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Online-Zimmervermittlung - Per Mausklick zum Privatquartier

Share Economy, die gemeinsame Nutzung von Gütern, liegt im Trend. Internetportale wie Airbnb oder Wimdu vermitteln Privatwohnungen und -zimmer an Urlauber. Aber darf man eine Wohnung einfach so an Touristen vermieten?

Privatunterkunft oder Hotel? Die meisten ­Urlauber entscheiden sich nach wie vor für ein Hotel, doch Privatwohnungen werden als Urlaubsbleibe zusehends beliebter. Wohnviertel statt Hotelkomplex, Ortsansässige als Nachbarn, oft wesentlich geringere Übernachtungskosten als im Hotel und unter ­Umständen auch noch persönliche Betreuung durch nette Vermieter, die ihre Gäste mit ­interessanten Tipps versorgen – all das macht eine Privatunterkunft als Alternative zu einem Hotelzimmer für immer mehr ­Urlauber attraktiv.

Übernachtungen im Privatquartier immer beliebter

In Wien beispielsweise gab es heuer laut Wiener Tourismusverband von Jänner bis Mai 4,5 Millionen Übernachtungen. Davon entfielen 4,1 Millionen auf Hotels und gerade einmal 34.000 auf Privatunterkünfte. Das ist nicht viel. Doch ver­glichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres haben sich die Übernachtungen in Privatquartieren heuer fast verdoppelt.

Onlineportale: Airbnb, gloveler, Wimdu und 9flats

Es gibt mittlerweile viele Onlineportale, die private Unterkünfte vermitteln und sich über Provisionen für abgeschlossene Buchungen finanzieren. Die größten und bekanntesten sind Airbnb, gloveler, Wimdu und 9flats.

Dort registrierte Gastgeber suchen vorübergehend Mitbewohner oder vermieten ihre Wohnung auch zur Gänze, während sie beispielsweise selbst auf Reisen sind. Die Gastgeber bessern über die Vermietung ihr Einkommen auf und sind für die Einhaltung allfälliger rechtlicher Vorgaben verantwortlich.

Zimmervermieter sollten sich über Rechtslage informieren

Wer sich als Gastgeber auf einer Plattform registrieren lassen will, sollte sich deshalb vorab genau darüber informieren, unter welchen Voraussetzungen eine Wohnung an Touristen vermietet werden darf (siehe "Rechtliche Hürden").

In unserer Vergleichs-Tabelle finden Sie außerdem Angaben über die Kosten für Vermieter in % des gesamten Mietpreises sowie die Kosten für Gäste in % des gesamten Mietpreises bei den Zimmervermittlungsportalen Airbnb, gloveler, Wimdu und 9flats.

Kleinere regionale Zimmervermittler

Große Auswahl

Share Economy hin oder her – fließt einmal Geld, gelten eigene Regeln. Airbnb, 2008 mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, gegründet, bietet mittlerweile in 190 Ländern über 600.000 Unterkünfte an. Bei ­Wimdu (Zentrale: Berlin) können Interes­sierte aus mehr als 300.000 Zimmern bzw. Wohnungen in über 100 Ländern auswählen. Und bei 9flats (Zentrale: Berlin) ­finden sich über 100.000 Privatquartiere in über 140 Ländern.

Kleinere regionale Zimmervermittler

Es gibt aber auch viele kleinere Anbieter, die nur in bestimmten Regionen oder Städten Unterkünfte vermitteln. Einer davon ist etwa kurzzeitwohnen.com (Sitz: Hallwang bei Salzburg). Andere Anbieter sind auf bestimmte Städte spezialisiert. Viennacity flats.at oder ferienwohnungenwien.com ­­vermitteln beispielsweise Privatunterkünfte in Wien.

Umfassend informiert

Egal welches Portal: Auf den Websites werden potenzielle Mieter meist umfassend über die angebotenen Objekte und die Gastgeber informiert. Auch die von Gästen abgegebenen Bewertungen und Kommentare können beim Auswählen einer Bleibe hilfreich sein.

Unterschiedliche Gebühren

Suchkriterien fixieren

Will man bei der Suche nach einem Urlaubsquartier nicht in die Zeitfalle tappen, muss man gezielt vorgehen. Je klarer die Vorstellung, wann, wo und wie man im Urlaub ­wohnen will, desto einfacher wird die Suche. Stehen Reisetermin und Destination fest, ist es sinnvoll, sich über den Zielort näher zu informieren und beispielsweise anhand eines Stadtplans zu erkunden, welche Viertel eine passende Infrastruktur haben. Bei einigen Portalen ist die Unterkunftssuche nach Stadtteilen möglich. Über den Google-Zusatzdienst Streetview lassen sich (sofern er eingebunden ist) erste Eindrücke von der ­Wohngegend sammeln.

Couch, Boot oder lieber Schloss?

