Elektrische Zahnbürsten - Für jeden Geldbeutel

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Eine gute Zahnbürste muss nicht teuer sein. Wer allerdings Wert auf diverse Extras oder das Design legt, wird ordentlich zur Kasse gebeten.

Folgende Zahnbürsten haben wir getestet:

  • Braun - Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin
  • Braun - Oral-B Pulsonic Slim
  • Braun - Oral-B Pro 700 Tiefenreinigung
  • dm - Dontodent Akku-Zahnb. Active Professional
  • edel + white - Sonic Generation 8 Winner
  • Foreo - ISSA 2 Mint
  • Müller - Sensident Perfect Clean Professional
  • Panasonic - Sonic Vibration Toothbrush
  • Philips - Sonicare 9300 Diamond Clean Smart
  • Philips - Sonicare EasyClean 3 Series
  • Silk'n - SonicSmile
  • Vitis - Sonic S20 Schallzahnbürste
  • Waterpik - Sensonic Professional Plus

Die Testtabelle informiert Sie über: Art der Bürstenbewegung, Richtpreis in Euro (auch für die Ersatzbürste), Ausstattung und technische Merkmale, Zahnreinigung, Handhabung und Umwelteigenschaften.

Lesen Sie nachfolgend den Testbericht.


13 Modelle im Test

Zähneputzen lohnt sich in jedem Fall, lassen sich doch dadurch teure Kosten für den Zahnersatz vermeiden. Entzündungen im Zahnfleisch sind zudem eine gesundheitliche Belastung für den ganzen Körper, sie sollten möglichst rasch behandelt werden. Wer sich mit dem korrekten Putzen schwer tut, sollte lieber zu einer elektrischen Zahnbürste greifen.

Wer sich mit dem korrekten Putzen schwer tut, sollte zu einer elektrischen Zahnbürste greifen. Ein gutes Modell muss nicht teuer sein. (Bild: Aleksandr Lupin/shutterstock.com)

Die Reinigung fällt nicht nur effektiver, sondern schonender aus, weil man damit eher eine falsche Putztechnik ausgleichen kann. Unsere Kolleginnen und Kollegen von Stiftung Warentest haben im aktuellen Test 13 Zahnbürsten unter die Lupe genommen, die in Österreich entweder im Handel oder im Onlineshop erhältlich sind.

Akku entscheidet über Lebensdauer

Für alle Bürsten im Test gilt im Übrigen dasselbe: Fällt der Akku aus, landet die Bürste unweigerlich im Müll, weil der Energiespeicher nicht ausgetauscht werden kann. Die Argumentation der Hersteller für die komplizierte Akku-Verbauung lautet unisono: Der Akku müsse wasserdicht verschlossen sein. Um möglichst lange etwas von der elektrischen Bürste zu haben, sollte man deshalb pfleglich mit ihr umgehen. Wichtig ist es, den Bürstenkopf nach dem Putzen gründlich unter fließendem Wasser zu reinigen. Der Bürstenkopf sollte immer abgezogen werden. Bevor man die elektrische Zahnbürste auf die Ladestation setzt, sollte man die Kontaktstellen trockenreiben.

Preisklassen

Luxuriöser Testsieger

Testsieger ist die Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart. Das Gerät reinigt durch Vibration (Schall) sehr gut und besticht durch lange Haltbarkeit (unter Testbedingungen mindestens sechs Jahre). Der Haken ist der Preis: Mehr als 210 Euro muss man für diese Zahnbürste hinblättern. Dafür bekommt man diverse Extras geboten, etwa drei verschiedene Bürstenaufsätze, ein Reiseetui, ein Wasserglas, das auch zum Aufladen der Zahnbürste dient oder Schutzkappen für die Bürstenaufsätze.

Ebenfalls eine sehr gute Reinigungsleistung bietet die Sonic Generation 8 Winner von edel + white. Mit etwas über 100 Euro zählt aber auch dieses Gerät nicht unbedingt zu den Preisknüllern. 

Niedrige Preisklasse

Wer um wenig Geld eine gute Putzleistung will, der ist mit der Akku-Zahnbürste Active Professional von dm Dontodent gut bedient, die bereits um knapp 16 Euro zu haben ist. Ebenfalls gut abgeschnitten haben die Modelle Pro 900 Sensi Ultra Thin sowie Pro 700 Tiefenreinigung von Braun Oral-B sowie das Modell SonicSmile von Silk‘n. Weniger gründlich putzen die Panasonic Sonic Vibration Toothbrush und die Vitis Sonic S20 Beläge von den Zähnen und gar ein „nicht zufriedenstellend“ kassierte die ISSA 2 Mint des schwedischen Herstellers Foreo beim wichtigsten Testkriterium Zahnreinigung. Das Designermodell aus Silikon versagte zudem im Dauertest, bei dem eine sechs Jahre lange Nutzung durch zwei Personen simuliert wird. Nach rund zweieinhalb Jahren gab ISSA 2 den Geist auf. Die Panasonic Sonic Vibration Toothbrush und die Pulsonic Slim von Braun Oral-B versagten nach gut vier Jahren.

Kostenpunkt Ersatzbürste

Ersatzbürsten 

Bei den Kosten empfiehlt es sich auch, den Preis für die Ersatzbürsten im Blick zu haben. Die Preise dafür variieren bei den getesteten Geräten zwischen 1,80 Euro (dm und Müller) und 19,95 Euro (Foreo). Folgt man der Empfehlung vieler Hersteller, die Bürste alle drei Monate zu wechseln, kann es also richtig teuer werden. Bei Foreo kommen pro Jahr knapp 80 Euro zusammen. Auf der anderen Seite lässt sich viel Geld sparen, wenn man Aktionen wahrnimmt oder Großpackungen einkauft. Die Siegerbürste von Philips korrespondiert mit einer App via Bluetooth mit dem Smartphone. Der Hersteller verspricht „individuelles Coaching und Feedback“ sowie eine „umfassende Zahnreinigung“. 

Datensammlerei

Die App sammelt die Putzdaten und dokumentiert Fortschritte beim Putzen. Das kann motivieren, doch man sollte sich bewusst sein, dass dabei auch Daten übermittelt werden, die nicht notwendig wären, etwa die Geräteidentifikationsnummer des Smartphones. Die Daten gelangen an Dritte, diese können damit Gerät und Nutzer wiedererkennen und seine Aktivitäten verfolgen und speichern. 

Yoga-Putzprogramm

Etwas Spezielles hat sich der Hersteller edel + white ausgedacht. Er bietet bei seinem Modell ein Yoga-Putzprogramm an. In der Anleitung dazu heißt es: „Ein guter Atemrhythmus hat einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden.“ Dies soll dadurch erreicht werden, dass das Gerät während des Putzens regelmäßig für vier Sekunden aussetzt. Die Pause sollte man dazu nutzen, die Putzbewegungen zu unterbrechen und dabei den Atem anzuhalten. Yoga mit Bürste im Mund und Mintgeschmack auf der Zunge. Geschmackssache.

Testtabelle: Elektrische Zahnbürsten

Tabelle öffnen

VKI-Tipps

  • Zähneputzen. Mit einer elektrischen Zahnbürste lassen sich Putzfehler eher vermeiden als mit einer Handzahnbürste. Die ideale Putzdauer liegt bei etwa fünf Minuten. Das Putzzeitsignal gibt immer nur die minimale Putzdauer an.
  • Ersatzbürsten. Beim Kauf nicht nur an den Kaufpreise des gesamten Geräts denken, sondern auch an die Kosten für Ersatzbürsten. Alle 3 Monate müssen Sie mit bis zu 20 Euro rechnen.
  • Lebensdauer. Die Zahnbürste hält länger, wenn man das Gerät nach dem Gebrauch gründlich unter fließendem Wasser reinigt und an der Luft trocknen lässt. Dabei immer die Bürsten abziehen.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 13 elektrische Zahnbürsten getestet.

Zahnreinigung 

Ermittelt wird die Reinigungsleistung einer elektrischen Zahnbürste mithilfe einer elektronisch gesteuerten Zahnputzmaschine. Dafür werden im Labor künstliche Zähne in einem Kiefermodell mit einem Belag aus Titandioxid beschichtet. Die Zahnputzmaschine putzt die Zähne standardisiert. Anschließend wird die Entfernung der Beläge auf Basis digitaler Fotoaufnahmen analysiert. Hierfür wird ein Bildverarbeitungsprogramm verwendet. Von jedem Zahnbürstenmodell werden jeweils sechs Geräte getestet. 

Handhabung 

Fünf Experten beurteilen, wie sich die verschiedenen Modelle handhaben lassen. Sie bewerten unter anderem, wie gut sie beim Zähneputzen an schwer erreichbare Stellen gelangen, wie handlich und wie laut die Maschinen sind. Die Experten bewerten zudem, ob ein Putzzeitsignal vorhanden ist und wie gut es wahrnehmbar ist. Sie überprüfen, wie sich Aufsteckbürste, Handstück und – sofern vorhanden – Ladestation reinigen lassen. Zudem untersuchen sie, ob eine deutschsprachige Gebrauchsanleitung mitgeliefert wird und wie ausführlich, leserlich, verständlich und übersichtlich diese ist.

Bei der Stand- und Liegefestigkeit beurteilen sie, wie stabil das Handstück mit und ohne Ladestation steht und ob es beim Hinlegen wegrollt. Bei den Batteriezahnbürsten bewerten sie, wie sich das Batteriefach für den Batteriewechsel öffnen und schließen lässt und wie deutlich die korrekte Batterieposition gekennzeichnet ist. Sie ermitteln bei den Akkuzahnbürsten, ob es möglich ist, das Gerät mithilfe des mitgelieferten Zubehörs direkt an der Steckdose aufzuladen. Die Betriebszeit mit einer Batterie- oder Akkuladung wird mit frischen Batterien bzw. mit vollständig geladenem Akku unter den Bedingungen der unten beschriebenen Dauerprüfung ermittelt. 

Haltbarkeit 

Um zu prüfen, wie haltbar die Geräte sind, durchlaufen sie eine Dauerprüfung mit 2.250 Prüfzyklen. Jeder Zyklus besteht aus 4 x 2 Minuten Laufzeit, dazwischen je eine Minute Pause. Auf diese Weise wird eine zirka sechsjährige Benutzung durch zwei Personen simuliert. Während des gesamten Zyklus läuft ein Zahnpasta-Wasser-Gemisch über den Bürstenkopf. In einer Fallprüfung werden die Geräte fünf Mal aus verschiedenen Positionen aus 70 Zentimetern Höhe auf einen Fliesenboden fallen gelassen Die Fallprüfung erfolgt in Anlehnung an DIN EN 60335. 

Umwelteigenschaften 

Ermittelt wird unter anderem der Stand-by-Stromverbrauch des Ladegeräts sowie der Stromverbrauch von Zahnbürste und Ladegerät bei Gebrauch von zwei Mal täglich zwei Minuten und Erhaltungsladung über 24 Stunden. Des Weiteren wurde erfasst, ob der Akku durch den Anwender ausgetauscht werden kann. 

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