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Obsoleszenz: Reparatur verhindert - Kommentar von Peter Blazek

Peter Blazek (Bild: U. Romstorfer/VKI)
E-Mail: Peter Blazek - Redaktion "Konsument"

Die meisten hochpreisigen Waschmaschinen überstehen die Dauerprüfung ohne gröbere Mängel, das hat sich auch in diesem Test gezeigt (Waschmaschinen - Auch günstig wäscht gut). Doch ist deshalb alles paletti? Nein, denn immer wieder fallen auch Modelle von Premium-Marken im Lebensdauertest durch.

20 Jahre Lebensdauer

Eine vom Öko-Institut Freiburg durchgeführte Studie belegt, dass Waschmaschinen bei Berücksichtigung der gesamten durch Produktion, Betrieb und Entsorgung verursachten Umweltbelastung erst nach 20 Jahren ausgetauscht werden sollten. Das überstehen jedoch selbst die teuersten Modelle nur in Ausnahmefällen.

Keine Service-Dokumentation

Eine typische Ausprägung geplanter Obsoleszenz, also der absichtlichen Verkürzung der Lebensdauer eines Produktes, besteht darin, dass Reparaturen verunmöglicht werden. Und eine kürzlich vom Reparatur- und Service- Zentrum R.U.S.Z durchgeführte Untersuchung kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Bis auf eine Ausnahme war von keinem einzigen der zwölf überprüften Hersteller eine vollwertige Service-Dokumentation zu bekommen. Und nicht einmal einer stellte einen unbeschränkten Zugang zur Software zur Verfügung – was notwendig wäre, damit freie Werkstätten einen diagnostizierten Fehler auch wirklich beheben können.

"Betriebsgeheimnis"

Die Hersteller rechtfertigen dies mit dem Wahren von Betriebsgeheimnissen oder dem Argument, dass nur die eigenen Vertragswerkstätten in der Lage seien, Reparaturen fachgerecht durchzuführen.

Alte Leier

Schon wieder die alte Leier. Wir kennen sie aus der Automobilbranche. Allzu lange haben sich die Autoproduzenten dagegen gewehrt, dass Ersatzteile von unabhängigen Produzenten nachgebaut werden dürfen und dass Reparatursoftware auch freien Werkstätten zur Verfügung steht.

Autobranche zum Wettbewerb gezwungen

Heute ist dies dank endlich durchgesetzter gesetzlicher Bestimmungen Vergangenheit, und wenn es (Teilen) der Autobranche heute nicht ganz so gut geht, ist sicher nicht der erzwungene freie Wettbewerb daran schuld.

Wie es scheint, wird es wohl auch in der Haushaltsgerätebranche nicht ohne konsequenten Druck seitens des Gesetzgebers gehen.


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