DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Wäschetrockner - Die Kosten des Komforts

  • Teurer Testsieger
  • Durchwegs hoher Energieverbrauch
  • Es geht oft rascher als im Freien

In vielen Haushalten hat die Wäscheleine ausgedient: Der Wäschetrockner ist die komfortable Alternative, er wird von Umweltbewussten jedoch als Stromfresser abgetan. Besser und billiger trocknet die Wäsche sicherlich draußen im Freien oder auf dem Dachboden. Nur verfügt eben nicht jeder über Garten, Balkon oder Terrasse, die dafür geeignet wären. Und in der Wohnung kann das Trocknen schnell zum Platzproblem werden oder in einer ohnehin feuchten Behausung gar zu Schimmel führen (siehe dazu: Weitere Artikel - "Anti-Schimmel-Mittel").

Gerade Mehrpersonenhaushalte wissen den Komfort des Wäschetrockners zu schätzen. Sogar schwerst verschmutzte Berufsuniformen oder Fußballer-Dressen werden wohl auf keine andere Weise so rasch wieder einsatzbereit sein. Und die Wäsche wird auch ohne Weichspüler flauschig, vieles braucht nicht einmal mehr gebügelt zu werden, sondern kann direkt in den Schrank wandern.

Untersucht wurden acht Geräte (darunter zwei baugleiche), und zwar von dem Typ, der in den meisten Haushalten verwendet wird, weil er keine Abzugsmöglichkeit ins Freie braucht (Kondensationstrockner). Das Testergebnis des einzigen Ablufttrockners im Test finden Sie unter: Inhaltsverzeichnis - "Ablufttrockner - Aus der Mode."

Wichtigstes Qualitätsmerkmal eines Wäschetrockners ist, dass er die gesamte Wäsche gleichmäßig trocknet und bei Erreichen der gewählten Restfeuchte abschaltet. Überprüft wurden unterschiedliche Programme. Ihr bestes Ergebnis zeigten die Geräte bei den Programmen „Baumwolle schranktrocken“ (mit voller Beladung) und „Pflegeleicht“. Der Aufgabe, bis zum Grad „Bügelfeucht“ zu trocknen, wurden etliche weniger gerecht, lediglich Miele und AEG konnten hier punkten.

Umweltbewusste achten zunehmend auf den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten. Auf den ersten Blick erkennbar ist dieser am Energielabel, das bei Kühlgeräten, Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen und Trocknern vorgeschrieben ist. Klasse „A“ bedeutet dabei den günstigsten Verbrauch. Bei Wäschetrocknern ist diese Klasse angesichts des hohen Stromverbrauchs unerreicht. Sämtliche Geräte dieses Tests sind Klasse „C“. Hochgerechnet auf 10 Jahre ergeben sich bei einem Vier-Personen-Haushalt zusätzliche Kosten von 400 bis 500 Euro. Um diesen hohen Energieverbrauch zu senken, müssten neue Technologien eingesetzt werden. Es laufen zwar Erfolg versprechende Versuche mit eingebauten Wärmepumpen, die Geräte sind nach dem heutigen Stand aber noch unerschwinglich. Ein einfacheres Rezept wäre, die Laufzeit zu verlängern und damit die Heizkosten zu reduzieren. Das hieße jedoch wiederum, eine Trockenzeit von mehreren Stunden in Kauf zu nehmen.

Über 400 Euro Stromkosten

Wesentlich ist auch, wie lang es dauert, bis die Wäsche wieder zur Verfügung steht. Miele, Bosch und Siemens schafften „Baumwolle schranktrocken“ in etwas mehr als anderthalb Stunden, während das Schlusslicht Quelle über zwei Stunden lief. Die gemessenen Zeiten beziehen sich auf einen 16-Ampere-Anschluss. Positiv zu verzeichnen: Die Siemens- und Bosch-Geräte können auch auf eine niedrigere Anschlussleistung umgeschaltet werden, sodass eine 10-Ampere-Absicherung ausreicht. Dabei verlängern sich allerdings die Trockenzeiten.

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf Bau und Form des Wasserbehälters legen. Meist fasst dieser rund drei Liter. Das ist nicht sehr viel, regelmäßiges Entleeren ist daher angesagt, damit das Gerät richtig funktioniert. Die Tanks sind üblicherweise oben in die Bedienblende integriert. Das ist nicht bei allen Testgeräten optimal gelöst. So wird dieser Arbeitsschritt bei einem ansonsten guten Gerät wie dem AEG-Modell unnötig erschwert: Die Ausgießöffnung des Behälters befindet sich unerwarteterweise vorn hinter der Griffblende statt auf der Hinterseite. Dazu plagt man sich dann noch mit dem Verschluss.

Meist bedienungsfreundlich

Die Wäschetrockner zu beladen und die notwendigen Reinigungsschritte durchzuführen, war beim Großteil der Testkandidaten leicht. Die meist in der Innenseite der Tür angebrachten Flusensiebe lassen sich einfach herausnehmen. Sie sollten möglichst glattflächig sein, damit sie gut zu reinigen sind (was übrigens  nach jedem Trockenvorgang zu empfehlen ist). Gleiches gilt für die Siebe im Bereich der Tür, über die nur einige Geräte verfügen. Wird das unterlassen, können die Flusen des vorherigen Durchganges beim Herausnehmen an der Wäsche kleben bleiben. Unangenehm wird das vor allem, wenn nach heller Wäsche dunkle folgt oder umgekehrt.

