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Notebooks - Klassisch gut

Wer einen herkömmlichen Windows-Laptop sucht, wird schon ab 500 Euro unter den "guten" Modellen fündig.

Bild: ECLIPSE-PRODUCTION / Shutterstock.com

Diese Notebooks haben wir getestet:

39,6 CM (15,6 ZOLL)

  • Acer Aspire 3 A315-41-R9CA
  • Acer Aspire 5 A515-52G-53PM
  • Apple MacBook Pro 15‘‘ (MV902D/A)
  • Asus VivoBook 15 X512FA-BQ067T
  • Asus VivoBook S15 S530FN-BQ370T
  • Dell Inspiron 15 3583 557RW
  • Dell Inspiron 15 3585 PHJT7
  • Lenovo IdeaPad L340-15API (81LW000UGE)
  • Lenovo IdeaPad S340-15IWL (81N8002UGE)
  • Medion Akoya S6445 (MD 61244)
  • HP 15-db1003ng
  • HP Pavilion 15-cs2013ng

43,9 CM (17,3 ZOLL)

  • Acer Aspire 5 A517-51G-54UX
  • Asus VivoBook Pro 17 N705FN-GC039T
  • Dell Inspiron 17 3780 P14GJ
  • HP Envy 17-ce0001ng
  • Lenovo IdeaPad L340-17API (81LY000NGE)

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: Gewicht, Interner Speicher, Prozessor, Grafikspeicher, Taktfrequenz, Anzahl der Prozessorkerne, DVD-Brenner, Display, Akku (Laufzeit, Ladedauer), Funktionen, Handhabung, ...

Nachfolgend unser Testbericht.


Test: Notebooks von 500 bis 1.000 Euro

Allen angeblichen und tatsächlichen Trends bei der Bauform zum Trotz behaupten sich die klassischen Notebooks mit 15 bzw. 17 Zoll Bildschirmdiagonale auf dem Markt (streng genommen sind es 15,6 bzw. 17,3 Zoll = 39,6 bzw. 43,9 cm). Kein Wunder, bieten sie doch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Am häufigsten greifen die Nutzer dabei zu Markengeräten im Bereich zwischen 500 und 1.000 Euro. 16 davon hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen (sofern verfügbar immer ein günstiges und ein teures 15-Zoll-Modell pro Anbieter).

Zusätzlich dabei war das aktuelle Apple MacBook Pro 15“ – außer Konkurrenz freilich, denn erstens wird es mit seinem eigenen Betriebssystem macOS ausgeliefert und zweitens richtet es sich mit einem Verkaufspreis von 2.500 Euro an eine andere Zielgruppe. Eine reife Leistung bietet es allemal, nicht zuletzt für die Foto- und Videobearbeitung.

Laptops mit SSD-Speicher

Im Gegensatz zum Vorjahr sind nun übrigens alle getesteten Notebooks mit einem robusten SSD-Speicher ausgerüstet, manche haben zusätzlich eine herkömmliche magnetische Festplatte. Dem Nachteil höherer Stoßempfindlichkeit steht der Vorteil gegenüber, dass damit das insgesamt verfügbare Speichervolumen ebenso deutlich wie kostengünstig erweitert wird.

Prozessoren, USB-C, Kamera & Ton

Prozessoren

Eine interessante Entwicklung gibt es auch bei den Prozessoren. Neben Intel ist auch der zweite große Hersteller AMD weiterhin im Rennen und kann leistungsmäßig problemlos mithalten. Was auffällt ist, dass die Notebooks mit AMD-Prozessoren häufig bei der Akkulaufzeit schwächeln.

USB-C-Buchsen

Was es sonst noch zu sagen gibt: USB-C-Buchsen sind häufig vorhanden, sind aber keine unbedingte Notwendigkeit. Wichtiger ist HDMI für die einfache Verbindung zum TV-Gerät. Wer daheim auf eine stabile Internetverbindung via Kabel wert legt, sollte auf eine LAN-Schnittstelle achten. Apple setzt voll auf USB-C, man benötigt daher entsprechende Adapter. Kopfhöreranschlüsse sind derzeit noch überall Standard.

Kamera, Tonqualität

Weniger wichtig ist in der Regel die Auflösung der integrierten Kamera. Für den Videochat genügt die gelieferte Qualität in jedem Fall. Leider ist die Tonqualität der integrierten Lautsprecher allgemein schlechter geworden.

Testtabelle: Notebooks 39,6 cm (15,6 Zoll)

Testtabelle: Notebooks 43,9 cm (17,3 Zoll)

Steckbriefe

Reihung nach erreichter Punktezahl.

Bildschirmdiagonale 39,6 cm (15,6 Zoll)

HP Pavilion 15-cs2013ng
Eignet sich sehr gut für Büroanwendungen. Beste Akku­leistung im Test. Recht dünn. 

Medion Akoya S6445 (MD 61244)
Sehr gut für Videos, Fotos und Büroanwendungen. Relativ dünn. SDD plus HDD, fast 1 Terabyte freier Speicher gesamt.

Asus VivoBook 15 X512FA-BQ067T
Sehr gut für Büro­anwendungen geeignet. Sehr gute Tastatur. Leichtestes Gerät im Test. Schwächerer Intel-i3-Prozessor verbaut.

Acer Aspire 5 A515-52G-53PM
Sehr gut für Büroanwendungen, Fotos und Videos. SSD plus HDD mit insgesamt mehr als 1 Terabyte freier Kapazität.

Asus VivoBook S15 S530FN-BQ370T
Sehr gut für Büro­anwendungen, Fotos und Videos. Sehr gute Tastatur. Recht dünn und leicht.

HP 15-db1003ng
Günstiger als die anderen HP-Modelle, aber schwächer bei Akku und Display. Nach Windows-Update Probleme mit Audiotreiber, die vom Nutzer behebbar waren.

Lenovo IdeaPad S340-15IWL
Sehr gut für Büroanwendungen, Fotos und Videos. Sehr gute Tastatur. Kurze Ladedauer von unter zwei Stunden. 


Bildschirmdiagonale 43,9 cm (17,3 Zoll)

HP Envy 17-ce0001ng
Bestes Display im Test, sehr gut für Büroanwendungen. SSD plus HDD, mehr als 1 Terabyte freier Speicher gesamt. Hochpreisig und schwer.

Acer Aspire 5 A517-51G-54UX
Sehr gut für Büroanwendungen, Fotos und Videos. Hellstes Display im Test. Schwer. Arbeitsspeicher (RAM) und interner Speicher wechselbar.

Asus VivoBook Pro 17 N705FN-GC039T
Sehr gut für Videos und Fotos, sehr gute Tastatur. Vergleichs­weise leicht. SSD plus HDD mit insgesamt mehr als 1 Terabyte freiem Speicher.

Dell Inspiron 17 3780 P14GJ
Sehr gut für Fotos und Videos. Schneller Intel-i7-Prozessor verbaut. SSD plus HDD mit 1 Tera­byte freier Kapazität. Recht laut.

Lebensdauer-Umfrage

Ob sich ein Notebook längerfristig bewährt, lässt sich nicht testen. Die Stiftung Warentest hat ihre Leser nach deren Erfahrungen mit diversen Marken gefragt.

Erhoben wurde unter anderem, wie viel Prozent der Nutzer ihr jeweiliges Gerät länger als 5 Jahre in Verwendung hatten. Das kann zumindest Hinweise für die Haltbarkeit bzw. Reparierbarkeit liefern:

  • Acer 44 %
  • Asus 47 %
  • Dell 48 %
  • HP 44 %
  • Lenovo 29 %
  • Medion 54 %

VKI-Tipps

  • Testsieger: HP stellt in beiden Größen den Testsieger (Envy 17-ce0001ng bzw. Pavilion 15-cs2013ng), lässt sich deren Ausstattung und Leistungsfähigkeit aber entsprechend bezahlen. 
  • Preistipp: Das Medion Akoya S6445 ist die gleichfalls leistungsstarke 15-Zoll- Alternative für das beschränkte Budget. Dank zusätzlicher Festplatte bietet es zudem sehr viel Speicherplatz. 
  • Leichtgewicht: Das Asus VivoBook 15 X5 12FA-BQ067T ist das leichteste Notebook im Test. Trotz des schwächeren i3-Pro­zessors an zweiter Stelle gereiht, weil es bei Office-Anwendungen überzeugt.

Testkriterien

Im Test der Stiftung Warentest waren Notebooks der Preisklasse von ca. 500 bis 1.000 Euro mit Displaydiagonalen von 15,6 bzw. 17,3 Zoll (39,6 bzw. 43,9 cm) und vorinstalliertem Windows 10 Home 64. Außer Konkurrenz mitgetestet wurde das 2.500 Euro teure Apple MacBook Pro 15“ mit Betriebssystem macOS 10.14.5.

Die Notebooks wurden anonym im Handel eingekauft. Weder Pressemuster noch Prototypen kamen in den Test. 
Bewertet werden mobile Computer in fünf Disziplinen: Funktionen, Display, Akku, Handhabung und Vielseitigkeit. Die Noten in diesen Disziplinen werden „Gruppenurteile“ genannt.

Aus den fünf Gruppenurteilen ergibt sich letztlich das Testurteil. Die Prüfungen werden mit den vorinstallierten Apps/Programmen durchgeführt, sofern nicht anders angegeben. Das Betriebssystem und die Apps werden zu Testbeginn aktualisiert. Die subjektiven Prüfungen führen drei Experten durch.

