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Eskimo Cremissimo à la Casali - Ohne Schoko-Bananen

  Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Obwohl auf der Verpackung groß dargestellt, sind im Cremissimo à la Casali von Eskimo überhaupt keine Casali Schoko-Bananen enthalten.

Eskimo Cremissimo à la Casali: Die Verpackung zeigt Schoko-Bananen. Im Eis sind sie nicht enthalten. Bild: K. Schreiner/VKI
Eskimo Cremissimo à la Casali: Die Verpackung zeigt Schoko-Bananen. Im Eis sind sie nicht enthalten. Bild: K. Schreiner/VKI

Eskimo Cremissimo à la Casali: Die Verpackung zeigt Schoko-Bananen. Im Eis sind sie nicht enthalten. Bild: K. Schreiner/VKI

Eskimo Cremissimo à la Casali: Ein Hinweis auf der Rückseite empfiehlt eine Verfeinerung mit Schoko-Bananen. Bild: K. Schreiner/VKI
Eskimo Cremissimo à la Casali: Ein Hinweis auf der Rückseite empfiehlt eine Verfeinerung mit Schoko-Bananen. Bild: K. Schreiner/VKI

Eskimo Cremissimo à la Casali: Ein Hinweis auf der Rückseite empfiehlt eine Verfeinerung mit Schoko-Bananen. Bild: K. Schreiner/VKI

Produktabbildung signalisiert falsches Versprechen

Das steht drauf: Eskimo Cremissimo à la Casali

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Eine Packung Eskimo Cremissimo à la Casali. Auf der Eis-Box sind eine Kugel Vanille-Bananen-Eis mit Kakaosauce und Schokostückchen, eine Packung Casali Original Schoko-Bananen und eineinhalb Schoko-Bananen groß abgebildet. Der Produktname und die gemeinsam mit dem Eis fett angepriesenen Schoko-Bananen signalisieren: Dieses Eis hat Schoko-Bananen als Zutat.

Bananen als Rezept-Tipp

Ein glatter Trugschluss! Doch das erfährt man erst, wenn man die Packungsaufschrift komplett und ganz genau gelesen hat: „Rezept-Tipp: Mit original Casali Schoko-Bananen servieren“ steht auf dem Deckel der Eis-Box. Gut, warum soll man dieses Eis nicht mit Schoko-Bananen servieren, mag man sich jetzt noch denken.

"Serviervorschlag" steht im Kleingedruckten

Im Kleingedruckten auf dem Packungsboden findet sich ein ähnlicher Hinweis. „Für einen unverwechselbaren Casali-Geschmack empfehlen wir zwei Eiskugeln Cremissimo à la Casali zusammen mit Original Casali Schoko-Bananen anzurichten“, ist hier zu lesen. In der Sachbezeichnung und der Zutatenliste tauchen Schoko-Bananen dann allerdings überhaupt nicht auf. Sieht man nochmals die Abbildung mit dem Eis und den Schoko-Bananen genau an, entdeckt man daneben noch in kleinen Lettern das Wörtchen „Serviervorschlag“.

Schoko-Bananen extra kaufen

Jetzt steht eindeutig fest: Will man Cremissimo à la Casali tatsächlich, so wie auf der Packung als Serviervorschlag dargestellt, mit Schoko-Bananen genießen, muss man sie extra kaufen und mit dem Eis anrichten.


Lesen Sie auch:

Reaktion der Firma Unilever

Was Unilever dazu sagt, dass Eskimo Cremissimo à la Casali groß mit Schoko-Bananen wirbt, obwohl es gar keine enthält. Und was Unilever im gleichen Schreiben zur ähnlich gearteten Problematik von Cremissimo à la Manner feststellt.

„Es ist allerdings richtig, dass wir in Österreich unter Eskimo Cremissimo die angesprochenen Produkte „à la Manner“ und „á la Casali“ führen. Neben diesen Varianten haben wir in der Cremissimo Range z.B. auch noch die Bezeichnung „à la Pfirsich-Mascarpone-Torte“ und „Schwarzwälder Kirsch“. In der Vergangenheit hatten wir z.B. auch die sehr beliebte Variante Cremissimo „à la Sachertorte“.

Schon allein diese Beispiele zeigen, dass unter dieser Produktrange österreichische Torten und Süßspeisen zum Vorbild genommen werden – und mit dem deutlichen Hinweis „à la“ klar zum Ausdruck gebracht wird, dass die genannte Mehlspeise bzw. das genannte Produkt nur zum Vorbild genommen wurde und die typischen Rohstoffe dieser Speisen im Eis verarbeitet wurden.

In diesem Sinne wird der Begriff „à la“ ja auch von anderen Herstellern verwendet, was bis dato von Ihnen nicht kritisiert wurde – siehe dazu Ihre Veröffentlichung zu „Milka Crispello á la Schokopudding“ vom 31.7.2013.

Die Eissorten Cremissimo „à la Manner“ und „á la Casali“ wurden von der Eskimo und Manner Produktentwicklung gemeinsam kreiert. Die größte Schwierigkeit lag bei der Variante „ á la Manner“ darin, den typischen Geschmack der Manner Schnitte ins cremige Eis zu transportieren, ohne dabei die Schnitte selbst einzusetzen, da diese im Produktionsverfahren aufweichen würde. Die Besonderheit dieser Variante zeigt sich also speziell in der völlig neuen Geschmackskonzeption, die genau auf den heimischen Markt abgestimmt wurde. Es wird auf dem Deckel klar zum Ausdruck gebracht, dass es sich um ein „Cremiges Nougateis, Eis mit Haselnüssen, einer köstlichen Nougatsauce und Haselnussstückchen“ handelt. Sowohl durch den Hinweis „Serviervorschlag“ als auch den in Fettdruck hervorgehobenen „Rezept-Tipp“ empfehlen wir, das betreffende Produkt mit Original Manner Neapolitaner Schnitten zu servieren und zu genießen. Dies wird auch auf der Rückseite der Packung nochmals hervorgehoben.

Bei der Variante „á la Casali“ ist auf dem Deckel des Produktes hervorgehoben, dass es sich um ein „Cremiges Vanilleeis und Eis mit Banane, durchzogen von einer köstlichen Kakaosauce, und Schokostückchen“ handelt. Bei diesem Produkt wird in unmittelbaren Zusammenhang mit der abgebildeten Packung der „Casali-Schokobananen“ in fettgedruckter Form der „Rezept-Tipp: Mit original Casali Schoko-Bananen servieren“ gegeben.

Hinzu kommt, dass die genannten Produkte in einer zumindest teilweise durchsichtigen Packung angeboten werden, sodass wir die Kritik nicht nachvollziehen können.“

Unilever Austria GmbH
7. 4. 2014

Wir meinen: Danke für die konstruktiven Rezept-Tipps und Serviervorschläge. Konsumentenfreundlicher wäre es allemal, die Verpackung so zu gestalten, dass auf Anhieb klar ist, was in der Verpackung tatsächlich drinnen steckt.

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