DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Batterien: Alkaline Mikro-AAA - Kalt erwischt

Mikro-Batterien: Die meisten Alkaline-Batterien Größe AAA schneiden im Qualitätsvergleich gut, wenn nicht sehr gut ab. Bei tiefen Temperaturen haben sie allerdings ihre Schwäche.

Diese Mikro-Batterien wurden getestet:

  • Aerocell (Lidl)
  • Bauhaus Ultimate Power
  • Camelion Plus Alkaline
  • Conrad Energy
  • dm Paradies
  • Duracell Industrial
  • Duracell Plus Power
  • Duracell Ultra Power
  • Energizer ECO Advanced
  • Energizer Max
  • GP Ultra Alkaline
  • Hofer Activ Energy
  • Ikea Alkalisk
  • KiK High Quality
  • Müller Hochleistungs-Batterien
  • Pagro Super power
  • Panasonic Pro Power
  • Philips PowerAlkaline AAA
  • S-Budget (Spar) Power Alkaline
  • Simpex Ultra Power
  • Sony Stamina Platinum
  • Varta High Energy
  • Varta Long Life

In der Testtabelle finden Sie Angaben zu: Testurteil, Preis pro Packung und pro Stück, Gewicht, Eignung für Taschenlampe und Bluetooth Maus, Entladung bei 22 und bei 0 Grad Celsius, Kennzeichnung. - Hier der Testbericht:


23 Mikro-Batterien im Test

Batterien sind ein Alltagsprodukt und vermutlich in jedem Haushalt zu finden. Auf dem Markt gibt es fast nur mehr die sogenannten Alkaline-Batterien, also Alkali-Mangan-Zellen. Dank ihrer höheren Kapazität und der längeren Lagerfähigkeit haben sie andere Batterien fast vollständig vom Markt verdrängt. Nur vereinzelt findet man noch Zink-Kohle-Batterien – im Billigsegment.

Primär- bzw. Sekundärzellen

Batterien werden auch als Primärzellen bezeichnet, sie sind nicht wiederaufladbar – im Unterschied zu den aufladbaren Sekundärzellen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Akkus bekannt sind. Obwohl Letztere mittlerweile ihre Kinderkrankheiten abgelegt haben und fast universell einsetzbar sind, werden Batterien immer noch gerne gekauft. Vor allem für Geräte, die wenig Strom brauchen und lange im Einsatz sind, kommen sie in Betracht. Das trifft beispielsweise auf Fernbedienungen oder Computermäuse zu, die mitunter jahrelang mit einem Batteriesatz auskommen.

Geringere Nennspannung bei Akkus

Immer wieder wird aber auch von Geräteherstellern (etwa bei Kameras) von der Verwendung von Akkus abgeraten, weil ihre Spannung zu gering ist: Akkus haben eine Nennspannung von lediglich 1,2 Volt, während Batterien bis zu 1,5 Volt aufweisen.

„Rechargeable“ nicht zu schlagen

„Rechargeable“ nicht zu schlagen

Aus Kostengründen sind wiederaufladbare Zellen (Akkus) eigentlich nicht zu schlagen, obwohl ihr Kaufpreis sehr hoch ist. Aber sie können eben immer wieder aufgeladen werden – erkennbar sind sie üblicherweise an der Aufschrift „rechargeable“. Bei unserem letzten Test Akkus - Ganz schön geladen haben wir es berechnet: Ein Akku kann in seiner Lebenszeit 100 bis 150 Einwegbatterien ersetzen. Das kommt natürlich auch der Umwelt zugute.

Zink-Kohle-Batterien veraltet

Zink-Kohle-Batterien sind veraltet und wurden in Europa fast vollständig durch Alkaline-Zellen ersetzt. Ihre Spannung fällt frühzeitig ab, eine hohe Stromentnahme lässt selbst bei frischen Zink-Kohle-Zellen die Spannung binnen Sekunden abfallen. Auch die Selbstentladung ist wesentlich höher als jene von Alkaline-Zellen. Nach dreijähriger Lagerung hat eine Zink-Kohle-Zelle 90 Prozent ihrer Kapazität verloren, eine Alkaline-Zelle nur 10 Prozent.

