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Leserbriefe - Konsument 11/2000

Konsument 9/99:
Maturaschulen

Ärger mit HFL

Ich habe Ende 1996 einen „Weiterbildungs-Gutschein“ des HFL ausgefüllt und eingeschickt, weil ich mich für den Lehrgang „Buchhalterprüfung“ interessiert habe und die Versprechungen sehr verlockend waren. Innerhalb kurzer Zeit hat sich ein Vertreter bei mir gemeldet und einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbart. Der Vertreter hat viel versprochen und mich dazu überredet, die Anmeldung doch gleich zu unterschreiben. Nach einigen Tagen kamen die ersten Unterlagen, und ich war während der zweiwöchigen Probezeit davon überzeugt, den Kurs positiv abschließen zu können. So wurde aus der Probezeit eine normale Laufzeit des Kurses und ich ordentliche Schülerin des HFL.

Mit der Zeit hatte ich jedoch immer mehr Probleme mit der Bewältigung des Lehrstoffes. Nach etwas über einem Jahr habe ich mich dann an das HFL gewendet und ihnen mitgeteilt, dass ich keine Möglichkeit sehe, die staatliche Prüfung zu schaffen. Daraufhin hat man mir gesagt, wenn ich die Unterlagen im Umfang von ca. 50 Büchern auswendig lerne, hätte ich bestimmt keine Probleme. Die von HFL und deren Vertreter vor Kursbeginn versprochene persönliche Betreuung wäre zwar möglich gewesen, jedoch nur zu jenen Zeiten, zu denen ich arbeiten musste. Da ich während meiner Schulzeit eine sehr gute Schülerin gewesen war, war ich auf Grund meiner schlechten Lernerfolge verzagt und habe mich an die Direktion des HFL gewandt, mit der Bitte, ob man nicht den Kurs kulanterweise stornieren und mir die Kursgebühren abzüglich der entstandenen Kosten rückerstatten könnte. Ich hatte nahezu öS 30.000 bezahlt. Nach mehreren Schreiben war man jedoch lediglich dazu bereit, mir einen anderen Kurs anzubieten. Da ich erkannt habe, dass ich nicht der Lerntyp bin, der im Selbststudium etwas lernen kann, fällt es mir auch schwer, diesen Kurs zu beenden.

Ich kann alle Ihre Leser nur vor diesem Institut warnen. Laut Aussage des VKI OÖ ist das Vorgehen des HFL völlig legal, da ich vertragsbrüchig geworden bin und sie weiterhin gewillt sind, den Vertrag zu erfüllen. Das heißt für mich, sie können öS 30.000 kassieren und müssen nichts dafür tun. Natürlich haben sie sich unter diesen Voraussetzungen geweigert, einer kulanten Lösung zuzustimmen. Dass ich im Vorhinein nicht wissen konnte, was für ein Lerntyp ich bin, zählt wohl nicht.

Name der Redaktion bekannt

Mittlerweile hat das HFL auf Grund unserer Intervention einen Teil der Kurskosten nachgelassen.
Die Redaktion

Weihnachten im Oktober

Letztes Jahr fiel mir schon zu meiner Verärgerung auf, dass sämtliche einschlägige Handelsgeschäfte bereits Ende Oktober mit Weihnachtswaren bestückt waren. Heuer musste ich feststellen, dass bereits Mitte Oktober einige Geschäfte Weihnachtswaren feilbieten. Wenn das so weitergeht, wird nächstes Jahr die Weihnachtswerbung bereits im September beginnen, und übernächstes Jahr werden wir – damit wir ja rechtzeitig beginnen können, unser Geld auszugeben – vielleicht schon im August im Schwimmbad von werbenden Weihnachtsmännern umtanzt!

Wie komme ich dazu, mich mehr als zwei Monate vor einem eigentlich „besinnlichen“ Fest mit Weihnachtsartikeln bombardieren zu lassen? Ich finde, Ende November oder meinetwegen Mitte November ist noch reichlich früh genug, um damit zu beginnen.

Es kann kein Zufall sein, dass fast alle Geschäfte gleichzeitig mit ihrer Weihnachtswerbung beginnen. Gibt es diesbezügliche Absprachen unter den diversen Handelsketten? Muss die Wirtschaftskammer den Beginn dieser Werbekampagne eigentlich genehmigen?

Dorit Beidl
Wien

Die Wirtschaftskammer Wien antwortete dazu:

Auf Grund der österreichischen Rechtsordnung steht es jedem Unternehmer frei, zu disponieren, wann er welche Waren verkauft. Schranken zieht hier lediglich das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Im Führen von Weihnachtswaren bereits Ende Oktober können wir nicht den geringsten Anhaltspunkt irgendeiner Unlauterkeit entdecken. Daher sehen wir auch keine Veranlassung und auch keine Möglichkeit, auf unsere Mitgliedsbetriebe diesbezüglich in irgendeiner Weise einzuwirken. Es liegt vielmehr die Vermutung nahe, dass seitens der Konsumenten schon sehr zeitig eine enorme Nachfrage besteht, da sonst die Firmen nicht zu derart aufwendigen Verkaufsaktivitäten greifen würden. Ein späterer Beginn wäre ja zweifelsohne mit geringeren Unkosten verbunden.

Konsument 9/2000:
Test Handys

Nicht schwitzen beim Telefonieren!

Sie spielen gerade Tennis und Ihr Handy läutet. Sie laufen zur Tasche und wollen abheben. Tun Sie es lieber nicht – denn der Schweiß an Ihrem Ohr dringt in Ihr Handy ein und macht es möglicherweise kaputt. Mir so passiert mit einem Nokia 7110; das Gerät war nicht einmal sechs Monate alt und noch in Garantie. Lapidare Aussage von Nokia: „Wasserschaden, keine Garantie und keine Reparatur mehr möglich.“ In der Bedienungsanleitung findet sich natürlich nichts über diese extreme Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit.

Peter Nowak
Wien

Uns sind mehrere ähnliche Fälle – auch mit Handys anderer Marken – bekannt. Ein Servicetest dazu ist in Vorbereitung.
Die Redaktion.

Konsument 7/2000:
„Gratis“-PCs

Zufrieden

Ich bin seit zirka 20 Jahren „Konsument“-Abonnentin und erhielt durch Ihre Zeitung viele wertvolle Tipps.

Ich kaufte im Dezember 1999 einen PC und Internetanschluss via „News“ und finde sehr wohl, dass sich diese Anschaffung rechnet. Der PC kostete 2000 Schilling und an Yline habe ich 24 x 250 Schilling = 6000 Schilling zu bezahlen, da sind aber 90 Surf-Minuten monatlich inklusive, also entstehen mir Gesamtkosten von 8000 Schilling. Die Installation der Software war auch keine Hexerei, denn alles war von Verkäuferseite bestens vorbereitet. Der PC wurde ins Haus gebracht, ich brauchte nicht lange in Regalen nachsehen, die großen und schweren Pakete zum Auto und zuhause in die Wohnung schleppen.

Ich glaube, mit der ersten (!!!) News-Aktion, ohne Clubzwang, nur an den Provider gebunden, kann man schon zufrieden sein, wenn man nur ein Durchschnittsverbraucher ist und nicht auf den neuesten technischen Schnickschnack Wert legt, den man ohnehin nicht oft benützt.

Ilse Kawula
Internet

Abzocken mit Telefonauskunft

Mit 1. September ist, für viele Kunden unbemerkt, die Vergebührung der Telefonauskunft der Telekom in Kraft getreten. Für eine Minute werden zirka 15 Schilling abgezockt. Ich wähle diesen Ausdruck absichtlich, da durch kein Tonband oder andere Information der Anrufer auf den anfallenden Betrag aufmerksam gemacht wird. Ich finde, dass es zum Service eines Unternehmens gehört, zuerst den Betrag für eine Leistung zu nennen, bevor diese erfolgt. Bietet der Konsumentenschutz eigentlich keine Möglichkeit, dies von der Telekom verbindlich zu verlangen?

Wolfgang Kremser
Internet

Nur bei Mehrwertnummern, die mit 0900 beginnen, gibt es eine rechtliche Verpflichtung, die Kosten zuvor bekannt zu geben. Andere Anbieter von Auskunftsnummern geben diese Information freiwillig. Der Verein für Konsumenteninformation hat die Telekom Austria aufgefordert, sich dieser gängigen Praxis anzuschließen. Vom Gesetzgeber fordert der VKI überdies eine zwingende Bestimmung für alle kostenpflichtigen Telefondienste.
Die Redaktion.

 

Konsument 10/2000:
Scheinwerfer – ORF DIGITAL-SAT-Karte

Unverschämt

Da ich in einer „TV-Schattenlage“ wohne und über Jahre auf die Sat-Ausstrahlung wartete, verfolge ich mit Interesse die nun erfolgte Aufschaltung. Nur: Die Umstände (Knebelung, Komfort und Kosten) lassen mich nun auch noch warten. Darüber hinaus sehe ich in dem Umstand, dass, wenn in einem Haushalt mehrere TV-Geräte vorhanden sind, noch extra für jedes Gerät eine Box zu bezahlen ist, ein Abkassieren der unverschämten Art. Und vom sprichwörtlichen „Apotheker“-Kaufpreis einer d-box zu schreiben, hieße den Apothekern Unrecht zu tun...

Und mit dem Schmäh hausieren zu gehen, dass die Box „nur“ 3990 Schilling statt 7990 Schilling kostet, wenn mit einem Jahresabo von Premiere verbunden, lässt sich bei Berücksichtigung der „Pacht“ an Premiere leicht als Preisgleichheit enttarnen. Kirch – Premiere – ORF. An sich ein Skandal. Aber bei uns in Bagdad...

H. Meixner
per Internet

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