E-Bikes und Pedelecs - Radeln mit dem Strom

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Vier E-Bikes machen Lust aufs Radeln. Zwei erwiesen sich als brandgefährlich und fielen deshalb durch. Beim Rest entdeckten wir Rahmenrisse und Schadstoffe.

Folgende Produkte finden Sie in unserem E-Bike-Test:

  • Falter - E 9.8 KS Wave 2020
  • Fischer - Cita 6.0i
  • Flyer - Gotour 6
  • Kalkhoff - Endeavor 5.S Move
  • Kettler - Paramount 10G
  • Kreidler - Vitality Eco 7
  • KTM - Macina Tour 510 US
  • Pegasus - 20-17-3102
  • Qwic - Premium i MN7+
  • Raleigh - Kent 9
  • Stevens - E-Courier PT5
  • Winora - Sinus i9

Diese 12 E-Bikes bzw. Pedelecs (hier in alphabetischer Reihenfolge) haben wir getestet. (Bild: VKI)

Die Testtabelle informiert Sie u.a. über...

  • den Richtpreis und den Preis eines Ersatzakkus in Euro und das Gewicht (von Fahrrad und Akku)
  • die Ausstattung und technische Merkmale (Rahmengrößen, zulässiges Gesamtgewicht, Art der Schaltung, Zahl der Gänge,...)
  • Fahrverhalten, Fahrstabilität, Komfort, Wendigkeit und Geräusche
  • den Antrieb (Reichweite, Ladedauer, Schiebehilfe, Motorenunterstützung)
  • die Handhabung (Bedienungsanleitung, Einstellen/Anpassen, Akku, Tragen, Reparieren)
  • die Sicherheit (Bruchfestigkeit/Haltbarkeit, Bremsen, Licht, elektrische/funktionale Sicherheit, Verarbeitung)

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht. 


Test: Zwölf E-Bikes

Steiler Anstieg oder starker Gegenwind – alles kein Problem. Sie verspüren plötzlich eine Souveränität, die Sie normalerweise nur mit Tausenden Trainingskilometern erreichen würden. Jetzt schaffen Sie es mit minimalem Kraftaufwand – weil Sie den E-Motor Ihres Pedelecs zu Hilfe rufen. Faszinierend.

So denken immer mehr Radler. Bereits jedes dritte in Österreich verkaufte Rad ist ein E-Bike. Tendenz steigend. Dass Sie sich aber nicht irgendeines kaufen sollten, hat unser Test von zwölf Pedelecs gezeigt. Denn nur vier von ihnen können wir "gut" heißen, vor zwei nicht zufriedenstellenden müssen wir warnen.


2.500 Kilometer ist unser Test-Team auf Mallorca gestrampelt, um die E-Bikes in der Praxis zu prüfen. Unser radelnder Reporter E-Mail: Redakteur
Felix Kossdorff
hat die Test-Tour drei Tage mitgemacht. Seinen Erfahrungsbericht lesen Sie hier: E-Bikes-Praxistest: Reportage - Mit dem Pedelec durch Mallorca

Allrounder mit E-Motor

Vier E-Bikes machen Lust aufs Radeln. Zwei erwiesen sich als brandgefährlich und fielen deshalb durch. Beim Rest entdeckten wir Rahmenrisse und Schadstoffe.

Echte Allrounder 

Unsere getesteten Räder haben einen breiten Einsatzbereich, ihre Rahmenform als Tiefeinsteiger ermöglicht leichtes Auf- und Absteigen und mit ihren breiteren Reifen sind sie auch auf schlechten unbefestigten Wegen zu fahren. Hier setzt nur so manche Gummimischung ein Limit. So war etwa das aus recyceltem Material hergestellte Reifenmodell Schwalbe Green Compound bei unserem Praxistest sehr anfällig für Durchstiche, also Reifenpannen.

Als Alltagsräder geeignet

Alle Test-Räder gehören einem höheren Preissegment (2.300 bis 3.500 Euro) an, sind mit einem Mittelmotor ausgestattet sowie mit einem Akku mit 500 Wattstunden oder knapp mehr Energieinhalt, was – wie unser Test zeigt – für den Hobbyradler absolut ausreichend ist. Gepäckträger und StVO-Ausstattung (Licht, Klingel, Rückstrahler etc.) verdeutlichen ihre Eignung als Alltagsrad.

Pedelec vs. E-Bike: Wo ist der Unterschied? 

Die von uns getesteten Räder sind streng genommen Pedelecs. Sie werden – im Gegensatz zum eigentlichen E-Bike – vom Elektromotor nur unterstützt, wenn auch in die Pedale getreten wird. Diese Pedelecs sind mit einer unterstützten Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h den normalen Fahrrädern rechtlich gleichgestellt. Im Sprachgebrauch hat sich allerdings der Begriff E-Bike auch für die Pedelecs durchgesetzt. Daher verwenden wir beide Begriffe gleichbedeutend.

Sinnvoll für Mensch und Umwelt?

Wieder ein Akku mehr, der produziert werden muss, werden manche angesichts der Problematik der energieintensiven Herstellung anmerken. Ist ein E-Bike nun vertretbar? Wenn Sie dadurch die Fahrt mit einem Auto oder Motorrad einsparen, wohl schon. Aber selbst wenn Sie in Ihrer Freizeit sonst motorlos unterwegs wären: Die Bewegung mit dem Pedelec wird Ihrer Gesundheit und letztlich auch unserem Gesundheitssystem guttun. Und je mehr Sie Ihr E-Bike nützen, desto mehr rentiert es sich für Umwelt und Mensch.

Soziale Aspekte

Fakt ist, viele Menschen würden ohne E-Motor-Hilfe gar nicht Rad fahren. Sie können mit E-Bikes nun notwendige Wege erledigen oder einfach die Natur genießen und ihr Herz-Kreislauf-System ankurbeln. Ein weiterer, sozialer Aspekt: Untrainierte E-Biker können mit trainierten Radlern gemeinsam Touren unternehmen.

Schaltsysteme, Mängel und ein klarer Testsieger

Vier E-Bikes machen Lust aufs Radeln. Zwei erwiesen sich als brandgefährlich und fielen deshalb durch. Beim Rest entdeckten wir Rahmenrisse und Schadstoffe.

Saftlos ist kraftlos

Erfreulich unproblematisch arbeiteten die Motoren und Akkus aller Bikes. Wählen Sie dauerhaft eine sehr hohe Unterstützung des E-Motors, die Ihre eigene Tretleistung verdreifacht, dann kommen Sie mit den meisten Rädern knapp über 50 Kilometer weit. Allerdings ist es absolut nicht notwendig, ständig alles aus dem E-Motor rauszuholen. Meist reicht eine niedrige Unterstützungsstufe. Die volle Power wird im Normalfall nur auf sehr steilen Passagen und bei stürmischem Gegenwind gebraucht.

Bei unseren Praxisfahrten in mäßig hügeligem Gelände mit kürzeren Anstiegen waren etwa 120 Kilometer möglich. Extreme Kälte oder Hitze verkürzen natürlich die Laufleistung. Bei allen Modellen war es recht einfach, die Restladung der Batterie immer im Blick zu behalten. Das sollten Sie auch tun, denn mit den 26,5 Kilo eines durchschnittlichen Testrades bei Gegenwind oder auch nur leichter Steigung mit saft- und kraftlosem Akku heimzuradeln, wird Ihnen lange in Erinnerung bleiben.

Schaltsysteme mit unterschiedlichen Vorteilen

Für unsere Tester nichts Neues, aber für Kaufinteressierte von großer Bedeutung: Nabenschaltungen haben einen wesentlichen Nachteil. Bauartbedingt muss auch beim Herunterschalten kurzfristig mit dem Treten aufgehört werden. Sie können damit bei einem Anstieg zwar einen niedrigeren Gang anwählen, der Schaltvorgang wird aber erst durchgeführt, wenn kein Zug auf das System wirkt. In der Praxis verlieren Sie dabei viel Schwung, weil Sie mit dem Treten kurz pausieren müssen.

Das passiert bei Kettenschaltungen nicht. Der Vorteil ist aber, dass ein Schalten im Stand möglich ist – z.B. im Stadtverkehr an Kreuzungen. Bei Kettenschaltungen sollte man vor dem Stehenbleiben hinunterschalten, damit beim Anfahren der richtige Gang eingelegt ist. Sonst quälen sich Mensch und Motor.

Endspurt

Die von uns getesteten Räder sind sicher abzubremsen und bis auf das Qwic angenehm zu schalten. Sie sind sehr gut oder gut zu fahren. Nur das Raleigh und das Qwic tanzen hier mit ihrer geringen Fahrstabilität aus der Reihe. Das ergab unser E-Bikes-Praxistest: Reportage - Mit dem Pedelec durch Mallorca.

