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Katzenstreu - Die Besten fürs Kistchen

Welche Katzenstreu ist die beste und welche kann in die Biotonne? Unser Test vergleicht 30 Katzenstreu-Produkte: von Cat´s Best bis Bentosan, von Premiere und Catsan bis Draft und feliton. Die Testtabelle zeigt: Die besten sind nicht die teuersten.

Unsere Katzenstreu-Tester empfehlen: immer mehr Kistchen aufstellen als Katzen im Haushalt leben. Aber was empfehlen unsere Katzen? - KONSUMENT-Cartoon von Leszek Wisniewski (www.leszekwisniewski.com) 

Diese Katzenstreumarken finden Sie in der Testtabelle:

  • Belamy - Ultra Klumpstreu naturweiß
  • Bentosan - Naturkatzenstreu Plus
  • Billa Premium - Blue Signal Klumpstreu
  • Billa - Ultra Klumpstreu
  • Biokat's - Classic Naturklumpstreu
  • Biokat's - Fresh Klumpstreu
  • Bio Plus - Naturstreu
  • Catsan - Ultra plus
  • Cat's Best - Öko Plus Öko Katzenstreu
  • Cats Plus - Bio Katzenstreu
  • Coshida - Katzenstreu
  • dm Dein Bestes - Klumpstreu
  • Draft - Klumpstreu
  • feliton - Classic Naturton-Klumpstreu
  • feliton - Soft klumpenbildendes Katzenstreu
  • fit + fun - Bioclean Katzenstreu
  • Mischou - Natur-Katzenstreu
  • Molly - Katzenstreu
  • Mr. Beef - Katzenstreu
  • MultiFit - bio fresh Klumpstreu
  • MultiFit - ultra comfort Klumpstreu
  • Natusan - Premium Klumpstreu
  • Premiere - excellent Premium Klumpstreu
  • Premiere - sensitive Super-Premium Klumpstreu
  • Quality first - Klumpstreu naturweiß
  • Quality first - Ultra-Klumpstreu mit echtem Pinienöl
  • Quality first - Ultra-Klumpstreu
  • Ricki - Katzenstreu natur
  • Shah - Katzenstreu klumpenbildend
  • Sivocat - Super Soft

Getestet wurde einerseits die Ergiebigkeit nach Laborprüfung. Andererseits wurde ein Praxistest durchgeführt. Einige Parameter dabei waren der Geruch, die Entfernung von Ausscheidungen, die Staubbelastung und Verschmutzung sowie das Vorkommen von PVC in der Verpackung.


Hier unser Testbericht:

Möglichst nah dran zu sein an der Wirklichkeit – darum bemühen wir uns bei jedem KONSUMENT-Test. Weshalb wir beim aktu­ellen Test "Klumpstreuprodukte für Katzentoiletten" bei der Laborversuchsreihe eine entscheidende Veränderung im Vergleich zum letzten Test im Jahr 2008 vorgenommen haben: Damals wurde die Saugkraft der Produkte mit destilliertem Wasser getestet.

Test mit künstlichem Urin

Diesmal kam künstlich hergestellter und ­erwärmter Urin mit einem pH-Wert von 6,6 und einer Temperatur von 38,8 Grad C zum Einsatz – ganz wie aus dem Katzenleben ­gegriffen, weshalb sich auch bei etlichen Produkten Unterschiede zum Labortest von 2008 ergaben.

Klumpstreu muss Flüssigkeit rasch binden

Das Wichtigste bei einer Klumpstreu: Sie muss Flüssigkeit rasch und dauerhaft ­binden. Und die Klumpen sollten auch beim Entfernen ­stabil bleiben. 30 Minuten hatten die Streuen Zeit, die 50 Milliliter des synthetischen „Katzen­geschäfts“ aufzusaugen. Dann ­wurde das geklumpte Material vorsichtig entnommen, begutachtet und abgewogen.

Test zeigt: die beste Katzenstreu ist nicht die teuerste

Pro Produkt gab es fünf Messungen. Aus diesen wurde der Mittelwert errechnet und das Gewicht der Flüssigkeitsmenge abge­zogen. So konnten wir exakt feststellen, ­welche Produktmenge notwendig ist, um 50 ml Katzenharn zu binden, und daraus die entsprechenden Kosten für den Testpunkt "Ergiebigkeit“ errechnen. Hier zeigte sich erstens eine breite Preispalette. Und zweitens, dass die besten Produkte keineswegs die teuersten sein müssen.

Und welche sind nun die Katzenstreu-Testsieger?

Klumpstreu besonders beliebt

Die Testsieger heißen ÖkoPlus Öko-­Katzenstreu von Cat’s Best und Super Soft von Sivocat. Sie sind die einzigen Produkte, die wir mit "sehr gut“ bewerten konnten. Erfreulicherweise zählen diese Streuen mit 4,33 Euro bzw. 4,26 Euro bezogen auf die Ergiebigkeit (hochgerechnet auf 100 Ent­nahmen) zwar nicht zu den billigsten, aber doch zu den durchaus günstigen Produkten unserer Untersuchung.

Bentosan: "weniger zufriedenstellend" und teuer 

Umgekehrt ist die Streu von Bentosan, die ein "weniger zufriedenstellend“ erreichte, mit 8,16 Euro (ebenso bezogen auf die Ergiebigkeit) eines der teuers­ten Produkte im Test. Das bedeutet: Auch wenn Testverlierer Bentosan pro 10-Liter-Packung nur 4,69 Euro kostet, Testsieger Öko Plus Öko-Katzenstreu bei gleicher ­Größe dagegen 8,12 Euro, ist das scheinbar teurere Produkt unterm Strich trotzdem weitaus günstiger. Denn entscheidend ist weniger, was ein Sack Streu kostet, sondern vielmehr, wie ergiebig sein Inhalt tatsächlich ist. Auch darum ging es bei unserer Untersuchung.

Klumpstreu besonders beliebt

Interessant auch, dass eines der beiden ­besten Produkte – Cat’s Best – nicht aus Bentonit besteht, sondern aus Pflanzen­fasern: Ursprünglich hat das Tonmineral ­Bentonit wegen seiner Fähigkeit, Flüssigkeit aufzunehmen, zu binden und dabei dauerhaft Klumpen zu bilden, das Produkt „Klumpstreu“ erst möglich gemacht. Doch mittlerweile gibt es auch Produkte aus anderen Materialien auf dem Markt. Und dieses Geschäftsfeld besitzt im Übrigen durchaus finanzielle Relevanz: In Österreich werden pro Jahr 50 bis 60 Millionen Liter Streu in die Katzenkistchen geschüttet. Der Großteil ­davon entfällt auf Klumpstreu-Produkte. Nicht klumpende Streu ist dagegen weniger beliebt. Das zeigte auch eine Umfrage, die wir vor einiger Zeit unter KONSUMENT-Lesern durchführten.

Im Katzenhotel getestet

Im Katzenhotel getestet

30 Produkte klumpende Katzenstreu nahmen wir diesmal unter die Lupe. Und nicht nur im Labor, wie bereits beschrieben, sondern auch im Praxistest, der mit vielen Zimmertigern in einem Katzenhotel durchgeführt wurde. Zum Einsatz kamen überdachte Testkistchen. Die Toiletten wurden sieben Zentimeter hoch mit Einstreu gefüllt. Jedes Streuprodukt kam im Durchschnitt fünfmal fünf Tage lang zum Einsatz. Das Katzenkistchen wurde pro Testdurchgang ausschließlich von einer Samt­pfote benutzt – unter anderem von Tieren der Rassen Britisch Kurzhaar, Perser und Maine Coon.

Wird die Streu von der Katze angenommen?

Erster Prüfpunkt im Praxistest war: Wird die Streu von der Katze angenommen? Oder entleert sich der Zimmertiger lieber neben dem Kistchen? Die gute Nachricht: Keine der Testkatzen verweigerte eine Streu. Ebenfalls ­erfreulich: Bei 29 der 30 getesteten Produkte war Urin- bzw. Kotgeruch nach Abnahme des Kistchendeckels gerade eben wahrnehmbar. Nur die Streu von Ricki „duftete“ geringfügig strenger.

Kothäufchen und Urinklumpen

Die Hinterlassenschaft der Zimmertiger wurde zweimal täglich entfernt, morgens und abends. Bei den Kothäufchen gelang das ­reibungslos. Die Urinklumpen erwiesen sich dagegen leider nicht immer als so stabil, wie das wünschenswert gewesen wäre: Vor allem die Soft Katzenstreu von feliton fiel hier ­negativ auf.

Klumpen muss stabil sein

Eine gute Streu muss den Urin rasch auf­saugen und zu einem festen Klumpen binden. Der Klumpen muss stabil sein, denn nur so lässt er sich einfach mit einer Gitterschaufel entfernen. Zerbricht der Klumpen beim ­Herausnehmen, verunreinigen die Bruchstücke die Reststreu. Diese muss dann häu­figer ganz ausgetauscht werden, was den Verbrauch – und damit die Kosten – in die Höhe treibt.

Staub aus der Kiste

Brösel um die Kiste

Im Praxistest wurde aber nicht nur erhoben, was sich im Kistchen tut, sondern auch, was in seiner Umgebung passiert – also, wie es mit der Hygiene rund ums Katzenklo aussieht. Natürlich sorgen Zimmertiger, die die Streu vor und nach dem Klogang besonders gern und ausgiebig "umackern", eher für Verschmutzungen. Mit im Fell verschleppten Streukörnern müssen in erster Linie Halter von Langhaarkatzen rechnen. Aber auch die Textur einer Streu kann das Verschleppen begünstigen, wie unser Test zeigte.

Alle Produkte erzeugen Staub

Am unangenehmsten bei Katzenstreu ist ­jedoch die Staubentwicklung. Und genau die war leider bei allen Produkten gegeben, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Massiv staubte es vor allem bei Cats Plus, dm Dein Bestes, Ricki und Molly. Und zwar sowohl beim Befüllen als auch beim Entleeren der Katzentoilette. Bei den beiden Letzteren führte selbst das Entfernen der Klumpen zu einer deutlichen Staubbelastung.

Ablagerungen und Rückstände mit Schaufel entfernen

Dicke Staubwolken sorgen aber nicht nur in der Umgebung des Katzenkistchens für Ärger, sondern auch in der Katzentoilette selbst. Nämlich dann, wenn der Staub der Streu am Boden der Toilette mit dem Katzenurin einen zähen Belag bildet. So bleiben ­etwa beim Produkt von Mischou Streurückstände im Kisterl kleben. Solche Ablagerungen führen nicht nur zu erhöhtem Streuverbrauch, sie sind auch schwer zu entfernen. Die üblichen Gitterschaufeln aus Kunststoff speziell für Klumpstreu, bei denen nicht verklumpte Streukörner wieder ins Kistchen ­zurückfallen, sind diesem Problem mitunter nicht gewachsen. Beim Versuch, die fest­geklebten Körner vom Boden zu kratzen, geht so manche Schaufel zu Bruch.

Schwere Säcke nach Hause schleppen

Anstrengend kann auch das Heimtragen und Ent­sorgen der Streu sein. Hier müssen wir kri­tisieren, dass auf vielen Packungen nur die Litermenge angegeben wird. Wie schwer der Inhalt ist, merken Katzenhalter erst, wenn sie den Sack nach Hause tragen und dann die benutzte Streu zum Mistkübel, um sie zu entsorgen. Wir fordern deshalb, dass auf den Streusäcken sowohl das Volumen in Litern als auch das Gewicht in Kilogramm ange­geben wird. Das würde für eine bessere ­Vergleichbarkeit der Produkte sorgen.

In den Mistkübel, nie ins Klo

Sicherheitshalber in den Mistkübel

Apropos Aufschriften: Auch wenn auf der Packung steht, das Produkt sei "biologisch abbaubar", heißt das nicht immer, dass es in die Biotonne darf. Laut Abfall Trenn-ABC des Lebensministeriums muss Katzenstreu ebenso wie Kleintiermist ausnahmslos in den Restmüll. In Tirol darf biologisch abbaubare Streu zum Biomüll gegeben werden. In Niederösterreich gibt es innerhalb der ­Bezirke unterschiedliche Regelungen.

Müllentsorgung ist Bezirkssache

Der Grund für die voneinander abweichenden Angaben: Österreichweit ist die Müllentsorgung Bezirkssache. Um auf Nummer sicher zu gehen, erkundigen Sie sich am besten bei ­Ihrem regionalen Müllentsorger, ob die Streu bzw. Urinklumpen und Kot wirklich über die Biotonne entsorgt werden dürfen.

Katzenmist kann Kompost unbrauchbar  machen

Wer selbst kompostiert, kann natürlich nach eigenem Gutdünken entscheiden. Bei Ton­mineralstreu ergibt sich dabei allerdings folgendes Problem: Regenwasser und Feuchtigkeit verwandeln die Streu in eine schmierige Lehmmasse, die in der übers Jahr doch beträchtlichen Menge den Hauskompost rasch unbrauchbar macht. Auch die Möglichkeit einer Keimbelastung vor allem durch den Kot ist ein Argument gegen die Kompostierung. Entsorgt man Streu und ­Ausscheidungen per Restmüll, ist man immer auf der sicheren Seite.

Bloß nicht ins Klo

Auch wenn es noch so verlockend ist: Klumpstreu darf niemals, auch nicht in ­kleinsten Mengen, in der Toilette entsorgt werden. Sie lagert sich in den Rohren ab und kann aufgrund ihrer lehmigen Konsistenz nicht durch das Spülwasser abtransportiert werden. Auch chemische Reiniger sind hier wirkungslos. Selbst bei nur wenig mit Streu bedeckten Kothaufen drohen massive Verstopfungen, deren Beseitigung beträchtliche Kosten verursachen kann.

Testtabelle: Katzenstreu

Hund am Katzenklo?

Der Schoßhund liegt im Trend. Egal ob in der Hundezone, im Park oder im Einkaufs­zentrum: Der Lokalaugenschein zeigt, dass Miniaturhunde sich steigender Beliebtheit erfreuen. Immer wieder ist im Zusammenhang mit Rehpinscher, Malteser oder Chihuahua zu hören, dass der kleine Vierbeiner "aufs Katzenklo geht".

Raus auf die Straße

Tatsächlich lassen sich kleine Hunde im Einzelfall daran gewöh­nen, sich in einem Toilettenkistchen zu erleichtern. Allerdings gilt das nicht für jedes Exemplar. Frauchen und Herrchen sollten sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen, aufs regelmäßige Gassigehen zu verzichten. Denn Auslauf mit dem Hinterlassen von Duftmarken, ausgiebigem Schnüffeln und Kontakt zu Artgenossen ist ein wichtiger Bestandteil des artgerechten Hundelebens.

Tipps zum Katzenkisterl

  • Besonderer Platz. Selbstverständlich sollte sich das Katzenklo an einem störungsfreien und jederzeit zugänglichen Ort befinden. Tabu ist die Nähe zum Fressplatz oder der Wasserschüssel. Katzen wollen nicht neben der Toilette futtern.
  • Richtig einstreuen. Egal welche Klumpstreu ins Kistchen kommt: Es muss auf jeden Fall genug eingefüllt werden, damit sich stabile Klumpen bilden können.
  • Staubarm arbeiten. Gänzlich ohne Staub funktioniert keine Streu aus unserem Test. Die Staubentwicklung lässt sich aber minimieren, wenn die Streu langsam und aus möglichst geringer Höhe ins Kistchen geleert wird.
  • Angepasst. Die Gitterschaufel zum Heraus­heben der Klumpen muss die richtige Größe haben. Für grobkörnige Streu braucht es grö­ßere Gitterraster, für feinkörnige Streu kleinere.
  • Regelmäßig erneuern. Auch bei der besten Klumpstreu kommt es zum Zerbrechen von Klumpen, was mit der Zeit zu einer immer ­stärkeren Verunreinigung des Toiletteninhalts führt. Deshalb die Streu alle paar Wochen zur Gänze tauschen.
  • Kistchen tauschen. Vor jeder Neubefüllung die Katzentoilette gründlich mit heißem Wasser und etwas Essigreiniger auswaschen. Das gilt auch für die Überdachung. Hat sich Geruch dauer­haft im Kunststoff des Kistchens festgesetzt, hilft nur noch, ein neues anzuschaffen.
  • Mehr Toiletten. Immer mehr Kistchen aufstellen als Katzen im Haushalt leben. Auch eine Einzelkatze sollte daher zwei Toiletten zur Verfügung haben. Manche Tiere nutzen jeweils eine für die "kleine", die zweite für die "große" Seite.
  • Behutsam ändern. Wollen Sie die Einstreu wechseln, mischen Sie das neue Produkt in langsam steigender Menge unter die ge­wohnte Streu. Katzen sind Gewohnheits­tiere und ­könnten bei einer plötzlichen Umstellung das Kistchen meiden. Gleiches gilt, wenn der Standort des Kistchens geändert werden soll. Auch hier empfiehlt es sich, eine Zeit lang doppelgleisig zu fahren.

Zusammenfassung

  • Top. Einer unserer Testsieger, Cat’s Best, ist kein mineralisches Produkt, sondern besteht aus Pflanzenfasern. Die Streu ist ergiebig und vergleichsweise günstig.
  • Verwirrend. Bei vielen Packungen wird die Füllmenge nur in Litern (Volumen) oder in Kilogramm (Gewicht) genannt. Lediglich auf 8 von 30 Streuen finden sich beide Angaben.
  • Schwer. Beim Einkauf wird das Gewicht einer Packung Katzenstreu oft unterschätzt. Menschen, für die das Tragen von Lasten beschwerlich ist, wählen ­besser eine leichtere Streu.
  • Preisfrage. Wie billig oder teuer eine Streu kommt, ist eine Frage der Ergiebigkeit. Das Preisband reicht hier von 2,36 bis 11,36 Euro.
  • Staubig. Nach wie vor haben die Erzeuger das Staubproblem nicht im Griff. Daher Vorsicht beim Befüllen und Entleeren des Katzenkistchens, aber auch beim Herausheben der Häufchen.

Testkriterien

So haben wir getestet und bewertet

Im Test: 30 klumpende Katzenstreuen.

ERGIEBIGKEIT (LABORPRÜFUNG): 40 %
Bestimmung der Ergiebigkeit in Anlehnung an die ÖNORM S 1002. Ein Probenbehälter definierter Größe wurde mit Streu befüllt und gleichmäßig abgestreift. An fünf Stellen des Produktbettes wurden mit einer Kolbenhubpipette je 50 Milliliter synthetische Urinlösung (pH-Wert 6,6 und Temperatur 38,8 [± 0,2] Grad C) gleichmäßig aufgebracht. Nach 30 Minuten wurde das geklumpte Material vorsichtig entnommen und abgewogen. Aus den fünf Messwerten wurde der Mittelwert errechnet und das Gewicht der Flüssigkeitsmenge abgezogen.

Das Gruppenurteil "Ergiebigkeit“ gibt an, welche Produktmenge notwendig ist, um 50 Milliliter Flüssigkeit zu binden. Der errechnete Preis (bezogen auf die Ergiebigkeit) gibt die Kosten an, um 50 Milliliter Flüssigkeit zu binden.

PRAXISTEST: 60 %
Für den Test standen mehrere Räume und Katzen unterschiedlicher Rasse (u.a. Britisch Kurzhaar, Perser, Maine Coone) zur Verfügung. In jedem Raum wurde ein Katzenklo mit Abdeckung (Maße ca. 37 x 38 x 47 cm) aufgestellt. In jedes Kisterl wurden immer sieben Zentimeter Katzenstreu eingefüllt. Pro Raum befand sich ein Tier. Jede Streu wurde durchschnittlich fünfmal fünf Tage lang in einem Raum getestet, wobei die Katzenstreu nach einem randomisierten Verfahren eingesetzt wurde. Die Beurteilung der Streu erfolgte anhand eines Fragebogens.
Geruch: Nach Abnahme des Deckels des Katzenklos wurden Urin- und Kotgeruch beurteilt.
Entfernen von Ausscheidungen: Zweimal täglich, morgens und abends, wurden die Urinklumpen und Kothäufchen entfernt. Die entnommene Menge wurde mit frischer Streu aufgefüllt. Außerdem wurde beim Entleeren des Kisterls beurteilt, ob sich am Boden des Kistchens Rückstände gebildet hatten.
Staubbelastung und Verschmutzung: Die Staubbelastung wurde sowohl beim Befüllen des Katzenklos als auch beim Entfernen der Klumpen und der Entsorgung der Streu beurteilt. Darüber hinaus wurde die Verschleppung von Streukörnern bzw. deren Haftung am Fell der Katze bewertet.
Akzeptanz: Es wurde beurteilt, ob die Katzen das Kisterl mit der Streu benutzten oder ihr Geschäft neben dem Kistchen erledigten.

PVC
Untersuchung der Kunststoffsäcke auf PVC mittels Beilstein-Methode.

Abwertungen
Das Testurteil konnte maximal eine Note besser sein als die Laborprüfung. Das Urteil für Entfernen von Ausscheidungen konnte nur um eine halbe Note besser sein als das Einzelurteil für Rückstände im Kisterl.
Das Urteil für Staubbelastung und Verschmutzung konnte nicht besser sein als das Urteil für Staubbelastung und nur um eine halbe Note besser als das Urteil für Verschleppung.

Leserreaktionen

Probleme bei Langhaarkatzen

Aufgrund dieses Tests habe ich einen 40-Liter-Sack des Testsiegers gekauft – für die Menge „leicht“ zu tragen, aber leider keine Trageschlaufe. Klumpenbildung tadellos, aber: Unser Perser transportiert diese Streu bis ins Wohnzimmer und sogar in den nächsten Stock bis vor die Schlafzimmertür. Bei den bisher verwendeten Produkten lagen zwar auch geringe Mengen unmittelbar um das Katzenklo, aber jetzt sieht man bereits von weitem, dass er am Töpfchen war.

Kurz und „gut“: Für Langhaarkatzen ist die Streu zu leicht, bleibt in den Haaren hängen und wird somit im ganzen Bewegungsbereich verteilt. Nicht verwendbar!

User "Kater Charley"

(aus KONSUMENT 5/2014)

Auch wir haben in unserem Praxistest immer wieder die Beobachtung gemacht, dass gerade bei Langhaarkatzen eher Streuteile am Fell und an den Pfoten haften bleiben. Deswegen und aufgrund von Erfahrungsberichten von Katzenbesitzern nach unserem Test von 2008 legten wir diesmal während des Tests vor jedes Katzenkistchen eine Teppichfliese. An den Pfoten haftende Streuteile wurden darauf abgestreift. Dadurch konnte das Austragen der Streu minimiert und der Bereich um den Eingang des Kisterls einfacher sauber gehalten werden. Hilft auch das nicht, ist es tatsächlich besser, bei Katzen mit langen Haaren eine schwerere Streu zu verwenden.

Die Redaktion

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