Funktionen: 30 %

Internetsurfen: Geprüft wird das Laden von Internetseiten (Praxistests und Benchmarks) sowie die Ladezeit für ein HD-Video per WLAN. Zudem werden der allgemeine Aufbau von Internetseiten und die Bedienung des Browsers (etwa Tabs, Scrollen, Zoomen) beurteilt.
E-Mail: Bewertet wird, wie gut sich Mails lesen, sortieren und mit und ohne Anhang senden lassen.
Büroanwendungen: Geprüft wird, wenn möglich, wie schnell sich Dateien zwischen dem internen Speicher und der (Micro-)SD-Karte kopieren lassen. Beurteilt wird zudem, wie gut sich komplexe PDF-Dateien öffnen und darstellen lassen. Gemessen wird die Zeit beim Installieren von Anwendungen aus dem Software-Store. Zur Prüfung der Rechenleistung werden Benchmarks eingesetzt. Übertragungsraten bei Schreib- und Lesevorgängen werden mittels geeigneter Prüfsoftware gemessen.
Video und Foto: Geprüft wird, wie schnell sich große Video- und Fotodateien öffnen und aufbauen. Mittels geeigneter Bildbearbeitungssoftware werden zudem Filter auf einem Foto angewendet. Das Umwandeln von Filmen wird wir mittels geeigneter Videobearbeitungssoftware überprüft und zudem wird beurteilt, inwieweit sich HD- und 4k-Videos ruckelfrei abspielen lassen.
3D-Spiele: Mit verschiedenen Benchmarktests, also standardisierten Messdurchläufen, werden Grafikdarstellung und Geschwindigkeit im 3D-Spiel beurteilt.
Kamera: Bildqualität und Ausstattung der Vorder- und Rückkamera (falls vorhanden) für Foto- und Videoaufnahmen werden bei guten und schlechten Lichtverhältnissen beurteilt.
Ton: Bewertet wird der Klang über eingebaute Lautsprecher, über höherwertige und – soweit vorhanden – über mitgelieferte Kopfhörer sowie die Qualität von Mikrofonaufnahmen.

Display: 20 %

Getestet werden unter anderem Reaktionszeiten, Blickwinkel, Schwarzwert, Farb- und Helligkeitsverteilung, Farbraum, maximale Helligkeit und Wiedergabe von Graustufen. Zudem beurteilt werden die Darstellung unterschiedlicher Testbilder, die Textdarstellung sowie störende Reflexionen.

Akku: 20 %

Geprüft werden die Akkulaufzeiten mit vollgeladenem Akku mit vergleichbarer Displayhelligkeit beim Abspielen eines Videos und mit maximaler Displayhelligkeit beim Surfen per WLAN, die Akkuladezeiten gemäß Ladestrommessung und die Schnellladefunktion. Bewertet wird die Wirkleistungsaufnahme des Netzteils und des Gerätes im Stand-by und ob der Nutzer den Akku wechseln kann.

Handhabung: 20 %

Gebrauchsanleitung und Hilfen: Bewertet werden die mitgelieferten und auf Anbieter-Webseiten verfügbaren Anleitungen, ihre Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und Verständlichkeit.
Inbetriebnahme und Wiederherstellung: Beurteilt wird, wie aufwendig die erste Inbetriebnahme ist, das Herstellen einer Datenverbindung sowie das Einrichten von E-Mail-Konten; weiters der Aufwand und die Vollständigkeit der Systemwiederherstellung in den Auslieferungszustand.
Täglicher Gebrauch: Untersucht werden unter anderem Startzeiten, Entsperrfunktionen, Bedienung per Touchscreen (falls vorhanden), Bildschirmtastatur, Komfort beim Surfen und Bedienung der Kamera. Die Übersichtlichkeit der Apps, die Verwendung des Gerätes durch mehrere Nutzer sowie Betriebsgeräusche und Wärmeentwicklung im Betrieb werden ebenfalls bewertet. Geprüft wird die Schnelligkeit und Präzision bei der Bedienung per Touchpad.
Tastatur: Beurteilt werden die Tastaturen hinsichtlich des Komforts beim Tippen. Weiters wird bewertet, ob die Tastatur der QWERTZ-Anordnung entspricht, Sonderzeichen und Umlaute eingegeben werden können, ein Nummernblock und eine Tastaturbeleuchtung vorhanden sind. Zudem beurteilt wird die Neigungsmöglichkeit des Displays.
Handlichkeit und Transport: Bewertet wird, wie gut das Gerät in der Hand liegt oder auf dem Schoß bedient werden kann; weiters Gewicht und Größe hinsichtlich mobiler Nutzung.
Verarbeitung: Geprüft wird, wie kratzfest das Display und das Gehäuse sind. Zudem wird bewertet, ob scharfe Kanten und Grate vorhanden sind und wie wertig das Gerät ist. Die Stabilität wird mittels eines Falls aus drei Positionen aus einer Höhe von 50 Zentimetern auf Teppichboden getestet. Danach wird geprüft, ob Beschädigungen oder Funktionsstörungen aufgetreten sind. Falls das Gerät als wasserdicht beworben ist, wird das ebenfalls überprüft. Sofern Auffälligkeiten bei Hardware oder Softwarefunktionen auftreten, werden diese erfasst. 

Vielseitigkeit: 10 %

Bewertet wird der Umfang der mitgelieferten Hard- und Software.

Abwertungen

Abwertungen bei einzelnen Funktionen oder Gruppenurteilen sorgen dafür, dass Produktmängel sich verstärkt auf das Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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