Geschirrspüler - Sparprogramm

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Das passende Spülprogramm spart Strom und Wasser. Wichtig ist aber auch eine entsprechende Lebensdauer, die nicht selbstverständlich ist.

Geschirrspüler zählen in vielen österreichischen Haushalten zur Grundausstattung. Das Angebot an kompakten, 45 Zentimeter breiten Modellen macht eine Anschaffung auch dann interessant, wenn im Alltag nicht genügend gebrauchtes Geschirr anfällt, um ein 60-Zentimeter-Gerät regelmäßig zu befüllen. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 17 Vertreter beider Größen einem Test unterzogen. Konkret handelt es sich um voll- und teilintegrierte Einbaugeräte.

18 Einbaugeräte im Test

Folgende Produkte finden Sie in unserem Test:

1. Vollintegrierte Geschirrspüler (60cm breit)

  • AEG FSE83716P
  • Amica EGSP 14663 V
  • Beko DIN26421
  • Bosch SMV46MX04E
  • Gorenje GV 66160
  • Ikea Hygienisk
  • Miele G 7150 SCVi
  • Siemens SN658X02PD

2. Vollintegrierte Geschirrspüler (45cm breit)

  • Bauknecht BSIO 3O35 PFE X
  • Bosch SPV66TX01E
  • Neff S583M50X0E

3. Teilintegrierte Geschirrspüler (60cm breit)

  • Beko DSN6634FX2
  • Bosch SMI46MS04E
  • Gorenje GI66160 X
  • Siemens SN558S02PD

4. Teilintegrierte Geschirrspüler (45cm breit)

  • Bauknecht BSBO 3O35 PF X
  • Bosch SPI66TS01E
  • Neff S483M50S0E

Geschirrspüler: Das passende Spülprogramm spart Strom und Wasser. Wichtig ist aber auch eine entsprechende Lebensdauer, die nicht selbstverständlich ist. (Bild: olgaman/Shutterstock.com, Stiftung Warentest)

In unserer Testtabelle finden Sie dazu u.a. folgende Informationen: Richtpreis in €, Betriebskosten in 10 Jahren lt. Nutzerprofil in €, Anzahl der Maßgedecke, Anzahl der Spülprogramme, Stromverbrauch in kWh, Wasserverbrauch in l, Dauer der Programme, detaillierte Informationen zum Spar-/Automatik- und Kurzprogramm, Geräusche, Handhabung, Sicherheit, Dauerprüfung,...


Lesen Sie nachfolgend unseren (kostenpflichtigen) Testbericht.

Wann ist welches Modell bzw. Programm sinnvoll?

Teil- und vollintegriert

Teilintegriert bedeutet, dass die Bedienblende immer sichtbar ist; bei den vollintegrierten hingegen ist sie versteckt und nur zugänglich, wenn man die Tür des Gerätes ein Stück weit öffnet. Technische Unterschiede gibt es hingegen keine. Von der Programmwahl abgesehen wurden daher alle Tests an den vollintegrierten Geräten durchgeführt und auf die baugleichen teilintegrierten übertragen. Die von uns erhobenen Richtpreise für die getesteten Geschirrspüler bewegen sich zwischen rund 500 und 1.400 Euro. Sie gehören alle entweder der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ an.

Sparprogramm hilft Umwelt

Grundlage dieser Zuordnung ist jeweils das Sparprogramm (Eco-Programm). Dieses muss am Gerät verpflichtend voreingestellt sein. Andere Optionen wie das Automatik- oder das Kurzprogramm müssen somit vom Benutzer bewusst gewählt werden. Eine sinnvolle Regelung, denn selbst wenn die Ersparnis auf Basis der aktuellen Wasser- und Strompreise für den einzelnen Haushalt überschaubar bleibt, profitiert die Umwelt in Summe enorm.

Einen generellen Nachteil hat das Sparprogramm allerdings, und zwar die lange Laufzeit zwischen drei und vier Stunden. Dies ist der Ausgleich dafür, dass mit geringerer Temperatur gespült und getrocknet wird. Es ist zu erwarten, dass dafür im Alltag nicht immer genügend Zeit vorhanden ist. Muss es richtig schnell gehen, ist das Kurzprogramm die richtige Wahl. Normal verschmutztes Geschirr ist damit in etwa ein bis eineinhalb Stunden sauber – allerdings unter temperaturbedingt höherem Stromverbrauch. Für den täglichen Einsatz ist das Kurzprogramm daher nicht zu empfehlen.

Kein automatischer Vorteil

Ein von den Nutzern gern gewählter Kompromiss ist das Automatikprogramm. Die Idee dahinter ist, dass die Geräte mittels Sensoren erkennen, mit wie viel Geschirr sie beladen wurden und wie stark dieses verschmutzt ist. Wasserverbrauch, Temperatur und Spüldauer werden dann entsprechend angepasst. In der Praxis gelingt das nicht allen Spülern in geeigneter Weise. Und selbst wenn es funktioniert – dann ist der Strom- und vor allem auch der Wasserverbrauch in der Automatik-Einstellung in der Regel höher als jener im Sparprogramm. In den Testergebnissen schlug sich dies in mehreren Fällen in Form einer Abwertung nieder. Tatsächlich wird über die Jahre gesehen wohl ein Mischbetrieb stattfinden, wobei man nach Möglichkeit das Sparprogramm bevorzugen sollte. Aufgrund der geringen Geräuschentwicklung der modernen Geschirrspüler ist es meist kein Problem mehr, sie über Nacht laufen zu lassen. Wenn man gut schläft, während das „Heinzelmännchen“ in der Küche arbeitet, fällt auch die lange Spüldauer nicht ins Gewicht.

Ausfälle

Apropos Jahre: Aus wirtschaftlicher ebenso wie aus ökologischer Sicht ist eine möglichst lange Lebensdauer der Geräte wünschenswert. Der Haltbarkeitstest, in der Tabelle als Dauerprüfung bezeichnet, ist daher fester Bestandteil der Haushaltsgeräte- Tests. Simuliert wird dabei eine Laufzeit von zehn Jahren, und zwar mit drei Geräten pro Modell. So kann man ausschließen, dass ein einzelnes fehlerhaftes Gerät das Ergebnis verzerrt. Die drei Amica-Spüler wiesen nach rund vier, fünf bzw. acht Jahren eine Undichtigkeit auf, ebenso eines der Gorenje-Geräte. Bei den beiden anderen Gorenje-Maschinen lösten sich Führungsrollen von den Geschirrkörben, wenn auch erst nach rund neun Jahren.

Miele G 7150 SCVi
1.360 Euro, KONSUMENT-Testurteil: gut

Aufgrund einer technisch bedingten Verzögerung während der Dauerprüfung konnten wir die Urteile für den 60 cm breiten, vollintegrierten Geschirrspüler Miele G 7150 SCVi nicht zeitgleich mit den Testergebnissen für die restlichen Geräte veröffentlichen. Nun liegen sie vor: Der G 7150 SCVi reiht sich unter die Topgeräte ein. Er reinigt sowohl im Spar- als auch im Automatikprogramm gut. Der Miele passt sich im Automatikprogramm sehr genau an unterschiedliche Geschirrmengen und Verschmutzungsgrade an und hat daher einen geringen Strom- und sehr geringen Wasserverbrauch. Sehr sparsam hinsichtlich Wasser- und Stromverbrauch ist er weiters im Sparprogramm. Im Kurzprogramm benötigt das Geräte hingegen recht viel Strom und reinigt durchschnittlich. Sehr leise. Überzeugende Handhabung.

VKI-Tipps

VKI-Tipps

  • Betriebskosten. Neben den Anschaffungskosten fallen auch die Kosten für Strom, Wasser und Tabs ins Gewicht. In unserer Beispielrechnung mit 280 Spülgängen im Jahr, in verschiedenen Programmen und mit unterschiedlich verschmutztem Geschirr, kommen wir je nach Gerät auf 1.001 bis 1.482 Euro für zehn Jahre.
  • Rückstände. Aus Kostengründen, aber vor allem aus Rücksicht auf die Umwelt empfiehlt sich das Sparprogramm (Eco). Falls Sie dieses regelmäßig nutzen, sollten Sie ein Mal im Monat das Intensivprogramm starten. Bei bis zu 75 Grad Celsius lösen sich so Rückstände, die nach den weniger heißen Eco-Spülgängen haften bleiben können.

