Geschirrspüler - Saubere Leistung

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Maschinen mit hoher Energieeffizienzklasse überzeugen in mehrfacher Hinsicht und sind den Aufpreis wert. Gute Geräte gibt es ab rund 400 Euro.

In den Testtabellen finden Sie folgende Produkte:

Einbaugeräte mit versteckter Bedienblende (vollintegriert), 60 cm breit:

  • AEG FSB52610Z
  • AEG FSE53600Z
  • Beko DIN28431
  • Bosch SMV67MX01E
  • Constructa CG4A54V8
  • Ikea Renodlad Art.-Nr. 803.520.36
  • Ikea Skinande Art.-Nr. 003.858.37
  • Miele G 4990 SCVi Jubilee
  • Miele G 6770 SCVi
  • Neff S516T80X1E / GV6801T
  • Siemens SN636X03IE

Bauähnliche Einbaugeräte mit sichtbarer Bedienblende (teilintegriert), 60 cm breit:

  • AEG FEB52610ZM
  • AEG FEE53600ZM
  • Beko DSN28431X
  • Bosch SMI67MS01E
  • Miele G 4940 SCi Jubilee
  • Miele G 6730 SCi
  • Neff S416T80S1E / GI6801TN

Folgende Infos und Bewertungen finden Sie in den Testtabellen: Ausstattung/Technische Merkmale (Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Geräusch, Dauer, ...), Sparprogramm, Automatikprogramm, Kurzprogramm, Handhabung, Sicherheit, Dauerprüfung


Test: 18 Geschirrspüler

Im letztjährigen Test haben die Geschirrspüler der niedrigeren Energieeffizienzklasse A+ nicht gerade geglänzt. Dem günstigen Kaufpreis standen ein hoher Strom- und Wasserverbrauch sowie zahlreiche Ausfälle in der Dauerprüfung gegenüber.

Diesmal waren bei der Stiftung Warentest 18 höherpreisige Geräte der spar­sameren Klassen A++ und A+++ auf dem Prüfstand, davon 11 mit versteckter Bedienblende (vollintegriert) und 7 ähnlich gebaute mit sichtbarer Blende (teilintegriert).

Der Vergleich macht jedenfalls sicher: Es lohnt sich, bei der Anschaffung mehr Geld auszugeben. Die aktuell getesteten Maschinen reinigen gründlich, sind leise und weniger störanfällig.

2.800 Durchläufe

Die Dauerprüfung bestritten jeweils die voll­integrierten Modelle und davon immer drei identische Geräte. Sie mussten 2.800 Mal spülen und trocknen, was einer durchschnittlichen Beanspruchung im Zeitraum von zehn Jahren entspricht.

Bild: Stiwa

Versteckt oder sichtbar: Vollintegrierte Einbaugeräte mit versteckter Bedienblende fügen sich unsichtbar in die Küchenfront ein. Bei den teilintegrierten ist die außen liegende Blende immer sichtbar.
 

Ausfallraten, Energie sparen

Ausfallraten

Eine AEG-­Maschine machte nach rund einem Jahr schlapp, eine Ikea Renodlad nach zwei­einhalb Jahren und eine Siemens hielt nur etwas mehr als drei Jahre durch. Das ist ­natürlich nicht optimal, aber da jeweils nur eines von drei gleichartigen Geräten Prob­leme machte, ging sich für die genannten Testkandidaten noch knapp ein "gut" bei der Dauerprüfung aus.

Die Geräte von Bosch und Neff nutzen zum Trocknen das Mineral Zeolith. Dieses nimmt während des Trocknungsvorganges Feuchtigkeit auf, erwärmt sich dabei und hilft so beim Energiesparen. Eine mitunter behauptete höhere Fehleranfälligkeit dieser Geräte konnte im Test nicht festgestellt werden, und auch laut Hersteller BSH Hausgeräte liegen die Ausfallraten nicht über jenen herkömmlicher Geschirrspüler.

Sparen erfordert Geduld

In den Kurzprogrammen, wie es sie bei allen Geschirrspülern gibt, kommt das Zeolith übrigens nicht zum Einsatz. Hier gehen ­generell die Laufzeiten von teils weniger als einer Stunde auf Kosten des Strom- und Wasserverbrauchs.

Das Kurzprogramm ist die richtige Wahl, wenn man während einer Party Nachschub an sauberen Tellern und Gläsern benötigt, nicht aber für den Alltagsbetrieb. Wer Energie sparen möchte, verwendet am besten überhaupt das Eco-Programm. Allerdings ist Geduld gefragt, denn als Ausgleich für die niedrigeren Tempe­raturen verlängern sich die Laufzeiten auf bis zu vier Stunden.

Testtabelle: Geschirrspüler - vollintegriert

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Testtabelle: Geschirrspüler - teilintegriert

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Samsung-Modelle mit Waterwall-Technologie

In Österreich nicht verfügbar sind die mitgetesteten Samsung-Modelle DW60M9550BB/EG (vollintegriert) und DW60M9550SS/EG (teilintegriert).

Ihre Besonderheit ist die vom Hersteller so genannte Waterwall-Technologie (übersetzt: Wasserwand). Anstelle eines rotierenden Sprüharms fährt am Boden eine Schiene vor und zurück, die das Wasser nach oben spritzt. Im Spar- und im Automatikprogramm hält Samsung bei der Reinigungsleistung mit den besten Geräten mit, im Kurzprogramm bleiben jedoch mehr Speisereste auf dem Geschirr zurück als bei der Konkurrenz. Das größere Problem war allerdings die Dauerprüfung, die nur eines von drei Geräten fehlerfrei überstand. Testurteil: weniger zufriedenstellend.