Platz sparen durch Stapeln

Außerdem sollten Sie überlegen, ob Sie Trockner und Waschmaschine zu einer Platz sparenden Säule stapeln möchten. Grundsätzlich ist das bei allen getesteten Geräten möglich. Es funktioniert jedenfalls dann, wenn die Waschmaschine vom selben Anbieter stammt. Sonst sollten Sie diesen Punkt vor dem Kauf klären. Bedenken Sie außerdem: Falls der Trockner in die obere Position kommt, ist das Entleeren des Wasserbehälters unpraktisch. Man kann das Kondenswasser aber – so wie die Lauge der Waschmaschine – auch direkt in den Abfluss leiten.

Ablufttrockner - Aus der Mode

  • Direkt ins Freie. Bei Ablufttrocknern entweicht die der Wäsche entzogene Feuchtigkeit über einen Schlauch, der durch einen Abzug oder ein Fenster nach draußen geführt werden muss. Die getesteten Kondensationstrockner kühlen die heiße Luft hingegen ab, und das Kondensat wird in einem Sammelbehälter aufgefangen.
  • So kurz wie möglich. Der Abluftschlauch darf keinen Knick aufweisen. Meist finden sich seitlich und hinten am Gerät mehrere Schlauchanschlüsse, von denen jener ausgewählt werden sollte, der die kürzeste Ableitungsmöglichkeit bietet. Die restlichen Anschlüsse müssen verschlossen werden. Eine gute Belüftung des Raumes verkürzt die Trockenzeit.
  • Ein Gerät im Test. Miele Novotronic T 263 hat nicht so gut abgeschnitten wie der Kondensationstrockner aus demselben Haus. Mit einem Preis von 862 Euro war er teurer als die Mehrheit der Kondensationstrockner. Er verbraucht auch nicht weniger Strom.

Anbieteradressen

AEG: Electrolux Hausgeräte GmbH, Herziggasse 9, A-1230 Wien, (01) 866 40-0

Bauknecht: Whirlpool Austria GmbH, IZ NÖ-Süd, Straße 3, Objekt 41, A-2355 Wiener Neudorf, (02236) 67 00-0

Bosch: BSH Hausgeräte GmbH, Quellenstraße 2, A-1100 Wien, (0810) 24 02 60

Miele GesmbH, Mielestraße 1, A-5071 Wals-Salzburg, (0662) 85 84-0

Privileg: Quelle AG, Industriezeile 47, A-4020 Linz, (0732) 78 09-0

Siemens: BSH Hausgeräte GmbH, Quellenstraße 2, A-1100 Wien, (0810) 24 02 60

Kompetent mit Konsument

  • Etliche gute. Testsieger Miele ist das teuerste Gerät im Test. AEG, Bosch und das baugleiche Siemens-Modell (TXL 2201) bieten vergleichbare Qualität zu günstigeren Preisen.
  • Wahre Stromfresser. Im Lauf von zehn Jahren häufen sich Stromkosten in der Höhe von mehr als 400 Euro an. Die wichtigste Sparmaßnahme: Wäsche gut ausschleudern (bei 1200 bis 1400 Umdrehungen pro Minute).
  • Komfortabel. Soll Kleidung raschest wieder einsatzbereit sein, zahlt sich ein Trockner aus. Das spart Weichspüler, weil die Wäsche ohnehin flauschig wird, und sicherlich zum Teil das Bügeln.
  • Zu feuchte Behausung. Wäsche nicht drinnen aufhängen. Bei engen Wohnverhältnissen ist ein Trockner sinnvoll – gute Kondensationswirkung bieten etwa Miele und Bauknecht. Beim Betrieb trotzdem lüften.
  • Aufs Pflegeetikett achten. Nicht jedes Stück darf in den Trockner. Vorsortieren hilft Strom sparen.

So haben wir getestet

Im Test: 9 Wäschetrockner aus dem gehobenen Preissegment, davon 8 feuchtegesteuerte Kondensationstrockner (darunter zwei baugleiche) sowie ein Ablufttrockner. Der Test wurde von der Stiftung Warentest durchgeführt.

Praktische Prüfung: Prüfung nach IEC 61121 mit Füllmengen nach Anbieterangaben. Tests mit voller und halber Beladung (Baumwolle schranktrocken). Anfangsrestfeuchte 60% (Baumwolle schranktrocken und bügelfeucht) oder 50% (pflegeleicht). In den Programmen pflegeleicht und bügelfeucht wurde die Gleichmäßigkeit der Trocknung innerhalb jeder Füllung beurteilt. Außerdem: die Einhaltung der Endrestfeuchte, die Wiederholbarkeit der fünf Trockenvorgänge und der Zeitbedarf pro Kilogramm.

Technische Prüfung: Wegen der unterschiedlichen Nennfüllmengen wurde der Energieverbrauch pro Kilogramm Trockenwäsche ermittelt und bewertet. Die Kondensationswirkung wurde anhand der aufgefangenen Wassermengen ermittelt. Das Laufgeräusch wurde von drei Fachleuten subjektiv bewertet und die Schallleistung in dB(A) ermittelt.

Handhabung: Drei Fachleute und zwei Laien beurteilten Gebrauchsanleitung, Bedienelemente, Be- und Entladen, Zugänglichkeit und Reinigung der Flusensiebe und des Wärmetauschers sowie Wartung des Kondensatbehälters.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Wäschetrockner: Wäschetrockner-Bullauge mit geöffneter Tür, getrocknetes zusammengefaltetes Handtuch in grün liegt in der Trommel premium

Test Wäschetrockner: Gut und sparsam

Die aktuellen Geräte mit Wärmepumpe arbeiten strom­­sparend und liefern mit einer Ausnahme überwiegend gute Ergebnisse beim Trocknen. Durch ­geschicktes Vorgehen mit Wäsche und Maschine beeinflussen Sie Ihre Stromkosten.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang