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Corona: Umwelt als Krisengewinner? - Kommentar von Redakteur M. Stingl

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Industrie auf Sparflamme, Flugzeuge am Boden, sinkender Stromverbrauch - derzeit bekommt die Umwelt eine Verschnaufpause. Aber was kommt nach Corona?

Unser Umgang mit dem Ökosystem Erde

Ich riskiere einen Euro fürs Phrasen­schwein: „Die Krise als Chance nut­zen!“ Oder wie es ein Kollege ausgedrückt hat: „Eigenartiges Gefühl: Da wird gerade ein großer Reset-Knopf gedrückt.“ Wenn uns die Corona-Krise etwas lehrt, dann hoffentlich Folgen­des: dass wir Menschen nicht losgelöst, sondern untrennbar eingebettet in das Ökosystem Erde leben. Und auch in Zukunft leben werden. Gerade weil wir in einer hochtechnisierten und globali­sierten Welt leben, werden wir immer verwundbarer. So argumentiert auch der Ökologe Franz Essl Globales Artensterben - Vielfalt erhalten. Faktum ist: Wir müssen uns und unsere ressourcenverschlingende Art, zu leben, schonunglos hinterfragen.

Verschnaufpause für die Umwelt

Momentan ist die Umwelt ein Krisengewinner, sie bekommt eine Verschnauf­pause. Die Schwerindustrie werkt auf Sparflamme, Flugzeuge bleiben am Boden. Auch Kohlekraftwerke werden her­untergefahren, weil der Stromver­brauch sinkt.

Aber was kommt nach Corona?

Dass uns die Krise verändern wird, davon gehe ich aus. Jeder wird seine Lehren daraus ziehen, wird einen ande­ren Blick auf viele Dinge bekommen. Doch ob der große Reset-Knopf wirk-lich gedrückt wird, werden wir erst in ein paar Monaten, vielleicht in einem Jahr wissen. Zu hoffen ist es jedenfalls. Inständig. Denn die Zeitfenster, in denen wir noch Substanzielles gegen den Klima­wandel, gegen das Artensterben und gegen das Kollabieren von Ökosystemen tun können, schließen sich.

Kleine persönliche Beiträge, große politische Weichenstellungen

Natürlich geht es um die ganz großen politischen Weichenstellungen. Aber jeder kann mit gutem Beispiel vorangehen und kleine Beiträge leisten. Auch jetzt schon, z.B. mit einem prüfenden Blick in die wohl bei vielen derzeit zum Bersten volle Speisekammer: Bitte, las­sen Sie keine Lebensmittel verderben, verbrauchen Sie sie, bevor sie schlecht werden! Denn Lebensmittel sind kost­bar und sie wegzuwerfen hat weitrei­chende Auswirkungen – auch aufs Klima, wie der Lebensmittel: Ökobilanz im Vergleich - Mit oder ohne Verpackung? zeigt.KONSUMENT-Redakteur Markus Stingl (Foto: VKI)

 

 

„Die Zeitfenster, in denen wir noch Substanzielles gegen den Klimawandel, gegen das Artensterben und gegen das Kollabieren von Ökosystemen tun können, schließen sich.“

KONSUMENT-Redakteur E-Mail: Redakteur Markus Stingl 

 

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