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WC-Papier im Labor: So testen wir - Stunde der Wahrheit

, aktualisiert am

Praxistest am Klo, technischer Test im Labor: Jedem KONSUMENT-Urteil liegt ein umfangreiches Prüfprogramm zugrunde. Ein Blick hinter die Testkulisse zeigt: Bis zur Bestnote ist es ein weiter Weg.

 

Maschinen, Methoden, Messungen: So testen wir

Wie haben wir getestet? Tadelloses Toilettenpapier muss Druck und Zug aushalten, Feuchtigkeit schnell aufnehmen und sich nach Gebrauch möglichst schnell von selbst auflösen. Ob und wie gut das alles klappt, lesen Sie hier in diesem Artikel. Die eigentlichen Ergebnisse finden Sie im WC-Papier - Kein Griff ins Klo

Die ausgewählten WC-Papiere haben wir in einem darauf spezialisierten Labor prüfen lassen. Da wird gezogen, gestoßen, abgerissen, im Wasser versenkt, abgetropft, getrocknet, abgewogen, aufgelöst und gemessen. Mit dabei: die Stoppuhr. Die Abbildungen zeigen, wie und mit welchen Geräten WC-Papier qualitätsgesichert getestet wird.

Trockenfestigkeit

WC-Papier im Labortest: die Zugfestigkeit bei trockenem Papier (Foto: Ch. Undeutsch/VKI)

Damit alles schön trocken bleibt - die Trockenfestigkeit: Sie definiert die Zugfestigkeit eines WC-Papiers in Längs- und Querrichtung, aber auch dort, wo das Klopapier fürs Abreißen der einzelnen Blätter perforiert ist. Für diese Prüfung wird ein Blatt Toilettenpapier zwischen zwei Klammern eingespannt und so lange der Zugkraft ausgesetzt, bis es reißt. Aus der Zugkraft errechnet sich die Zugfestigkeit (siehe Abbildung 1, oben).

Im Idealfall lässt sich Klopapier leicht an der Perforation abtrennen, bleibt aber sonst stabil. Weder Druck noch Zug dürfen es beim Abreißen oder beim Abwischen zum Einreißen bringen. Da wir uns im Land der Falter befinden, unser WC-Papier also vor Gebrauch sorgfältig zusammenlegen und nicht zusammenknüllen, ist auch ausreichende Durchstoßfestigkeit gefragt.

Fünf Produkte waren bei der Trockenfestigkeit top.

Feuchtigkeitsaufnahme

WC-Papier im Labortest: die Feuchtigkeitsaufnahme - wieviel Wasser kann das Papier aufnehmen (Foto: Ch. Undeutsch/VKI)

Damit möglichst viel aufgenommen wird - die Feuchtigkeitsaufnahme: Toilettenpapier soll Feuchtigkeit möglichst rasch und vollständig aufnehmen. In der Testanordnung im Labor wurde sowohl die Wasserabsorp­tionszeit als auch die Absorptions­kapa­zität gemessen.

Dazu wird eine definierte Papiermenge in einen zylindrischen Korb gelegt und in einen Behälter mit Wasser getaucht. Mit der Stoppuhr wird gemessen, wie lange es dauert, bis die Probe vollkommen mit Flüssigkeit benetzt ist und zu Boden sinkt (Wasserabsorptionszeit). Anschließend wird die vollge­sogene Probe aus dem Wasser gehoben, man lässt sie ­eine definierte Zeit abtropfen und wiegt sie dann ab. (Abb. 2) Im Abgleich mit der vor Prüf­beginn ermittelten Trockenmasse errechnet sich die Absorp­tions-, also die Aufnahme­kapazität.

Eines der besten Papiere in Sachen Feuchtigkeitsaufnahme war das Produkt von Spar.

Wiederauflösbarkeit

Damit der Abfluss nicht verstopft: die Wiederauflösbarkeit. Während des Gebrauchs muss WC-Papier in nassem wie in trockenem Zustand gut in Form bleiben. Kaum liegt es aber in der Kloschüssel, soll es sich möglichst rasch auflösen, damit ­keine Verstopfung droht.

WC-Papier im Labortest: die Wiederauflösbarkeit - damit es nicht das Klo verstopft (Foto: Ch. Undeutsch/VKI)

Wie gut sich Toilettenpapier zersetzt, lässt sich im sogenannten Brecht-Holl-Gerät messen (Bild oben). Dafür werden Einzelblätter geschnitten, bis sie eine Probenmenge von einem Gramm ergeben. Nach der Bestimmung der Trockenmasse wird jede Probe 30 Sekunden lang ­einem Wasserdruck von 0,8 bar ausgesetzt. Nicht vollständig zersetztes Material wird anschließend vom Sieb gewaschen, aufgefangen, getrocknet und gewogen. Je geringer die Menge an nicht zersetztem Material, desto besser ist die Wiederauflösbarkeit des WC-Papiers.

WC-Papier im Labortest: die Wiederauflösbarkeit im Wasser geprüft - damit es nicht das Klo verstopft (Foto: Ch. Undeutsch/VKI)

Eine andere Bestimmungsmöglichkeit sind mit Wasser gefüllte Gläser, in die Papier eingelegt wird (siehe Bild oben). Ein sich ­drehender Magnetstab simuliert den Strudel in ­einem Abfluss. Durch Zeitmessung wird ermittelt, wie ­lange es dauert, bis das Papier sich aufgelöst hat. Mehr als die Hälfte unserer getesteten Papiere zerfielen inner­halb weniger Sekunden. Bedeutend länger brauchten das Klo­papier von Hofer und das Produkt von Müller.

Alle Fotos in diesem Bericht: C. Undeutsch/VKI

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