Olivenöl - Gemischter Satz

, aktualisiert am premium

Die Qualität von Olivenöl "extra vergine" aus Supermärkten und Drogerien wird besser. Wer Wert auf die Herkunft der Oliven legt, sollte allerdings genau hinsehen.

Bild: Jag_cz / Shutterstock.com

Diese Olivenöle waren in unserem Test:

  • Bona Olivenöl extra vergine
  • Castello Olio Extra Vergine di Oliva
  • Clever Natives Olivenöl Extra
  • Conte de Cesare Olio extra vergine di oliva
  • DeSpar Olio Extra Vergine di Oliva
  • dmBio Natives Olivenöl extra
  • Fandler Bio Olivenöl
  • Iliada Kalamata Olivenöl kaltgepresst
  • Ja! Natürlich Natives Olivenöl Extra
  • Mani Olivenöl
  • Monini Classico Olivenöl
  • Natur aktiv Bio Griechisches Olivenöl
  • San Fabio Olio Extra Vergine di Oliva
  • S-Budget Natives Olivenöl Extra
  • Spar Natur pur Natives Bio-Olivenöl extra

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: Sensorik (Expertenverkostung, Laienverkostung), Chemische Zusammensetzung (NIR-Screening, Chemische Nachuntersuchung), Schadstoffe (Weichmacher, Mineralölrückstände), Kennzeichnung, Herkunftsangabe etc.

Nachfolgend unser Testbericht.


Natives ­Olivenöl extra

Beim Olivenöl kommt für viele Konsumentinnen und Konsumenten nur „natives ­Olivenöl extra“, besser bekannt als „extra vergine“, in den Einkaufskorb. „Extra ver­gine“ steht für die höchste Qualitätsstufe. Dieses Öl darf nur schonend durch mechanische Pressung gewonnen werden und dazu muss es höchsten sensorischen Ansprüchen genügen.

Natives Olivenöl extra darf keinen Fehlgeschmack aufweisen. Es schmeckt typischerweise fruchtig, mit einer leicht scharfen und bitteren Note. Der ­Gehalt an freien Fettsäuren, die in ­höherer Konzentration einen sauren Geschmack verursachen, muss unter 0,8 Prozent liegen.

Test: 15 Olivenöle

Doch nicht alle Anbieter von extra nativem Olivenöl erfüllen die strengen Vorgaben. In unseren vergangenen Tests erhärtete sich der Verdacht, dass manche Hersteller unerlaubte Tricks anwen­den, um ihren Profit zu steigern – etwa, indem sie ihr Öl einer Wärme­behandlung unterziehen.

Unser aktueller Test gibt allerdings zumindest Anlass zur Hoffnung, dass bei Olivenöl weniger getrickst wird, denn 9 von 15 Produkten schnitten mit „gut“ ab. Im Jahr 2015 hatten das nur 6 von 21 Produkten geschafft. Kein einziges Olivenöl steht im Verdacht, thermisch behandelt worden zu sein.

Nativ extra?

Nativ extra?

Nur ein Produkt, das bei Hofer erhältliche Olivenöl von Natur aktiv, verdient nicht das Prädikat „extra vergine“. Dieses Öl fiel bei der Expertenverkostung durch, die von einem der weltweit knapp 60 akkreditierten Panels vorgenommen wurde. Das Öl wurde aufgrund seines Geschmacks von den professionellen Verkostern als nicht nativ extra eingestuft. Gerade noch als nativ extra durchgehen ließen die Experten aufgrund des Geschmacks das bei Billa erhält­liche Produkt Conte de Cesare.

Unsachgemäße Lagerung

Die Öle von Natur aktiv und Conte de ­Cesare weisen auch einen relativ niedrigen Anteil an 1,2-Diglyceriden auf. In frischem Olivenöl liegt er bei 70 bis 90 Prozent und bei den im Handel befindlichen Ölen immer noch zwischen 40 und 60 Prozent. Die beiden genannten Öle liegen darunter. Das deutet auf eine unsachgemäße Lagerung hin. Damit Olivenöl lange hält und geschmacklich nicht abbaut, sollte es ­möglichst vor Hitze, Licht und Sauerstoff geschützt werden. Es sollte immer an einem kühlen und dunklen Ort in einem gut verschlossenen Behälter aufbewahrt werden.

