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Matratzen - Die machen alles mit!

  • Kaltschaum- und Latexmatratzen gehobener Kategorie
  • Fast alle getesteten Produkte sind "gut"
  • Wichtig: Probeliegen vor dem Kauf

Nicht zu kalt, nicht zu warm

Ein gutes Bett trägt wesentlich zur Erholungsqualität des nächtlichen Schlummers bei und damit auch zum Wohlbefinden untertags. Ein angenehmes, nicht zu kaltes und nicht zu trockenes Raumklima, eine gute und ausreichend lange Decke, ein vernünftiger Lattenrost (siehe dazu: "Lattenroste") sind wichtige Zutaten für ungestörte Träume. Kernstück des Bettes ist jedoch die Matratze. Herr und Frau Österreicher setzen dabei vor allem auf Produkte aus Latex und Kaltschaum. Deshalb haben wir uns auf diese beiden Produktgruppen beschränkt.

17 "gut", zwei "durchschnittlich"

Die gute Nachricht dabei ist, dass von den 19 getesteten Modellen ganze 17 „gut“ abschnitten und nur zwei von den „Konsument“-Testern ein „durchschnittlich“ verpasst bekamen. Schlechtere Noten gab es vor allem dann, wenn die Matratze nach dem Dauertest Ermüdungserscheinungen zeigte. 50.000 Mal rollte eine Walze darauf hin und her; danach hatten zwei Modelle (Kaltschaum Joka 525/1 und ADA Latex Lilian Lagos) überdurchschnittlich sowohl an Dicke als auch an Härte verloren.


Lesen Sie auch unseren BerichtLattenroste - Situationselastisch.

Schwachpunkt Bezüge

Die Faktoren, die das Schlafklima bestimmen, wie Wärmeisolation und Feuchtigkeitstransport, wurden bei sämtlichen getesteten Matratzen mit „gut“ bewertet. Nicht besonders gut weg kam hingegen bei fast allen Modellen der Bezug. Maßgeblich dafür war, dass er entweder gar nicht waschbar war oder das Waschen, trotz Einhaltens der Angaben auf der Pflegekennzeichnung, nicht ohne Eingehen oder Verziehen überstand.

Gutes Klima im Bett

Was aber zeichnet eine gute Matratze aus? Ganz wichtig ist zunächst der ausreichende Feuchtigkeitstransport, schließlich schwitzt der durchschnittliche, gesunde Schläfer rund einen halben Liter Flüssigkeit pro Nacht aus. Die offenere Porenstruktur des Kaltschaums bietet in dieser Hinsicht gegenüber dem Latex einen leichten Vorteil. Zusätzlich sind viele Matratzenmodelle mit Kavernen, stiftartigen Hohlräumen oder Schlitzen, versehen. Diese dienen nicht nur der Belüftung, ihre Art und Anordnung kann unterschiedliche Härtegrade und bisweilen auch -zonen der Matratze bewirken.

Sandwichaufbau

Manche Modelle sind wie ein Sandwich aus verschiedenen Schichten zusammengesetzt. Zwischen den Latex- beziehungsweise Kaltschaumauflagen, die mindestens fünf bis sieben Zentimeter stark sein sollten, befindet sich ein Kern aus Kokos oder Rosshaar oder aus einer Kombination dieser Elemente. Zweck dieser Einlagen ist, die Matratzen härter zu machen.

Unterschiedliche Härtezonen

Durch eine Gliederung in verschiedene Härtezonen soll die gerade Lagerung der Wirbelsäule unterstützt werden. Die Idee dahinter: Das Material im Schulterbereich ist etwas weicher, damit dieser exponierte, aber im Verhältnis zum Becken leichtere Körperteil in der Seitenlage besser einsinken kann. Besonders bei harten Matratzen ist das von Vorteil. Allerdings sollte man die Wahl eines solchen Modells sehr sorgfältig treffen, schließlich sind nicht alle Menschen gleich groß, und überdies liegt man während der Nacht nicht einfach ruhig da, sondern bewegt sich bis zu 80 Mal. Zonenmatratzen sind also nicht für alle Schläfer geeignet. Manche Hersteller produzieren auch maßgeschneiderte Sonderanfertigungen, die genauer an die individuelle Körpergröße angepasst sind. Auch einige Lattenroste ermöglichen eine Feineinstellung für bestimmte Körperzonen.