Das Angebot an Unterkünften verschiedener Kategorien ist bei den meisten Portalen enorm. Von der Couch in einem Gemeinschaftszimmer bis zum Luxusappartement, einem Boot, einer Villa, einem Schloss ist ­alles dabei. Dementsprechend unterschiedlich sind die Preise. Die Ergebnislisten ­können üblicherweise nach Preisen sowie nach Unterkunftstypen und Ausstattungsmerk­malen (ausgenommen: Wimdu) gefiltert werden. Nettes Plus: Bei gloveler ist gleich auf den ersten Blick ersichtlich, wie viel für etwaige zusätzliche Gäste zu zahlen ist.

Unterschiedliche Preise

Wie viel eine Unterkunft kostet, hängt letztlich aber nicht nur von ihrer Ausstattung und Belegung ab, sondern auch davon, auf welcher Plattform sie angeboten wird. Wir haben bei unseren Recherchen etliche Male fest­gestellt, dass ein und dasselbe Appartement oder Zimmer je nach Plattform einen anderen Preis hat: Zum einen ist es den Vermietern überlassen, wie viel sie jeweils für die Unterkunft verlangen, zum anderen verrechnen die Plattformen für ihre Vermittlung unterschiedlich hohe Gebühren (das gleiche gilt für Stornierungen). Das Abklappern mehrerer Sites kann sich lohnen!

Geschäft zwischen Privatpersonen

Ist die Wahl endgültig getroffen, die Unterkunft gebucht, überweisen die Gäste das Geld für ihr Urlaubsdomizil an die Plattform. Diese behält das Geld vorerst ein, bis zu 24 Stunden nach dem Einzug der Gäste ins Quartier. Den Urlaubern wird auf diese Weise ermöglicht, sich vor Ort von der Richtigkeit der im Netz gemachten Angaben zu überzeugen, bevor der Vermieter das Geld erhält. Nichtsdestoweniger bleibt das Vermieten bzw. Mieten ­einer Privatwohnung als Urlaubsunterkunft grundsätzlich ein Geschäft zwischen zwei Privatpersonen. Es gilt, was vereinbart wird.

Tabelle: Online-Zimmervermittlung

Rechtliche Hürden

Die Wohnung bzw. ein Zimmer bei Airbnb oder einer ähnlichen Plattform als Urlaubsquartier anzubieten und zu vermieten, ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Zur Gänze dürfen Mietwohnungen nur mit Zustimmung des Vermieters untervermietet werden. Eine teilweise Untervermietung ist auch ohne Zustimmung des Vermieters erlaubt – vorausgesetzt, der Hauptmieter nutzt mehr als die Hälfte der Wohnung weiterhin selbst. Bei Zuwiderhandeln droht die Kündigung.

Wird eine Wohnung nach Absprache mit dem Vermieter komplett untervermietet, muss sie ebenfalls mehr als sechs Monate pro Jahr vom regulären Mieter genutzt werden. Und: Die Miete, die vom Untermieter verlangt wird, darf nicht höher sein als jene, die der reguläre Mieter zahlt.

Beim Vermieten einer Eigentumswohnung kommt es vor allem darauf an, nicht mit dem gewidmeten Nutzungszweck in Konflikt zu kommen. Eigentümer dürfen eine Wohnung uneingeschränkt vermieten, wenn der Mieter sie zum Wohnen nutzt. Die Verwendung eines zu Wohnzwecken gewidmeten Appartements als Urlaubsquartier, Kanzlei oder Ordination hingegen ist unzulässig.

Wird eine Eigentumswohnung, die nicht als Ferienwohnung gewidmet ist, über Airbnb oder ähnliche Plattformen Urlaubern angeboten, braucht der Wohnungseigentümer die Zustimmung aller anderen Hauseigentümer, stellte der oberste Gerichtshof vor Kurzem in einem Urteil fest.

Der Grund: die "unkontrollierte Anwesenheit von fremden Personen" im Wohnhaus. Der Wohnungstausch für touristische Zwecke und ein einmaliges kurzfristiges Vermieten der Wohnung an Touristen sind von diesem Urteil nicht betroffen und bleiben bis auf Weiteres erlaubt.

Zusammenfassung

  • Suchen. Konkrete Angaben zu Reisedatum, Zielort, bevorzugten Stadtteilen, Preis und Ausstattung des Appartements in die Suchmasken eintragen; das führt zu einem überschaubareren Angebot und erleichtert die Auswahl.
  • Informieren. Auf den Websites der Anbieter gibt es meistens ausführliche Beschreibungen und Fotos von den Unterkünften; die Gastgeber stellen sich ebenfalls mit Foto vor. Auch die von Gästen abgegebenen Bewertungen und Kommentare beachten.
  • Vergleichen. Ein und dieselbe Unterkunft kann je nach Portal zu unterschiedlichen Preisen angeboten sein. Das gewählte Appartement oder Zimmer daher auf mehreren Portalen suchen, um den günstigsten Preis ausfindig zu machen. Gebühren für die Nutzung des Portals und für Stornierungen ebenfalls vergleichen.

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