Gravierende Mängel zeigten sich bei manchen Pedelecs nach dem 20.000-Kilometer-Dauertest im Labor: Anrisse am Steuerrohr (Qwic), an der Sattelstützenklemmung (Fischer), am Rahmenrohr (Flyer) und an der Sattelstütze (Kalkhoff).

Krone für KTM

Den Sieg nach der langen Test-Tour konnte mit 76 von 100 Punkten eindrucksvoll das KTM-Modell erringen. Es leistete sich nirgends Schwächen und hängte die elf Konkurrenten vor allem im Prüfpunkt „Fahren“ ab. Aber auch bei den Kriterien „Antrieb“, „Handhabung“ sowie „Sicherheit und Haltbarkeit“ holte es die Etappensiege. Daher folgen die drei weiteren mit „gut“ bewerteten Räder mit Respektabstand: Stevens (64), Pegasus (62) und Raleigh (62).

Alle anderen Pedelecs hatten entweder schadstoffbelastete Sättel oder die erwähnten mehr oder weniger großen Sicherheitsmängel. Wobei die teuren Räder von Kalkhoff und Kettler einen Standardtest zur Brandsicherheit des Ladegerätes bzw. des Akkus nicht bestanden und mit „nicht zufriedenstellend“ durchfielen.

Testtabelle: E-Bikes

Tabelle öffnen

Steckbriefe (Teil 1)

KTM | Macina Tour 510 US (Bild: VKI)1 | KTM | Macina Tour 510 US

  • Klarer Sieger.
  • Keine Schwächen.
  • Sehr wendig und fahrstabil.
  • Sehr kräftiger, gut abgestimmter Motor.
  • Eher laut.
  • Gefederte Sattelstütze.

 

Stevens | E-Courier PT5 (Bild: VKI)2 | Stevens | E-Courier PT5 

  • Sportliche Sitzposition, aber schwammiges Fahrgefühl.
  • Leise.
  • Durch Nabenschaltung Schwäche am Berg.
  • Akku verkantet etwas beim Einsetzen.

 

Pegasus | 20-17-3102 (Bild: VKI)3 | Pegasus | 20-17-3102 

  • Sehr aufrechte Sitzposition.
  • Sehr fahrstabil.
  • Sehr guter Motor.
  • Anleitung nur auf CD.
  • Schwerstes Rad, aber besser zu heben als andere.

 

Raleigh | Kent 9 (Bild: VKI)4 | Raleigh | Kent 9

  • Sportlich, aber instabil.
  • Niedrigstes zulässiges Gesamtgewicht.
  • Knarzt leicht beim Fahren.

 

Falter | E 9.8 KS Wave 2020 (Bild: VKI)5 | Falter | E 9.8 KS Wave 2020

  • Sattel schadstoffbelastet und eher unbequem.
  • Akku lädt lange, recht mühsam einzusetzen.
  • Mit Gepäck schwammiges Fahrgefühl.

 

Winora | Sinus i9 (Bild: VKI)6 | Winora | Sinus i9

  • Sehr gute Lichtanlage.
  • Sattel schadstoffbelastet.
  • Kraftaufwendigeres Bremsen.
  • Reifen pannenanfällig.

 

Steckbriefe (Teil 2)

Kreidler | Vitality Eco 7 (Bild: VKI)7 | Kreidler | Vitality Eco 7 

  • Guter Motor.
  • Leise.
  • Ausgeglichenes Fahrverhalten, mit Gepäck instabil.
  • Sattel schadstoffbelastet.

 

Fischer | Cita 6.0i (Bild: VKI)8 | Fischer | Cita 6.0i

  • Gutes Fahrverhalten.
  • Akku klappert.
  • Schlecht ablesbares kleines Display.
  • Anriss an Sattelstützenklemmung.

 

Flyer | Gotour 6 (Bild: VKI)9 | Flyer | Gotour 6

  • Toll: Vorbau per Schnellverschluss um 8 cm höhenverstellbar.
  • Angenehme Sitzposition.
  • Anriss am Rahmenrohr.

 

Qwic | Premium i MN7+ (Bild: VKI)10 | Qwic | Premium i MN7+

  • Viele Schwächen.
  • Mit Zuladung gefährlich!
  • Ferse berührt leicht den Ständer.
  • Reifen pannenanfällig.
  • Schlechtes Display.

 

Kalkhoff | Endeavor 5.S Move (Bild: VKI)11 | Kalkhoff | Endeavor 5.S Move

  • Licht und Pedale sehr gut.
  • Sportliches, "hartes" Fahren.
  • Knarzt.
  • Schwierigere Akkuentnahme.
  • Anriss an Sattelstütze.
  • Nicht brandsicher.

 

Kettler | Paramount 10G (Bild: VKI)12 | Kettler | Paramount 10G

  • Angenehmes Fahrverhalten.
  • Häufige Fehlermeldungen.
  • Fingereinzwicken bei Akku-Handhabung.
  • Nicht brandsicher.

 

 

VKI-Tipps

  • Probefahrt. Unternehmen Sie vor dem Kauf eine Probefahrt. Nur so können Sie feststellen, ob das Rad zu Ihnen passt.
  • Einstellung. Nehmen Sie sich die Zeit und eventuell professionelle Hilfe in Anspruch, um Ihr Rad genau auf Sie anzupassen. Kleinste Veränderungen können große Auswirkungen haben.
  • Bremsen. Entscheiden Sie sich für ein E-Bike mit Scheibenbremsen. Diese bieten die größte Sicherheit.
  • Gewicht. Überlegen Sie vor dem Kauf, ob und wo Sie Ihr Rad sicher abstellen und verwahren können. Die Räder über eine Treppe zu tragen, wird wegen des hohen Gewichts (> 25 Kilo) und mangels geeigneter Haltemöglichkeit für viele sehr schwierig bis unmöglich sein.
  • Schaltung. Wenn Sie mehr Überlandfahrten unternehmen und in hügeligem Gebiet radeln, entscheiden Sie sich für ein Pedelec mit Kettenschaltung. Sie ist hier der Nabenschaltung überlegen.
  • Kurven. Beim Starten, vor dem Langsamerwerden oder in engen Kurven wählen Sie besser eine niedrige Unterstützung. Sonst kann Sie der Motor überraschend schnell aus der Spur oder zu nahe an ein Hindernis bringen.
  • Geschwindigkeit. Pedelecs sind nichts für Raser. Ihre Motorunterstützung wird bei 25 km/h abgeregelt. Wer zügiger fahren will, merkt ohne E-Kraft schnell, dass die Räder 25 Kilo und mehr wiegen.

Testkriterien

Im Gemeinschaftstest mit der Stiftung Warentest: 12 Elektrofahrräder mit tiefem Einstieg (Waverahmen), Mittelmotor, vorzugsweise mit 500-Wattstunden-Akku integriert im Rahmen, Federgabel, 28-Zoll-Rädern, hydraulischen Scheibenbremsen und Ausstattung nach StVO. Einkauf: November 2019 bis Februar 2020. Preise: April 2020.

Fahren: 40 %

Sechs erfahrene Radler – vier Männer, zwei Frauen – beurteilten Fahrverhalten in der Ebene, bergab und bergauf, den Komfort der E-Räder, unter anderem das Federungsverhalten, die Fahr- und Griffposition und das Abstellen auf dem Ständer. Sie beurteilten, wie sich die Schaltung bedienen lässt, insbesondere das Schaltverhalten in der Ebene und am Berg, die Wendigkeit des Rades sowie Anfahren und Fahren ohne Motorunterstützung. Zwei Experten beurteilten die Fahrstabilität ohne und mit Gepäck (7 und 20 bzw. 25 Kilogramm). Auf einer Teststrecke fuhren sie jedes Modell in mehreren Durchgängen, auch einhändig oder mit minimalem Kontakt zum Lenker und bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Antrieb: 20 %

Die Reichweite wurde mittels eines normierten Reichweitentests, dem sogenannten R200 ermittelt, der unter anderem die typischen Bedingungen, wie einer Unterstützung von 200 %, einem Gesamtgewicht von 100 Kilogramm, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde sowie hügeligem Gelände und leicht windigen Bedingungen widerspiegelt. Der angegebene Wert dient dem Vergleich zwischen den Pedelecs. Die tatsächliche Reichweite hängt von verschiedensten Faktoren, wie beispielsweise dem genauen Streckenprofil, der Geschwindigkeit, der Unterstützungsstufe sowie der eingebrachten Leistung des Fahrers ab. Die Ladedauer des Akkus haben wir zwischen entleertem und vollgeladenem Akku gemessen. Die Testfahrer beurteilten zudem das Ansprechverhalten und die Motorunterstützung, Fahr- und Motorgeräusche sowie die Schiebehilfe.

Handhabung: 20 %

Die Testfahrer beurteilten unter anderem den Aufbau und die Verständlichkeit der Gebrauchsanleitung. Ein Experte untersuchte in Anlehnung an DIN EN ISO 4210-2:2015-12, E DIN EN 15194:2015-07, DIN EN 82079-1:2013-06 und Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, ob wichtige Informationen, wie Angaben zum Transport, zur Garantie oder zum zulässigen Gesamtgewicht zu finden sind. Zudem beurteilte er das Einstellen und Anpassen, etwa des Vorbaus und der Sattelposition. Die Testfahrer beurteilten die Bedienelemente und die Anzeige sowie unter anderem Einbau, Ausbau und Laden des Akkus, ebenso das Tragen des Pedelecs.

Sicherheit und Haltbarkeit: 20 %

Um die Bruchfestigkeit und Haltbarkeit zu prüfen, zeichneten wir bei Testfahrten die Betriebslasten auf, die an Rahmen, Lenker, Gabel und Sattelstütze wirken. Danach wurden sie auf Prüfständen über eine Strecke von 20 000 Kilometern nachvollzogen. Die Bremsen untersuchten wir in Anlehnung an DIN EN ISO 4210-4:2015-01 auf dem Prüfstand auf ihre Verzögerung bei 150 Kilogramm Gesamtgewicht. Testfahrer beurteilten die Handhabung in der Praxis. Der Prüfpunkt Licht berücksichtigt unter anderem Fahrbahnausleuchtung, Einhalten der StVO sowie das Vorhandensein eines Standlichts. Im Rahmen der elektrischen und funktionalen Sicherheit überprüften wir in Anlehnung an den Prüfgrundsatz für die Sicherheit von Pedelecs EK2/AK2.1 12-01.3:2015 der ZLS die notwendigen Befehlseinrichtungen zum Ingangsetzen der Räder, in Anlehnung an die DIN EN 60335 sowie DIN EN 62133 etwa Kurzschlussverhalten, Fall- und Glühdrahtprüfungen an Akku und Ladegeräten. Zudem führten wir eine Spritzwasserprüfung in Anlehnung an DIN EN 60529 Schutzart IPX5 durch und untersuchten weitere Sicherheitsaspekte wie Vorderradsicherung, Bodenfreiheit der Fahrräder, Abstand des Pedals zum Vorderrad, Einstecktiefenmarkierung an Sattelstütze in Anlehnung an die DIN EN ISO 4210-2 sowie ob die Anforderungen an die CE-Erklärung und -Kennzeichnung erfüllt sind. Bei der Verarbeitung beurteilten wir etwa die Pannenhäufigkeit bei den Testfahrten, die Bowdenzug- und Kabel-Verlegung, wie sorgfältig die Räder montiert wurden und ob scharfe Ecken und Kanten vorhanden sind.

Schadstoffe in Griffen und Sattel: 0 %

Die Griffe und der Sattel wurden auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01 PAK sowie auf Phthalat-Weichmacher nach Extraktion mit GC-MS untersucht.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das Konsument-Testurteil auswirken. Folgende Abwertungen haben wir eingesetzt:

War Fahren weniger zufriedenstellend, konnte das Konsument-Testurteil nicht besser sein. War die Fahrstabilität mit Gepäck weniger zufriedenstellend oder schlechter, konnte Fahren nur eine Note besser sein. War die Ladedauer weniger zufriedenstellend oder schlechter, konnte der Antrieb maximal eine Note besser sein. War die Bedienungsanleitung weniger zufriedenstellend oder schlechter, konnte die Handhabung nur eine Note besser sein. War Tragen weniger zufriedenstellend oder schlechter, wurde die Handhabung um eine Note abgewertet.

War die Sicherheit und Haltbarkeit weniger zufriedenstellend oder schlechter, konnte das Konsument-Testurteil nicht besser sein. Waren Bruchfestigkeit und Haltbarkeit oder elektrische und funktionale Sicherheit weniger zufriedenstellend  oder schlechter, konnte die Sicherheit und Haltbarkeit nicht besser sein, bei weniger zufriedenstellend für weitere Sicherheitsaspekte nur eine Note besser. Waren die Schadstoffe weniger zufriedenstellend, konnte das Konsument-Testurteil nur eine Note besser sein.

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