Überzug sollte waschbar sein

Bleibt noch der Überzug. Seine Hauptaufgabe ist es, Feuchtigkeit rasch aufzunehmen und weiterzuleiten. Die Materialeigenschaften von Baumwolle sind in dieser Hinsicht jenen von Polyester und Polyestermischungen überlegen. Das darunter liegende Polstermaterial ist zusätzlich auch noch Bestandteil der Wärmeisolierung der Matratze, die dazu beiträgt, dass es der Schläfer die ganze Nacht angenehm warm hat. Hausstaubmilben-Allergiker sollten unbedingt darauf achten, dass der Bezug mit mindestens 60 Grad waschbar ist. Von einer Schafwollpolsterung sollte in diesem Fall also Abstand genommen werden.

Da es nicht Sinn der Sache ist, den Matratzenbezug alle 14 Tage zu waschen, sollte der Bezugstoff auch noch so beschaffen sein, dass sich beim Auftrocknen nicht allzu leicht Schweißränder und Flecken bilden. Bei der Waschbarkeit ließen jedoch – wie schon gesagt – einige Testmodelle zu wünschen übrig.

Kaltschaum ist leichter als Latex

Bezüglich der Liegeeigenschaften weisen hochwertiger Latex und Kaltschaum keine Unterschiede auf. Der aus Erdöl produzierte Kaltschaum ist beständig gegenüber Urin, was bei Kranken und Kindern von Vorteil sein kann. Wer oft übersiedelt, wird ebenfalls mit Kaltschaum mehr Freude haben als mit Latex, da dieser leichter ist. Latex kann aus dem Saft eines Gummibaumes hergestellt werden, aber auch zu 100 Prozent aus Rohöl. Selbst in „Naturlatexmatratzen“ findet sich immer ein Kunststoffanteil. Wie hoch dieser ist, schwankt je nach Firmenpolitik und Qualität des pflanzlichen Rohmaterials. Natürlicher Kautschuk verändert sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht und Sauerstoff, synthetischer ist alterungsbeständiger.

Unbedingt Probe liegen

Die gute Matratzenqualität allein ist aber noch keine Garantie für eine sanfte Nachtruhe. Matratze und Schläfer müssen zueinander passen. Wie hart oder weich die Matratze sein soll, hängt in erster Linie von den Schlafgewohnheiten, dem Gewicht und den persönlichen Vorlieben des Einzelnen ab. Welches Modell für Sie geeignet ist, stellen Sie am besten durch Probeliegen fest. Gehen Sie nicht müde und erschöpft zum Matratzen-kauf! In diesem Zustand finden Sie jede Matratze bequem. Nehmen Sie sich dafür Zeit, strecken und räkeln Sie sich, drehen Sie sich um, schließen Sie die Augen, probieren Sie verschiedene Matratzen – und bedenken Sie: Sie müssen auf dieser Matratze die nächsten Jahre schlafen, nicht der Verkäufer und nicht Ihr Partner. Die Haltbarkeit Ihrer Matratze können Sie durch regelmäßiges Wenden unterstützen. Getauscht werden sollten dabei nicht nur Ober- und Unterseite, sondern auch Kopf- und Fußzone. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Matratze ausreichend symmetrisch ist. Das trifft aber nur auf rund 80 Prozent der am Markt befindlichen Modelle zu.

Nach etwa zehn Jahren ist jedoch die Lebensdauer selbst guter Matratzen erschöpft: Selbst wenn das Material noch keine akuten Ermüdungserscheinungen aufweist, sollte schon aus Hygienegründen ein Austausch erfolgen.

Gütesiegel und Textilzeichen

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Lattenroste

Illustration: Erwin HAberl

Nur mit gutem Lattenrost. Für den wirklich guten Schlaf braucht es nicht nur eine gute Matratze, sondern auch ein dazupassendes Darunter. Aufgabe des Lattenrostes ist es, die Matratze zu tragen, eine gute Durchlüftung zu ermöglichen und sich dem Körper des Schlafenden so anzupassen, dass die Wirbelsäule in jeder Position möglichst gerade gelagert ist, damit sich die Bandscheiben während der Nacht optimal erholen können.

Unterschiedliche Ausführungen. Die einfachste Lattenrost-Variante sind leicht gewölbte, fix oder in einer Tasche in den Rahmen montierte Latten. Besser an den Körper passen sich Produkte an, deren Latten einzeln in flexiblen Halteelementen aus elastischem Material gelagert sind. Eine ganz individuelle Einstellung ist mit flexibel gelagerten Latten möglich, deren Einsinktiefe reguliert werden kann.

Verstellbar. Besonders komfortabel sind Modelle, bei denen Kopf- und Fußteil, etwa zum Lesen oder Fernsehen, verstellbar sind. Wichtig ist, bei diesen Lattenrosten darauf zu achten, dass der Mechanismus einfach und möglichst auch im Liegen zu bedienen ist.

Abstand der Latten. Für alle Modelle gilt, dass der Abstand zwischen den Latten etwa so breit wie die Latten sein sollte. Stehen diese zu eng, wird die Durchlüftung beeinträchtigt, stehen sie zu weit, kommt es zum teilweisen „Durchhängen“ beziehungsweise ist die Druckverteilung beeinträchtigt.

Qualitätsmerkmale. Bei Belastung dürfen die Latten nicht geräuschvoll an die Querverstrebung des Rahmens schlagen. Das Holz von Latten und Rahmen muss sorgfältig verarbeitet und frei von Astlöchern sein, weil rund um diese leicht Bruchstellen entstehen. Einzelne Latten sollten im Fall des Falles ohne großen Aufwand ausgetauscht werden können.

Durchlüftung muss gewährleistet sein. Zu beachten ist, dass der beste Lattenrost nichts hilft, wenn die Durchlüftung durch – womöglich noch vollgeräumte – Bettzeugkästen unter dem Bett behindert wird. Dann ist zwar die Wirbelsäule gut gelagert, aber die Matratze wird früher oder später zu schimmeln anfangen.

Anbieteradressen

  • ADA Möbelfabrik GmbH, Baierdorf-Umgebung 61, A-8184 Baierdorf bei Anger, (03175) 71 00-0
  • Elastica Matratzen Schaumstoffe Zubehör GesmbH, Kellau 153, A-5431 Kuchl, (06244) 33 63-0
  • F S FEHRER GesmbH & Co KG Rosshaarspinnerei u. Matratzenfabrik, Franckstraße 45, A-4020 Linz, (0732) 66 63 01
  • Ikea Möbelvertrieb OHG, Shopping City Süd, A-2334 Vösendorf, (01) 690 00-0
  • JOKA-Werke Johann Kapsamer GmbH & Co KG, Atzbacher Straße 17, A-4690 Oberndorf, (07673) 74 51-0
  • Matratzen Concord GesmbH, Mariahilfer Straße 181, A-1150 Wien, (01) 895 03 00
  • Optimo Matratzenproduktion GmbH, Industriezeile 52, A-5280 Braunau, (07722) 641 91-0
  • Sembella GesmbH, Aderstraße 35, A-4850 Timelkam, (07672) 796-0

Kompetent mit Konsument

  • Nahezu alle sind „gut“. Sie können sich für eine Vorauswahl durchaus am Preis orientieren. Unter den Latex-Modellen sticht dabei die Ikea Sultan Universum ins Auge. Bei den Kaltschaum-Matratzen sind die Vitalis von Matratzen Concord, die beiden Sembella-Modelle und die Futura von Optimo am günstigsten.
  • Probeliegen ist ein Muss. Hart oder weich, unterschiedliche Härtezonen oder verstärkende Einlagen, all das sind Fragen des persönlichen Empfindens. Nehmen Sie sich zum Matratzenkauf Zeit!
  • Latex oder Kaltschaum. Keine Frage von „natur“ oder „synthetisch“. Latex ist oft ebenfalls aus Erdöl hergestellt. Kaltschaum ist wegen des geringeren Gewichts leichter zu wenden und zu transportieren.
  • Lattenrost muss passen. Ohne guten Lattenrost ist die beste und teuerste Matratze sinnlos.
  • Zehn Jahre sind genug. Aus hygienischen Gründen sollte dann eine neue ins Bett.

So haben wir getestet

  • Im Test: 19 Matratzen, davon 9 Latex- und 10 Kaltschaummatratzen im Format 90 x 200 cm.
  • Schlafklima: Wärme und Feuchtigkeitsentwicklung wurden im Kontaktbereich zwischen Mensch und Matratze bei Rückenlage über eine Stunde beurteilt.
  • Haltbarkeit: Die Haltbarkeit wurde mittels einer 140 kg schweren Prüfrolle gemäß Önorm EN 1957 ermittelt, die in 50.000 Walzzyklen (Hin- und Zurückrollen) über die Matratze geführt wurde. Folgende Parameter wurden ermittelt: Änderung der Höhe, Änderung des Härtewertes nach 15.000 Walzzyklen, Änderung des Härtewertes nach der Haltbarkeitsprüfung, Federungsverlustfaktor nach der Haltbarkeitsprüfung.
  • Bezug: Bewertet wurde, ob bei Einwirkung von Wasser Ränder zurückblieben. Bei abnehmbaren Bezügen wurden die Maßänderungen nach dreimaligem Waschen bzw. Chemischreinigen beurteilt.

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