DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Die Zusammensetzung weicht stark von klassischem Hummus ab. - Wenig Kichererbsen

Lebensmittel-Check Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein Hummus von Hofer, das in seiner Zusammensetzung stark von klassischem Hummus abweicht.

 

Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Die Zusammensetzung weicht stark von klassischem Hummus ab. Bild: C. Pandur/VKI
Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Die Zusammensetzung weicht stark von klassischem Hummus ab. Bild: C. Pandur/VKI

Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Die Zusammensetzung weicht stark von klassischem Hummus ab. Bild: C. Pandur/VKI

Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Zutaten; Bild: C. Pandur/VKI
Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Zutaten; Bild: C. Pandur/VKI

Zurück zum Ursprung Hummus Natur: Zutaten; Bild: C. Pandur/VKI

Klassischer Hummus ist anders

Das steht drauf: Zurück zum Ursprung Hummus Natur

Gekauft bei: Hofer

Das ist das Problem

Hummus, eine orientalische Spezialität, wird traditionell aus pürierten Kichererbsen, Sesampaste (Tahin), Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und diversen Gewürzen (u.a. Kreuzkümmel, Paprikapulver) zubereitet.
Bei Hofer gibt es Hummus Natur der Marke Zurück zum Ursprung. „Mit Kichererbsen und weißen Erbsen aus den Regionen Weinviertel und Thermenregion“ steht auf der Packung. Dass Hummus auch aus weißen Erbsen zubereitet wird, war einer Konsument-Leserin neu. Eine etwas abgeänderte Machart? Sie kaufte eine Packung.

Klassischer Hummus ist anders

Als sie dann auch die Aufschrift auf der Rückseite las, war sie ziemlich verblüfft. Die Sachbezeichnung lautete: Rein pflanzlicher Bio-Brotaufstrich mit 22 % Kichererbsen und 21 % weißen Erbsen. Dieses Produkt hatte mit Hummus, so wie sie es kannte, wenig gemein. „Wenn ich Hummus selbst herstelle, ist da mehrheitlich Kichererbsenpüree drin und nicht zu 58 % was ganz anderes“, schrieb sie uns.

Zwei Arten von Bio-Hülsenfrüchten

Hofer erklärte auf unsere Nachfrage, dass der Hummus zwei Arten von heimischen Bio-Hülsenfrüchten enthalte, da die Erntemengen von österreichischen Bio-Kichererbsen zu gering seien. Reinen Kichererbsen-Aufstrich könnte man nur mit Rohware aus anderen Anbaugebieten, wie z.B. Südamerika, produzieren, was nicht der Markenphilosophie entspreche.

Klassische Herstellung wünschenswert

So weit, so gut. Wir meinen allerdings, dass ein als Hummus Natur bezeichnetes Produkt auch auf klassische Art hergestellt sein sollte.
 

Reaktion der Firma Hofer

Was Hofer dazu sagt, dass in Zurück zum Ursprung Hummus Natur nur wenig Kichererbsen verarbeitet sind.

„Es ist die Philosophie von „Zurück zum Ursprung“, hochwertige Lebensmittel und Getränke aus regionalen österreichischen Rohstoffen anzubieten. Der „Zurück zum Ursprung“ Hummus Natur enthält zu 22 % Bio-Kichererbsen und 21 % weiße Bio-Erbsen aus den Regionen Weinviertel und Thermenregion. Diese Mengen der Hülsenfrüchte werden durch die Zugabe von Wasser zu einem cremigen Erbsenpüree verarbeitet, das in der Gesamtmenge 68 % des Produktes ausmacht.

Aufgrund der Philosophie von „Zurück zum Ursprung“, regionale Zutaten zu verarbeiten, enthält der Hummus zwei Arten von heimischen Bio-Hülsenfrüchten, da die Erntemengen von österreichischen Bio-Kichererbsen zu gering sind. Dies wird bereits in der Produktbezeichnung transparent kommuniziert („Hummus Natur mit Kichererbsen und weißen Erbsen aus den Regionen Weinviertel und Thermenregion“). Einen reinen Kichererbsen-Aufstrich könnte man nur mit Rohware aus anderen Anbaugebieten, wie z.B. Südamerika, produzieren, was nicht der Markenphilosophie entspricht.

Um noch weiter den Anforderungen für regionale Zutaten und Nachhaltigkeit zu entsprechen, werden in der Rezeptur anstelle der sonst üblichen Sesampaste aus den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens Sonnenblumenkerne und Sonnenblumenöl verwendet.“

Hofer KG
4. 10. 2016
 

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Green Mountain Plant Based Steak: Verpackung teils mit Sichtfenster, teils undurchsichtig

Green Mountain Plant Based Steak: überdimensionierte Verpackung

Die Verpackung des Green Mountain Plant Based Steak mit Sichtfenster lässt mehr „Steak" erwarten, als darin vorhanden ist. Der Karton überdeckt ein Drittel Luftraum. Schade, mit passenderer Verpackung und ohne Aromazusatz könnte dieses proteinreiche „Steak“ eine gute pflanzliche Alternative sein. Kein Kommentar vom Hersteller.

Lidl Kalbsbutterschnitzerl: Verpackung mit Sichtfenster, durch das lins Faschiertes zu sehen ist, rechts steht auf dem blickdichten Teil der Verpackung Wiesentaler Kalbsbuterschnitzerl

Lidl Kalbsbutterschnitzerl: mehr Schweine- als Kalbfleisch

Unter Kalbsbutterschnitzerl sind üblicherweise faschierte Laibchen aus Kalbfleisch zu verstehen. Doch Lidl bietet faschierte Laibchen an, die vor allem aus Schweinefleisch bestehen. Eine Information im Kleingedruckten kann leicht übersehen werden. Konsumentinnen und Konsumenten fühlen sich getäuscht. Lidl will die Produktbezeichnung überprüfen.

OptiFibre: Dose mit grüner Aufschrift

OptiFibre: Luft für die Verdauung?

Ärger über so viel Luft in der Verpackung! Die große Dose OptiFibre von Nestlé ist mal zur Hälfte, mal zu zwei Drittel mit Ballaststoff-Pulver gefüllt. Fehlerhafte Charge? Der Hersteller ersetzt Reklamationsware und verbessert den Produktionsprozess.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang