV-Gerät.

N

NFC
Bekannt vom bargeldlosen Bezahlen an der Supermarktkassa, wird die Near Field Communication mittlerweile auch für die Verbindung zwischen Smartphones und anderen Geräten mit dem TV genutzt. Damit können Videos und Musik an den Fernseher übertragen werden.

O

OLED
Organic Light Emitting Diode: LED-Weiterentwicklung. Ein dünnes, selbsttätig leuchtendes Bauelement für Bildschirme. Da die selbsttätig leuchtenden Bildpunkte komplett abgeschaltet werden können, entsteht tiefes Schwarz. Kontrast und Farben bleiben auch beim Blick von der Seite weitgehend erhalten.

P

Pause Live-TV
=> Timeshift

PiP
Picture-in-picture/Bild im Bild: Wiedergabe von mehreren Programmen oder auch Internetinhalten gleichzeitig auf dem Bildschirm, meist in Form eines kleineren, eingeblendeten Bildfensters.

Plasma
Bildschirmtechnologie für TV-Geräte mit winzigen, selbstleuchtenden Gasentladungszellen. Die Technologie erlaubt hohe Kontraste, ist aber auch sehr energiehungrig. Die Produktion von Plasmageräten wurde – sehr zum Leidwesen der Plasma-Fans – eingestellt.

Polarisationsbrille
Für TV mit „passivem“ 3D erforderlich und aus dem Kino bekannt. Die Gläser sind unterschiedlich polarisiert und lassen das gleichzeitig ausgestrahlte Bild jeweils für das „richtige“ Auge durch. Vorteil: Äußerst kostengünstig (man kann auch die Brille aus dem Kino verwenden), wartungs- und flimmerfrei. Nachteil: Die Auflösung des Bildes wird halbiert. Das könnten Ultra-HD-TVs spielend wettmachen, jedoch verspüren die Hersteller kaum Lust, diese auch mit 3D-Funktionalität anzubieten.

„p“ wie progressive
Das „p“ steht nicht, wie oft vermutet, für „Pixel“ – etwa bei der Angabe 720p –, sondern für „progressive“. Es bedeutet, dass ein Bild mit 720 Bildzeilen als Ganzes (und nicht als Teilbilder wie bei =>„i“) übertragen und dargestellt wird. Das bringt weniger Schlieren bei schnellen Szenen im Actionfilm oder bei der Sportübertragung, jedoch etwas weniger Details.

Q

QLED
=>LED basierend auf der => Quantum-Dot-Technologie von Samsung. Durch die Quantenpunkte entsteht eine bessere Farbwiedergabe der weißen LEDs.

Quantum Dot
Bedeutet „Quantenpunkte“ und ist eine Produktbezeichnung von Samsung. Dabei wird weißes Licht aus fluoreszierenden Nanopartikeln erzeugt.

R

RGB-LED
Hintergrundbeleuchtung von LCD-Fernsehgeräten. Erzeugt aus dem Mischlicht dreifarbiger LEDs in rot-grün-blau die Farben am Bildschirm.

S

Scart
Vielseitiger, analoger Anschluss für Audio- und Videosignale in SD-Auflösung. Bei modernen TV-Geräten kaum noch anzutreffen.

SDTV
TV in (ehemaliger) Standardqualität mit 576 Bildzeilen. Alte Filme und Serien werden heute noch in diesem Format ausgestrahlt, TV-Geräte mit dieser Auflösung gibt es nicht mehr am Markt.

Sehabstand
Weitgehend abhängig von persönlichen Sehgewohnheiten und -vorlieben. Es gibt unzählige Faustregeln. Wir empfehlen die individuelle Anpassung (siehe "Welcher Betrachtungsabstand ...“ LINK).

Settop-Box
Wurde früher auf das Fernsehgerät gestellt, daher der Name. Kann aber auch anderswo platziert werden, sofern die Infrarot-Verbindung zwischen Box und Fernbedienung gegeben ist. Settop-Boxen gibt es für alle Empfangsarten (Satellit, Kabel, Antenne). Sie bieten häufig ein im Vergleich zu den integrierten Empfangsteilen erweitertes Leistungsspektrum. Wo kein Tuner für die gewünschte Empfangsart eingebaut ist, ist die Settop-Box Pflicht.

Shutterbrille
Wird für „aktives“ 3D benötigt. Die Brille kommuniziert via Infrarot oder Bluetooth mit dem TV-Gerät. Die Gläser verdunkeln sich im schnellen Wechsel. Vorteil im Vergleich zur => Passivbrille: Die Bilder werden in voller Auflösung übertragen. Früherer Nachteil: Die Hersteller ließen sich die Brillen extrem teuer bezahlen. Mittlerweile gibt es das Paar um etwa 20 Euro.

T

Timeshift/Pause Live-TV
Zeitversetztes Fernsehen durch Zwischenspeicherung einer laufenden Sendung auf internem oder externen USB-Speicher. Sinnvoll, wenn man zwischendurch einmal mit dem Hund Gassi gehen muss. Leider verunmöglichen die Privatsender diese und weitere Optionen zunehmend durch => CI+.

U

UHD oder Ultra HD
Hier gilt es nochmals zu differenzieren: UHD-1 steht für eine Auflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten und stellt den (kommenden) Standard im Handel dar. Die UHD-Norm enthält bereits auch UHD-2 („8K“) mit der verdoppelten Auflösung auf 7600 mal 4320 Pixel. Davon gibt es nur vereinzelte Geräte (rund 80.000 Euro, Stand: April 2017).

Bild: Wikimedia

Upscaling
Das Hochrechnen von Film- und TV-Bildern niedriger Auflösung auf HD, Full HD oder Ultra HD. Auch die Berechnung von zweidimensionalen Bildern auf dreidimensionale Darstellung (2D auf 3D).

V

VESA
Video Electronics Standards Association: Eine internationale Normungsorganisation, wichtig für die Auswahl geeigneter Wandhalterungen für den TV.

VGA
Video Graphics Array: Analoger Videoanschluss, vor allem für PCs. Früher eine Möglichkeit, das Bild vom Computermonitor am Fernsehgerät darzustellen. Mittlerweile auf TVs kaum noch zu finden.

Testkriterien TV-Geräte

In einer internationalen Kooperation werden regelmäßig LCD- und Plasma-TV-Geräte untersucht - hier die Testkriterien 2012.

Bild: Von mehreren Testpersonen wurde in einem Sehtest die Bildqualität bei normalem TV-Betrieb (Signal über Analogtuner und DVB), bei Einspeisung von HDTV- und Computer-Signalen und bei Wiedergabe von DVDs beurteilt. Der Betrachtungswinkel und die Reflexionen wurden bestimmt und qualitätsbestimmende Parameter (Kontrastumfang, Helligkeit, Schwarzwert) messtechnisch ermittelt.

Ton: Die Tonqualität wurde in wohnraumähnlicher Umgebung mit verschiedenen Musik- und Sprachbeispielen beurteilt. Zusätzlich Messung der wichtigsten Audioparameter.

Vielseitigkeit: An Hand einer Auswahlliste wurden die verschiedenen Einstellmöglichkeiten, Art und Vielfalt der Anschlüsse, die Eignung für HDTV-Wiedergabe und als PC-Monitor, die 3D-Funktionen sowie zusätzliche Ausstattung (Vorprogrammierung, EPG, DVB-Tuner, Aufnahme …) bewertet.

Handhabung: Von mehreren Testpersonen wurden die mitgelieferten Handbücher und elektronische Hilfefunktionen benotet. Beurteilt wurden auch Erstinstallation (Anschluss und Programmwahl), tägliche Einstellungen mit der Fernbedienung und am Gerät (im Falle des Ausfalls der Fernbedienung) und die Übersichtlichkeit der Bildschirmmenüs.

Energieverbrauch: Gemessen wurde der Energieverbrauch im Betrieb, im Stand-by und bei abgeschaltetem Gerät. Daraus berechnet wurde der Energieverbrauch in kWh pro Jahr.

Extras: Zusätzliche Anschlüsse und deren Funktionen wurden bewertet. Die Schnelligkeit des Seitenaufbaus und des Zugriffs bei Teletext und EPG wurden ebenso ermittelt wie die Qualität der Darstellung. Beurteilt wurde die Anbindung in ein Netzwerk und eventuell vorhandene Internetfunktionen. Ebenso wurde eine eventuell vorhandene Aufnahmefunktion in die Wertung aufgenommen.

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