Auslaufen von Batterien seltener geworden

Häufiges Ärgernis in früheren Zeiten waren ausgelaufene Batterien (auch Alkaline-Batterien). Doch das ist mittlerweile – dank dichterer Hüllen – seltener geworden. Dennoch sollten Sie Batterien aus elektronischen Geräten, die längere Zeit nicht benutzt werden, sicherheitshalber herausnehmen und sie in einem verschließbaren Plastiksäckchen aufbewahren.

Insgesamt lassen sich vier Zell-Typen unterscheiden. Ihre Vor- und Nachteile im Überblick finden Sie unter „Pro und kontra Zink, Lithium & Co“.

Von 20 Cent bis 2 Euro

Unübersichtlicher Markt

Der Markt von Alkaline-Batterien ist unübersichtlich, man bekommt sie längst nicht nur in Elektrogeschäften, sondern praktisch in jedem Supermarkt und bei jedem Nahversorger. Im vorliegenden Test – einer Gemeinschaftsaktion europäischer Verbraucherorganisationen – wurde versucht, möglichst viele Produkte zu vergleichen, von teuren Markenbatterien bis hin zu Billigstangeboten. Nicht zuletzt wurden auch Zink-Kohle-Zellen eingekauft, um Vergleichswerte zu erhalten.

Von 20 Cent bis 2 Euro

Man muss allerdings berücksichtigen, dass die Preise extrem stark schwanken. Selbst die bekanntesten Markenbatterien werden oft regelrecht „geschleudert" – beliebt sind Großpackungen von 30 und mehr Stück, wo der Stückpreis fast auf Diskontniveau absinken kann.

In unserer Preiserhebung wurden Packungen zwischen 4 und 10 Batterien berücksichtigt. Der Stückpreis bewegt sich hier zwischen 20 Cent und dem Zehnfachen; so muss man für die GP-Batterie Ultra Alkaline 2,10 Euro berappen, und das online.

Zwei Testverbraucher: Maus und Lampe

Bei unserem Test haben wir geprüft, wie lange die Batterien halten, bis sie auf eine Spannung von 0,9 Volt abgesunken sind – unter dieser Spannung ist eine sichere Stromversorgung nicht mehr gewährleistet. Zwei Verbraucher haben wir auserkoren, einen starken und einen schwachen: Taschenlampe und Computermaus. Beide wurden nach einem praxisorientierten Zyklus betrieben (siehe "Testkriterien"). Die Taschenlampe ließen wir auch bei einer Umgebungstemperatur von 0 ºC laufen; schließlich sollte eine Batterie nicht nur in geheizten Zimmern funktionieren, sondern auch draußen in der kalten Jahreszeit.

Preis kein Qualitätskriterium

Gutes Gesamtergebnis

Im Gesamtergebnis wurde eines deutlich: Keine Alkaline-Batterie schnitt schlechter ab als „gut“. Das heißt, es handelt sich um eine ausgereifte Technologie, die mittlerweile von allen Konkurrenten beherrscht wird. Lediglich eine Batterie konnte in der technischen Prüfung gar nicht mithalten: eine Zink-Kohle-Batterie von KiK. Andere Zellen derselben Bauart schnitten übrigens ähnlich schlecht ab, sind aber in der Tabelle nicht vertreten, weil in Österreich nicht erhältlich.

Preis kein Qualitätskriterium

Der Unterschied ist augenscheinlich: Während Alkali-Batterien in der Taschenlampe den Testzyklus bis zu 300 Minuten durchhielten, schaffte die Zink-Kohle-Batterie nur 108 Minuten – eine andere Welt. Die erwähnte hohe Preisspanne bei den Alkali-Batterien korrespondiert nicht mit dem Testergebnis. Der Preis ist offensichtlich kein Qualitätskriterium, auch preiswerte Batterien spielten ganz vorne mit. Testsieger wurden punktegleich Eigenmarken von Lidl, Hofer und Spar – mit einem übereinstimmenden Preis von 24 Cent pro Zelle. Offensichtlich ist der Preis auch kein wirkliches Argument für die Wahl einer Zink-Kohle-Batterie – sie kommt bei KiK auf 13 Cent. Mehrere Alkali-Batterien liegen im Preisrahmen von 20 bis 25 Cent.

