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Fairphone 3+ kaufen? - Abgerechnet wird am Schluss

Nachhaltigkeits-Redakteur Markus Stingl hat sich ein Fairphone 3+ gekauft. Warum, lesen Sie hier. Ein Erfahrungsbericht.

Ich stelle nicht allzu viele Ansprüche an ein Smartphone. Telefonie, SMS, Ton- und Bildaufnahmen und ein paar Apps müssen funktionieren. Mein Samsung Galaxy S4 hat das sieben Jahre lang zu meiner Zufriedenheit erledigt. Doch leider wird das vorinstallierte Android-Betriebssystem mittlerweile von einigen der Apps, die ich häufig benutze, nicht mehr unterstützt. Und zu allem Überdruss ist mir das Smartphone auch noch heruntergefallen: riesiger Sprung im Bildschirm. Die Zeit scheint reif für Neues.

Kontinuität statt Effekthascherei

Ich entscheide mich recht schnell für ein Fairphone. Das 3er-Modell hatten wir Anfang des Jahres getestet und für „gut“ befunden – mit Abstrichen bei der Kamera-Qualität (Details entnehmen registrierte Abonnenten unserem Produktfinder auf www.konsument.at/handytest). Das Unternehmen aus Holland hat die Kritik aufgegriffen und das Mitte September neu auf den Markt gebrachte Fairphone 3+ mit einer optimierten Kamera (48 Megapixel mit 12 MP Output) ausgestattet. Sonst gab es aber kaum Veränderungen zum Vorgängermodell. Kontinuität statt Effekthascherei durch jährlich neu designte und mit viel Trara präsentierte Handys – sympathisch, wie ich finde. Und unterstützenswert. Es spricht also viel für und wenig gegen den Kauf.

Kurz angerissen noch einige Punkte auf der Öko-Habenseite:

  • Ein Fairphone ist einfach zu reparieren. Die Module (Batterie, Display etc.) können ohne Spezialwerkzeug ausgetauscht werden. Das ermöglicht eine lange Nutzungsdauer. Somit können auch Fairphone-3-Besitzer recht einfach in den Genuss der neuen Kamera kommen, die im „3+“ verbaut ist.
  • Die verwendete Software soll zumindest 5 Jahre aktuell gehalten werden.
  • Rohstoffe werden von verantwortungsbewussten Quellen bezogen und die Arbeiter (auch in den Zulieferbetrieben) werden fair behandelt und entlohnt. Auditiert wird das durch Partner vor Ort.

Erste Eindrücke: robust, nicht klobig

Als ich das Fairphone in Händen halte, bin ich überrascht. Es ist meinem alten Handy nicht unähnlich, nur größer. Klobig? Vielleicht. Zumindest, wenn man es mit den sehr flachen (aber nicht reparaturfähigen) „State of the Art“-Konkurrenzprodukten vergleicht. Mir kommt aber nicht das Wort klobig, sondern robust in den Sinn. Zeitloses Design könnte man auch sagen. Geschuldet ist die Optik und Haptik der modularen Bauweise. „Form follows function“ war schon die Maxime der Bauhaus-Vertreter. Mir gefällt dieser Ansatz.

Das Fairphone 3+ hat mich in den ersten Nutzungswochen jedenfalls nicht enttäuscht. Es macht alles, was ein Smartphone meiner Meinung nach können muss. Final bewertet wird es von mir aber ohnedies viel später. Knackpunkt ist ganz klar das Versprechen der Langlebigkeit: Bekomme ich in vier, fünf Jahren noch Komponenten, wenn ich sie tauschen muss bzw. will? Da hatte Fairphone bei den ersten beiden Modellen Probleme. Ich lasse mich überraschen. Hoffentlich positiv.

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