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Hühnerfleisch, Jö-Bonusclub, KONSUMENT in der Schule ... - Ihre Meinung ist uns wichtig

Hier die Liste der Leserbriefe, die wir in KONSUMENT 9/2021 veröffentlicht haben. Sollte sich ein Leserbrief auf einen konkreten Artikel beziehen, dann finden Sie ihn auch bei diesem Artikel.

Bankgeschäfte und ältere Menschen 6/2021

Kassabetrieb eingestellt

Ich kann den vielen Leserbriefen nur beipflichten, wonach sich viele Banken vor allem dadurch hervortun, die Bedürfnisse von älteren Menschen zu ignorieren. Ich selbst lebe ohne Handy und möchte mich nicht durch Banken dazu zwingen lassen, mir ein Smartphone anzuschaffen, das ich sonst überhaupt nicht brauche.

Ich lebe in Perchtoldsdorf, einer NÖ Gemeinde mit immerhin ca. 14.000 Einwohnern. Das hinderte aber die ERSTE-Bank nicht, ihre Filiale kurzfristig auf einen Standort umzustellen, an dem es keinen Kassabetrieb mehr gibt. Größere Beträge meines Geldes bei Bedarf abzuheben, ist nicht mehr möglich. Dazu muss ich nach Mödling fahren und den Geldbedarf auch noch vorher anmelden. Als „Ersatz“ gibt es 4 Automaten, von denen in der Regel 2 nicht funktionieren. Reklamieren kann man nirgends, weil es niemand mehr gibt, der das entgegennimmt. Alles nach dem Motto: „Wir sind immer für Sie da!“

Bitte hören Sie nicht auf, sich für die Bedürfnisse älterer Menschen einzusetzen!

Franz W.
Perchtoldsdorf

Hühnerfleisch: Filets, Flügel, Keulen 8/2021

Bodenständige Abwasch

Vielen Dank für die Hendlfleisch-Informationen. Allerdings finde ich darin in einem Nebenaspekt einen Punkt der Irritation. Sie verwenden zum Glück das bodenständige „Hendl“ und folgen nicht der von Rewe verursachten „Hähnchen“-Seuche; fein, wiewohl eigentlich selbstverständlich. Doch leider phantasieren Sie etwas von einem Spülbecken! So etwas habe ich nicht. Sie meinen wohl die Abwasch.

Bitte noch mehr Aufmerksamkeit auf bodenständige Ausdrucksweisen und grammatikalische Formen. Die österreichische Standardsprache ist bedroht und muss daher gepflegt und tradiert werden!

Erwin K.
E-Mail

Ganze Hühner

Ich kaufe nur mehr Bio-Hühner im Ganzen. Ich habe gelernt, sie ziemlich fachgerecht zu zerteilen, und kann so bis zu 5 Gerichte daraus zubereiten. Die Hühnersuppe aus den Abschnitten wie Sehnen, Haut und der Karkasse ist ein Traum – nichts wird weggeworfen und was nicht sofort verkocht wird, friere ich in Teilen ein. Es ist umwelt- und wohl auch tierfreundlicher; wenn ich schon Fleisch kaufe, dann lieber so.

User "bertholdddd"

Jö-Bonusclub: Unerlaubte Datennutzung? 8/2021

Zwei-Klassen-Behandlung

Man muss sich schon wundern, dass erst nach über einem Jahr die Kritik an der Überwachungsclubkarte wächst. Anders als es der Name suggeriert, kann diese aber potenziell zum Nachteil des Besitzers werden. Beispielsweise können Kunden, die häufig preisreduzierte Waren kaufen (–50 %, –25 %), mittels Profiling mit Attributen versehen werden (geizig, geringes Einkommen) und auf diese Art können ihnen Boni vorenthalten werden.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Unternehmen mit dem, was sich hinter den Kulissen abspielt, nicht sonderlich offen umgehen. Man wartet also einfach auf den nächsten Skandal, bis derlei Taktiken zutage treten. Mit wem die Daten übrigens geteilt werden, ist immer noch nicht eindeutig klar.

Hinter dem euphemistischen Namen der „Vorteilsclubkarte“ verbirgt sich in Wahrheit eine Zwei-Klassen-Behandlung: Wer es ablehnt, dass seine Daten vom Supermarkt verarbeitet werden, bekommt schlichtweg einen TEUREREN Preis. Die Kunden mit einer Karte erhalten hingegen den Normalpreis der Ware und nicht etwa besonders günstige Angebote.

Die breitflächige Integrierung von „Vorteilspreisen“ (gilt nur für Besitzer einer Jö-Card) ist im Grunde die aggressivste Taktik, um den Preis von Produkten künstlich zu erhöhen und die Kunden zur Anschaffung einer solcher Tracking-Card zu zwingen. Was im Grunde als Zwang entlarvt werden kann, wird so nach den besten Regeln der Werbung als „Vorteilsbonus“ verschleiert.

User "Mnemosyne"

KONSUMENT in der Schule 5/2021

Schwerpunkt im Unterricht

Wir haben uns in diesem Schuljahr intensiv mit den Themen Globalisierung und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt.

Diskutiert wurden u.a. etwa die Themen Müll im Hinblick auf Mikroplastik und Elektroschrott (KONSUMENT-Artikel: Recycling - Dreckiges Geschäft - „Dreckiges Geschäft“+ Rohstoffe für das Handy - Abbaubedingungen im Ethik-Check - „Das Konflikt-Phone“ + Smartphones: Neuwertig vs. gebraucht - Erschwingliche Topmodelle - „Secondhand(ys)“, Mode (KONSUMENT-Artikel: Bekleidung: Fast Fashion - So teuer kommt uns billige Mode - „Mode für den Müll“) und Greenwashing (KONSUMENT-Artikel Greenwashing - VKI startet Projekt zur Nachhaltigkeit - „Das Grüne vom Himmel“).

Zum Abschluss unseres Schwerpunktes habe ich die SchülerInnen um Beiträge und Fotos zur Fragestellung „Was tust du, um die Erde ,grüner’ zu machen?“ gebeten. Ihre tollen Ideen möchte ich hiermit mit Ihnen und Ihren Lesern teilen.

Mag. Sarah R.
Lehrerin für Geografie, Geschichte und politische Bildung an der Technischen Fachschule Haslach
(aus KONSUMENT 9/2021)

Hier ein Auszug aus den Reaktionen der Schülerinnen und Schüler:

Wir haben in der Schule sehr viel über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen. Besonders schockiert hat mich, dass viele Produkte aus dem Ausland importiert werden, obwohl es diese auch bei uns gibt. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, möglichst wenige Produkte, die von weither sind, zu kaufen.

Paul P. & Jonas S.

Besonders schockiert hat uns, wie viel Plastikmüll und Mikroplastik sich bereits in den Weltmeeren befinden und dort großen Schaden anrichten. Wir haben uns daher entschlossen, von nun an eine Glasflasche zu verwenden, die wir versuchen, jeden Tag zu benutzen, z.B. um sie der Kantine mit Saft zu befüllen. Wir sparen damit Plastik und Geld und tun gleichzeitig etwas für unsere Gesundheit, da wir nun viel mehr trinken.

Elias I. & Daniel F.

Wir haben heuer sehr viel über das Thema Müll gehört, darum haben wir uns gedacht, warum nicht Milch und Joghurt im Glas statt im umweltschädlichen Tetrapak-Karton oder Plastikbecher kaufen? Obwohl diese auch ein paar Nachteile haben (Wenn sie nicht als Pfand zurückgegeben werden können, müssen sie, bevor man sie wiederverwenden kann, eingeschmolzen werden und das stößt Unmengen an CO2 aus. Aber auch wenn man sie als Pfand zurückgeben kann, müssen sie zuerst mit einem Lkw zu einer Waschanlage gefahren werden und dort ausgewaschen werden und das stößt auch CO2 aus.), glauben wir, es ist ein Anfang, um Plastik zu vermeiden.

Manuel G. & Alexander D.

Nähere Informationen zum Projekt „KONSUMENT in der Schule“ gibt es hier: KONSUMENT in der Schule.

Smartphone länger nutzen 5/2021

Problematische Updates

Alte Geräte wegen fehlender Sicherheits-Updates nicht zu verwenden, da kann ich mich nur wundern. Erstens kommen die Sicherheits-Updates meist um Monate zu spät, dann ist die Frage, ob man diese überhaupt braucht. Jedes Update birgt die Gefahr, dass etwas nicht funktioniert oder nicht mehr so wie vorher.

Gegen Datenverluste helfen nur Backups, Datenkopien. Ist das Gerät kaputt oder in Verlust geraten, dann hilft kein Sicherheits-Update. Eventuell nützt ein Zweitgerät zu einer Absicherung im Notfall, das sollte es wert sein. Gegen Ausspähung von Daten hilft nur Vorsicht. Heikles wie Online-Banking oder Speicherung von Passwörtern mache ich nicht über Smartphones. Da kann man sich nicht auf die Sicherheits-Updates verlassen. Oftmals sind die alten Geräte weitaus sicherer und erprobter als neue. Umweltschutz gilt auch hier. Übrigens sind die Datendiebstähle bei großen Unternehmen für die einzelnen Konsumenten viel gefährlicher, dagegen hilft auch kein Sicherheits-Update.

Vielfach sind die Leute nur unvorsichtig. In der Straßenbahn konnte ich einmal beobachten, wie eine Dame vor mir ihr Passwort eingab. Nicht nur, dass es ein simples Passwort war, konnte ich sie dabei auch beobachten – und dann rufen die Leute nach Sicherheits-Updates. Ich hatte in meinem IT-Leben weit mehr Probleme mit fehlerhaften Updates als mit Viren. Man soll nicht jedem Marketing-Argument blindlings folgen. „Never change a running Windows“ war bei uns ein geflügeltes Wort. Gilt auch für andere Software.