Schwächen bei tiefen Temperaturen

Trotz der durchwegs guten Ergebnisse gibt es doch in einem Kriterium nicht unbeträchtliche Unterschiede: Will man die Batterie auch bei tiefen Temperaturen nutzen, sollte man auf das Ergebnis „Taschenlampe bei 0 ºC“ achten. Nur ein einziges Produkt kommt über ein „durchschnittlich“ hinaus – die besagte Aerocell von Lidl. Sie lief im Test bei 0 ºC 235 Minuten, und damit nicht wesentlich kürzer als bei 22 ºC (296 Minuten). Der Unterschied macht rund 20 Prozent aus – bei anderen Batterien ist er deutlich höher, im Extremfall liegt er bei 86 Prozent (Camelion).

Testtabelle: AAA-Batterien

Der richtige Umgang

  • Nur Batterien der Größe und des Typs verwenden, die für das Gerät bestimmt sind.
  • Beim Einsetzen der Batterien auf die Polarität achten, die Pole sind durch „+“ und „–“ gekennzeichnet.
  • Kontakte sauber halten.
  • Leere Batterien aus dem Gerät entfernen.
  • Bei längerem Nichtgebrauch eines Geräts die Batterien entnehmen, um eine Tiefentladung zu vermeiden, die auch das Gerät durch Auslaufen beschädigen kann.
  • Batterien kühl und trocken lagern – aber nicht im Kühlschrank (zu feucht).
  • Nicht in die Hände von Kleinkindern gelangen lassen.
  • Nicht ins Feuer werfen, nicht auseinandernehmen, durchstechen oder sonst wie deformieren. Die Batterien könnten zerplatzen, und das Gerät durch Auslaufen beschädigen.
  • Unverpackte Batterien nicht in einer Tasche tragen, in der sich auch Metallgegenstände befinden (Kurzschlussgefahr).
  • Nicht versuchen, nicht wiederaufladbare Batterien aufzuladen (sie könnten auslaufen oder zerplatzen).
  • Alte und neue Batterien nicht gemischt benutzen.

Pro und kontra Zink, Lithium & Co

Mikro-Batterien 7/2017: Pro und kontra Zink, Lithium & Co

Testkriterien

Im Rahmen einer europaweiten Kooperation von Verbraucherorganisationen wurden Primärzellen in der Bauform Mikrozelle bzw. Typ AAA getestet. Es handelt sich überwiegend um Alkaline-(Alkali-Mangan-)Zellen; daneben wurden auch Zink-Kohle-Zellen getestet, soweit sie auf dem Markt erhältlich waren.

Technische Prüfung

Auf Grundlage von IEC 60086-1:2015 Primärbatterien generell und IEC 60086-2:2015 Primärbatterien – Teil 2 wurden verschiedene Batterieanwendungen simuliert und die nutzbare Energie wurde ermittelt.

Taschenlampe: Nutzbare Energie bei Belastung von 4 Minuten pro Stunde, 8 Stunden pro Tag mit 5,1 Ohm bis zu einer Entladeschlussspannung von 0,9 Volt bei 22 ºC. Hier sollte die durchschnittliche Laufzeit mindestens 130 Minuten betragen. Über die Norm hinausgehend wurde dieser Test auch bei 0 ºC – bei sonst identen Bedingungen – durchgeführt.

Drahtlose Computermaus (Bluetooth): Nutzbare Energie bei Belastung von 6 Stunden pro Tag mit 24 Ohm bis zu einer Entladeschlussspannung von 0,9 Volt. Die durchschnittliche Laufzeit sollte mindestens 400 Minuten betragen.

Kennzeichnung

Die Angaben und Hinweise auf der Verpackung und auf dem Produkt wurden überprüft. Das betrifft Batterietype, vorgesehenen Verwendungszweck, Nennspannung (1,5 V), Ablaufdatum und Recycling-Hinweis sowie Warnhinweise wie: nicht wiederaufladbar, auf richtige Polarität achten, nicht zerstören, nicht in den Restmüll werfen, von Kindern fernhalten usw.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette


Mehr unterTestplakette: Info

Links zum Thema

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang