Hundefutter - Durchschnittskost für Bello

Ob in Schalen, Dosen oder Beuteln: Fertigfutter für ­Hunde sollte alles enthalten, was der Vierbeiner braucht. Doch wie unser Test zeigt, ist die Zusammensetzung der meisten ­Produkte alles andere als optimal.

Folgendes Hundefutter haben wir getestet:

  • activa Gold Genuss Herzhaftes Rind mit Birne, Karotte, Kümmel & Leinöl
  • animonda Vom Feinsten Classic mit Pute und Lamm
  • Bio Dog mit Bio-Rind
  • Cesar Klassiker mit Kalb & Geflügel
  • Classic Dog mit Geflügel & Rind
  • Clever Rind & Leber
  • Dehner Best Nature Rind Spätzle und Karotten
  • Dein Bestes mit Kalb & Pute
  • fit & fun Pate mit Rind & Leber
  • Golden Dog Rind Saftiges Mousse
  • Happy Dog 100 % Büffel
  • Jeden Tag Feine Pastete mit Stücken Rind & Geflügel
  • Multifit mit Rind
  • Natur plus Adult Rind
  • Orlando Pastete mit Rind & Wild
  • Perro Gala Diner Rind
  • Pet Bistro Pastete mit Rind & Geflügel
  • Quality First Schlemmer Menü Huhn & Pute mit Naturreis
  • Real Nature Rind mit Kartoffeln & Schwarzkümmelöl
  • Rinti Huhn
  • Rocky Kalb & Huhn
  • Romeo Pastete mit Rind & Leber
  • Royal Canin Adult Beauty Health Skin
  • Scotty Pastete mit Rind & Leber
  • Select Gold Lamm pur

Geprüft haben wir: Rohfaser, Rohprotein, lösliche Kohlehydrate, Kalzium/Phosphor, Magnesium, Natrium, Zink, Kupfer, Vitamin A, Vitamin E, Rohasche in %, Trockensubstanz, Feuchtigkeit u.a. - Nachfolgend unser Testbericht.


Fertigfutter ist einfach praktisch. Vor allem kleine Rassen lassen sich mit den handlichen Gebinden bequem ernähren. Der Inhalt einer Schale wird meist aufgefuttert, es muss nichts in den Kühlschrank und Herrchen bzw. Frauchen ersparen sich das Anwärmen der Mahlzeit. Das Angebot ist groß und füllt in den Märkten inzwischen laufmeterweise die Regale.

Test: 25 Allein-Feuchtfutter

Doch enthalten die appetitlich verpackten Fertigmenüs auch wirklich alles, was der Hund braucht? Wir haben 25 Allein-Feuchtfutter in Schälchen, Dosen und Beuteln eingekauft und im Labor unter die Lupe genommen. Wird der Hund mit Nährstoffen gut versorgt und passt die Zusammensetzung? Diese ernährungsphysiologische Beurteilung bestimmte 90 Prozent unseres Testurteils. Die restlichen 10 Prozent wurden an die ­Fütterungsempfehlungen der Hersteller ver­geben. Schließlich ist nicht nur wichtig, was man füttert, sondern auch, wie viel davon.

Je nach Alter anderer Bedarf

Je nach Alter anderer Bedarf

Als Basis für die Bewertung wurde der Nährstoffbedarf eines 5 Kilogramm schweren ausgewachsenen Hundes berechnet. 17 Produkte waren als „Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde“ deklariert. Acht weitere dagegen als „Alleinfuttermittel für ­Hunde“, weshalb wir diese Produktgruppe auch auf ihre Eignung für Welpen testeten. Hier gingen wir vom Bedarf eines 2,5 Kilo schweren Junghundes aus.

Nur drei mit gutem Gesamtergebnis

Um es gleich vorwegzunehmen: Keines der Produkte im Test erreichte die Bestnote. Und nur drei – Royal Canin, Bio Dog und Romeo (inzwischen in geänderter Verpackung im Handel) – schafften ein gutes Gesamtergebnis. Das Gros war dagegen nur durchschnittlich. Drei Futtermittel, nämlich jene von ­Classic Dog, Clever und Golden Dog stürzten überhaupt ab.

Verhältnis Kalzium/Phosphor

Entscheidend für dieses magere Ergebnis waren im Wesentlichen zwei Punkte: Einerseits enthielten die meisten Produkte zu viel Eiweiß in Bezug auf die Fütterung eines ­erwachsenen Hundes. Andererseits gab es beim Gehalt von Kalzium und Phosphor bzw. beim Verhältnis dieser Inhaltstoffe zu­einander deutliche Mängel. Wegen ihrer zentralen Bedeutung für die Tiergesundheit flossen die Bewertung des Eiweißgehaltes und jene von Kalzium/Phosphor zu je 25 Prozent in die ernährungsphysiologische Beurteilung ein.

Tierisches und pflanzliches Eiweiß

Auch pflanzliches Eiweiß

Apropos Eiweiß: Unsere Haushunde sind stammesgeschichtlich Fleischfresser. Allerdings haben sie sich in den Jahrtausenden der Domestikation an das Zusammenleben mit dem Menschen angepasst und sind inzwischen eher den Allesfressern zuzuordnen. ­Wobei aber auch schon ihr Stammvater, der Wolf, mit dem Mageninhalt seiner Beutetiere Pflanzennahrung aufnahm – und seinen ­Speisezettel darüber hinaus mit Kräutern, Wurzeln, Früchten und Ähnlichem aufbesserte.

Eiweißgehalt meist zu hoch

Hunde können also auch pflanzliches Eiweiß verwerten. In den von uns untersuchten Feuchtfuttermitteln steckte aber jede ­Menge tierisches Eiweiß aus Fleisch und Neben­produkte wie Innereien. Bei den meisten ­Produkten lag der Eiweißgehalt deutlich über dem Bedarf eines erwachsenen Hundes, was durchaus kritisch zu sehen ist:

Auch bei der Hundeernährung ist „mehr“ keineswegs ­immer besser. Eiweiß, das nicht verwertet werden kann, muss abgebaut werden und kann dabei den Organismus belasten. ­Anders liegt die Sachlage bei Futter für Welpen: Hier gab es für den üppigen Protein­gehalt gute Noten, weil Junghunde einen höheren Eiweißbedarf haben.

Kalzium und Phosphor

Ebenfalls zentral bei der Produktbeurteilung waren Kalzium und Phosphor: Schon beim erwachsenen Hund drohen Gesundheitsschäden, wenn von diesen beiden Stoffen über längere Zeit nicht genügend aufgenommen wird und/oder sie nur unausgewogen zur Verfügung stehen. Bei Junghunden sind unter diesen Umständen Fehlbildungen fürs gesamte weitere Leben zu erwarten.

Bedarfsgerechte Versorgung wichtig

Missverhältnis

Liegt ein Überschuss an Phosphor vor, ­können Kalzium, Magnesium, Zink und ­Eisen vom Organismus nicht vollständig verwertet werden. Eine Überversorgung mit Kalzium wiederum beeinträchtigt die Absorption von Phosphor – und jene von Magnesium und Zink. In beiden Fällen kann es zu Entwicklungsstörungen des Skeletts kommen, besonders beim noch wachsenden Hund.

Bedarfsgerechte Versorgung wichtig

Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Kal­zium und Phosphor ist aber nicht nur für die Knochenbildung wichtig. Überschüsse von Phosphor etwa müssen über die Nieren ausgeschieden werden, was unter anderem die Entwicklung von Harnsäuresteinen ­begünstigt.

Einige problematische Ergebnisse

Ausgerechnet in Sachen Kalzium/Phosphor lieferten einige untersuchte Futter ziemlich problematische Ergebnisse: Bei Classic Dog, Clever und Golden Dog, aber auch bei Rinti war das Verhältnis zwischen diesen beiden Mineralstoffen ­bezogen auf erwachsene Hunde ­besonders unausgewogen; bei Clever und ­Golden Dog auch bezogen auf Welpen. Ledig­lich vier Futter für ausgewachsene Hunde erreichten in diesem Prüfpunkt eine gute Note. Bei den Produkten für Welpen schaffte das nur Perro. Dafür haperte es dort beim Zink.

Vitamine im Fokus

Vitamine im Fokus

„Viel zu viel“ lautete dagegen das Unter­suchungsergebnis beim Vitamin A: Sieben Produkte wiesen sogar 20 Mal so viel auf, wie ein ausgewachsener Hund braucht! Eine derartige Überversorgung über einen längeren Zeitraum kann unter anderem zum Abbau von Knochensubstanz führen.

Der Vitamin-E-Gehalt dagegen war bei allen Produkten tadellos, und auch bei den Ballast­stoffen (Rohfaser) gab es kaum etwas zu meckern. Ähnlich gut die Situa­tion bei Magnesium. Bei Natrium wiesen wiederum sämtliche Produkte für Welpen gute bzw. sehr gute Werte aus. Bezogen auf erwach­sene Hunde waren die Gehalte aber zu hoch. Trotzdem: Wenn dem Hund genügend Wasser zur Verfügung steht, ist ein höherer Salz­gehalt im Futter kein Problem.

Fütterungsempfehlungen

Und was ist mit den Fütterungsempfehlungen? Wir verglichen den von uns errechneten Bedarf mit den Herstellerangaben. Nur Pet Bistro und Cesar waren hier top, während gleich 11 Produkte abstürzten. Darunter auch jene, die keine Fütterungsempfehlung für Welpen aufwiesen, obwohl wir sie als „auch für Welpen geeignet“ einstufen ­mussten, weil sie nicht als Futtermittel für erwachsene Hunde deklariert waren.

Nicht nur wie gefüttert werden soll ist für den Hundehalter von Interesse, sondern auch, woraus der Inhalt der Schälchen, ­Dosen und Beutel hergestellt wird. Die Deklaration auf den Packungen sagt da meist wenig aus. Wir haben die Hersteller deshalb um eine Liste der Ausgangsprodukte ge­be­ten. Bis auf Perro, Cesar, Natur plus und ­Classic Dog haben uns alle geantwortet.

Preisfrage

Wie sieht es mit den Kosten für einen vollen Futternapf aus? Gar nicht leicht zu beantworten, da die Preise für dasselbe Produkt je nach Supermarkt und Aktionsangeboten stark variieren können. Unser Test zeigt aber auf jeden Fall: Gutes Futter muss nicht teuer sein. Zwar liegt Testsieger Royal Canin mit 2,35 Euro pro Tagesration im obersten Preissegment, doch der Zweitplatzierte Bio Dog kostet mit 0,98 Euro pro Tagesration um ­einiges weniger. Und bei der ebenfalls tadellosen Pastete mit Rind & Leber von Romeo, die inzwischen in einer geänderten Ver­packung angeboten wird, ist der Preis noch niedriger: Hier kostet den Hundefreund die Tagesration für seinen Liebling 0,78 Euro. Ein Schnäppchen.

Testtabelle: Hundefutter

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Testtabelle: Hundefutter - geänderte Verpackung

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Wenn der Hund Unrat frisst

„Da kriegst du heute aber kein Bussi!“ Der Golden Retriever-Hündin ist’s egal, ihr Herrchen ringt die Hände: Schon wieder hat der vierbeinige Liebling beim Spaziergang ein Katzenhäufchen schnabuliert.

Schimpfen meist wirkungslos

Wölfe fressen ebenfalls Aas und Fäkalien und es zeigt auch mancher ihrer Haushund-Nachkommen Appetit auf "Grausliches“. Schimpfen bleibt hier meist wirkungslos. Manche meinen, dass sich im Kot- und Aasfressen ein Mangel in der Ernährung zeigen würde, und empfehlen die Fütterung von Quargeln und ungeputzten Kutteln. Mitunter funktioniert das, manchmal auch nicht. Allerdings: Kot und Aas können auch krank machen.

Was hilft?

Aufpassen beim Spaziergang und gegebenenfalls einen Maulkorb anlegen. Im Sommer ist jedoch Vorsicht geboten, denn mit einem schlecht angepassten, zu kleinen Maulkorb kann der Hund nur eingeschränkt hecheln und sich nicht richtig abkühlen!

Übergewicht: zu viel auf den Rippen

Auch bei Hunden ist Adipositas (krankhaftes, starkes Übergewicht) im Kommen. In der Regel redet der Tierarzt bei der jährlichen Impfung plus Gesundheits-Check dem Besitzer ins Gewissen. Als Faustregel kann gelten: Wenn die Rippen unterm Fell zu tasten sind, passt das Gewicht. Ist der Hund zu dick, kann oft schon das Weglassen der Leckerlis helfen.

Bewegung ist wichtig

Hunde lassen sich nicht nur mit Futter verwöhnen, sondern auch mit Spazierengehen und Spielen. Wobei genug Bewegung generell am Plan stehen sollte. Ansonsten: keine Brachial-Fastenkuren in Eigenregie, sondern eine schonende, aber konsequente Gewichtsreduktion, eventuell mithilfe des Tierarztes.

Interview: Dr. Christine Iben "Der Markt ist in Bewegung"

KONSUMENT sprach mit Dr. Christine Iben, Professorin am Institut für Tierernährung der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Dr. Christine Iben (Bild: Privat
Dr. Christine
Iben

Unter Hundebesitzern wird heftig darüber diskutiert, ob man den Vierbeiner vegetarisch oder vegan füttern kann. Aber auch ausschließlich rohes Fleisch im Fressnapf liegt im Trend. - KONSUMENT: Kann man aus seinem Hund einen Vegetarier machen?
IBEN: Einen Hund vegetarisch, also ohne Fleisch zu ernähren, ist sehr gut möglich. Bei bestimmten Stoffwechselstörungen ist das sogar Teil der Therapie. Und auch für manche Rassen kann es empfehlenswert sein: So neigen etwa Dalmatiner dazu, Harnsäuresteine zu bilden. Da ist es sinnvoll, die Purine im Fleisch zu vermeiden. Als Proteinquelle kann etwa Milcheiweiß fungieren.

Und was ist mit einer rein pflanzlichen, also veganen Ernährung?
Beim Welpen ist die vegane Ernährung ein No-Go! In der Wachstumsphase benötigt ein Hund unbedingt tierisches Eiweiß, um sich gesund entwickeln zu können. Einen voll ausgewachsenen Hund vegan zu ernähren, ist dagegen nach dem heutigen Wissensstand möglich. Der Hund ist de facto ein Allesfresser und verfügt über die entsprechenden Enzyme, um pflanzliche Nahrung verwerten zu können. Es fehlen bislang allerdings langfristige Untersuchungen über die Auswirkungen einer solchen Ernährungsweise. Auf jeden Fall ist eine sehr sorgfältige Diätplanung nötig, um Mangelerscheinungen zu verhindern. Einfach Zucchini und Erdäpfel zu füttern, wie wir es hier an der Klinik auch schon erlebt haben, ist zu wenig.

Was halten Sie von rohem Fleisch, wie es beim sogenannten Barfen eingesetzt wird?
Auch wenn Futterfleisch von Schlachttieren stammt, die für den menschlichen Verzehr bestimmt waren, besteht ein Restrisiko, dass Krankheitskeime übertragen werden, wenn es ungekocht verfüttert wird. Therapiehunde dürfen keinesfalls roh gefüttert werden. Sie könnten Salmonellen oder auch Campylobacter ausscheiden. Es gibt Studien, die belegen, dass bei Hunden, die per BARF (bones and raw foods) ernährt werden, das mögliche Übertragungsrisiko dafür deutlich höher liegt. Wurde das Fleisch tiefgefroren, ist die Gefahr zwar geringer, aber ein Restrisiko bleibt. Keinesfalls darf – wegen etwaiger Parasiten und Keime – Fleisch von Wild roh gefüttert werden. Beim Wildschwein droht auch die Übertragung der gefürchteten Aujeszkyschen Krankheit.

Stimmt es, dass Rohfütterung die Gesundheit des Hundes fördert?
Nicht jeder Hund verträgt ungekochtes Fleisch und Knochen. Wenn Verdauungsprobleme vorliegen, können sich diese verstärken. Außerdem müssen die Zusatzstoffe stimmen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Wobei es natürlich eine Rolle spielt, ob neben dem Fleisch auch Kohlenhydrate, etwa Nudeln, gefüttert werden oder nicht.

Auch getreidefreies Hundefutter wird angeboten, das hauptsächlich Fleisch enthält. Kann das den Bedürfnissen eines Hundes entsprechen?
Ob so eine Zusammensetzung entspricht, hängt hauptsächlich von den Zutaten ab. Ein höherer Fleischgehalt und der Verzicht auf Kohlenhydrate sind für gesunde Hunde möglich. Die allgemeine Empfehlung zur Zubereitung selbst hergestellter Rationen lautet: 35 bis 45 Prozent Fleisch, 45 bis 55 Prozent Kohlenhydrate, 5 Prozent Rohfaser, also Gemüse oder Kleie, 0,5 Prozent Vitamine und Mineralstoffe und 5 Prozent Öle.

Wie stehen Sie zu Pferdefleisch in der Hundeernährung?
Wenn der Tierarzt einer Futtermittelallergie auf die Spur kommen will, beginnt man üblicherweise sogar mit einer dreiwöchigen Diät mit Pferdefleisch und Kartoffeln.

Stimmt der Eindruck, dass der Hundefuttermarkt in Bewegung gekommen ist?
Wir bekommen hier am Institut für Tierernährung zahlreiche Anfragen in Bezug auf Rezepturen. Man erhofft sich offensichtlich ein gutes Geschäft mit Hundefutter.

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Hier unser Cartoon zu Futterergänzungmittel für Tiere aus Konsument 4/2015:

 Nahrungsergänzungmittel für Tiere? KONSUMENT-Cartoonist Leszek Wisniewski hat da seine Zweifel

Lesen Sie auch: Haustiere: Futter-Ergänzungsmittel - Im Normalfall überflüssig

 

Zusammenfassung

  • Abwechslung bieten: Das Füttern unterschiedlicher Produkte beugt einer Fehlernährung vor: Nicht optimale Zusammensetzungen werden so kompensiert. Auch der Wechsel von Feucht- und Trockenfutter ist sinnvoll. Sollte der Hund einmal aus medizinischen Gründen spezielles Futter benötigen, ist die Akzeptanz dann auch größer.
  • Wasser auch bei Feuchtfütterung: Nicht nur Trockenfutter macht Durst. Wasser muss der Hund immer zur Verfügung haben.
  • Nie aus dem Kühlschrank füttern: Kaltes Futter kann zu Magenproblemen und Durchfall führen. Zum Aufwärmen kann das Futter mit warmem Wasser gemischt werden.
  • Nicht die Packungsgröße macht den Preis: Der Energiegehalt und nicht die Menge ist entscheidend dafür, ob ein Futter günstiger ist als das andere. Daher immer die Kosten für die Tagesrationen vergleichen.
  • Kein Diätfutter ohne tierärztliche Verordnung: Diätfuttermittel sind nicht zwangsläufig besser. Bei einem an sich gesunden Tier können sie zu Mängeln führen und krank machen.

Testkriterien

Im Test: 25 Allein-Feuchtfutter für Hunde in Schälchen, Dosen und Beuteln. Im Labor wurden alle Proben auf ihren Gehalt an Rohfaser (Ballaststoffe), Rohprotein (Eiweiß), löslichen Kohlenhydraten (berechneter Wert) sowie auf Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine untersucht. Anhand der gewonnenen Analysewerte erfolgte die ernährungsphysiologische Beurteilung der Futtermittel. Zusätzlich wurden die Futtermittelempfehlungen der Hersteller bewertet.

ERNÄHRUNGSPHYSIOLOGIE 90 %

Folgende Inhaltstoffe wurden analysiert und die Futtermittel aufgrund der gemessenen Werte ernährungsphysiologisch beurteilt.

  • Rohprotein: mittels Titration
  • Rohasche: mittels Gravimetrie
  • Rohfett: durch Destillation, Gravimetrie
  • Rohfaser: mittels Filtration
  • Kalzium (Ca): mittels AAS (Atomabsorptionsspektrometrie)
  • Phosphor (P): mittels Photometrie (als Phosphat)
  • Magnesium (Mg): mittels AAS
  • Natrium (Na): mittels AAS
  • Zink (Zn): mittels AAS
  • Kupfer (Cu): mittels AAS
  • Vitamin A: mittels HPLC (Hochdruckflüssigchromatographie)
  • Vitamin E: mittels HPLC

Gewichtung der geprüften Inhaltstoffe:

  • Rohprotein 25 %
  • Rohfaser 5 %
  • Kalzium/Phosphor 25 %
  • Magnesium 7,5 %
  • Natrium 7,5 %
  • Zink 5 %
  • Kupfer 5 %
  • Vitamin A 10 %
  • Vitamin E 5 %
  • lösliche Kohlenhydrate 5 %