Peter J.
Wien

Unser Technik-Redakteur hat sich mit dem Thema Updates ebenfalls befasst, mehr dazu unter Updates 9/2021.

Die Redaktion

Sparer nicht mehr willkommen 6/2021

Kaum mehr was hinzuzufügen

Die Banken arbeiten konsequent an ihrem schlechten Image und an ihrem Verschwinden, so wie wir derzeit Banken kennen. Konsequent vertreiben die Banken ihre Kunden aus ihren Filialen, indem sie immer mehr Filialen zusperren oder so miese Öffnungszeiten haben, dass ein arbeitender Mensch sich Urlaub nehmen muss, um „seine“ Filiale zu besuchen. Damit nehmen sie sich die Chance, ihre Kunden persönlich zu kennen (und umgekehrt) und eine Beziehung aufzubauen.

Es ist unmöglich, ein Kautionssparbuch zu eröffnen (bzw. zu schließen), noch für die Enkelkinder ... damit werden die angestammten Banken in den Wettbewerb mit Handybanken wie N26 oder Trade Republik gehen müssen und wir werden sehen, wer dann übrig bleibt; neben den Banken natürlich auch die Kunden, vor allem die Älteren, die mit Smartphone, Internet etc. wenig umgehen können, aber auch die ganz jungen, da sie nie an das „Erlebnis“ Sparen, Finanzbildung (Weltspartag ...) herangeführt werden; und versuchen Sie einmal, für das Enkerl die 50 Euro von der Oma für den 1er im Zeugnis auf das Sparbuch einzuzahlen. Da sind erst einmal 5 Euro Gebühren weg, und Zinsen 0, vielleicht demnächst negativ.

Nebenbei werden auch die Bankomaten ausgedünnt, interessanterweise kosten auch die Geld! Alle, auch der Staat, treiben die Leute in das Internet, die Homepages, die PINs und TANs, starke Verifizierung, Abschaffung von Bargeld ... Regulierung des Bürgers, und die Banken machen sich da als Gehilfen des immer mehr in private Sachen eingreifenden Staates schuldig. Bezahlen mit Card an der digitalen Kasse, Abrechnungsfirmen wie WireCard (ja ...), Klarna, Aydin & Co. naschen da mit jeder Transaktion mit und agieren mit unseren Daten, ungeniert.

Interessant wird es, wenn wieder mal ein Hacker in die Bankensoftware einsteigt und alles löscht, absaugt, verschiebt, alle Geldautomaten lahmlegt, man an der Tankstelle steht (natürlich E-Tankstelle) und die Bankomatkarte nicht funktioniert oder der private PC gehackt wird, Internet nicht funktioniert ... Wir werden weinen um das Bargeld, aber wie gesagt, zu spät und die Internetbank sitzt in Berlin, leider nicht erreichbar, schon 3 Stunden in der Warteschleife. Ein kleiner Dank an die Post für die Bank99, ich hoffe, sie kann das durchhalten ...

Ing. Herbert R.
E-Mail

TV-Bedienung 9/2021

An ältere Menschen nicht gedacht?

Vor kurzem habe ich einen neuen Fernseher angeschafft und musste feststellen, dass die dazugehörige Fernbedienung um etwa 1/3 kleiner ist, sodass die Tastatur aufgrund der kleineren Knöpfe für ältere Menschen (ich bin 79 Jahre alt und habe mit Gicht und Arthrose zu kämpfen) wesentlich mühsamer zu bedienen ist.

Auf die Anfrage bei meinem Händler, ob es eine größere Ausführung gibt, wurde mir gesagt, dass dies nicht der Fall ist. Er hat auf dieses Problem bei den Produzenten schon mehrmals hingewiesen. Seine Annahme war, bei den Designern dürfte es sich um junge Menschen handeln, die Probleme älterer Menschen nicht kennen. Er habe eine Marke (Samsung), wo die Bedienung noch kleiner ist bzw. nur mit einem Menüprogramm zu steuern ist und an ältere Menschen nicht verkauft werden kann.

Ich finde, hier liegt eine Diskriminierung älterer Menschen vor, für die das Fernsehen einen hohen Stellenwert hat, worauf die Produzenten mit einer Alternative – eine größere und eine kleinere Fernbedienung – reagieren sollten.

Mag. Karl S.
E-Mail

Uns sind ähnliche Erfahrungen bekannt. Eine Kompromiss-Lösung wäre in diesem Fall die Anschaffung einer programmierbaren Universal-Fernbedienung eines Drittanbieters. Es gibt eine große Auswahl; unter anderem auch solche, die auf die am häufigsten benötigten Grundfunktionen reduziert und entsprechend übersichtlich sind.

Die Redaktion

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