Beleuchtete Verkaufsregale

Wir haben alle getesteten Olivenöle bei diversen Supermärkten, Diskontern, im Drogeriemarkt und in Bio-Läden in Niederösterreich und Wien eingekauft. Dabei fiel uns auf, dass die Flaschen in der Regel in stark beleuchteten Verkaufsregalen stehen. Ganz oben sind oft weitere Flaschen platziert, mit denen dann die Regale wieder aufgefüllt werden. Gerade dort oben ist es am wärmsten und hellsten – der denkbar schlechteste Ort, um ein heikles, licht- und wärmeempfindliches Produkt zu lagern. So gesehen muss man sich fast wundern, dass nicht noch mehr Produkte durch­gefallen sind.

Testsieger, Mineral­öl­rückstände

Testsieger

Geschmacklich am meisten überzeugt ­haben unsere Experten die Öle von Iliada, Ja! Natürlich und Spar Natur pur. Dass es für Iliada (erhältlich bei Merkur) dennoch nur zu einem „weniger zufriedenstellend“ als Gesamtnote reichte, lag daran, dass ­dieses Ölivenöl mit hohen Mineral­öl­rückständen verunreinigt ist. Die Ver­un­reinigung dürfte von Schmieröl her­stammen.

Weichmacher ...

Ebenfalls mit „weniger zufrie­den­stellend“ schnitt aufgrund der schlecht bewerteten Sensorik und der chemischen Zusammensetzung das bei Billa erhält­liche Öl von Conte de Cesare ab. Dieses Produkt ist zudem mit Weich­machern belastet.

Diese Substanzen werden aus Kunststoffen herausgelöst und sind problematisch für die Gesundheit. ­Einige von ihnen wirken etwa auf das Hormon­system. Ins Olivenöl gelangen Weichmacher vermutlich im Zuge des Herstellungspro­zesses, bei dem das Öl mehrmals mit Kunststoffen (Schläuche, Behälter) in Kontakt kommt. Eine weitere Quelle, aus der Weichmacher in das Öl übergehen könnten, wären auch die Verschlüsse der Flaschen.

... und andere Schadstoffe

Wir haben zwar in allen Produkten Weichmacher gefunden, im Gegensatz zum Öl von Conte de Cesare aber teilweise in ver­schwindend geringen Mengen. Der Test­sieger von S-Budget (Spar) wie auch das zweitplatzierte Produkt, Castello (Hofer), verdanken ihre Platzierungen vor allem ihrer sehr guten Bewertung im Gruppenurteil Schadstoffe.

Diese beiden Öle sowie das beim Geschmackstest durchgefallene Produkt von Natur aktiv waren diesbezüglich insgesamt am saubersten. Diese Öle sind auch die einzigen, in denen keinerlei Mineralölrückstände nachweisbar waren.

Herkunft, Preisgestaltung

Herkunft

Weniger genau nehmen es die Hersteller nach wie vor mit der Kennzeichnung ihrer Produkte. Das beginnt bereits bei der Aufmachung. Man sollte sich als Verbraucher daher weder von der Produktbezeichnung noch von der Gestaltung der Flasche täuschen lassen, wenn es um die Herkunft der Oliven bzw. des Öles geht.

Eine italienisch anmutende Verpackung wie bei Castello, De Spar, San Fabio oder Monini bedeutet keineswegs, dass sich auch Öl aus italie­nischen Oliven darin befindet. Die genannten Produkte enthalten allesamt einen gemischten Ölsatz aus der EU. Das trifft zwar auch auf die Produkte von S-Budget, Clever und dm zu, aber bei diesen Olivenölen geht dies klar und deutlich aus der Kennzeichnung hervor. Alle drei Produkte tragen gemäß EU-Verordnung deutlich sichtbar die korrekte Aufschrift „Mischung von Olivenölen aus der Europäischen Union“.

Preisgestaltung

Auffällig ist, dass unsere Rangliste von zwei der vier günstigsten Produkte im Test angeführt wird. Die Olivenöle von S-Budget und Castello kosten 5,32 Euro pro Liter. Den exakt gleichen Preis bezahlt man für die ebenfalls im vorderen Feld angesiedelten Produkte von Clever und San Fabio.

Bei ­allen vieren handelt es sich um Eigenmarken. Wollte man es vornehm ausdrücken, so könnte man an dieser Stelle anmerken, dass der Handel es versteht, die Preise sehr gut zu koordinieren. Eine unterschiedliche Preisgestaltung gibt es dagegen bei den Bio-Eigenmarken.

"Grünes Gold" war einmal ...

Der Durchschnittspreis aller 15 getesteten Öle liegt bei 10,21 Euro pro Liter. Bio-Ware kostet dabei pro Liter durchschnittlich 12,32 Euro, für konventionelle Öle werden für diese Menge im Schnitt 9,16 Euro fällig. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass Olivenbäume, die bei sorgfältiger Pflege einige Hundert Jahre alt werden, je nach Art erst nach 4 bis 10 Jahren Früchte tragen.

Im Schnitt lassen sich pro Baum und Jahr etwa 20 Kilogramm Oliven ernten. Aus dieser Menge können ungefähr 3 bis 4 Liter Öl gewonnen werden. Das „grüne Gold“, als das es gern bezeichnet wird, mag den Besitzern der Haine und Plantagen früher einmal Reichtum und Wohlstand gesichert haben, im Zeitalter der Globalisierung ist davon jedoch nichts mehr übrig geblieben.

Testtabelle: Olivenöl

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Testtabelle: Olivenöl Stiftung Warentest

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Steckbriefe

Reihung nach erreichter Punktezahl

S-Budget (Interspar) Natives Olivenöl
Extra Einziges Produkt, das hinsichtlich Schadstoffen und Kenn­zeichnung mit „sehr gut“ abschnitt. Experten und Laien beurteilten den Geschmack des EU-Öl­gemisches allerdings als „durchschnittlich“.

Castello (Hofer) Olio Extra Vergine di Oliva 
Sehr gute Bewertung, was den Schadstoffgehalt angeht. Das EU-Öl wies zudem eine sehr gute chemische Zu­­sammensetzung auf. Die Kennzeichnung ist nicht zufrieden­stellend – die Aufmachung des Produktes lässt einen italienischen Ursprung vermuten.

Ja! Natürlich (Merkur) Natives Olivenöl Extra
Bestes Bio-Produkt im Test. Das Öl aus Griechenland zählte geschmacklich zu den Top 3. Wermutstropfen ist allerdings eine mittlere Belastung mit Mineralölbestandteilen. Die Kennzeichnung ist nicht zufriedenstellend.

Clever (Merkur) Natives Olivenöl Extra
Dieses Olivenöl wurde von den Laien mit „gut“ benotet. Die Kennzeichnung ist sehr gut. Das EU-Ölgemisch wies allerdings nur eine durchschnittliche chemische Zusammensetzung auf. Auch die ­Expertenverkostung ergab ein „durchschnittlich“.

DeSpar (Interspar) Olio Extra Vergine di Oliva
Geschmacklich als durchschnittlich bewertetes Ölgemisch aus der EU, allerdings mit sehr guter chemischer Zusammensetzung. Die Kennzeichnung ist nicht zufriedenstellend – die Aufmachung des Produktes lässt einen italienischen Ursprung vermuten.

San Fabio (Penny) Olio Extra Vergine di Oliva 
Bekam von den Laien eine gute Bewertung bei der ­Verkostung. Die chemische Zusammensetzung ist sehr gut. Die Kennzeichnung des EU-Ölgemisches ist nicht zufriedenstellend – die Aufmachung des Produktes lässt einen italienischen Ursprung vermuten.

Fandler (denn’s) Bio Olivenöl 
Bio-Olivenöl aus Spanien, das bei der Ver­kostung allerdings nur eine durchschnittliche Note erreichte. Die chemische Zusammensetzung des Öls ist sehr gut. Auch bei diesem Produkt lässt die Kennzeichnung zu wünschen übrig.

dmBio (dm) Natives Olivenöl extra 
Bio-Olivenöl aus der EU, das bei der Verkostung von den Laien mit „gut“ bewertet wurde. Bei der chemischen ­Zusammensetzung gab es ­allerdings einige Auffällig­keiten. Das Produkt ist gut ­gekennzeichnet.