ABWERTUNG: Kalzium (Ca) und Phosphor (P) > 300 % bei ausgewogenem bis leicht unausgewogenem Verhältnis

  • Ca und P > 300 % bei unausgewogenem Verhältnis
  • Ca und P 200 - 300 % bei unausgewogenem Verhältnis
  • Ca und P 100 - 200 % bei unausgewogenem Verhältnis

Die Bewertung der Ernährungsphysiologie für erwachsene Hunde oder Welpen kann maximal eine Note besser sein als die Gesamtbewertung für Ca (Kalzium) und P (Phosphor).

Zwei Futter wiesen ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von unter 0,9 : 1 auf (0,85 und 0,68 : 1) und mussten aufgrund dieses Verhältnisses mit „nicht zufriedenstellend“ beurteilt werden (Clever und Golden Dog). Dasselbe gilt für das Futter mit einem Verhältnis Ca : P von 2,84 : 1 (Classic Dog).

FÜTTERUNGSEMPFEHLUNG 10 %

Die Beurteilung der von den Herstellern angegebenen Fütterungsempfehlungen bezieht sich auf den Bedarf eines 5 kg schweren ausgewachsenen Hundes mit niedrigem Energiebedarf. Bei jenen Futtermitteln, welche auch für Welpen geeignet sein sollen, wurde der Bedarf eines wachsenden Hundes, 14 Wochen, aktuelle Körpermasse 2,7 kg, herangezogen. Die Beurteilung erfolgte anhand der NRC (National Research Council)-Empfehlungen!

Wurden für einen 5 kg schweren Hund keine genauen Empfehlungen angegeben, so wurde die vom Hersteller empfohlene Futtermenge anhand der angegebenen Mengen für einen leichteren und schwereren Hund mittels einer Bedarfsformel berechnet. Bei Von-bis-Angaben der Futtermenge wurde die Note gemittelt.

Als Grenzwerte für die Fütterungsempfehlungen für einen 5 kg schweren Hund wurden die berechneten benötigten Futtermengen mit einem Energiewert von 1,34 MJ umsetzbare Energie herangezogen.

Beurteilungsnoten der angegebenen Fütterungsempfehlung:

  • 1 = Empfehlung innerhalb und +/- 5 % der oberen und unteren Grenzwerte
  • 2 = Empfehlung +/- 10 % der oberen und unteren Grenzwerte
  • 4 = Empfehlung liegt zwischen 10 und 20 % des unteren Grenzwertes
  • 5 = Empfehlung liegt über 20 % des unteren Grenzwertes
  • 3 = Empfehlung liegt zwischen 10 und 20 % des oberen Grenzwertes
  • 4 = Empfehlung liegt zwischen 20 und 30 % des oberen Grenzwertes
  • 5 = Empfehlung liegt über 30 % des oberen Grenzwertes

ABWERTUNG: Wenn das Futtermittel nicht ausdrücklich nur für erwachsene Tiere geeignet sein soll, kann bei fehlender Fütterungsempfehlung für Welpen die Note für die Fütterungsempfehlung nicht besser sein als 5 = „nicht zufriedenstellend“.

Ein Akzeptanztest wurde nicht durchgeführt. Die Qualität, die Verträglichkeit der Futtermittel sowie die Verfügbarkeit von Nährstoffen konnte nicht ermittelt werden. Dazu wären umfangreiche Labortests oder Tierversuche notwendig gewesen. Die von den Herstellern angegebene Zusammensetzung der Futtermittel wurde ebenfalls nicht bewertet.

Anbieter

activa Gold: Animal Quality GmbH
Eisenstraße 16
D-30916 Isernhagen
Animal Quality GmbH

animonda petfood gmbh
Weiße Breite 3A
D-49084 Osnabrück
+49 541 770 76-0
animonda petcare gmbh

Bio Dog: C & D Foods Austria
Gschaid bei Birkfeld 156
A-8190 Birkfeld
03174 36 15
C&D Foods

Cesar: Mars Austria OG
Industriestraße 20
A-4260 Bruck/Leitha
0810 810 406
Pedigree

Classic Dog: BTG Beteiligungs GmbH
Gewerbestraße 5-7
D-42499 Hückeswagen
+49 02192 93 57 37
BTG Classic

Dehner GmbH & Co. KG
Donauwörther Straße 5
D-86640 Rain
+49 9090 77-0
Dehner GmbH & Co. KG

Dein Bestes: DM Drogerie Markt GesmbH
Günter-Bauer-Straße 1
A-5073 Wals/Salzburg
0662 85 83-0
dm Drogerie Markt

Delikatessa GmbH
IZ NÖ-Süd, Straße 3, Objekt 16
A-2355 Wr. Neudorf
02236 600 52 72
Clever

fit & fun: MultiFit Tiernahrungs GmbH
Westpreußenstraße 32-38
D-47809 Krefeld
+49 2151 51 91-0
Fressnapf Tiernahrungs GmbH

Golden Dog: C & D Foods Austria
Gschaid bei Birkfeld 156
A-8190 Birkfeld
03174 36 15
C&D Foods

Happy Dog: Interquell GmbH
Südliche Hauptstraße 38
D-86517 Wehringen
+49 08234 962 24 18
Interquell GmbH

Jeden Tag: Zentrale Handelsgesellschaft - ZHG - mbH
Hans-Martin-Schleyer-Straße 2
D-77656 Offenburg
+49 0781 616 245
Jeden Tag

Multifit: MultiFit Tiernahrungs GmbH
Westpreußenstraße 32-38
D-47809 Krefeld
+49 2151 51 91-0
Fressnapf Tiernahrungs GmbH

Natur plus: Animal Quality GmbH
Eisenstraße 16
D-30916 Isernhagen
Animal Quality GmbH

Orlando: Lidl Stiftung & Co KG
Stiftsbergstraße 1
D-74167 Neckarsulm
0800 500 810
Lidl

PERRO GmbH
Salzachweg 1
A-5061 Salzburg
0662 645 020
PERRO Tiernahrung

Pet Bistro: saturn petfood gmbh
Senator-Mester-Straße 1
D-28179 Bremen
+49 421 52 69-0
saturn petcare gmbh

Real Nature: MultiFit Tiernahrungs GmbH
Westpreußenstraße 32-38
D-47809 Krefeld
+49 2151 51 91-0
Fressnapf Tiernahrungs GmbH

Rinti: saturn petfood gmbh
Senator-Mester-Straße 1
D-28179 Bremen
+49 421 52 69-0
saturn petcare gmbh

Rocky: Penny GmbH
IZ Nö-Süd, Straße 3, Objekt 16
A-2355 Wr. Neudorf
0810 60 07 04
Penny

Romeo: saturn petfood gmbh
Senator-Mester-Straße 1
D-28179 Bremen
+49 421 52 69-0
saturn petcare gmbh

Royal Canin Österreich GmbH
Wolfgang-Pauli-Gasse 3
A-1140 Wien
01 879 16 69 - 0
Royal Canin

Scotty: SPAR Öster. Warenhandels-AG
Europastraße 3
A-5015 Salzburg
0810 11 15 55
Spar Österreichische Warenhandels-AG

Select Gold: Fressnapf Schweiz AG
Lerzenstrasse 20
CH-8953 Dietikon
+41 322 45 75
Fressnapf Schweiz

Reaktionen

Anbieter von Produkten mit einem negativen Testergebnis – „nicht zufriedenstellend“ – bekommen hier Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben.

Clever
Wir bedauern es sehr, dass diese Charge in den Verkauf gelangt ist. Wir lassen unsere Produkte laufend im Rahmen von regelmäßigen Routinekontrollen bei externen, akkreditierten Untersuchungsinstituten überprüfen. Bei den Analysen lag das Kalzium/Phosphor-Verhältnis im Bereich der von der FEDIAF (europäischer Verband der Heimtiernahrungsindustrie) in Richtlinien für die Ernährung von Hunden und Katzen (Nutritional Guidelines for Cats and Dogs) empfohlenen Toleranz. Auf Grund des übermittelten Ergebnisses wurden sofort weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben, denn unser Ziel ist weiterhin, unseren Kunden Produkte höchster Qualität zu bieten.

REWE International AG
Wiener Neudorf

Von Classic Dog und Golden Dog erhielten wir keine Stellungnahme.

Die Redaktion

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