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Skigebiete - Immer größer

, aktualisiert am

Der Trend geht in Richtung Zusammenschluss von Skigebieten zu -Regionen. Wir zeigen Ihnen, wo es noch preiswerte Alternativen gibt.

Wie jedes Jahr haben wir auch heuer eine Übersicht über das Preisgefüge der heimischen Skigebiete zusammengestellt – vertreten sind darin die großen, renommierten Traditionsorte bis zu einer Auswahl kleiner Alternativen; vor allem letztere stehen stellvertretend für viele andere Gebiete, manchmal vielleicht nur ein, zwei Hänge, die nicht unbedingt für einen Urlaub reichen, wohl aber als preiswerte Gelegenheit zum Training.

Marktübersicht: Österreichische Skigebiete

Wohlgemerkt, es handelt sich um eine Marktübersicht. Wir wollen nichts vergleichen, schon gar nicht gleichsetzen. Klar, dass ein Skidorado mit hunderten Kilometern an Pisten andere Möglichkeiten bietet als ein paar Skihänge, deren Pistenlänge sich auf 20 oder noch weniger Kilometer beschränkt. Aber die Entscheidung, welches Skigebiet man wählt, soll den Skifahrerinnen und Skifahrern überlassen bleiben, unabhängig von Marketingpraktiken, mit denen uns "Größe um jeden Preis" eingeredet werden soll.

Tageskartentarife und Sechs-Tage-Skipässe im Vergleich

In der Tabelle finden Sie die Tageskartentarife für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren in 100 ausgesuchten Skigebieten aus ganz Österreich. Darüber hinaus gibt es auch die Preise für Sechs-Tage-Skipässe. Die Angaben basieren auf den Preislisten, die die Liftbetreiber auf ihren Webseiten bieten. Bei fehlenden oder fraglichen Angaben haben wir nachrecherchiert, dennoch bitten wir um Verständnis, dass wir für die Richtigkeit in allen Details keine Gewähr übernehmen können.

Teure Tageskarten, kein lokaler Skipass

Die größten Skigebiete haben heuer die 50-Euro-Marke für die Erwachsenen-Tageskarte übersprungen. Gleich fünf Gebiete in unserer Auswahl verlangen 51 Euro. Den größten Sprung hat Saalbach-Hinterglemm hingelegt – von 47 Euro im Vorjahr. Hintergrund: Die Salzburger haben sich mit dem Tiroler Ort Fieberbrunn verbunden. Mit 270 Kilometern preisen sie sich jetzt als größtes zusammenhängendes Skigebiet Österreichs. Tatsache ist, dass die Preisspirale wieder um einige Rädchen weitergedreht wird.

Ähnliches ist auch aus dem Vorarlberger Brandnertal zu vermelden. Dort gibt es für Mehrtageskarten keine lokalen Skipässe mehr. Man ist gezwungen, Tickets für die gesamte Region Silvretta Montafon zu lösen, die Sechs-Tage-Karte ist folgerichtig von 188 auf 229,50 Euro hinaufgeschnalzt.

ECC: Co-funded by the European Union

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Tätigkeiten des Netzwerkes der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net).


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Pistenkilometer: Unrealistische Angaben

Wenigzell am preiswertesten

Am anderen Ende finden sich viele kleine Skifahrmöglichkeiten an, bei denen man pro Tag 20 bis knapp 30 Euro zahlt. Unser preiswertestes Beispiel ist Wenigzell in der Steiermark, es steht für insgesamt vier Ortsgebiete im Joglland, in denen dieselben Tarife gelten: 19,90 Euro pro Tag. Noch billiger wird es, wenn man nicht den ganzen Tag durchfährt, sondern mit ein paar Stunden das Auslangen findet. Was gerade in kleinen Skigebieten häufig der Fall sein wird.

Satte Preissteigerungen

Im Durchschnitt sind die Preise für Tageskarten heuer um 3,6 Prozent erhöht worden – bei einer Inflationsrate von 0,7 Prozent (!) alles andere als bescheiden. Die Sechs-Tage-Pässe sind gleich um 4,5 Prozent teurer als im Vorjahr. Schuld daran seien die hohen Investitionskosten, wird der Fachverband der Seilbahnen nicht müde zu betonen.