Geschirrspüler: Das passende Spülprogramm spart Strom und Wasser. Wichtig ist aber auch eine entsprechende Lebensdauer, die nicht selbstverständlich ist. (Bild: Vladyslav Lehir/Shutterstock.com)

Testtabelle: Geschirrspüler - vollintegrierte Einbaugeräte 60 cm

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Testtabelle: Geschirrspüler - vollintegrierte Einbaugeräte 45 cm

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Testtabelle: Geschirrspüler - teilintegrierte Einbaugeräte 60 cm

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Testtabelle: Geschirrspüler - teilintegrierte Einbaugeräte 45 cm

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Testkriterien

Von der Stiftung Warentest geprüft wurde das Spar-, Automatik- und Kurzprogramm in Anlehnung an IEC 60436:2015 mit haushaltsüblichem Geschirr wie Töpfen, Porzellan, Gläsern und Glasschüsseln, Besteck und Kunststoffteilen. Die Spülgänge wurden mit handelsüblichen phosphatfreien Solotabs, Klarspüler und Enthärtersalz durchgeführt. 30 Minuten nach Programmende wurde erst das Trocknen, dann das Reinigen beurteilt. Die Maschinen wurden stets mit der vom Anbieter genannten maximalen Anzahl an Maßgedecken beladen.

Sparprogramm/Eco-Programm (15 %)

Im Sparprogramm wurden Reinigen und Trocknen mit normal und stark verschmutztem Geschirr geprüft. Bewertet wurden auch Dauer sowie Strom- und Wasserverbrauch.

Automatikprogramm (20 %)

Reinigen und Trocknen wurden mit normal und stark verschmutztem Geschirr geprüft. Bewertet wurde die Dauer des Programms sowie der Strom- und Wasserverbrauch. Zusätzlich wurde geprüft, wie sich das Programm anpasst, wenn stark und normal verschmutztes Geschirr gespült wird und wenn die Maschine nur halb beladen ist.

Kurzprogramm (20 %)

Im zeitverkürzten Programm wurde Reinigen und Trocknen von normal verschmutztem Geschirr beurteilt, bewertet wurden Dauer sowie Strom- und Wasserverbrauch.

Handhabung (15 %)

Fünf Nutzer beurteilten den täglichen Gebrauch wie Programmwahl, Einfüllen von Reiniger, Salz und Klarspüler, Nutzung der Körbe und die Siebe. Ein Experte beurteilte die Bedienungsanleitung und die Integrierbarkeit der Maschine.

Sicherheit (5 %)

Es wurde die Verletzungsgefahr und die Verarbeitung geprüft, bei Standgeräten zusätzlich die Standsicherheit. Der Schutz vor Wasserschäden wurde untersucht. In Anlehnung an DIN EN 60335–1:2012 + A11:2014 und DIN EN 60335–2–5:2015 wurden unter anderem Aufschriften und Anweisungen, Ableitstrom, Spannungsfestigkeit und der Schutzleiteranschluss geprüft.

Geräusch (10 %)

Im Neuzustand wurde die Schallleistung nach DIN EN 60704–2–3:2016 (Entwurf) in dB(A) mit Ballastschmutz und einer Geschirrbeladung (Zusammensetzung wie in den geprüften Programmen) geprüft.

Dauerprüfung (15 %)

Drei Geschirrspüler eines Modells reinigten und trockneten 2.800 Mal haushaltsübliches Geschirr. Dem Spüler wurde Ballastschmutz zugesetzt. Nach jeweils zehn Kurzprogrammen für normal verschmutztes Geschirr wurde ein Mal im Intensivprogramm gespült. Die Filter wurden nach jeweils elf Durchgängen gereinigt, die Geräte regelmäßig mit handelsüblichem Maschinenreiniger. Neben der Anzahl der erreichten Durchgänge und aufgetretenen Störungen wurden am Ende der Laufzeit zusätzlich unter anderem Veränderungen an der Bedienblende, der Gummidichtung und der Türkante bewertet. Die Dauerprüfung simuliert eine rund zehnjährige Nutzung bei 280 Durchgängen im Jahr.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass Produktmängel sich verstärkt auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet.

Ist die Note für die Dauerprüfung „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“, kann das KONSUMENT-Testurteil nicht besser sein. Sind die Ergebnisse des Trocknens im Sparprogramm „nicht zufriedenstellend“, kann das Urteil fürs Sparprogramm nicht besser sein.

Sind Spar-, Kurz- oder Automatikprogramm „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter, wird das Testurteil abgewertet. Ist das Trocknen im Spar-, Kurz- oder Automatikprogramm oder der Strom- oder Wasserverbrauch im Spar-, Automatik- oder Kurzprogramm „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter, wird das jeweilige Programm abgewertet. Ist der Schutz vor Wasserschäden „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“, wird die Sicherheit abgewertet. Sind die Urteile gleich oder geringfügig schlechter als diese Noten, ergeben sich nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile, desto stärker wirkt der jeweilige Abwertungseffekt.

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