Erdnüsse und Paranüsse - Gesunder Snack?

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Sie sind gesund – vorausgesetzt, sie sind nicht ranzig oder mit Schimmelpilzen belastet. Wir haben gesalzene Erdnüsse und Paranüsse untersucht. Nicht alle Produkte waren in Ordnung.

Diese Nüsse finden Sie in unserem Vergleich:

Wir haben 17 Packungen Nüsse getestet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. (Bild: Alexandra Konstantinoudi/ V-Light Media e.U)

Erdnüsse:

  • Alesto - Lidl
  • Billa - Billa
  • Bravo - Penny
  • Clever - Billa, Merkur
  • dennree - denn's
  • Heimatgut - dm, Interspar
  • Kelly's - Interspar, Billa, Merkur
  • Lorenz - Interspar, Merkur
  • S-Budget - Interspar
  • Snack Fun - Hofer
  • Spar Vital - Interspar
  • Ültje - Interspar, Billa, Merkur

Paranüsse:

  • dennree - denn's
  • GM Pesendorfer - Interspar, Merkur
  • Happy Harvest - Hofer
  • Seeberger - Interspar
  • Spar Natur*pur - Interspar

Unsere Testtabelle informiert über: Expertensensorik, Analytik (Ranzigkeit, Mykotoxine), Mikrobiologie, Salz bzw. Selen, Kennzeichnung uvm.


Erdnüsse im Test

Erdnüsse zählen nach Kartoffelchips zu den beliebtesten Snacks in Österreich. Da hierzulande genaue Zahlen fehlen, lohnt sich ein Blick über unsere nördliche Grenze. In Deutschland werden pro Jahr und Person rund fünf Kilo Erdnüsse verzehrt. Nüsse sind aufgrund ihrer Zusammensetzung im Prinzip ein gesundes Nahrungsmittel. Das gilt auch für Erdnüsse, die korrekterweise gar nicht zu den Nüssen zählen. Erdnüsse sind mit Bohnen und Erbsen verwandt und gehören zu den Hülsenfrüchten. In diesem Test haben wir insgesamt zwölf verschie­dene geröstete und gesalzene Erdnussprodukte unter die Lupe genommen, darunter zwei Bio-Angebote.

Keime, Salz- oder Selengehalt

Auch beim zweiten Testkandidaten, der Paranuss, handelt es sich nicht um eine Nuss, sondern um eine Kapselfrucht. Davon haben wir insgesamt fünf Produkte untersucht, darunter ebenfalls zwei Bio-Angebote. Die beiden wichtigsten Parameter im Test waren eine durch Experten vorgenommene Verkostung sowie die Untersuchung, ob die Produkte ranzig oder mit Schimmelpilzgiften belastet sind. Ebenfalls bewertet wurde, ob die Produkte mit Keimen befallen sind, ihr Salz- oder Selengehalt und die Kennzeichnung.

Acht Produkte sehr gut

Acht Produkte sehr gut

Die Testergebnisse können sich sehen ­lassen. Bis auf vier Produkte schnitten alle mit „sehr gut“ bzw. „gut“ ab. Bei den Erdnüssen belegten die Rewe-Marken Bravo, Clever und Billa die ersten drei Plätze, bei den Paranüssen hatte Happy Harvest von Hofer die Nase vorn.

Weniger zufriedenstellend

Enttäuschend war das Abschneiden von drei der vier Bio-Produkte. Bei den Erd­nüssen von Heimatgut sowie den Erdnüssen und den Paranüssen von dennree war das enthaltene Fett bereits verdorben, sie waren ranzig. Das Fett wird unter dem Einfluss von Licht, Sauerstoff und Feuchtigkeit abgebaut. Dabei entstehen Verbindungen, die schlecht riechen und schmecken und zum Teil gesundheitsschädlich sind. Bestimmt haben wir die Ranzigkeit dabei sowohl durch eine sensorische Prüfung als auch durch eine Analyse im Labor.

GM Pesendorfer: Schimmel

Die Paranüsse von GM Pesendorfer waren mit Schimmelpilzgiften (Aflatoxinen) belastet.

Aflatoxine sind in der Natur weit verbreitete Schimmelpilzgifte, die unter anderem in Nüssen vorkommen. Werden Aflatoxine über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sich die Erbanlagen verändern und Krebs ausgelöst werden. Schimmelbefall ist oft nicht erkennbar. Bei Paranüssen liegt der maximal zulässige Höchstwert an Aflatoxinen bei 10 µg/kg. Dieser gesetzlich festgelegte Aflatoxin-Höchstgehalt wurde bei den Paranüssen von GM Pesendorfer mit 3,34 µg/kg eingehalten.

Schimmelbefall ist oft nicht erkennbar. Weisen Nüsse Verfärbungen auf oder riechen sie muffig, sollten sie immer entsorgt werden. Bezüglich der Sensorik (Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack) waren die Erdnüsse von Heimatgut und dennree sowie die Paranüsse von dennree auffällig und wurden entsprechend negativ bewertet.

Salz

Salzgehalt ...

Dass gesalzene Erdnüsse einen gewissen Salzgehalt haben, liegt auf der Hand. Überrascht waren wir allerdings über die großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten. Am besten schnitten mit 0,2 bzw. 0,3 Gramm Salz (gemessen wurde Natrium) pro 100 Gramm die Erdnüsse von Spar Vital und Billa ab. Am meisten Salz fanden wir in den Nüssen von dennree (2,5 g/100 g) und Heimatgut (2,0 g/100 g). Laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) sollte die tägliche ­Salzaufnahme weniger als 5 Gramm betragen. Zu viel Salz erhöht das Risiko für Blut­hochdruck, dieser schädigt unser Herz-Kreislauf-System. Da Erdnüsse als „Snack“, also zusätzlich zu anderen Nahrungsmitteln konsumiert werden, sind sie auch eine zusätz­liche Salzquelle. Allerdings zeigte sich bei unseren Untersuchungen auch, dass Erdnüsse im Vergleich mit Kartoffel­chips, Salzgebäck oder Erdnusslocken (siehe KONSUMENT 6/2016) etwas weniger Salz enthalten.

... im Labor überprüft

Bei der Erhebung der Salzgehalte haben wir uns nicht auf die Angaben auf der Verpackung verlassen, sondern diese wie bereits erwähnt im Labor überprüfen lassen. Es stellte sich heraus, dass auf die Dekla­rationen der Hersteller nur bedingt Verlass ist. Im Durchschnitt enthielten die getes­teten Proben 9 Prozent mehr Salz als in der Nährwerttabelle deklariert. Besonders ­eklatant waren die Abweichungen bei den Erdnüssen von dennree (180 Prozent mehr als angegeben) und Heimatgut (63 Prozent mehr als angegeben). Einige Produkte enthielten allerdings auch weniger Salz als auf der Verpackung angegeben.

Selen: für vegetarische Ernährung

Selen

Dass wir uns für die Paranuss als Testkandidaten entschieden haben, hängt auch damit zusammen, dass sie bei einer vegetarischen bzw. veganen Ernährung zur Deckung des Selenbedarfs eine Rolle spielen kann. Selen ist ein wichtiges Spurenelement. Es kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln (Wurst, Fleisch, Eiern, Meeresfrüchten, Fisch) vor. Die Paranuss ist ein sehr guter pflanzlicher Selenlieferant.

Starke Schwankungen

Unsere Messungen zeigten allerdings, dass der Selengehalt von Produkt zu Produkt stark schwankt. Im Test enthielten die Paranüsse von Pesendorfer etwa doppelt so viel Selen wie die Paranüsse von dennree, Seeberger oder Spar Natur pur. Um den täglichen Selenbedarf zu decken, müsste man etwa 6 (Pesendorfer) bzw. 13 (Seeberger) Stück essen. Zu bedenken ist dabei, dass Paranüsse einen hohen Kaloriengehalt haben und auch radioaktive Verbindungen enthalten. Deshalb sollten sie nicht die einzige ­Quelle zur Deckung des Selenbedarfs sein.

Frei von Palmöl?

Kein Palmöl 

Im Rahmen unseres Tests machten wir eine grundsätzlich erfreuliche Entdeckung. Kein einziges der getesteten Produkte enthielt Palmöl. Die Aufklärungskampagnen durch Umwelt- und Konsumentenschutzorganisationen scheinen hier Früchte getragen und die Hersteller sensibilisiert zu haben. Ein Erdnussprodukt wurde mit Rapsöl geröstet, sieben mit Sonnenblumenöl, eines mit Sonnenblumen- und Erdnussöl. Bei drei Produkten wurde überhaupt kein Fett verwendet. 

Einen nennenswerten Einfluss auf den Fett- bzw. den Kaloriengehalt hat das allerdings nicht. Er ist kaum niedriger als bei den mit Fett gerösteten Produkten. Sie greifen also am besten zu ungerösteten oder ohne Fett gerösteten, ungesalzenen Nüssen. Dann müssen Sie sich keine Gedanken über Art und Menge des verwendeten Fetts und die zugesetzte Salzmenge machen. Die beiden ohne Fett gerösteten Produkte von Billa und dennree enthielten zudem als Zusatzstoff das Verdickungsmittel Gummi arabicum. Dieses wird aus Harzen tropischer Sträucher gewonnen und gilt als unbedenklich. Die Paranüsse waren alle ungeröstet und ungesalzen, es fanden auch keine weiteren Zutaten Verwendung.

Zusammensetzung der Nüsse

Erdnüsse haben, auch wenn sie mit Fett geröstet werden, einen niedrigeren Fettgehalt als Paranüsse. Beide Sorten enthalten hauptsächlich einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren ist hingegen relativ niedrig. Diese Zusammensetzung wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und vor allem auf die Blutfettwerte aus. Auch andere Inhaltstoffe wie Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, Arginin (eine Aminosäure), Phytosterine und weitere sekundäre Pflanzenstoffe machen Erd- und Paranüsse zu gesunden Lebensmitteln. Erdnüsse haben einen mit rund 25 Prozent relativ hohen Eiweißanteil, bei Paranüssen liegt er bei etwa 15 Prozent. Nüsse enthalten von Natur aus auch etwas Zucker.

Preis und Kalorien

Kalorien

All dies macht Erdnüsse, Paranüsse und Nüsse allgemein nicht gerade zu Schlankmachern. Auf den meisten getesteten Packungen wird eine Nuss-Portion mit 30 g angegeben. Eine solche Portion Erdnüssebringt es demnach auf 185 Kilokalorien (kcal), bei Paranüssen sind es 208 kcal.

Preis

Erdnüsse sind deutlich günstiger als Paranüsse. Pro Kilo kosten die getesteten Erdnüsse im Schnitt 7,56 Euro. Für Paranüsse muss man durchschnittlich 24,65 Euro berappen. Der Preisunterschied ist allerdings nicht verwunderlich. Erdnüsse können in großen Monokulturen angebaut werden. Bei Paranüssen ist das nicht möglich. Die Bäume wachsen wild im Regenwald, die Früchte müssen mühselig gesammelt und transportiert werden.

Auffällig ist, dass die Eigenmarken der Handelsunternehmen Billa/Merkur (Clever), Penny (Bravo), Spar (S-Budget), Hofer (Snack Fun), Lidl (Alesto) Erdnüsse zum Kilo-Einheitspreis von 3,98 Euro anbieten. Auf der anderen Seite des Preisspektrums liegen die Bio-Erdnüsse von Heimatgut, für die man pro Kilo 13 Euro hinblättern muss. Bei den Paranüssen ist Happy Harvest von Hofer am günstigsten (13,45 Euro/Kilo). Das teuerste Produkt im Test (GM Pesendorfer) kostet das 2,5-Fache (32,45 Euro).

Keine Nüsse

Erdnuss oder Erbsennuss Die Erdnuss ist botanisch gesehen eigentlich eine Hülsenfrucht. Hätten Sie es gewusst? (Bild: Hong-Vo/shutterstock.com)

Die Frucht der Erdnuss ist keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht. Sie gehört zur selben Familie wie z.B. Erbsen oder Bohnen. Im Englischen wird die Erdnuss deshalb auch als peanut (wörtlich übersetzt: Erbsennuss) bezeichnet. Die Erdnuss ist eine einjährige krautige Pflanze, deren Frucht unter der Erde wächst. Für den Röstvorgang werden zuerst die krautigen Blätter entfernt. Anschließend wird die Schale in großen Trommeln geknackt und die braune Haut entfernt. Beim Röstvorgang werden die Kerne entweder auf einem Fließbandröster durch heißes Öl geleitet, danach gekühlt und gesalzen, oder sie werden im heißen Luftstrom in einem Ofen geröstet. 

Salz bzw. weitere Gewürze können davor oder danach zugefügt werden. Damit Erdnüsse über einen längeren Zeitraum haltbar und genießbar bleiben, werden sie in einer Schutzgasatmosphäre abgepackt. Die Hauptanbaugebiete für Erdnüsse liegen in den USA, Südamerika und China. Bei gerösteten gesalzenen Erdnüssen ist die Angabe des Herkunftslandes auf der Verpackung nicht verpflichtend – einige Hersteller der getesteten Produkte haben die Herkunft dennoch freiwillig angegeben. Erdnüsse haben ein hohes allergenes Potenzial. Bereits kleinste Mengen können bei Personen mit einer Erdnussallergie massive Reaktionen auslösen. 

Paranüsse aus dem RegenwaldNeben Selen enthält die Paranuss viel pflanzliches Eiweiß. Sie eignet sich daher besonders gut für eine vegetarische und vegane Ernährung. (Bild: Nataly-Studio/shutterstock.com)

Die handelsübliche Bezeichnung Paranuss leitet sich vom nordöstlichen brasilianischen Bundesstaat Pará ab. Dieser ist zum größten Teil von Regenwäldern bedeckt, in denen der bis zu 50 Meter hohe Paranussbaum gedeiht. Die 500 bis 1500 Gramm schweren Sammelfrüchte (Kapselfrüchte) werden im Umkreis der Bäume gesammelt. Paranüsse sind reich am Spurenelement Selen und können insbesondere bei Menschen, die sich vegetarisch bzw. vegan ernähren, als Quelle zur Bedarfsdeckung dienen. Allerdings enthalten Paranüsse auch natürliche radioaktive Stoffe. Deshalb sollte man nicht zu viel davon zu sich nehmen. Wir raten, nicht mehr als zwei Paranüsse täglich zu konsumieren.

Testtabelle: Erdnüsse

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Testtabelle: Paranüsse

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Stellungnahmen

„Wir von Heimatgut haben es uns zum Ziel gesetzt, natürliche, biologische Snacks herzustellen, die frei von jeglichen Zusatzstoffen sind, denn die Ernährung unserer Konsumenten liegt uns am Herzen. Daher hat uns die Bewertung unseres Produktes als “weniger zufriedenstellend” sehr überrascht. So soll es natürlich nicht sein und dies entspricht absolut nicht unseren Qualitätsansprüchen. Die Prüfung unserer Rückstellmuster zeigte keine Auffälligkeiten bei Peroxidzahl und Salzgehalt, weshalb wir hier von einem unglücklichen Einzelfall ausgehen. Dennoch sind wir bereits in Kontakt mit unserem Lieferanten, um den Prozess zu optimieren und solche Abweichungen in Zukunft zu vermeiden. Generell unterliegen die Inhaltsstoffe aller Heimatgut Produkte strengen Qualitätskontrollen, bei denen darauf geachtet wird, dass sie den geltenden rechtlichen Bestimmungen und gesundheitlich relevanten Vorgaben entsprechen. Die Einhaltung der Mindestgröße des Bio-Siegels werden wir natürlich anpassen, so dass auch hier in Zukunft alle gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.“ 
Lisa Hoffmann von Heimatgut

„Unsere dennree Bio Erdnüsse, geröstet, gesalzen, stammen aus nachhaltig ökologischem Anbau in China. Sie durchlaufen strengste Qualitätskontrollen über die gesamte Lieferkette hinweg. Aufgrund des hohen Fettanteils und der zur Genusstauglichkeit durchgeführten Erhitzung, ist die Erdnuss besonders empfindlich und neigt naturgemäß zu Ranzidität. Um dies zu vermeiden, arbeitet unser Lieferant über alle Prozessschritte hinweg unter höchsten Hygiene- und Bio-Qualitätsauflagen. So wird beispielsweise die Rohware für den Transport und die Lagerung stets vakuumiert und erst bei Bedarf auf Abruf geröstet. Die Beutel werden vor der Befüllung mit den fertig gerösteten Erdnüssen mit reinem Stickstoff gespült und besitzen zudem eine sehr gute Barriereeigenschaft. Alle uns vorliegenden Kontrollen, auch die der externen Labore, bestätigen die Unauffälligkeit der Waren hinsichtlich Sensorik und Fettkennzahlen. Die zu Grunde gelegten Maximalwerte beziehen sich auf native und nicht-raffinierte Fette und Öle. Sie lassen sich nicht auf Fette aus Nüssen übertragen, weil sich die Eigenschaften durch die unterschiedlichen Methoden der Ölgewinnung stark unterscheiden. Die ermittelte Peroxidzahl von 30,4 meqO2/kg kann damit nicht als erhöht bewertet werden, ohne andere Eigenschaften zu berücksichtigen. Ähnliches gilt für die Beanstandung des Salzgehalts. Die Resultate von Salzanalysen verschiedener Labore können aufgrund ungleichmäßiger Verteilung stark variieren. Daher dient üblicherweise ein Mittelwert aus mehreren Einzelmessungen dazu, methodische Ursachen für Schwankungen auszuschließen. Mit Ringversuchen konnte das von unserem Lieferanten beauftragte Labor eine sehr hohe Genauigkeit der Messungen bestätigen.“   
Mag. Julia Schulz Unternehmenskommunikation dennree 

„Unsere dennree Bio Paranusskerne stammen zu 100 Prozent aus ökologisch nachhaltigen Wildsammlungen in Bolivien. Als naturbelassene Rohware werden sie vakuumverpackt angeliefert. Nur die beste Bio-Qualität kommt dafür in Frage. Natürlich kontrolliert unser Lieferant jede Charge strengstens. Auch bei der Verkostung der Rückstellmuster konnten keine sensorischen Abweichungen festgestellt werden. Paranusskerne zeichnet naturgemäß ein besonderes Aroma aus. Ein erdiger Geschmack ist charakteristisch für diese Rohkost.“ 
Mag. Julia Schulz Unternehmenskommunikation dennree 

„Ich bin entsetzt unsere Werte liegen um 75,75 % bei Aflatoxin B1 und um 77,73 % bei Gesamt Aflatoxin unter der Höchstwerteverordnung. Noch dazu haben Sie einfach Zahlen gesendet, wurde die 50 % Messtoleranz abgezogen wissen Sie überhaupt wie ppm umgerechnet werden. Bei B1 wäre es 0,00194 mg/kg bei normaler Berechnung 50 % Messtoleranz ,00097 mg/kg. Unsere Untersuchung bei dieser Charge ergab bei B 1 ein Resultat von 1,50 bei Ihnen von 1,94. Bei der Gesamtzahl unsere Untersuchung 2,70 ihre Untersuchung ergab 3,34. Sie haben eine 200 g Paranüsse gekauft in einen Container befinden sich 800 Karton zu je 20 kg, Gesamt 16000 kg. Wie können Sie das behaupten, nicht zufriedenstellend, haben Sie eine Mikrobiologie gemacht, nein warum nicht.  Aflatoxine sind natürliche Gifte die selbstverständlich giftig sind in einer Dosis, aber wenn sie morgen untersuchen werden sie ganz andere Werte haben und morgen finden wir in dieser Menge in österreichisches Weizenmehl Mengen, sie verunsichern Konsumenten aber auch unsere Kunden. Nochmals, sehen sie sich von Ages die Höchstwerte an, es steht ihnen nicht zu dies so zu schreiben, Angaben in mü zu kg weisen folgende Zahl auf. 1 Kilogramm [kg] = 1000000000 Mikrogramm [µg], es sind 9 Nullen, die Ergebnisse müssen Sie in die Toleranz berechnen.“     
Mit freundlichen Grüßen KommR Ing.Gerhard Pesendorfer
Geschäftsführer Membership/International Nut and Dried Fruit Council 