Und: Im langjährigen Vergleich seien die Preise für Skiliftkarten weniger stark gestiegen als die allgemeine Teuerung. Eine Behauptung, die einer seriösen Überprüfung nicht standhält. Seit der Saison 2004/2005, seitdem wir eine systematische Preiserhebung durchführen, sind die Preise für Tageskarten im Schnitt um 41 Prozent, die für 6-Tage-Karten um 47,2 Prozent gestiegen. Der Verbraucherpreisindex stieg in diesem Zeitraum um 23,9 Prozent, also rund halb so stark.

Pistenkilometer: Unrealistische Angaben

Was in der Autobranche der Treibstoffverbrauch und die Abgasemissionen, sind in der Skiwelt die Pistenkilometer – mit der Wahrheit nimmt man es nicht ganz so genau. Trotz der Fachverbandsempfehlung, die Pistenlänge in der Falllinie zu messen und nicht in phantastisch geschwungenen Kurven, sind die Angaben in den meisten Fällen viel höher, als es der Realität entspricht.

Leider geben auch die wenigen Betreiber, die korrekt messen, dies nicht oder nur unauffällig auf ihrer Homepage an – sie verzichten damit auf einen nicht unbeträchtlichen Wettbewerbsvorteil. Nehmen Sie daher die Kilometerangaben als ungefähre Richtlinie für die Größe des Skigebietes – in der Praxis wird es nur für die wenigsten Skifahrer eine Rolle spielen, ob die Region 200 oder 300 Kilometer umfasst.

Tabelle: die günstisten Skigebiete

Tabelle: die teuersten Skigebiete

Tabelle: Skigebiete Osttirol bis Niederösterreich

Tabelle: Skigebiete Vorarlberg bis Nordtirol

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Unnötige Zusammenschlüsse

Danke für Ihren Bericht über die Preiserhöhungen bei den Skigebieten. Ich fahre gerne Ski, aber ich bin nicht bereit, diese horrenden Preise zu bezahlen. Ich finde es auch nicht notwendig, wenn die Skigebiete bereits Mitte November mit dem Jammern beginnen, weil es sich abzeichnet, dass der geplante Saisonbeginn z.B. Ende November nicht stattfinden kann. Es muss doch nicht unbedingt sein, dass der Skibetrieb bereits zu diesem Zeitpunkt gestartet wird. Das sind nur enorme Kosten für die Kunstschneeerzeugung.

Ich fahre meist erst ab Ende Februar, da sind dann auch bereits die Pisten wieder leerer, meist viel Schnee und die Verletzungsgefahr geringer, weil es wärmer ist. Ich fahre auch nicht in die großen Gebiete wie Sportwelt Amade, Saalbach, Zillertal oder ähnliche. Ich finde zum Beispiel in Wagrain die Seilbahn vom Grafenberg zum Grießenkareck total überflüssig und bin daher auch nicht bereit, solche sinnlosen Investitionen mit meinem Geld zu unterstützen. Genauso unnötig ist es, eine Verbindung von Flachau nach Zauchensee mit einer Seilbahn herzustellen. Auch der Zusammenschluss von Saalbach mit Fieberbrunn ist für mich sinnlos.

Ich bin immer gerne in Fieberbrunn gefahren, aber ich bin nicht bereit, die hohen Preise zu bezahlen, damit ich dieses Angebot an Pistenkilometern habe, wobei die Angaben meist sowieso nicht stimmen. Weil meistens hat man sowieso einen Lieblingshang, der zum Können passt und den fährt man dann mehrmals, sodass ein Pendeln im gesamten Gebiet an einem Tag zeitlich nicht möglich ist. Mir gefällt daher immer das Angebot von Bad Kleinkirchheim, bei dem ab der zweiten Märzwoche die Liftkarte mit einer 50%igen Ermäßigung für die Thermen im Zimmerpreis inkludiert ist.

Gerhard Kreilinger
Braunau
(aus KONSUMENT 2/2016)

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