VKI-Tipps

  • Effizient: Mit 10 Litern Wasser und deutlich weniger als einer kWh Strom bewältigt ein Geschirrspüler einen Geschirrberg, für den man bei der Handwäsche 100 Liter Wasser und 2,5 kWh Strom verbraucht. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn.
  • Sparsam und robust: Geschirrspüler der Energieeffizienzklassen A++ und A+++ sind eine lohnende Anschaffung – für den Haushalt und für die Umwelt.
  • Eco-Programm: Bevorzugen sollte man das Spar- oder Eco-Programm. Einmal im Monat empfiehlt sich dann aber ein Durchgang mit dem Intensivprogramm. Bei 75 Grad Celsius werden damit zugleich Rückstände im Gerät und in den Schläuchen beseitigt.
  • Korb oder Schublade: Auf die Sauberkeit hat es keine Auswirkungen, wo das Besteck während des Spülens untergebracht ist. Eine Lade lässt etwas mehr Platz fürs Geschirr, ein Korb ist mit einem Griff entnehmbar und somit eventuell praktischer beim Ausräumen.

 

Testkriterien

Von der Stiftung Warentest geprüft wurden Spar-, Automatik- und Kurzprogramm in Anlehnung an IEC 60436:2015 mit haushaltsüblichem Geschirr wie Töpfen, Porzellan, Gläsern und Glasschüsseln, Besteck und Kunststoffteilen. Die Spülgänge wurden mit handelsüblichen phosphatfreien Solotabs, Klarspüler und Enthärtersalz durchgeführt. 30 Minuten nach Programmende wurde erst das Trocknen, dann das Reinigen beurteilt. Die Maschinen wurden stets mit der vom Anbieter genannten maximalen Anzahl an Maßgedecken beladen.

Sparprogramm/Eco-Programm (15 %)

Im Sparprogramm wurden Reinigen und Trocknen mit normal und stark verschmutztem Geschirr geprüft. Bewertet wurden auch die Dauer sowie der Strom- und Wasserverbrauch.

Automatikprogramm (20 %)

Das Reinigen und Trocknen wurde mit normal und stark verschmutztem Geschirr geprüft. Bewertet wurde die Dauer des Programms sowie der Strom- und Wasserverbrauch. Zusätzlich wurde geprüft, wie sich das Programm anpasst, wenn stark bzw. normal verschmutztes Geschirr gespült wird und wenn die Maschine nur halb beladen ist.

Kurzprogramm (20 %)

Im zeitverkürzten Programm wurde das Reinigen und Trocknen von normal verschmutztem Geschirr beurteilt. Bewertet wurden die Dauer sowie der Strom- und Wasserverbrauch.

Handhabung (15 %)

Fünf Nutzer beurteilten den täglichen Gebrauch wie Programmwahl, Einfüllen von Reiniger, Salz und Klarspüler, Nutzung der Körbe und die Siebe. Ein Experte beurteilte die Gebrauchsanleitung und die Integrierbarkeit der Maschine.

Sicherheit (5 %)

Es wurde die Verletzungsgefahr und die Verarbeitung geprüft. Der Schutz vor Wasserschäden wurde untersucht. In Anlehnung an DIN EN 60335–1:2012 + A11:2014 und DIN EN 60335–2–5:2015 wurden unter anderem Aufschriften und Anweisungen, Ableitstrom, Spannungsfestigkeit und der Schutzleiteranschluss geprüft.

Geräusch (10 %)

Im Neuzustand wurde die Schallleistung nach DIN EN 60704–2–3:2016 (Entwurf) in dB(A) mit Ballastschmutz und einer Geschirrbeladung (Zusammensetzung wie in den geprüften Programmen) geprüft.

Dauerprüfung (15 %)

Drei Geschirrspüler eines Modells reinigten und trockneten 2.800 Mal haushaltsübliches Geschirr. Dem Spüler wurde Ballastschmutz zugesetzt. Nach jeweils zehn Kurzprogrammen für normal verschmutztes Geschirr wurde einmal im Intensivprogramm gespült. Die Filter wurden jeweils nach elf Durchgängen gereinigt, die Geräte regelmäßig mit handelsüblichem Maschinenreiniger. Neben der Anzahl der erreichten Durchgänge und aufgetretenen Störungen wurden am Ende der Laufzeit zusätzlich unter anderem Veränderungen an der Bedienblende, der Gummidichtung und der Türkante bewertet. Die Dauerprüfung simuliert eine rund zehnjährige Nutzung bei 280 Durchgängen im Jahr.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass Produktmängel sich verstärkt auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet.

Ist die Note für die Dauerprüfung „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“, kann das KONSUMENT-Testurteil nicht besser sein.

Sind Spar-, Kurz- oder Automatikprogramm „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter, wird das Testurteil abgewertet. Sind das Trocknen im Spar-, Kurz- oder Automatikprogramm oder der Strom- oder Wasserverbrauch im Spar-, Automatik- oder Kurzprogramm „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter, wird das jeweilige Programm abgewertet. Sind die Urteile gleich oder geringfügig schlechter als diese Noten, ergeben sich nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile, desto stärker wirkt der jeweilige Abwertungseffekt.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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