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Wiberg Zimt - Wenig Zimt

Lebensmittel-Check

 

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine Dose Zimt mit wenig Inhalt.

 

Wiberg Zimt: Die Dose enthält reichlich Luft. (Bild: VKI)
Wiberg Zimt: Die Dose enthält reichlich Luft. (Bild: VKI)

Wiberg Zimt: Die Dose enthält reichlich Luft. (Bild: VKI)

Dies erkennt der Konsument aber erst nach dem Öffnen. (Bild: VKI)
Dies erkennt der Konsument aber erst nach dem Öffnen. (Bild: VKI)

Dies erkennt der Konsument aber erst nach dem Öffnen. (Bild: VKI)

Ein Hinweis, dass die Füllhöhe produktbedingt sei, ist gut versteckt und nur schwer lesbar. (Bild: VKI)
Ein Hinweis, dass die Füllhöhe produktbedingt sei, ist gut versteckt und nur schwer lesbar. (Bild: VKI)

Ein Hinweis, dass die Füllhöhe produktbedingt sei, ist gut versteckt und nur schwer lesbar. (Bild: VKI)

Viel Luft

Das steht drauf: Wiberg Zimt

Gekauft bei: Metro

Das ist das Problem

Was wären Weihnachtskekse oder Bratäpfel ohne Zimt? Auch in Wildgerichten und vielen orientalischen Speisen darf dieses Gewürz nicht fehlen. Eine Konsumentin brauchte Zimtnachschub und kaufte eine Dose Wiberg Zimt. Doch nach dem Aufmachen stellte Sie fest, dass die Dose nur sparsam mit Zimt gefüllt war. Wie wenig Pulver hier drin steckt, war von außen aber nicht zu erkennen, weil der Behälter kein Sichtfenster hat. "Da muss doch ein Riegel vorgeschoben werden. Solche Mogelpackungen", schrieb uns die Kundin verärgert.

Volumen je nach Rohstoffcharge

Auf unsere Nachfrage erklärte Hersteller Frutarom, dass Zimt erntebedingt unterschiedliche Schüttdichten (= Masse pro Volumen) aufweisen könne, was eine Veränderung des Leervolumens mit sich bringe. Deshalb gäbe es auf dem Dosenetikett einen Hinweis, dass die Füllhöhe produktbedingt sei. Dies bedeute, dass sie je nach Rohstoffcharge unterschiedlich ausfallen könne.

Hinweis gut versteckt

Alles klar? Für Fachleute vielleicht, für viele Kunden aber nicht. Zunächst einmal übersehen Konsumenten derartige Hinweise auf den Packungen oft. Vor allem, wenn sie so wie bei Wiberg Zimt in winzig kleiner Schrift nahe des unteren Dosenrands aufgedruckt sind. Und falls sie entdeckt und gelesen werden, werden sie häufig nicht verstanden.

So belegen etwa die Ergebnisse einer Studie von Lebensmittelklarheit.de (deutscher Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände), dass z.B. die Angabe "Füllhöhe technisch bedingt" für Käufer nicht hilfreich ist. Dreiviertel der Befragten gaben an, den Hinweis noch nicht gesehen zu haben oder aber den Hinweis zwar zu kennen, aber nicht zu wissen, was er bedeutet.

Reaktion der Firma Frutarom

Was Frutarom dazu sagt, dass Wiberg Zimt in einer viel zu großen Dose angeboten wird:

"Generell gilt nach den allgemeinen Grundsätzen für die Gestaltung von Fertigpackungen für undurchsichtige Verpackungen ein Leervolumen von 30 % als zulässig. Technisch oder produktbedingt sind sogar noch größere Leervolumina erlaubt. Ein Naturrohstoff wie Zimt kann erntebedingt unterschiedliche Schüttdichten (= Masse pro Volumen) aufweisen, was eine Veränderung des Leervolumens mit sich bringt. Genau aus diesem Grund finden Sie auf dem Etikett der bemängelten Dose einen Hinweis zur produktbedingten Füllhöhe, was bedeutet, dass sie je nach Rohstoffcharge unterschiedlich ausfallen kann. Jedenfalls stimmt die Gewichtsangabe in Gramm auf dem Etikett mit dem tatsächlichen Füllgewicht überein, was die Kundin ja auch nicht bemängelt."

FRUTAROM Savory Solutions Austria GmbH 
18.9.2017

Wir meinen: Übergroße Verpackungen belasten die Umwelt und verärgern Konsumenten. Und was "Füllhöhe produktbedingt" bedeutet, weiß auch kaum jemand. 
 

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