Kaffeevollautomaten - Automatisch gut

, aktualisiert am

Fast alle Modelle mit Milchschaum-Automatik brühen guten Espresso. Geräte mit Düse für manuelles Aufschäumen können mithalten. Die Unterschiede liegen in den Gerätefunktionen.

Im Test finden Sie

Kaffeevollautomaten mit automatischer Milchaufschäumfunktion

  • De'Longhi - Dinamica ECAM 350.55 B
  • Jura - J6
  • Krups - Quattro Force EA880E
  • Melitta - Caffeo Passione OT
  • Miele - CM 6350
  • Nivona - CafeRomatica 768
  • Philips - EP 4050/10
  • Saeco - Incanto Deluxe HD8921/01
  • Siemens - EQ.3 s300 TI303503DE

Kaffeevollautomaten mit Düse für manuelles Milchaufschäumen

  • Krups - EA 8108
  • Melitta - Caffeo Solo & Milk
  • Saeco - Incanto HD8913/11 (baugleich mit Philips EP5314/10 und Philips EP5310/10)

Die Testtabellen enthalten Infos und Bewertungen zu: Ausstattung (mit automatischer Milchaufschäumfunktion oder für manuelles Milchaufschäumen), sensorischer Beurteilung (Espresso und Milchschaum - Verkostung von einem geschulten Panel), technische Prüfung, Handhabung, Sicherheit. Umwelteigenschaften (Stromverbrauch, Geräusch) und Schadstoffe.

Lesen Sie im Folgenden den Testbericht:


Test: Vollautomaten von 400 bis 1.690 Euro

Espresso, Cappuccino, Latte Macchiatto – Vollautomaten zaubern im Handumdrehen Kaffee in unsere Tassen. Ein Teil der Pro­dukte dieses Tests produziert ganz unkompliziert Espresso und Milchschaum mit nur einem Knopfdruck. Mit Preisen zwischen 600 und 1.690 Euro kommt diese bequeme Variante des Kaffeebrühens nicht gerade günstig.

Zusätzlich absolvierten Geräte den Test, bei denen Cappuccino-Genießer die Milch mit der Dampfdüse manuell aufschäumen müssen. Das Mehr an Arbeitsaufwand zahlt sich aus. Die geprüften Vollautomaten dieser Geräteklasse kosten weniger als die meisten der All-in-one-Produkte.

Kaffeemaschinen mit unterschiedlichen Funktionen

Die Österreicher lieben ihren Kaffee. Laut dem Österreichischen Kaffee- und Teeverband trinken die Kaffeegenießer hierzu­lande 164 Liter pro Kopf und Jahr. Erfreulich für Kaffeeliebhaber: Die Auswahl an Kaffeevollautomaten ist groß. Am aktuellen Test, den unsere Kollegen von der deutschen ­Stiftung Warentest durchgeführt haben, nahmen auch Geräte teil, die Besonderheiten anbieten: beispielsweise zwei Cappuccini gleichzeitig bereiten (Miele, Krups) oder ­Kaffee für Gäste kannenweise kochen (Miele).

Unterschiede bei Preis und Funktion

Unterschiede in Preis und Funktion

Doch der Reihe nach. Insgesamt standen zwölf Kaffeevollautomaten auf dem Prüfstand. Neun Geräte arbeiten mit einer Milchaufschäumautomatik, drei verfügen über eine Düse für manuelles Milchaufschäumen. Wie schon beim Kaffeevollautomaten und Siebträger - Hoch die Tassen! brühte Melitta auch dieses Mal den besten Espresso. Mit seiner Caffeo-Passione-Maschine liefert Melitta den kleinen Schwarzen mit besonders intensivem Aroma und einer dicken Schicht Crema. Außerdem schmeckt er stärker geröstet und weniger wässrig als der Kaffee aus den anderen Vollautomaten.

Und die Melitta-Maschine kostet um 1.090 Euro weniger als der Testsieger Jura J6, der allerdings mit der Kaffeezubereitung schneller fertig ist. Genauso gut wie die Jura J 6, aber deutlich günstiger sind die Jura E8 Platin und die Melitta Caffeo Varianza CSP aus dem ­Vorjahrestest. Beide sind noch erhältlich. Ähnlich gut schnitt aktuell auch die De’Longhi Dinamica zu 850 Euro ab.

Fast alle brühen guten Espresso

Aus fast allen geprüften Kaffeevollauto­maten fließt guter Espresso. Lediglich die Maschine von Philips erhielt ein durch­schnitt­liches Gesamturteil. Bei den Geräten mit Dampfdüse hatte die Melitta Caffeo ­Solo & Milk die Nase vorn. Sie kommt mit 400 Euro am günstigsten. Insgesamt gesehen hält die Gruppe der manuellen Milch­aufschäumer durchaus mit den All-in-one-Geräten mit. Sie sind eine Option für jene, die ihren Kaffee nur gelegentlich mit auf­geschäumter Milch genießen.

Die Gesamtergebnisse der meisten Geräte sind ähnlich gut, Unterschiede zeigen sich bei den Details. Neben enormen Preisdifferenzen sind auch die Funktionsunterschiede letztlich maßgeblich für die persönliche Kaufentscheidung. So liegen beispielsweise die Aufheizzeiten zwischen blitzartigen 30 Sekunden und zwei Minuten. Einige Ge­räte bereiten etwas wässrigen Espresso, bei anderen könnte der Milchschaum feiner sein.

Intensiver Kaffeeduft, kräftig und bitter

Besondere Aufmerksamkeit galt der Sen­sorik. Bei dieser Prüfung bewerteten geschulte Kaffeetrinker Espresso und Milchschaum der einzelnen Maschinen. Die ideale Crema ist feinporig und so stabil, dass aufgestreuter Zucker nicht sofort untergeht. Zu den Eigenschaften des typischen Espresso gehört neben intensivem Kaffeeduft ein kräftiger, bitterer sowie deutlich säuerlicher Geschmack. Wie bereits im Vorjahrestest brühte der Melitta-Vollautomat mit Milch­aufschäumfunktion den besten Espresso. Aufgefallen ist, dass De’Longhi, Krups ­Quattro Force und Philips einen etwas weniger intensiven Espresso bereiteten. Philips produzierte zudem eine wenig beständige Crema.

Milchschaum: cremig und süß

Mahlgrad, Wasser und Kaffeestärke variieren

Für die Zubereitung eines Cappuccino ist die Voreinstellung für Espresso nicht immer optimal. Die Nutzer können mit den Werkseinstellungen der Vollautomaten experimentieren. Barista-Trainer Eric Wolf merkt zur voreingestellten Zubereitung für Espresso an: „Er schmeckt oft etwas wässrig.“ Deshalb empfiehlt der frühere Deutsche ­Meister: „Der Espresso wird meist aroma­tischer, wenn Sie den Mahlgrad feiner ­einstellen, mit weniger Wasser als in der Werkseinstellung brühen und die Kaffeestärke erhöhen.“ Durch Anpassen der Voreinstellung lässt sich bei Jura, Nivona und Siemens die deutlichste Änderung der ­Espressostärke unter den geprüften ­Geräten erkennen.

Cremiger Milchschaum

Auch den Milchschaum haben die Tester unter die Lupe genommen. Bei optimalem Schaum lassen sich kaum Bläschen er­kennen, die Konsistenz ist cremig wie bei Schlagobers und der Geschmack leicht süß. Wie bei der Crema gibt es auch beim Milchschaum Unterschiede zwischen den Maschinen. De’Longhi und Jura liefern ­feineren Schaum als die Konkurrenz. Die Geräte mit Dampfdüse verlangen dem ­Nutzer etwas Übung beim Aufschäumen der Milch ab. Mit der Melitta Caffeo Solo & Milk gelang aber selbst dem Profi Eric Wolf kein guter Schaum. Wie der Barista-Meister den Cappuccino aus den getesteten ­Maschinen im Zuge einer Blindverkostung charakterisierte, lesen Sie bei den Steckbriefen der einzelnen Produkte.

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Testtabelle: Kaffeevollautomaten - automatische Milchaufschäumfunktion

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Testtabelle: Kaffeevollautomaten - Düse für manuelles Milchaufschäumen

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Steckbriefe: Maschinen mit automatischer Milchaufschäumfunktion und Barista-Check

Der Barista-Meister Eric Wolf hat Cappuccino aus den getesteten Maschinen im Zuge einer Blindverkostung charakterisiert. Sie finden die Einschätzungen des Barista jeweils im Anschluss an die Steckbriefe zu den einzelnen Produkten.

Jura J6

1.690 Euro
gut (72 Prozent)

Liefert guten Espresso und feinen Milchschaum. Heizt in 46 Sekunden auf. Espresso in gut einer halben, Cappuccino in rund einer Minute fertig. Umfangreiches Menü nicht immer selbsterklärend. Viele Getränke-Einstellungen individuell änder- und speicherbar. Brühgruppe zum Putzen nicht entnehmbar. Trotzdem bleibt das Gerät innen sehr sauber.

Cappuccino im Barista Check: 
„Oben könnte der Schaum flexibler sein, unten ist er sehr fein, flexibel und süß. Der Kaffee dominiert den Cappuccino. Er schmeckt intensiv, leicht bitter und nach einem Hauch Karamell.“

De’Longhi Dinamica ECAM 350.55.B

850 Euro
gut (70 Prozent)

Schäumt Milch besonders feinporig auf. Espresso schmeckt jedoch vergleichsweise lasch. Temperaturregelung für Kaffee bringt wenig. Aufheizen und erster Espresso in knapp eineinhalb Minuten fertig. Leisestes Gerät im Test.  Leicht bedienbar dank vieler Direkttasten und eines übersichtlichen Menüs. Nutzer kann aus neun Kaffeerezepten wählen. Sie lassen sich anpassen und etwas umständlich speichern.

Cappuccino im Barista Check: 
„Bester Milchschaum im Test: sehr fein, cremig und süß. Das Getränk selbst kann leider nicht mithalten. Es ist etwas wässrig und erinnert an Filterkaffee.“

Melitta Caffeo Passione OT

600 Euro 
gut (70 Prozent)

Liefert den besten Espresso im Test: besonders intensiv geröstet, kräftig und mit viel beständiger Crema. Braucht allerdings für Espresso an die zwei Minuten, samt Aufheizen. Nutzer haben zehn Kaffeespezialitäten zur Auswahl. Gutes Display. Recht kleiner Bohnenbehälter und Wassertank. Kein Kaffeepulverfach.

Cappuccino im Barista Check:
„Macht als Einzige typischen Cappuccino: Auf den Kaffee fließt die Milch, nicht andersherum. Der dadurch braun gefärbte Schaum könnte feiner sein. Insgesamt schmeckt das Getränk ausgewogen und angenehm säurebetont.“

Miele CM 6350

1.200 Euro
gut (68 Prozent)

Brüht guten Espresso mit beständiger Crema. Macht auf Knopfdruck zwei Cappuccini gleichzeitig. Kaffeekannenfunktion ermöglicht es mit einem Knopfdruck, acht Tassen Kaffee zu bereiten. Leichte Bedienung und Reinigung. Gerät besitzt wenige Direkttasten. Ausgabestopp und Programmieren etwas umständlich. Individuelle Getränke speicherbar. Mit beheizbarer Abstellfläche.

Cappuccino im Barista Check: 
„Der Schaum fühlt sich cremig an, könnte aber feiner sein. Nach dem Rühren ist das Getränk etwas kühl und hat einen ganz leicht fruchtigen Beigeschmack.“

Nivona CafeRomatica 768

800 Euro
gut (68 Prozent)

Bereitet guten Espresso. Geduld ist nötig: Espresso dauert inklusive Aufheizen fast zwei Minuten. Erste Tasse nicht sehr heiß. Kinderleicht über zwei Drehknöpfe bedienbar. Sehr gutes Display. Getränke lassen sich unkompliziert anpassen und speichern. Kaffeeauslauf nicht sehr weit nach unten schiebbar. Dadurch kann es bei kleinen Espressotassen spritzen.

Cappuccino im Barista Check: 
„Mein Favorit. Der Cappuccino besitzt eine feinporige, flexible und cremige Schaumkrone. Er schmeckt ausgewogen und leicht süß. Nach dem Rühren ist er etwas kühl.“

Siemens EQ3 s300 TI303503DE

680
gut (64 Prozent)

Eher wenig Crema auf gutem Espresso. Zum Schäumen kommt ein Rüssel in die Tasse. Das funktioniert gut, aber viel Milch bleibt kleben. Heizt schnell auf, braucht aber für Espresso fast eine Minute, für Cappuccino rund zwei. Erste Tasse ist eher kühl. Keine Temperatureinstellung. Ermöglicht vier Kaffeespezialitäten per Knopfdruck. Getränke zu programmieren ist möglich, allerdings sehr verwirrend. Keine Heißwasserfunktion. Mit beheizbarer Abstellfläche.

Cappuccino im Barista Check: 
„Krass viel Schaum. Er ist oben etwas grobporig, sonst aber fein. Der Kaffee schmeckt intensiv, etwas dominant. Ist insgesamt ausgewogen.“

Krups Quattro Force EA880 E

1.500 Euro
Gut (62 Prozent)

Brüht sehr heißen Espresso, der eher wenig intensiv und bitter schmeckt. Braucht mit rund 100 Sekunden am längsten zum Aufheizen. Kann zwei Cappuccini gleichzeitig zubereiten. Übersichtliches Menü.
Kleine Espressotassen können auf der Ablage kippen, große Latte-Gläser passen nur schräg unter den Auslauf. Abtropfgitter kann bei einigen schnell hintereinander gebrühten Tassen heiß werden. Milchdüse tropft stark nach. Fest eingebaute Brühgruppe verschmutzt bei richtiger Pflege nicht.

Cappuccino im Barista Check: 
„Dicke, unebene Schaumkrone mit großen Blasen. Unten ist sie aber sehr fein und cremig. Autsch! Das Getränk ist zu heiß, um es gleich zu trinken. Insgesamt schmeckt es zu dünn.“

Saeco Incanto Deluxe HD8921/01

800 Euro
gut (62 Prozent)

Brüht guten, recht bitteren Espresso mit wenig und grobporiger Crema in 78 Sekunden, inklusive Aufheizen. Gerät spritzt beim Espressokochen stark, da die Düse nicht sehr weit nach unten schiebbar ist. Sehr laut beim Milchschäumen. Innen landet viel Kaffee daneben, der regelmäßig zu beseitigen ist. Symbole am Display teilweise unverständlich. Gerät verfügt über ein Kaffeepulverfach.

Cappuccino im Barista Check: 
„Eher wenig Schaum. Oben hat er Blasen, unten ist er sehr fein, flexibel und cremig. Leider erinnert das Getränk an schlechten Filterkaffee, ist wässrig und bitter. Die Süße der Milch ist weg.“

Philips EP 4050/10

700 Euro
durchschnittlich (58 Prozent)

Espresso eher wenig intensiv. Crema löst sich schnell auf. Brühdruck lässt sich anpassen, um eine Art Filterkaffee zuzubereiten. Spritzt stark beim Espressokochen. Sehr laut beim Milchschäumen. Innen landen viele Kaffeebrösel daneben. Große Latte-Macchiato-Gläser passen schlecht unter den Auslauf. Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Verfügt über ein Pulverfach.

Cappuccino im Barista Check: 
„Relativ wenig Schaum, oben blasig, unten aber fein und flüssig. Der Kaffee schmeckt sehr dünn. Die Süße der Milch ist kaum wahrnehmbar.“

 

Steckbriefe: Maschinen für manuelles Milchaufschäumen und Barista-Check

Melitta Caffeo Solo & Milk

400 Euro
gut (64 Prozent)

Gerät brüht guten Espresso mit fester, feinporiger und beständiger Crema. Der handgeschäumte Milchschaum ist wenig cremig und recht luftig. Getränke nur kompliziert verstellbar. Ziemlich laut. Das Bohnenfach ist recht klein. Beim Befüllen landen Kaffeebohnen leicht daneben.

Cappuccino im Barista Check: 
„Schwierig: Auch als Profi lässt sich mit der Maschine kaum guter Schaum herstellen. Er ist viel zu grob. Die Dampfleistung scheint zu gering. Der Cappuccino schmeckt dennoch annehmbar, leicht bitter und leicht süß.“

Saeco Incanto HD8913/11

630 Euro
gut (64 Prozent)

Gerät ist der Incanto Deluxe sehr ähnlich, schäumt Milch nicht automatisch. Espresso schmeckt gut, seine Crema ist vergleichsweise grob und weniger beständig. Milchdüse tropft stark nach. Menü teilweise verwirrend. Gerät spritzt bei kleinen Espressotassen stark, weil sich die Kaffeedüse nicht weit genug nach unten schieben lässt. Getränkezubereitung etwas umständlich zu stoppen. Hat ein Fach für Kaffeepulver.

Cappuccino im Barista Check: 
Top: Mit Übung lässt sich leckerer Schaum zubereiten, der fein, flexibel und cremig ist. Insgesamt schmeckt der Kaffee beim Cappuccino leicht bitter und dominant.“

Krups EA 8108

600 Euro
gut (60 Prozent)

Brüht guten Espresso. Milchschaum eher wenig cremig. Heizt in knapp 30 Sekunden auf. Lautestes Gerät im Test. Vorsicht, Abtropfgitter beim Brühen sehr heiß! Keine Heißwasserfunktion. Getränke nur sehr kompliziert verstellbar, sonst sehr simpel aufgebautes Gerät. Milchdüse tropft stark nach. Fest eingebaute Brühgruppe bleibt bei richtiger Pflege sauber.

Cappuccino im Barista Check: 
„Die Milch wird zu schnell heiß und lässt sich so kaum aufschäumen. Unter einigen großen Blasen ist der Schaum fein und cremig. Insgesamt schmeckt das Getränk ausgewogen, aber etwas wässrig und bitter.“

VKI-Tipps

Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei den Maschinen mit Milchaufschäum-Automatik liegt die Jura J6 (1.690 Euro) an der Spitze. Mit der De’Longhi Dinamica (850 Euro) und der Melitta Caffeo Passione (600 Euro) bekommen Sie ähnlich gute Maschinen wesentlich günstiger. Die Kategorie der Geräte mit Dampfdüse führt die Melitta Caffeo Solo & Milk um 400 Euro an.

Richtige Pflege. Wer die Maschine hegt und pflegt, vermeidet Schimmelbildung und Verkeimung. Dazu ist es nötig, Tresterbehälter und Abtropfschale einmal täglich zu reinigen und frisches Wasser in den Tank zu füllen.

Milchsystem. Die Einzelteile des Milchsystems nach jeder Nutzung spülen. Gelegentlich auseinandernehmen und gründlich säubern.

Kaffeebrösel entfernen. Die Brühgruppe und den darunter befindlichen Bereich gelegentlich reinigen, sofern möglich. Bleiben dort Kaffeebrösel liegen, kann Schimmel entstehen. Bei der Jura und den Krups-Modellen lässt sich die Brühgruppe nicht herausnehmen. Reinigungsprogramme halten diese Maschinen dennoch sauber.

Entkalken. Das verlängert das Leben der Automaten. Wann es nötig ist, zeigen die Geräte an.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat zwölf Kaffeevollautomaten getestet: neun mit Milchaufschäum-Automatik, drei mit Düse für manuelles Milchaufschäumen. 

Sensorische Beurteilung: 35 %

Das Kaffeevolumen wurde auf 40 Milliliter eingestellt, sonst wurden die Werkseinstellungen belassen. Die Tester brühten mit Leitungswasser ohne Wasserfilter und verwendeten illy-Espressobohnen der Sorte Caffè in grani. Ein auf Kaffeeverkostung geschultes Panel aus acht Personen prüfte anonymisiert und randomisiert den Espresso bei 55 Grad auf Fehlerfreiheit in Geschmack sowie Mundgefühl, Crema und Geruch. Die Auswertung erfolgte mit statistischen Methoden. Drei geschulte Personen verkosteten den Milchschaum aus handelsüblicher Milch (1,5 Prozent Fettgehalt). Sie beschrieben Aussehen, Geruch, Mundgefühl und Geschmack. 

Technische Prüfung: 25 %

Bei der Aufheizzeit wurde die Zeit vom Einschalten bis zur Betriebsbereitschaft ermittelt. Beim Espressobrühen prüften die Tester unter anderem die Temperatur in vorgewärmten Tassen, die Dauer des Brühens und wie stark Temperatur und Volumen von 10 Espressi schwankten. Beim Milchschäumen ermittelten sie in der Werkseinstellung die Volumenzunahme, den Wassergehalt in Milch und Schaum und wie stark der Schaum in 3 Minuten zusammenfiel. Wenn möglich, wurde bei den Geräten geprüft, wie stark sich Espressostärke und -temperatur variieren lassen, wenn der Nutzer am Gerät den jeweils niedrigsten und höchsten Wert einstellt. 

Handhabung: 20 %

Ein Experte beurteilte die Gebrauchsanleitung. Fünf erfahrene Nutzer (Frauen und Männer unterschiedlichen Alters) bewerteten das Zubereiten der Getränke. Sie stellten unter anderem verschiedene Getränke ein, hantierten mit dem Wassertank, befüllten den Bohnenbehälter. Für den Aufwand beim Reinigen wurden sowohl die notwendigen Arbeitsschritte als auch das Fassungsvermögen von Tropfschale und Tresterbehälter beurteilt. Zusätzlich begutachteten die Tester nach mindestens 110 Bezügen alle Geräte von innen. Abschließend beurteilten sie den Aufwand beim Entkalken.

Sicherheit: 5 %

Geprüft wurden die elektrische Sicherheit und heiße Oberflächen in Anlehnung an DIN EN 60335–1 und DIN EN 60335–2–15. Die Beurteilung der heißen Oberflächen erfolgte in Anlehnung an DIN EN ISO 13732–1. Zudem achteten die Tester auf mögliche Fehlbedienung und die Verarbeitung.

Umwelteigenschaften: 10 %

Den Stromverbrauch ermittelten die Tester fürs Aufheizen, fürs Zubereiten von je 3 Espressi, Kaffee, Cappuccino, Latte macchiato und Milchschaum, mit je einer Minute Pause und – wenn vorhanden – automatischen Spülgängen bis zum automatischen Abschalten. Außerdem wurde der Stand-by-Verbrauch bestimmt. Das Geräusch beurteilten 5 Personen beim Brühen und beim Mahlen.

Schadstoffe: 5 %

Die Untersuchung erfolgte nach der häufigen Nutzung. Alle Geräte wurden nach Gebrauchsanleitung entkalkt und gespült. Beim letzten Spülgang verwendeten wir chemisch reines Wasser, wie es eine gültige Norm empfiehlt. Nach einer Standzeit von 16 Stunden erfolgte die Bestimmung der Schadstoffe sowohl im Heißwasser- bzw. Dampfauslass als auch im Kaffeeauslauf. Es wurde auf Nickel, Blei, Kadmium, Chrom und Aluminium getestet. Nach drei Espressi wurde eine weitere Probe entnommen und geprüft.

Sonstige Untersuchungen

Ein Barista-Meister beschrieb den Cappuccino aus jedem Vollautomaten. Grundlage waren Kriterien aus Kaffeemeisterschaften. Seine Einschätzung hatte keinen Einfluss auf das Testurteil. Die Barista-Meinung für jede Maschine steht unter der jeweiligen Produktbeschreibung.

Abwertung

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt aufs Testurteil auswirken. Folgende Abwertung wurden eingesetzt: Lautete die Note für Sicherheit „weniger zufriedenstellend“, konnte das Testurteil maximal eine halbe Note besser sein.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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Leserreaktionen

Wie ist das mit dem Lärm?

Zu Ihrem Test der Kaffeevollautomaten hätte ich noch eine Anregung: Da meine Maschine schon in die Jahre gekommen ist, interessiere ich mich schon seit längerem für ein neueres Modell. Die Milchschäumerqualitäten sind für mich als Espressotrinker nur sekundär.

Aber wichtig für mich finde ich sehr wohl die Lärmentwicklung während des Brühvorganges. In meinem 4-Personen-Haushalt, aber auch für ein Büro erscheint mir dieser Punkt doch wichtig, zumal eine knallende Brühgruppe doch empfindlich stören könnte. Interessant ist, dass Sie die Lärmentwicklung bei einigen Maschinen in der Einzelbewertung angeführt haben, aber nicht in Ihrem Testurteil berücksichtigten. Vielleicht könnten Sie mir da noch einen Nachtrag liefern.

Gregor Fauland
E-Mail
(aus KONSUMENT 3/2018)

Besonderheiten hinsichtlich Lärmentwicklung sind in den Produktbeschreibungen ausdrücklich angeführt. Die Betriebsgeräusche sind auch unter der Bewertung der Umwelteigenschaften direkt ins Testurteil eingeflossen.

Die Redaktion

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