Bona (Interspar) Olivenöl extra vergine
Olivenöl aus der EU, das bei der Verkostung insgesamt eine durchschnitt­liche Bewertung erhielt. Auch die Zusammensetzung dieses Öls ist durchschnittlich. Aber die Schadstoffbelastung war gering. Daher gab es noch ein „gut“ im Gesamturteil.

Spar Natur pur (Interspar) Natives Bio-Olivenöl extra
Bio-Olivenöl aus Italien. Eines von drei Produkten im Test, das sowohl von den Experten als auch von den Laien bei der sensorischen Prüfung mit „gut“ bewertet wurde. Schwächen, was die chemische ­Zu­sammensetzung und die Kennzeichnung angeht.

Monini (Merkur) Classico Olivenöl 
Olivenöl aus der EU, das bei der Verkostung von den Laien mit „gut“ bewertet wurde. Die chemische Zusammensetzung ist durchschnittlich. Nicht zufriedenstellende Kennzeichnung – die Aufmachung lässt einen italienischen Ursprung vermuten.

Mani (Eurospar) Olivenöl
Olivenöl aus der EU, das bei der Verkostung von den Laien mit „gut“ bewertet wurde. In diesem Produkt wurden Mineralölrück­stände nachgewiesen. Das Produkt ist nicht zufriedenstellend gekennzeichnet.

Conte de Cesare (Billa) Olio extra vergine di oliva 
Geschmacklich „gerade noch nativ“. Es gibt Hinweise auf unsachgemäße Lagerung. Dieses Produkt weist einen relativ hohen Gehalt an Weichmachern auf.

IIiada (Merkur) Kalamata Olivenöl kaltgepresst
Olivenöl aus Griechenland. Geschmacklich eines der besten Produkte im Test. Aufgrund der hohen Verunreinigung mit Mineralölrückständen landete dieses Olivenöl allerdings im Tabellen­keller.

Natur aktiv (Hofer) Bio griechisches Olivenöl  
Bio-Olivenöl aus Griechenland. Einziges Produkt, das von den Experten aufgrund seines ranzigen Geschmacks als nicht nativ eingestuft wurde. Ursache ist vermutlich eine unsachgemäße Lagerung. Die chemische Zusammen­setzung ist weniger zufriedenstellend.

VKI-Tipps

Herkunft: Wollen Sie Olivenöl aus einer bestimmten Region, dann lesen Sie das Klein­gedruckte genau. Die Aufmachung allein sagt nichts über die Herkunft aus.

Haltbarkeit und Lagerung: Kaufen Sie Öle besser in kleineren Mengen mit einer langen Resthaltbarkeit. Olivenöl ist hitze- und lichtempfindlich, daher sollte es vor Hitze, Licht und Sauerstoff geschützt gelagert werden – kühl, dunkel und gut verschlossen.

Preis: Der Preis ist bei Olivenöl kein Qualitätskriterium. In unserem Test gewannen zwei der günstigsten Öle, und vergleichsweise teure Produkte belegten Plätze im hinteren Drittel.

Ölwechsel: Wechseln Sie ab und zu auch einmal die Olivenölmarke. Sollte Ihr Lieblingsöl zu stark mit Schadstoffen belastet sein, können Sie die Schadstoffaufnahme durch einen Wechsel der Marke reduzieren. Die Schadstoffwerte können allerdings von Charge zu Charge unterschiedlich sein. Das gilt vor allem bei EU-Mischungen.

Gesundheit: Olivenöl ist aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung für die Gesundheit sehr empfehlenswert. Die Ölsäure beeinflusst den Cholesterinspiegel günstig, enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe können vor Krankheiten schützen.

Abwechslung: Verwenden Sie neben Olivenöl auch andere hochwertige Pflanzenöle wie Rapsöl oder auch Lein-, Soja- und Walnussöl. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren.

Kochen: Olivenöl eignet sich auch zum Braten und Dünsten. Es sollte aber nicht über 170 Grad Celsius erhitzt werden.

Noch in Ordnung: Wenn Öl verdorben ist, riecht und schmeckt es ranzig. Ist eine Flasche schon länger offen, riechen und kosten Sie also am besten, bevor Sie das Öl verwenden.

Testkriterien

Im Test: 15 Olivenöle der Güteklasse nativ extra

Alle Öle wurden sowohl von Experten als auch von Laien verkostet (Sensorik). Im Labor erfolgte außerdem eine chemische Untersuchung der Produkte (Chemie). Auch die Angaben auf den Flaschenetiketten wurden beurteilt (Kennzeichnung).

SENSORIK 40 %

Expertenverkostung

Alle Proben wurden von einem Expertenpanel mit einer Panelgröße von mind. 8 Personen nach den Vorgaben des Anhangs XII der VO (EWG) 2568/91 vom 11.07.1991 über die Merkmale von Olivenölen und Oliventresterölen sowie die Verfahren zu ihrer Bestimmung in der zurzeit gültigen Fassung sensorisch untersucht und hinsichtlich positiven und negativen Attributen im Gesamturteil bewertet.

Wird ein Öl als nicht nativ extra eingestuft, führt das zu einer Abwertung, das Gesamturteil kann nicht besser sein als das Gruppenurteil.

Laienverkostung

Die Beurteilung durch die Laien erfolgte nach Aussehen, Geruch, Konsistenz, Geschmack und Nachgeschmack mittels Schulnotensystem. Außerdem wurde für jedes Öl ein Gesamturteil vergeben.

Zusätzlich wurden Geschmackseigenschaften (intensiv, fruchtig, bitter, scharf-kratzig, modrig-erdig, ranzig, harmonisch) und Geruchseigenschaften (intensiv, fruchtig, modrig-feucht, stichig, ranzig) anhand einer 5-stufigen Skala bewertet.

Die Teilnehmer wurden zudem gefragt, ob se die Öle kaufen würden oder nicht.

CHEMIE 20 %

Im Labor wurde eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt.

  • NIR Screening
  • bei Verdachtsfällen (Conte de Cesare, Natur aktiv, dm Bio)
  • Freie Fettsäuren/Säurezahl: Titration
  • Peroxidzahl: Titration
  • Ansidinzahl: Extraktion
  • TOTOX-Zahl berechnet
  • Thermische Behandlung:
  • UV-Absorption: UV-spektrophotometrische Analyse
  • Pyropheophytine: HPLC-UV-Detektion
  • Isomere Diacylglyceride: gaschromatographisch
  • Fettsäurezusammensetzung (einschl. Transfettsäuren): gaschromatographisch
  • Steradiene: HPLC-UV-Detektion
  • Di- und oligomere Triglyceride: refraktometrisch

SCHADSTOFFE 30 %

Weichmacher: Gaschromatographie-Massenspektrometrie

Mineralölrückstände : mittels on-line HPLC-GC-FIDEin hoher Mineralölgehalt führt zu einer Abwertung.

KENNZEICHNUNG 10 %

Die Etiketten wurden nach der VO (EG) 1019/2002 resp. der gültigen Änderungs-VO (EG) 182/2009 bzw. der VO (EG) 29/2012 untersucht. Ebenso wurde die Transparenz der Herkunft geprüft.

Stellungnahmen Hofer, Haas

Natur aktiv Natives Bio Olivenöl extra vergine
"Gemeinsam mit unseren Lieferanten sind wir bestrebt die Qualität unserer Produkte kontinuierlich zu verbessern und den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. So veranlassten wir aufgrund Ihrer Bewertung des „Natur aktiv Natives Bio Olivenöls extra vergine“ eine umgehende Überprüfung des Produkts. Trotz genauester Ursachenforschung konnten wir gemeinsam mit unserem Lieferanten keine Unstimmigkeiten oder gar Abweichungen in der Produktion, Anlieferung oder Lagerung finden. Somit können wir uns die sensorische Bewertung leider nicht erklären und gehen deshalb von einem Einzelfall aus, welchen wir natürlich zutiefst bedauern.

All unsere Produkte unterliegen einem engmaschigen Kontrollnetz aus Lieferantenprüfungen und Eigeneinsendungen bei externen Laboren. So wurde das Mutterlot des „Natur aktiv Natives Bio Olivenöls extra vergine“ von zwei unterschiedlichen, vom International Oliveoil Council IOC anerkannten Sensorikpanels jeweils als „extra vergine“ eingestuft. Darüber hinaus wurde das Bio-Olivenöl im Jänner 2020 von der ÖGVS (Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien) sensorisch verkostet und mit „Gut“ bewertet.

Unabhängig davon nehmen wir Ihre Bewertung selbstverständlich zum Anlass, um das beanstandete Produkt künftig durch außernatürliche Qualitätskontrollen zusätzlich zu überprüfen und sofern erforderlich umgehende Maßnahmen einzuleiten."
HOFER KG

Conte de Cesare Natives Olivenöl extra
"Das Conte de Cesare Native Olivenöl extra wird in Apulien hergestellt und besteht zu 100% aus italienischen Oliven. Die untersuchte Charge betrifft die Olivenölernte 2018. Die Witterungslage (Frost im Frühjahr, Regen im Sommer) stellte die Ernte 2018 in Italien und besonders in Apulien vor eine große Herausforderung, um qualitativ hochwertige Olivenöle herzustellen. Die Oliven füllten sich früh und mit zu viel Wasser, was zu einer inneren, schnell voranschreitenden Fruchtreife führte, sodass ab Ende September (einen Monat früher als üblich) mit der Olivenernte begonnen werden musste. Der hohe Wassergehalt wirkt sich auf die Herstellung und somit auf das Aromaprofil (Sensorik) der Olivenöle aus. Sie sind eher flacher in der Aromatik, weniger bitter und scharf. Hinzu kam, dass der Ertrag der Olivenbäume gering war (-60%). Die CONTE DeCESARE Olivenöle werden nach strengen Kriterien nach jeder Ernte sensorischen und chemischen Tests unterzogen, welche auch bei gegenständlicher Charge einwandfrei waren. Es entspricht der Natur eines Olivenöls, dass es mit zunehmendem Alter und auch je nach Lagerung an Harmonie und Frische verlieren kann. Aktuell wird bereits eine neue Charge aus der Ernte 2019 geliefert."
Ed. Haas Austria GmbH

Stellungnahme Bläuel/Mani

In seiner Zeitschrift „Konsument“ (Ausgabe 6/2020) veröffentlichte der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) das Ergebnis seines Olivenöl-Tests. Getestet wurden insgesamt 15 Olivenöle "extra vergine“. Darunter auch das MANI Greek Gold Olivenöl nativ extra (= extra vergine) mit der Chargennummer 211019. Dieses wurde vom VKI als durchschnittlich eingestuft.

  1. Herkunftsangabe
    In seinem Steckbrief benennt der VKI die Herkunftsangabe des MANI Greek Gold Olivenöl nativ extra mit „Olivenöl aus der EU“. Bei anderen Herstellern wird explizit das Herkunftsland genannt. Da wir die Herkunft „Griechenland“ auf dem Etikett korrekt ausloben, können wir diese Beanstandung nicht nachvollziehen. Möglicherweise handelt es sich um einen Irrtum.
  2. Mineralölbestandteile
    Der VKI kommentiert das MANI Greek Gold Olivenöl nativ extra mit: "In diesem Produkt wurden Mineralölrückstände nachgewiesen“. Detaillierte Messergebnisse und Grenzwerte werden im Testbericht nicht aufgeführt. Die Problematik der Belastung von Olivenöl durch Mineralölrückstände (Mineralölkohlenwasserstoff-Verbindungen) ist ein Thema, das wir sehr ernst nehmen. Wir betonen, dass wir in unseren Produktionsanlagen im eigenen Betrieb auf höchste Sorgfalt achten. Wir können garantieren, dass es intern zu keiner Belastung kommen kann. Darüber hinaus ist der Umgang mit den Mineralölbestandteilen in unserem Qualitäts-Sicherungs-System, welches ständig extern kontrolliert und verbessert wird, geregelt. Im konkreten Fall wurden beim Wareneingang der getesteten Charge alle vorgesehenen Kontrollen durchgeführt und keine Auffälligkeiten festgestellt.
  3. Produktkennzeichnung.
    Die Beanstandung zur Kennzeichnung auf dem Produkt-Etikett im Testbericht des VKI nehmen wir zu Kenntnis. In der Tat ist hier bei der Produktion der Etiketten ein Fehler unterlaufen, wie z.B. bei der Schriftgröße (3,554 mm statt 4,0 mm) oder der Vitamin E Kennzeichnung („entspricht 200% der empf. Tagesdosis“ statt „entspricht 200 % der Referenzmenge“). Aktuell wird das Etikett überarbeitet und den aktuellen Richtlinien angepasst.

Fritz & Felix Bläuel

Testplakette

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Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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