 

Testkriterien

Expertensensorik

Experten beurteilten Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack. Beschreibende sensorische Prüfung.
Überprüfung der Beschaffenheit: Es wurde bewertet, ob das Produkt dem österreichischen Lebensmittelbuch und dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz entspricht.

Analytik

Die Ranzigkeit wurde  über folgende Parameter bestimmt

  • Säurezahl (Titration)
  • Peroxidzahl (Titration potentiometrisch)
  • Freie Fettsäuren (Berechnung)

Die Mykotoxine (Aflatoxine: B1, B2, G1, G2) wurden mittels Flüssigkeitschromatographie mit massenspektrometrischer Detektion (LC-MS/MS) bestimmt.

Mikrobiologie 

Zur Anwendung kam das kulturelle Zählverfahren. Bestimmt wurden 

  • Hefen 
  • Schimmel

Selen

Die Bestimmung des Selengehaltes erfolgte bei den Paranüssen mittels ICP-Massenspektrometrie.

Salz

Der Salzgehalt bei den Erdnüssen wurde aus dem Natriumgehalt berechnet. Die Bestimmung erfolgte via Flammen-AAS.

Kennzeichnung

Ein Gutachter überprüfte, inwieweit die Kennzeichnungselemente mit den geltenden Rechtsvorschriften übereinstimmen.

VKI-Tipps

  • Ohne Fett geröstet. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass derartige Nüsse weniger Kalorien enthalten. Im Test hatten Erdnüsse mit und ohne extra Zugabe von Fett ähnlich viele Kalorien. Aus gesundheitlichen Gründen raten wir allerdings grundsätzlich zum Verzehr von ungesalzenen Nüssen, denen auch kein zusätzliches Fett bzw. Öl zugefügt wurde.
  • Selenbedarf. Menschen, die sich vegetarisch ernähren, könnten ihren Selenbedarf zwar durch Paranüsse decken, aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen empfehlen wir allerdings heimische Alternativen, etwa Linsen, Pilze oder Kohl.
  • Richtig lagern. Nüsse können rasch verderben. Dabei können sich auch gefährliche Schimmelpilzgifte bilden. Geschälte Nüsse deshalb immer kühl, trocken und dunkel in einem möglichst luftdicht schließenden Gefäß lagern.
  • Palmöl ade. In keinem Produkt war das umstrittene Palmöl enthalten – eine erfreuliche Entwicklung.
  • Kinder. Kleinen Kindern besser keine Erdnüsse geben – die Nüsse könnten im Ganzen verschluckt werden, dabei besteht Erstickungsgefahr.

Leserreaktionen

Klarstellung

Die Paranüsse von GM Pesendorfer waren mit Schimmelpilzgiften (Aflatoxinen) belastet. Der Hersteller legte allerdings Wert auf die Feststellung, dass gesetzlich festgelegte Höchstmengen eingehalten wurden. Dazu treffen wir folgende Klarstellung:

„Aflatoxine sind in der Natur weit verbreitete Schimmelpilzgifte, die unter anderem in Nüssen vorkommen. Werden Aflatoxine über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sich die Erbanlagen verändern und Krebs ausgelöst werden. Schimmelbefall ist oft nicht erkennbar. Bei Paranüssen liegt der maximal zulässige Höchstwert an Aflatoxinen bei 10 μg/kg. Dieser gesetzlich festgelegte Aflatoxin-Höchstgehalt wurde bei den Paranüssen von GM Pesendorfer mit 3,34 μg/kg eingehalten.“

Die Redaktion
(aus KONSUMENT 5/2021)

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