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Notebooks und mobile PC - Für daheim und unterwegs

Tragbare Computer ­haben die Desktop-PCs zu­rück­ge­drängt, doch was ist sinnvoll? Notebook, Ultrabook oder gar „Hybrid“?

Diese Computer haben wir für Sie getestet:

Notebooks

  • Acer Aspire V15 V3-575G-5093 Art.-Nr. NXG5EEG013
  • Apple Macbook Pro 15“ Art.-Nr. MJLQ2D/A
  • Asus X555UB-XO138T
  • Dell Inspiron 15 5559 Art.-Nr. CN55907
  • HP Pavilion 15-ab217ng
  • Lenovo Ideapad 500-15ISK Art.-Nr. 80NT00A1GE
  • Toshiba Satellite L50-C-275 Art.-Nr. PSKW2E

Ultrabooks

  • Apple Macbook 12“ Art.-Nr. MJY32D/A
  • Asus Zenbook UX303UB-R4076R
  • Dell XPS 13 9350 Art.-Nr. CNX9320
  • HP Envy 13-d071ng

Hybrid-Computer

  • Acer Aspire R13 R7-372T-53E0 Art.-Nr. NXG8TEV001
  • HP Spectre x360 13-4102ng
  • Lenovo Ideapad Yoga 900-13ISK Art.-Nr. 80MK002FGE
  • Microsoft Surface Book (i5, 128 GB, 8 GB)
  • Toshiba Satellite Radius 12 P20W-C-106

Die Testtabellen enthalten Infos zu: Ausstattung und Anschlüsse, Rechenleistung, Handhabung, Display, Akku, Tabletnutzung, Stromverbrauch, uvm.


Die tragbaren Computer lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Notebooks und ­Ultrabooks (für beide ist auch die auf die kompakte Bauform zielende Bezeichnung Laptop gängig) sowie jene mobilen PCs, die man nach dem Abkoppeln der Tastatur als Tablets nutzen kann (Hybrid-PCs). Wir zeigen, was die Kategorien unterscheidet und was beim Kauf zu beachten ist. Im Test der Stiftung Warentest wurden 16 Geräte geprüft, 9 ­davon ­erzielten ein "gut" als Testurteil.

Notebooks: die Allrounder

Notebooks sind vergleichsweise günstige ­Allrounder – sie eignen sich sowohl zum ­Arbeiten als auch für Spiele und Filme. Weil sie größer sind als Ultrabooks, haben sie mehr Platz für Anschlüsse wie USB, HDMI oder einen Speicherkartenschacht. Auf nervige Adapter kann man verzichten. Außerdem sind in einigen Modellen echte Grafikkarten (statt Grafikchips auf dem Mainboard) verbaut, weshalb sie aufwendige 3D-Spiele besser darstellen können. Freilich können sie bei der Leistung nicht ganz mit herkömmlichen Standcomputern mithalten. Unter den mobilen Geräten sind die Notebooks aber jene Klasse, die den Desktop-PCs im Funktionsumfang am nächsten kommt.

Nur zwei mit Testurteil "gut"

Im Test haben nur zwei herkömmliche Notebooks ein "gutes“ Ergebnis erzielt. Testsieger ist (...)

Acer und Dell: mehr Speicher

das 2.250 Euro teure Apple Macbook Pro. Bei Display und Akku – zwei Punkte, die für die Nutzung unterwegs wichtig sind – schnitt es besser ab als alle anderen Notebooks. An zweiter Stelle unter den Notebooks kommt das Toshiba Satellite, für das man deutlich weniger Geld ausgeben muss und mit dem man sich in der Windows-Welt bewegt.

Akkus selbst auswechseln

Schade: In vergangenen Produktgenerationen konnte man bei den meisten Laptops die Akkus selbst auswechseln. Das ist praktisch, wenn die Ladekapazität nach Jahren intensiver Nutzung nachlässt; oder wenn man unter­wegs einen Ersatzakku einsetzen will. Unter den getesteten Modellen gibt es diese Möglichkeit nur mehr bei Dell und HP. Drei bis sechs Stunden Laufzeit sind für ein mobiles Gerät nicht viel. Einen längeren Atem hat nur das Apple-Modell.

Acer und Dell: mehr Speicher

Auffällig: Beim Speicherplatz übertreffen die Geräte von Acer und Dell die Konkurrenz um ein Vielfaches – in ihnen sind herkömmliche Festplatten verbaut. Die sind preiswert und eignen sich besonders gut für große Datenmengen. Nachteil: Sie sind langsamer als die SSD-Speicher der anderen Modelle. Diese Solid-State-Drives (auf Deutsch: Festkörperlaufwerke) haben keine beweglichen Bauteile. Sie sind deshalb komplett lautlos, mechanisch robuster und verbrauchen weniger Strom. Dafür sind die SSD-Speicher teurer und die auf ihnen gesicherten Daten bei ­einem Defekt oft unrettbar verloren.

Ultrabooks: kleine Energiebündel

Ultrabooks: kleine Energiebündel

Neben der geringen Akkulaufzeit gibt es bei den Notebooks noch weitere Nachteile. Sie wiegen mehr als zwei Kilogramm und haben sperrige Maße. Wer seinen Computer vorwiegend auf Reisen nutzt, ist deshalb mit ­einem Hybrid-PC oder einem Ultrabook besser beraten. Die Ultrabooks sind klein und leicht und stehen im Funktionsumfang den „normalen“ Laptops kaum nach. Ihre Akkus halten länger durch und die Displays bieten eine sehr hohe Auflösung. Aber Komfort kostet – im Schnitt sind die kleinen Arbeitstiere deutlich teurer als ihre großen Verwandten.

Keine eingebauten Grafikkarten

Weitere Mankos: keine eingebauten Grafikkarten, deshalb ­geringe Leistung bei Spielen. Und Anschlüsse sind rar. Apple hat überhaupt auf einen einzigen reduziert. Im Zweifel muss man Verteiler wie einen USB-Hub oder HDMI-Adapter mitnehmen. Auf DVD-Laufwerke muss man der geringen Größe wegen ebenfalls verzichten. Das und die kleinere Bildschirmdiagonale schränken das Vergnügen für Filmfans ein.

Gut abgeschnitten: Asus Zenbook

Am besten schnitt bei den Ultrabooks das Asus Zenbook ab. Es ist das einzige Gerät dieser Kategorie mit einer eigenen Grafikkarte und schlägt sich deshalb bei 3D-­Anwendungen noch am besten. Apple kam bei den Ultrabooks nur an die dritte Stelle, was auch am schwachen Prozessor des kleinen Macbooks liegt.

Hybrid-Computer: mehr als Tablets

Windows-Oberfläche passt sich an

Seit der Einführung von Windows 8 schließen Hybrid-Computer die Lücke zwischen ­Tablets und Ultrabooks. Das Microsoft-Betriebs­system, mittlerweile bereits in Version 10 erhältlich, ist sowohl für die Desktop-­Nutzung als auch für Tablets ausgelegt. Bei Hybrid-PCs heißt das: Im normalen Modus lässt sich das Gerät wie ein Notebook bedienen. Klappt man die Tastatur um oder trennt sie ganz ab, erfolgt die Steuerung per Touchscreen – und die Windows-Oberfläche passt sich an. Praxis-Einsatz: Man erledigt die Arbeit am Schreibtisch, klappt die Tastatur weg und entspannt am Sofa mit einem Film.

Arbeit am Tablet: wenig komfortabel

Wichtig: Die Hybrid-PCs sind reinen Tablets in vielen Punkten überlegen. Diese taugen zwar für Unterhaltungsanwendungen, zum Blättern in einem E-Paper oder um zwischendurch Mails zu checken. Das Arbeiten oder Erledigen komplexer Aufgaben ist mit ihnen aber nicht komfortabel. Mit schuld sind neben der Hardware auch Einschränkungen in mobilen Betriebssystemen von Google (Android) und Apple (iOS). Deshalb konnten sie Notebooks oder gar Desktop-PCs trotz anderslautender Prognosen mancher Experten bislang nicht ersetzen.

Hybrid-Computer: mehr als Tablets

Hybrid-Computer hingegen sind aufgrund ihres vollwertigen Windows-Betriebssystems, leistungsfähiger Prozessoren und zahlreicher Hardware­anschlüsse (etwa USB, HDMI) mehr als „nur“ Tablets mit einer physischen Tastatur.

Tastatur: wegklappen oder abnehmen

Tastatur: wegklappen oder abnehmen

Man unterscheidet bei den Hybriden zwischen "Convertibles“, bei denen die Tastatur weggeklappt wird, und "Detachables“, bei denen sich der Bildschirm abtrennen lässt. Im Test ist Letzteres nur beim Microsoft Surface Book möglich.

  • Vorteil: In diesem Modus wiegt das Microsoft-Gerät tatsächlich nicht mehr als ein Tablet.
  • Nachteil: Man kann nur mehr auf einen von zwei Akkus zugreifen, nämlich den im Bildschirm. Und der hält nur vier Stunden durch.

Testtabelle: Notebooks

Testtabelle: Ultrabooks

Testtabelle: Hybrid-Computer

Steckbriefe

Apple Macbook Pro
Testsieger. Übertrifft beim Akku und beim ­Display alle anderen. Das dünnste, aber auch teuerste Gerät im Test. Hat kein DVD-Laufwerk und keine seperate Grafikkarte. Weniger umweltfreundlich: Hat den höchsten Strom­verbrauch.

Toshiba Satellite
Das zweitbeste Notebook im Test ist um mehr als die Hälfte günstiger als der Testsieger. Bester Akku bei den Windows-Geräten. Aber auch einziges Display, das spiegelt. Gute ­Leistung bei 3D-Spielen dank separater Grafikkarte.

Asus Zenbook
Das einzige Ultrabook mit einer separaten ­Grafikkarte hat die höchste Rechenleistung und bekam eine „gute“ Note bei 3D-Anwendungen, ist dafür aber das schwerste Gerät. Bei den Umwelteigenschaften „sehr gut“.

Dell XPS 13
Das teuerste Ultrabook hat einen hochauf­lösenden und leuchtstarken Bildschirm, der aber spiegelt. Besonderheiten: das einzige Ultra­book mit einem Touchscreen und längste Akkulaufzeit. Auch dieses Gerät hat „sehr gute“ Umwelteigenschaften.

HP Spectre x360
Sehr gute Handhabung, zweites Gerät mit „guter“ Leistung bei 3D-Anwendungen. Das Display spiegelt mitunter, kein verdrehsicherer USB-3.1-Typ-C-Anschluss.

Lenovo Ideapad
Beste Akkulaufzeit: Kein „Convertible“ hat einen längeren Atem. Außerdem das dünnste Gerät. Das Display überzeugt mit sehr hoher Auflösung, spiegelt allerdings.

Apple Macbook
Schwacher Prozessor, deshalb geringste Rechenleistung. Hat die kürzeste Akkuladezeit und die besten Umwelteigenschaften; unter anderem aufgrund weniger Anschlüsse die geringste Vielseitigkeit. Dünnstes und leich­testes Ultrabook.

Microsoft Surface Book
Einziges Gerät, bei dem der Bildschirm gänzlich abtrennbar ist (detachable). Hat deshalb zwei Akkus – einen im Display, einen in der Tastatur. Dickster Hybrid, ohne USB-3.1-Typ-C-Anschluss.

Acer Aspire
Mit guter Note bei 3D-Spielen der vielseitigste Hybrid-PC und zugleich das günstigste Gerät seiner Klasse. Enthält zwei SSD-Speicher und verbraucht nur wenig Strom. Das Display ist hochauflösend, spiegelt aber und stellt Farben teilweise verfälscht dar.

Zusammenfassung

  • Notebook für daheim: Wer den Computer hauptsächlich zu Hause einsetzt, wird mit einem Notebook glücklich – hier fallen die Größe und die geringe Akkulaufzeit nicht ins Gewicht.
  • Ultrabook für unterwegs: Wer oft unterwegs ist und in Bus, Bahn oder Taxi arbeiten muss, greift zum Ultrabook, muss aber Abstriche bei der Performance hinnehmen.
  • Hybrid als Alternative: Wer sein Gerät auch als Tablet nutzen will, kommt um die Hybrid-PCs nicht herum. Sie sind in erster Linie die (teils noch teurere) Alternative zum Ultrabook.
  • Auf Details achten: Wenn im Flugzeug das Licht gedimmt wird oder der Zug durch einen Tunnel fährt, muss man z.B. mit einer Tastaturbeleuchtung nicht im Dunkeln tippen. Und auch die Anschlüsse sind ein Thema.

Testkriterien

Im Test der Stiftung Warentest: 6 Windows-Notebooks mit ca. 39,5 cm (15,6 Zoll) Bildschirmdiagonale für etwa 700 bis 850 Euro und ein MacBook mit 39,0 cm (15,4 Zoll) Displaydiagonale. 3 Windows-Ultrabooks mit ca. 33,6 cm (13,3 Zoll) Bildschirmdiagonale und ein Macbook mit 30,4 cm (12,0 Zoll) Displaydiagonale. 4 Windows-Hybridrechner mit umklappbarer Tastatur und ein Windows-Hybridrechner mit abnehmbarer Tastatur. Eingekauft wurde im Februar 2016. Die genannten Preise sind die bezahlten Einkaufspreise.

Rechenleistung
Die Prüfungen erfolgten unter den mitgelieferten Betriebssystemen. Beurteilt wurde die Schnelligkeit aktueller Software, die für diese Betriebssysteme verfügbar ist. Zusätzlich wurden Benchmark-Tests zur Beurteilung herangezogen.

Büroanwendungen: Beurteilt anhand von vergleichbar definierten Abläufen wie Ausführung eines Excel-Makros, Kopieren von Dateien, Brennen einer Daten-DVD, Installationszeit für iTunes, Festplatten- bzw. SSD-Geschwindigkeit, Benchmark-Tests Geekbench 3 und Sandra 2014.

Multimedia: Konvertierungsfunktionen von Gimp, Konvertieren und Einlesen von Musikdaten mit iTunes, Transkodieren einer Filmsequenz mittels Handbrake und MediaEspresso. Zusätzlich geprüft wurden die DVD-, Blu-ray- und Archival-Disk-Wiedergabemöglichkeit sowie MPEG2- und MPEG4-Wiedergabe.
3D-Spiele: Praktische Tests mit 3D-Computerspielen und den Benchmark-Tests Call of Duty, Unigine Heaven sowie 3DMark 11 und Ice Storm.

Handhabung
Drei Experten beurteilten vergleichend: Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und Verständlichkeit sowie die Art der Gebrauchsanleitung und Hilfe einschließlich des Supports im Internet.

Inbetriebnahme: Konfiguration im Auslieferzustand und Grundeinstellung des Computers. Wiederherstellung: Systemwiederherstellung mittels Recovery-DVD bzw. Image auf Festplatte. Täglicher Gebrauch: Bewertet wurden unter anderem die Bedienbarkeit von Tastatur und Touchpad, das Bedienen per Touchscreen (falls vorhanden), die Zugänglichkeit der Anschlüsse, die Geschwindigkeit beim Hoch- und Herunterfahren der Geräte sowie die Wärmeentwicklung. Ebenfalls geprüft wurde die Tonqualität der Lautsprecher und mit Kopfhörern sowie die Aufnahmequalität des Mikrofons. Handlichkeit und Transport: Gewicht und Größe der Geräte wurden hinsichtlich der mobilen Nutzung beurteilt.

Tablet-Nutzung
Geprüft wurden die Internetfunktionen, E-Mail-, Musikspieler -, Ton-, Kamera- und Videofunktionen. Getestet wurden die Handhabung beim täglichen Gebrauch, Handlichkeit, Transportierbarkeit sowie die Verarbeitung. Die Akkuleistung für Betriebsdauer und Ladedauer im Tablet-Modus sowie der Blickwinkel von der unteren Längsseite schräg aufs Display wurden geprüft und bewertet.

Display
Gemessen wurden unter anderem die Reaktionszeiten der Displays (schwarz-weiß und grau-grau), der Blickwinkel, der Schwarzwert, die maximale Helligkeit sowie die Farb- und Helligkeitsverteilung. Außerdem wurde die Darstellungsqualität des Displays mittels unterschiedlicher Testbilder von drei Experten vergleichend beurteilt. Störende Reflexionen des Displays flossen ebenfalls in die Bewertung ein.

Akku
Geprüft wurde, wie lange die Geräte mit einem voll geladenen Akku beim Abspielen eines Videos im Modus „Höchstleistung“ sowie bei Nutzung im WLAN-Betrieb im Modus „Energiesparen“ bei vergleichbar hellem Bildschirm und vergleichbarer  Lautstärke betrieben werden können. Außerdem ging unter anderem in die Bewertung ein, ob der Akku wechselbar ist und wie lange der Akku lädt.

Umwelteigenschaften
Geräusch: Messung der Lautheit in der Maßeinheit Sone und Beurteilung der Betriebsgeräusche in verschiedenen Betriebszuständen durch drei Experten.

Stromverbrauch: Bewertung des Stromverbrauchs im Nutzerprofil: pro Tag 3,8 Stunden in Betrieb (davon ein Drittel der Zeit intensive Nutzung und zwei Drittel geringe Nutzung), 8 Stunden im Stand-by und 12,2 Stunden in ausgeschaltetem Zustand (heruntergefahren, aber am Stromnetz) – sowie Leistungsaufnahme im Stand-by.

Vielseitigkeit
Der Umfang der mitgelieferten Hardware wurde beurteilt, zum Beispiel vorhandener Arbeitsspeicher, Kapazität des internen Speichers, mitgelieferte Multimedia- und Kommunikationskomponenten, Anschlussmöglichkeiten; ebenso der Umfang der Software, d.h. im Lieferumfang enthaltene Vollversionen.
 

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