Waschmaschinen, Waschtrockner, Wäschetrockner - Waschen und Trocknen

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Test: Saubere und flauschige Wäsche liefern sie alle. Achten sollten Sie auf die Handhabungs- und Ausstattungsdetails.

Wäschetrockner im Test (Bild: DejaVuDesigns/Shutterstock)

Waschmaschinen, Wäschetrockner und die Kombination aus beiden, die sogenannten Waschtrockner, standen bei der Stiftung Warentest auf dem Prüfstand. In den drei Testtabellen finden Sie folgende Modelle und Marken:

Waschmaschinen
Bauknecht - WM Care 8418 Z2)
Bosch - WAN28270
Constructa - CWF14N22
Hanseatic - HWM 714 A3IT2)
Miele - WDB 330 WPS
Samsung - WW7XM642OPA1)
Siemens - WM14N270

Wäschetrockner
AEG - T9DE77685
AEG - T8DBA2
Amica - WTP 14323 W
Bauknecht - T Pure M11 72WK DE
Bauknecht - T Soft M11 82WK DE
Beko - DE8634RX0
Bosch - WTR83V00
Bosch - WTW844435)
Constructa - CWK6R200
Gorenje - DE 72 G
Hoover - GDX H8A2DKEX-848)
Miele - TCE 520 WP
Miele - TDB220WP
Samsung - DV81M6210CW/EG
Samsung - DV8XM6213EW/EG6)
Siemens - WT43RV007)
Siemens - WT44W4A3
Siemens - WT47W561

Waschtrockner
AEG - L9WE86695
Bosch - WDU28540
LG - F14WD96TH2
Siemens - WD14U540

Waschmaschinen

Alle 7 erhielten ein "gut“

Das Waschergebnis ist heutzutage kein Thema mehr. Innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite schnitten hier alle sieben Testkandidaten mit "gut“ ab. Maximales Fassungsvermögen der Trommel: 6 bis 8 kg. Ein Problem besteht dagegen weiterhin: Das 60-Grad-Sparprogramm (Eco-Programm) wird seinem Namen meist nur zur Hälfte gerecht. Gespart wird tatsächlich, aber vor allem, weil lediglich Temperaturen von 33 bis 47 Grad Celsius erreicht werden. Das zeigte der direkt in der Trommel platzierte, wasser- und schleuderfeste Messfühler. Nur Miele kam mit 55 Grad annähernd an die versprochenen 60 Grad heran.

Niedrige Temperatur

Das Waschergebnis leidet darunter nicht, weil die Programmdauer die geringere Temperatur ausgleicht. Es handelt sich in erster Linie um ein Hygieneproblem. Zwar befinden sich auch bei niedrigen Temperaturen nach 90 Minuten Laufzeit praktisch keine Bakterien mehr in der Wäsche, Pilzsporen (z.B. verantwortlich für Schleimhautinfektionen oder Fußpilz) sind jedoch hartnäckiger. Da sich die ermittelten Abweichungen bei allen Maschinen auf das Sparprogramm beschränkten und die Temperaturen sonst erreicht werden, empfehlen Experten für hygienisch kritische Wäsche ein reguläres 60-Grad-Programm und ein bleichehaltiges Vollwaschmittel. Auch in den Normalprogrammen können moderne Waschmaschinen übrigens auf geringen Strom- und Wasserverbrauch verweisen.

Schutz vor Wasserschäden

Weniger gut ist die Nachricht, dass es noch immer Maschinen mit unzureichendem Schutz vor Wasserschäden gibt. Im Test war es die Hanseatic, die keine Bodenwanne besitzt. Sie sollte sicherheitshalber bevorzugt in Kellerräumen mit Bodenablauf (Waschküche) betrieben werden. Fehler meldungen traten während der Dauerprüfung (1.800 Waschdurchgänge) bei zwei von drei identischen Bauknecht-Geräten auf. Nach Ziehen des Netzsteckers und mehrstündigem Abwarten liefen sie jedoch anstandslos weiter. Daher „gut“ in der Dauerprüfung. Ein für den Betrieb in Wohnräumen relevantes Detail: Beim Schleudern rechnet man ja mit entsprechender Geräuschentwicklung, doch die Modelle von Samsung und Constructa sind im Hauptwaschgang relativ laut.

In Deutschland erhältlich

Von der Stiftung Warentest mitgetestet wurden folgende zwei Waschmaschinen, die in Österreich nicht regulär erhältlich sind: AEG L6FB64470, "gut" (74), und Gorenje W2A/W6A 744T, "weniger zufriedenstellend" (30). Das Gorenje-Gerät bietet einen unzureichenden Schutz vor Wasserschäden und hatte diverse Probleme im Dauertest. Vom Kauf wird abgeraten.

Testtabelle: Waschmaschinen

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Wäschetrockner

Ähnlich wie für die Waschmaschinen gilt auch für die Wäschetrockner, dass sie ihre Kernaufgabe gut erfüllen. Getestet wurden 18 Kondensationstrockner mit Wärmepumpe – die mittlerweile am häufigsten verkaufte, besonders stromsparende Variante.

Ein Drittel weniger Strom

Mehr noch: Die aktuellen Geräte verbrauchen um rund ein Drittel weniger Strom als jene Wärmepumpentrockner, die im Jahr 2012 getestet wurden. Schlusslicht ist das Hoover-Modell, das zwar ebenfalls gut trocknet, aber im Detail schwächelt: So kommt die Wäsche im Programm Bügelfeucht zum Teil zu trocken aus der Trommel, und auch auf die Restzeitanzeige ist kein Verlass.

Scharfkantiges Flusensieb

Das dickste Minus verdienen das scharfkantige Flusensieb, an dem man sich verletzen und beim Reinigen die Finger klemmen kann, sowie das Wärmetauschersieb, das man versehentlich verkehrt herum einsetzen kann, sodass Flusen in den Kondensator gelangen können. Kritik übten die Tester auch an einem lästigen Detail bei Miele: Ist die Tür im Winkel von 90 Grad geöffnet, blockiert sie den Kondenswasserbehälter. Man muss sie weiter aufschwingen oder schließen, um den Behälter entnehmen zu können.

"Halfload-Modus": keine erkennbaren Vorteile

Der "Halfload-Modus" von Gorenje, ein Programm für Trockenvorgänge mit halber Ladung, bringt im Vergleich zum Standardprogramm bei gleicher Ladung keine erkennbaren Vorteile hinsichtlich Dauer, Ergebnis oder Stromverbrauch. Amica, Gorenje und Hoover, aber auch Miele TDB220WP sind im Betrieb relativ laut.

Testtabelle: Wäschetrockner

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Waschtrockner

Wenn Sie wenig Platz zur Verfügung haben, aber auf den Trockner nicht verzichten möchten, können Sie die Anschaffung eines Kombigerätes in Erwägung ziehen, sprich: eines Waschtrockners.

Waschen und trocknen in 1 Gerät

Dank gesunkener Preise kommt das nicht mehr in jedem Fall teurer als der Kauf von zwei getrennten Geräten. Zuvor sollten Sie freilich auch alle Nachteile kennen. Die Trommeln der Testgeräte fassen bis zu 9 kg Wäsche. Das ist für Single-Haushalte fast schon zu viel. Abgesehen davon gelten die 9 kg nur fürs Waschen. Fürs Trocknen beträgt die maximale Füllmenge 6 kg. Es bleibt also bei voller Waschladung ein ordentlicher Rest nasser Wäsche übrig, der auf den zweiten Trockendurchgang warten muss.

Bis zu neun Stunden

Aprops warten: Bosch und Siemens brauchen für eine Ladung 40-Grad-Buntwäsche insgesamt fünfeinhalb Stunden; das heißt, um sie zu waschen und danach schrankfertig trocken zu bekommen. Bei LG dauert der ganze Vorgang mehr als sieben und bei AEG neuneinhalb Stunden. LG und AEG sind im Hauptwaschgang relativ laut. Immerhin arbeiten das AEG-Modell so wie die getesteten Wäschetrockner mit einer energie- und wassersparenden Wärmepumpe. Deren einziger Nachteil ist, dass sie viel Platz im Gerät beansprucht.

Kompakter Wärmetauscher

Die übrigen Waschtrockner haben einen kompakten Wärmetauscher eingebaut. Sein Funktionsprinzip: Die feuchte, warme Luft aus der Wäsche wird abgekühlt, wodurch ihr das Wasser entzogen wird. Die nun trockene Luft strömt wieder zurück. Der Haken dabei ist, dass mit Frischwasser gekühlt wird. Beim Trocknen von 6 kg Wäsche rinnen 65 Liter Trinkwasser in den Abfluss. In Wärmepumpen hingegen kommt in einem geschlossenen Kreislauf ein Kältemittel zum Einsatz. Wie bei den Waschmaschinen gibt es ein 60-Grad-Sparprogramm, in dem Bosch und Siemens die Temperatur annähernd erreichten, LG und AEG hingegen mit 30 bzw. 28 Grad deutlich darunter blieben. Auch hier gilt also: Hygienisch Heikles im 60-Grad-Normalprogramm waschen.

In Deutschland erhältlich

Von der Stiftung Warentest mitgetestet wurde folgender Waschtrockner, der in Österreich nicht regulär erhältlich ist: Samsung WD91N740NOA, "gut“ (66). Seine Gesamtlaufzeit für einen Durchgang beträgt fünfeinhalb Stunden. Er ist im Hauptwaschgang relativ laut und hat kein Programm für bügelfeuchtes Trocknen. Bemerkenswert: Das Gerät heizt im Sparprogramm auf 58 Grad, im Normalprogramm aber nur auf 48 Grad auf.

Testtabelle: Waschtrockner

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Tipps

  • Waschergebnis: Moderne Waschmaschinen sind sparsam und liefern gute Ergebnisse. Die Kritikpunkte: Im 60-Grad-Eco-Programm wird die Temperatur praktisch nie erreicht, und manche Modelle haben einen unzureichenden Wasserschutz.
  • Waschtrockner: Sie sind ein brauchbarer Kompromiss für beengte Verhältnisse. Nachteilig sind die langen Laufzeiten eines kompletten Wasch- und Trockendurchgangs, und dass es kaum Geräte mit energie- und wassersparender Wärmepumpe gibt.
  • Wärmepumpe: Trockner mit Wärmepumpe haben grundsätzlich einen geringen Energieverbrauch. A+++Geräte sind besonders sparsam, allerdings in der Anschaffung oft teurer als A++Trockner. Unterm Strich lohnt sich der Kauf für die Umwelt auf jeden Fall, aber für die Geldbörse nur bedingt.
  • Türanschlag: Wenn es aus Platzgründen nicht egal ist, sollten Sie darauf achten, auf welcher Seite die Tür angeschlagen ist. Bei manchen Geräten ist der Anschlag wechselbar.

Testplakette

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Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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Testkriterien: Waschmaschinen

So haben wir getestet:

Im Test der Stiftung Warentest: 7 Waschmaschinen mit 1.400 U/min, darunter 1 Baugleichheit (Bosch/Siemens). Die Trommeln fassen sechs bis acht Kilogramm Wäsche. 

Waschen (40 %) 

Alle Geräte müssen verschiedene Waschprogramme durchlaufen: 

  • Buntwäsche 60 Grad Celsius (Sparprogramm, Eco-Programm) mit der Hälfte der maximalen Beladung laut Anbieter
  • Buntwäsche 60 Grad Celsius mit halber Beladung im Normalprogramm
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller und mit halber Beladung laut Anbieter
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit halber Beladung im Kurzprogramm
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit 2 Kilogramm Beladung
  • Pflegeleicht 30 Grad Celsius bei maximaler Beladung laut Anbieter


Dabei sind die Waschmaschinen mit normierter, üblicher Haushaltswäsche beladen: Handtücher, Betttücher und Kopfkissen. Hinzu kommen verschmutzte Stoffstreifen mit Hautfett, Ruß, Öl, Blut, Kakao und Rotwein. Nach dem Waschen messen die Experten, wie sauber die Schmutzstreifen geworden sind (Reinigungsleistung), wie gut die Wäsche ausgespült (Spülwirkung) und geschleudert (Schleuderwirkung) wurde. Außerdem wird auch die Dauer der Programme bewertet.

Es wird die maximale Laugentemperatur im 60-Grad-Celsius-Eco-Programm und im 60-Grad-Celsius-Normalprogramm gemessen und bewertet. Neu ist, dass die Temperaturmessung nicht mehr im Pumpensumpf, sondern direkt in der Wäsche erfolgt. Das Programm Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller Beladung wurde 5 Mal geprüft, alle anderen Programme wurden 3 Mal geprüft. Die Prüfungen Waschen erfolgten in Anlehnung an IEC 60456 Ed. 5.0 und EN 60456:2016.

Dauerprüfung (20 %) 

Drei Waschmaschinen von jedem Fabrikat waschen jeweils 1.840 Mal in verschiedenen Programmen, mit kleinen Ruhepausen rund um die Uhr. Sie sind mit robusten Arbeitsanzügen beladen und waschen mit einem handelsüblichen Vollwaschmittel. Die Dauerprüfung dauert rund ein halbes Jahr und simuliert im Zeitraffer eine rund zehnjährige Nutzung bei 3,5 Wäschen pro Woche. Die Bewertung richtet sich danach, ob und wann Fehler auftreten und wie schwerwiegend sie sind. 

Handhabung (15 %) 

Drei Experten und zwei Nutzer bewerten, wie sich die Waschmaschine bedienen lässt. Unter anderem erfassen sie folgende Punkte: 

  • Bedienungsanleitung
  • Waschmittelzugabe
  • Bedienelemente (z.B. Programmwähler, das Einstellen von Schleuderdrehzahlen oder Sonderfunktionen)
  • Einfüllen und Herausnehmen der Wäsche
  • Reinigen und Pflegen (Wartung) der Maschine
  • Lockerheit der Wäsche (nach dem 40-Grad-Buntprogramm)
  • Restlaufanzeige

Umwelteigenschaften (15 %) 

Die Tester messen den Strom- und Wasserverbrauch in allen geprüften Programmen sowie den Stromverbrauch im Stand-by (Programm mit Zeitvorwahl sowie nach Programmende) und im Aus-Zustand. Außerdem messen die Prüfer das Geräusch beim Waschen im Hauptwaschgang und beim Schleudern im Programm Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller Beladung. Die Prüfungen Geräusch erfolgten in Anlehnung an EN 60704-2-4. 

Schutz vor Wasserschäden (10 %) 

Ein Experte prüft das Wasserstoppsystem und den Auslaufschutz der Waschmaschine. Dabei berücksichtigt er folgende mögliche Fehler: 

  • Wenn der Wasserzulaufschlauch platzt, muss ein Ventil das sprudelnde Wasser direkt am Hahn abstellen. Dafür ist ein doppelwandiger Schlauch erforderlich.
  • Damit die Trommel nicht überläuft, stoppt ein Niveauschalter rechtzeitig den Wasserzulauf. Fällt er aus, soll die Maschine stoppen, einen Fehler melden und am besten das eingelaufene Wasser automatisch abpumpen.
  • Wenn das Magnetventil am Wassereinlass klemmt oder nicht richtig schließt, läuft ständig Wasser nach und muss abgepumpt werden. Dafür sorgt ein Sicherheitsschalter.
  • Wenn die Waschmaschine undicht wird, soll eine Bodenwanne das auslaufende Wasser auffangen, ein Schwimmschalter das Programm stoppen und die Pumpe aktivieren.
  • Wenn der Ablaufschlauch nicht fest installiert ist und auf den Boden fällt, kann es zu einem Sogeffekt kommen. Dies führt im schlimmsten Fall dazu, dass einströmendes Wasser direkt über den Ablaufschlauch wieder herausläuft.

Maßgeblichen Einfluss bei der Beurteilung haben hier die Installationshöhe des Ablaufschlauchs und/oder ein entsprechendes Belüftungssystem für den Ablaufschlauch.

Abwertungen 

Abwertungen sorgen dafür, dass gravierende Mängel sich auch deutlich auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit Fußnoten gekennzeichnet. Folgende Abwertungen kommen zur Anwendung: 

  • Umwelteigenschaften: Ist das Geräusch im Hauptwaschgang durchschnittlich oder weniger zufriedenstellend, können die Umwelteigenschaften maximal eine Note besser sein. Ist das Geräusch beim Schleudern durchschnittlich oder weniger zufriedenstellend, können die Umwelteigenschaften maximal zwei Noten besser sein.
  • Schutz vor Wasserschäden: Ist der Schutz vor Wasserschäden weniger zufriedenstellend oder schlechter, kann das KONSUMENT-Testurteil maximal eine Note besser sein. 

Testkriterien: Wäschetrockner

So haben wir getestet:

Die Stiftung Warentest hat 18 Kondensationswäschetrockner mit Wärmepumpe (inklusive drei Baugleichheiten) geprüft. 

Trocknen (50 %) 

Die Prüfungen erfolgten mit Füllmengen nach Anbieterangaben. Bei Baumwolle schranktrocken mit voller und halber Beladung lag die Restfeuchte zu Beginn bei 50 Prozent, ebenso bei Baumwolle bügelfeucht bei voller Beladung. Bei Pflegeleicht schranktrocken: volle Beladung, Restfeuchte zu Beginn 40 Prozent. Die Tester beurteilten, ob die in der Norm geforderte Endrestfeuchte eingehalten wurde und inwiefern die Ergebnisse über fünf Trockenvorgänge reproduzierbar waren. Die Programmdauer wurde gemessen. In den Programmen Pflegeleicht und Bügelfeucht wurde die Gleichmäßigkeit der Trocknung beurteilt. Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an DIN EN 61121:2013. 

Umwelteigenschaften (15 %) 

Bei allen Trockendurchgängen ermittelten die Tester den Stromverbrauch. Wegen unterschiedlicher Füllmengen wurde der Verbrauch pro Kilogramm Trockenwäsche (spezifischer Stromverbrauch) bewertet. Zudem ermittelten die Tester unter anderem den Stand-by-Verbrauch mit Zeitvorwahl, in ausgeschaltetem Zustand, nach Programmende und unausgeschaltet (Left-on-Zustand). Den Wirkungsgrad der Kondensation bewerteten die Tester bei Baumwolle schranktrocken anhand der Wassermenge im Kondensatbehälter. Für den Prüfpunkt Geräusch wurde der Schallleistungspegel in dB(A) in Anlehnung an DIN EN 60704–2–6:2013 gemessen. 

Handhabung (30 %) 

Drei Fachleute und zwei Nutzer beurteilten Gebrauchsanleitung, Bedienelemente sowie das Beladen und Ausräumen der Geräte. Relevant waren auch das Entleeren des Kondensatbehälters, das Reinigen der Flusensiebe sowie der Wärmetauschersiebe und die Lockerheit der Wäsche sowie die Handhabung der Türverriegelung bei maximaler Beladung. 

Sicherheit und Verarbeitung (5 %) 

Geprüft wurden bei der elektrischen Sicherheit unter anderem Anforderungen an Netzanschluss und Schutzleiter sowie Sicherheitshinweise. Zudem überprüften wir Oberflächentemperaturen, Türöffnungskraft, Verletzungsgefahren sowie Auffälligkeiten bei der Verarbeitung. Die elektrische Sicherheit wurde in Anlehnung an DIN EN 60335–1:2012 und DIN EN 60335–2–11:2015 geprüft. 

Änderungen im Vergleich zu den Tests von 2013 bis 2016 

Größeres Fassungsvermögen, geringerer Stromverbrauch, Änderungen am Design: Wäschetrockner haben in den vergangenen Jahren immer wieder zugelegt. Die Anbieter feilen laufend an den Geräten. Die Tests wachsen mit. Die Anforderungen für die Tests werden regelmäßig angepasst. Seit 2017 werden bei den Geräten Stromverbrauch und Wirkungsgrad der Kondensation (Kondensationswirkung) strenger bewertet. Bei der Bewertung der Sicherheit werden seit 2017 auch Anforderungen der Sicherheitsnorm (DIN EN 60335) zu Sicherheitshinweisen in der Gebrauchsanleitung berücksichtigt. Bei der Handhabung werden die Reinigung des Flusensiebes und das Entleeren des Kondensatbehälters strenger bewertet. 

Abwertungen 

Abwertungen sorgen dafür, dass gravierende Mängel sich auch deutlich auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. Bei Wäschetrocknertests können folgende Abwertungen zum Einsatz kommen: 

  • Umwelteigenschaften: Bei weniger zufriedenstellenden Umwelteigenschaften wird das Testurteil eine halbe Note abgewertet. 
  • Handhabung: Ist die Handhabung weniger zufriedenstellend, wird das Testurteil eine halbe Note abgewertet.
  • Sicherheit und Verarbeitung: Bei nicht zufriedenstellender Sicherheit und Verarbeitung lautet das Testurteil „nicht zufriedenstellend“. Bei weniger zufriedenstellender Sicherheit und Verarbeitung kann das Testurteil nicht besser sein.
  • Stromverbrauch: Bei weniger zufriedenstellendem Stromverbrauch können die Umwelteigenschaften nicht besser sein.
  • Reinigen: Ist das Reinigen der Wärmepumpensiebe weniger zufriedenstellend, wird die Handhabung um eine halbe Note abgewertet. 

Testkriterien: Waschtrockner

So haben wir getestet:

Im Test der Stiftung Warentest: 4 Waschtrockner, darunter 1 Baugleichheit (Bosch/Siemens). Die Trommeln fassen beim Waschen neun und beim Trocknen sechs Kilogramm Wäsche. 

Waschen (25 %) 

Alle Geräte müssen verschiedene Waschprogramme durchlaufen: 

  • Buntwäsche 60 Grad Celsius (Sparprogramm, Eco-Programm) mit der Hälfte der maximalen Beladung laut Anbieter Buntwäsche 60 Grad Celsius mit halber Beladung im Normalprogramm 
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller und mit halber Beladung laut Anbieter 
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit halber Beladung im Kurzprogramm 
  • Buntwäsche 40 Grad Celsius mit 2 Kilogramm Beladung 
  • Pflegeleicht 30 Grad Celsius bei maximaler Beladung laut Anbieter 

Dabei sind die Waschtrockner mit normierter, üblicher Haushaltswäsche beladen: Handtücher, Betttücher und Kopfkissen. Hinzu kommen verschmutzte Stoffstreifen mit Hautfett, Ruß, Öl, Blut, Kakao und Rotwein. Nach dem Waschen messen die Experten, wie sauber die Schmutzstreifen geworden sind (Reinigungsleistung), wie gut die Wäsche ausgespült (Spülwirkung) und geschleudert (Schleuderwirkung) wurde. Außerdem wird auch die Dauer der Programme bewertet. Es wird die maximale Laugentemperatur im 60-Grad-Celsius-Eco-Programm und im 60-Grad-Celsius-Normalprogramm gemessen und bewertet. 

Neu ist, dass die Temperaturmessung nicht mehr im Pumpensumpf, sondern direkt in der Wäsche erfolgt. Das Programm Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller Beladung wurde 5 Mal geprüft, alle anderen Programme wurden 3 Mal geprüft. Die Prüfungen Waschen erfolgten in Anlehnung an IEC 60456 Ed. 5.0 und EN 60456:2016.  

Waschtrocknen und Trocknen (15 %) 

In den Programmen 40 Grad Bunt schranktrocken und 40 Grad Bunt bügelfeucht lassen die Tester die Maschinen fünf Mal durchgängig waschen und trocknen. Bewertet werden die Sauberkeit der Wäsche und der Feuchtegehalt (Restfeuchte) in der getrockneten Wäsche. Die Prüfungen Waschtrocknen erfolgten in Anlehnung an IEC 60456 Ed. 5.0 und EN 60456:2016. Fünf Mal getrocknet wird in den Programmen Baumwolle schranktrocken und bügelfeucht sowie Pflegeleicht schranktrocken. Beurteilt werden die Restfeuchte und die Dauer. Die Gleichmäßigkeit der Trockung wird in den Programmen Baumwolle bügelfeucht und Pflegeleicht ermittelt. Die Prüfungen Trocknen erfolgten in Anlehnung an DIN EN 61121:2013. 

Dauerprüfung (20 %) 

Drei Waschtrockner von jedem Fabrikat waschen jeweils 1.840 Mal in verschiedenen Programmen, mit kleinen Ruhepausen rund um die Uhr. Sie sind mit robusten Arbeitsanzügen beladen und waschen mit einem handelsüblichen Vollwaschmittel. Die Dauerprüfung dauert rund ein halbes Jahr und simuliert im Zeitraffer eine rund zehnjährige Nutzung bei 3,5 Wäschen pro Woche. Die Bewertung richtet sich danach, ob und wann Fehler auftreten und wie schwerwiegend sie sind. 

Handhabung (15 %) 

Drei Experten und zwei Nutzer bewerten, wie sich die Maschine bedienen lässt. Unter anderem erfassen sie folgende Punkte: 

  • Bedienungsanleitung 
  • Waschmittelzugabe 
  • Bedienelemente (z.B. Programmwähler, das Einstellen von Schleuderdrehzahlen oder Sonderfunktionen) 
  • Einfüllen und Herausnehmen der Wäsche 
  • Reinigen und Pflegen (Wartung) der Maschine 
  • Lockerheit der Wäsche (nach dem 40-Grad-Buntprogramm) 
  • Restlaufanzeige 

Umwelteigenschaften Waschen (10 %) 

Die Tester messen den Strom- und Wasserverbrauch in allen geprüften Programmen sowie den Stromverbrauch im Stand-by (Programm mit Zeitvorwahl sowie nach Programmende) und im Aus-Zustand. Außerdem messen die Prüfer das Geräusch beim Waschen im Hauptwaschgang und beim Schleudern im Programm Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller Beladung. Die Prüfungen Geräusch erfolgten in Anlehnung an EN 60704-2-4. 

Umwelteigenschaften Waschtrocknen/Trocknen (5 %) 

Gemessen wird der Strom- und Wasserverbrauch in den Waschtrockenprogrammen 40 Grad Bunt schranktrocken und 40 Grad Bunt bügelfeucht sowie Baumwolle schranktrocken und bügelfeucht sowie Pflegeleicht schranktrocken. 

Schutz vor Wasserschäden (10 %) 

Ein Experte prüft das Wasserstoppsystem und den Auslaufschutz der Maschine. Dabei berücksichtigt er folgende mögliche Fehler: 

  • Wenn der Wasserzulaufschlauch platzt, muss ein Ventil das sprudelnde Wasser direkt am Hahn abstellen. Dafür ist ein doppelwandiger Schlauch erforderlich. 
  • Damit die Trommel nicht überläuft, stoppt ein Niveauschalter rechtzeitig den Wasserzulauf. Fällt er aus, soll die Maschine stoppen, einen Fehler melden und am besten das eingelaufene Wasser automatisch abpumpen. 
  • Wenn das Magnetventil am Wassereinlass klemmt oder nicht richtig schließt, läuft ständig Wasser nach und muss abgepumpt werden. Dafür sorgt ein Sicherheitsschalter. 
  • Wenn die Maschine undicht wird, soll eine Bodenwanne das auslaufende Wasser auffangen, ein Schwimmschalter das Programm stoppen und die Pumpe aktivieren. 
  • Wenn der Ablaufschlauch nicht fest installiert ist und auf den Boden fällt, kann es zu einem Sogeffekt kommen. Dies führt im schlimmsten Fall dazu, dass einströmendes Wasser direkt über den Ablaufschlauch wieder herausläuft.
  • Maßgeblichen Einfluss bei der Beurteilung haben hier die Installationshöhe des Ablaufschlauchs und/oder ein entsprechendes Belüftungssystem für den Ablaufschlauch. 

Abwertungen 

Abwertungen sorgen dafür, dass gravierende Mängel sich auch deutlich auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit Fußnoten gekennzeichnet. Folgende Abwertungen kommen zur Anwendung: Ist die Note bei Gleichmäßigkeit der Trocknung weniger zufriedenstellend, wird beim Gruppenurteil Waschtrocken und Trocknen eine halbe Note abgezogen. 

Leserreaktionen

Warum nur teure Geräte?

Es fällt mir auf, dass KONSUMENT immer wieder nur teure bis sehr teure Geräte testet, und die – für den durchschnittlichen Konsumenten wohl interessanteren – preisgünstigen Geräte außer Acht lässt. Ich habe z.B. einen Marken-Wäschetrockner um ca. 400 €, mit dem ich höchst zufrieden bin.

User "Dunkelsteinerwald"
(aus KONSUMENT 2/2020)

Wir orientieren uns bei der Produktauswahl am Markt. In den getesteten Preisund Ausstattungsklassen werden aktuell die meisten Maschinen verkauft. Außerdem handelt es sich um Richtpreise. Im Rahmen von Aktionen oder online sind die Geräte mitunter auch günstiger zu haben. Im Jänner 2019 haben wir übrigens preisgünstige Geschirrspüler getestet.

Die Redaktion

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