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Knusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade - Doppelt verpackt

Lebensmittel-Check: KONSUMENT-Experten vergleichen Packung und Inhalt (Bild: Men on the Moon)

Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: zweifach verpackte Reiswaffeln.

 

Kusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade; Bild: VKI
Kusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade; Bild: VKI

Kusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade; Bild: VKI

Kusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade: doppelt verpackt; Bild: VKI
Kusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade: doppelt verpackt; Bild: VKI

Kusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade: doppelt verpackt; Bild: VKI

Umwelt- und konsumentenfreundliche Verpackungen wünschenswert

Das steht drauf: Knusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade

Gekauft bei: Hofer

Das ist das Problem

Reiswaffeln gibt es in verschiedenen Varianten: mit Meersalz, mit Milchschokolade, mit Zartbitterschokolade, … Eine Kundin hatte bei Hofer Knusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade gekauft. Sie öffnete die Kunststoffhülle; darin steckten wiederum drei Kunststoffpackungen mit je drei Reiswaffeln. Die Kundin schrieb uns verärgert: „Verpackungsmüll vom Feinsten. Die Waffeln sind in Dreierstücken nochmal extra in Plastik verschweißt. Andere Hersteller schaffen‘s auch ohne ...“

Versprechen auf der Homepage versus Verpackungsmüll

Hofer verpflichtet sich auf der unternehmenseigenen Homepage, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden: „Seit Jahren beschäftigen wir uns bei HOFER schon mit dem Thema ,nachhaltige Verpackungen‘ und haben das Ziel, wo immer möglich Verpackungslösungen zu optimieren und den Anfall von Verpackungsmaterialien zu reduzieren, gleichzeitig aber Lebensmittel und andere Produkte vor Umwelteinwirkungen zu schützen“, heißt es hier. Kunden, die das lesen, sind umso enttäuschter, wenn eben dieses Unternehmen Produkte mit unnötig viel Verpackungsmaterial verkauft. 

Umfangreiche Verpackung: Hofer beruft sich auf äußere Einflüsse 

Bei Hofer verteidigt man die doppelte Verpackung der Knusperone Reiswaffeln: Das Produkt würde – einmal geöffnet – aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten sehr schnell lasch werden und seine knusprige Beschaffenheit verlieren, teilte uns das Unternehmen mit. Und: Da drei Stück die in etwa durchschnittlich verzehrte Menge pro Portion wären, seien die insgesamt neun Reiswaffeln in drei praktische Snack-Packs unterteilt. Dies sei auch auf der Außenverpackung klar ersichtlich.

Weniger Kunststoff möglich

Ja. Auf der Außenhülle findet sich ein entsprechender Hinweis. Wir wissen aber auch, dass es anderen Herstellern gelingt, ähnliche Produkte in weniger Kunststoff verpackt zu verkaufen. Achten Sie beim nächsten Einkauf darauf! 
 

Reaktion der Firma Hofer

Was Hofer zur doppelten Verpackung der Knusperone Reiswaffeln Zartbitterschokolade sagt.

„Verpackungen dienen nicht nur der Kennzeichnung der Ware, sondern schirmen das Produkt vor äußeren Einflüssen (Mikroorganismen, Sauerstoff, Licht, mechanische Belastung etc.) ab, wodurch die Haltbarkeit und Frische der Lebensmittel verlängert wird. Aus diesem Grund tragen Verpackungen maßgeblich dazu bei, Lebensmittelverluste zu vermeiden. Je nach Produkt und dessen jeweiligen Ansprüchen ist ein unterschiedliches Maß an Verpackung notwendig: Im Fall der Knusperone Reiswaffeln würde das Produkt – einmal geöffnet – aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten sehr schnell lasch werden und seine knusprige Beschaffenheit verlieren.

Da drei Stück die in etwa durchschnittlich verzehrte Menge pro Portion sind, werden die insgesamt neun Reiswaffeln in drei praktische Snack-Packs unterteilt. Dies ist auch auf der Außenverpackung klar ersichtlich. So gewährleisten die Snack-Packs, dass unsere Kunden immer in den Genuss von knusprig-frischen Reiswaffeln kommen, zudem eignen sie sich optimal zum Mitnehmen für den kleinen Hunger zwischendurch. 

HOFER setzt sich bereits seit vielen Jahren aktiv für den Umweltschutz ein: Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative ,Projekt 2020‘ arbeitet der Lebensmittelhändler daran, Verpackungsmaterial zu vermeiden, zu reduzieren oder durch nachhaltigere und recyclingfähigere Alternativen zu ersetzen. Mit dem Projekt ,Die HOFER Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.‘ hat HOFER sich ambitionierte Ziele gesetzt und geht das Thema Verpackungen auf drei Ebenen der Abfallhierarchie an. Insgesamt soll bis Ende 2025 der Materialeinsatz der Eigenmarken-Verpackungen um 30 % reduziert werden. Bis Ende 2022 sollen zudem 100 % der Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein.

Als weiteres deutliches Zeichen werden Plastikwattestäbchen sowie Einwegplastikprodukte wie Becher, Geschirr und Besteck bis spätestens Ende 2019 aus dem Sortiment genommen. Zusätzlich ist HOFER das Thema ,Littering‘ bzw. grundsätzlich der Umgang mit Plastikmüll ein Anliegen: Seit 2015 haben sich bereits über 1.000 HOFER-Mitarbeiter im Rahmen von über 120 Müllsammelaktionen für eine saubere Umwelt eingesetzt.

Wir wissen, dass der Weg beim Thema Verpackungen noch ein weiter ist. Allerdings sind wir davon überzeugt, dass sich in nächster Zeit viel verändern wird und die ganze Branche im Umbruch steht. Wir sind uns unserer wichtigen Rolle bei diesem Thema bewusst und werden weiterhin verstärkt den Fokus auf nachhaltige Verpackungen und Verpackungsoptimierungen setzen.“

HOFER KG
8. 7. 2019

Wir meinen: Wir hoffen, dass der Fokus auf nachhaltige Verpackungen und Verpackungsoptimierungen bald zu umwelt- und konsumentenfreundlicheren Resultaten führt, und bleiben dran. 
 

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