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Kühlschränke mit Null-Grad-Zone - Das Frischekonzept

, aktualisiert am

  • Vorratshaltung wie im Kühlhaus
  • Kein tägliches Einkaufen nötig
  • Gleiche Technik, unterschiedlicher Komfort

Wenn beim Kühlschrank von Kühltemperaturen um 5 bis 6 °C die Rede ist, sind keine Einheits-, sondern lediglich Durchschnittstemperaturen gemeint. Aufgrund der Luftschichtung entstehen nämlich unterschiedliche Kältezonen von 3 bis etwa 9 °C. Kalte Luft sinkt von oben nach unten, daher ist der Bereich über den Gemüsefächern der kühlste. In den Gemüseschalen selbst ist es etwas wärmer, weil die darüber liegende Glasplatte die Kälte abschirmt. Ebenfalls wärmer sind die Bereiche in der Tür. Die dementsprechende Theorie, wie man einen Kühlschrank einräumen sollte, hat man zwar im Kopf, die Praxis ist aber häufig eine andere: Lebensmittel werden da hingestellt, wo gerade Platz ist. Für Dinge, die bald gegessen werden, kein Problem, weil sie ja trotzdem kühl stehen. Für einige Lebensmittel ist aber selbst kühl noch zu wenig.

Dreimal länger frisch?

Rohes Fleisch, Fisch, Geflügel, Wurst, Salat oder manche Obstsorten sind bei herkömmlichen Kühltemperaturen zwei bis drei Tage haltbar. In Kühlgeräten mit einer Null-Grad-Zone können solche Lebensmittel im Idealfall ein, zwei Tage länger und vor allem mit höherem Frischegrad aufbewahrt werden. Die Technik dieser Kühlschränke basiert auf jener von professionellen Kühlhäusern: kühlen knapp über dem Gefrierpunkt sowie unterschiedliche Luftfeuchtigkeit.

Luftfeuchtigkeit

Die niedrige Temperatur verlangsamt den biologischen Abbau- und Verderbsprozess. Für appetitliche Frische sorgt die richtige Luftfeuchtigkeit. Im so genannten Trockenfach (für Fleisch, Wurst und Milchprodukte) beträgt sie zirka 40 Prozent, im Feuchtefach (für Obst und Gemüse) zirka 90 Prozent. Ein Filter oder eine Abdeckplatte mit verstellbaren Schlitzen reguliert die Luftfeuchtigkeit: Luft kann durch, die Feuchtigkeit bleibt in der Lade. Wo es zwei Schubfächer für den Trockenbereich gibt, kann man Fleisch und Fisch oder Wurst und Käse getrennt voneinander aufbewahren. Um Geschmacksübertragungen zu verhindern, sollten diese Lebensmittel grundsätzlich verpackt (Frischhaltefolie, Fleisch in einem Behälter) sein. Sauberes Obst und Gemüse hingegen kann unverpackt im unteren Schubfach gelagert werden. Eine Frischegarantie gibt es natürlich nur für erntefrische Ware. Bei einem schon welken Salatkopf wird auch die Null-Grad-Zone keine Wunder bewirken. Südfrüchte haben dort übrigens ebenso wenig etwas verloren wie beispielsweise Erdäpfel, Gurken, Paprika, Paradeiser oder bestimmte Apfelsorten (speziell für Jonathan, Boscop, Idared besteht die Gefahr der so genannten Kältefleischbräune).

Für wen sinnvoll?

Für die Klimazonen gilt: Je mehr Vorräte drin sind, umso höher steigt die Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie nur selten kochen oder Konserven und Fertiggerichte bevorzugen, rentiert sich die Anschaffung dieser relativ teuren Geräte eher nicht.

Wer hingegen stets etwas Frisches auf den Tisch bringen will und deswegen täglich in den Supermarkt oder zum Gemüsemarkt pilgern muss, für den wäre ein Kühlschrank mit Null-Grad-Zone überlegenswert – einkaufen in größeren Zeitabständen und trotzdem auch nach Tagen noch knackigen Salat, saftiges Obst genießen.

Wenn bestimmte Obst- und Gemüsesorten Saison haben und deshalb gerade günstig sind, möchte man gerne zugreifen. Jetzt können Sie es – ohne den Stress, die Frischware gleich weiterverarbeiten zu müssen. Selbst so Empfindliches wie Fisch oder Geflügel kann mal einen Tag länger auf seinen Auftritt warten.

Die Null-Grad-Zone trägt unbestritten zur Qualitätserhaltung bei, weil Vitamine und Mineralstoffe nicht so schnell verloren gehen. Die nötige Sorgfalt im Umgang mit Lebensmitteln darf man dennoch nicht über Bord werfen.

Technisch gleich gut

Technisch gesehen funktioniert jedes Gerät gleich gut. Entsprechend seiner Energieeffizienzklasse (A bzw. B) hält sich der Energieverbrauch im Rahmen. Für ein „Sehr gut“ hat sich keines qualifiziert, denn innerhalb einer Klasse gibt es stets noch sparsamere Typen. Der Energieverbrauch hängt allerdings auch von der Größe bzw. dem Nutzinhalt ab – die getesteten Kühlschränke sind alle etwas größer als normale Tischkühlschränke. Wobei der von den Herstellern angegebene Nutzinhalt nach Norm gemessen wird. Wir ziehen aber alles ab, wo man nicht wirklich etwas hinstellen kann (zum Beispiel den Leerraum zwischen Gemüseladen). Relativ viel Platz verschenken die Geräte von Liebherr/Miele/Imperial im Null-Grad-Bereich aufgrund der Konstruktion von Rollauszügen und der Form der Schubfächer. Das finden wir bei Geräten der BSH-Gruppe besser gelöst.

Flachschaniertechnik

Sämtliche Geräte sind für den integrierten Einbau mit Flachscharnieren vorgesehen. Diese gewährleisten einfache und schnelle Montage, auch für den Heimwerker beim Selbsteinbauen. Kleiner Nachteil der Flachscharniertechnik: dass die Türen nicht sanft gleiten, sondern ruckartig aufschwingen oder zuknallen. Die von Liebherr/Imperial/Miele kann man immerhin nachjustieren.

Lampentausch

Keine Hexerei ist ein allfälliger Lampentausch beim Siemens-Gerät und seinen Brüdern. Viel Zeit und Geduld brauchen Sie dagegen zum Raus- und Reindrehen der Glühbirne bei den Geräten der Liebherr-Gruppe.

Sehr gute Bedienungsanleitungen

Die Hersteller legen durchaus brauchbare und informative Bedienungsanleitungen bei. Von allen mit „sehr gut“ beurteilten Broschüren reihten wir jene von Miele an die erste Stelle, weil nur diese Firma den wichtigen Hinweis auf eine regelmäßige Reinigung gibt. Hilfreich finden wir auch, dass an der Türinnenseite des Miele-Gerätes aufgelistet ist, welche Lebensmittel oben in den Kühlteil, welche in die Trocken- und Feuchtzone gehören und wie lange.

Liebherr

×

Siemens

×

Baugleich mit diesen kleinen Unterschieden

MIELE

  • 4 Glas-Abstellflächen (kunststoffumrandet) 
  •  durchgehende Türablagen (aus Kunststoff mit Metallreling),
  • davon 1 mit Abdeckung
  • Behälter für 16 Eier

IMPERIAL

  • 4 Glas-Abstellflächen (kunststoffumrandet)

Baugleich mit diesen kleinen Unterschieden

GAGGENAU

  • 4 Glas-Abstellflächen (ohne Umrandung), keine teilbare
  • von Glasplatte abklappbare Halterung für Liegendaufbewahrung von Flaschen
  • 1 Lachsschale (Glasschale, kann unter jede Glasplatte eingehängt werden)
  • 4 durchgehende Türablagen (aus Aluminium/Eloxal), komplett zerlegbar
  • rutschhemmende Textileinlage im Flaschenfach

KÜPPERSBUSCH

  • 6 Türablagen (Kunststoff), davon 1 durchgehend, 2 mit Abdeckung
  • verschiebbarer Halter als Kippschutz für Flaschen

BOSCH

  • 5 Türablagen (Kunststoff mit Metallreling), davon 2 durchgehend, 1 mit Abdeckung
  • verschiebbarer Halter als Kippschutz für Flaschen

NEFF

  • 6 Türablagen (Kunststoff), davon 1 durchgehend, 1 mit Abdeckung
  • Halterungen für die Türablagen sind versenkbar
  • 1 Butterdose, Behälter für 12 Eier

Aufstell- und Einbauhinweise lesen. Der Kühlschrank soll in einem trockenen Raum stehen, nicht beim Fenster (Sonneneinstrahlung) oder in der Nähe der Heizung platziert werden. Wichtig ist ausreichende Belüftung. Denn sonst verbraucht das Gerät mehr Strom, was wiederum seine Lebensdauer verkürzt.

Ordnung halten. Langes Suchen bei geöffneter Kühlschranktür führt zur Erwärmung des Innenraums, das Kühlaggregat muss länger laufen, um alles herunterzukühlen. Übrigens: Je mehr Lebensmittel drin sind, umso besser (sie speichern die Kälte). Trotzdem nur so viel einräumen, dass die Luft noch zirkulieren kann.

Regelmäßig und richtig pflegen. Günstig wäre, das Gerät einmal monatlich zu reinigen (Wasser mit einem Schuss Geschirrspülmittel und Einwegtücher verwenden, eventuell mit Essigwasser nachwischen). Auch die Türdichtung nicht vergessen – nur feucht abwaschen, keinesfalls einfetten. Fett macht die Dichtung porös. Auch wenn es schneller ginge: kein Dampfreinigungsgerät verwenden. Der Dampf könnte an elektrische Teile gelangen und einen Kurzschluss oder Stromschlag auslösen.

Falls einmal etwas nicht so funktioniert, wie es sollte: Schauen Sie in die Bedienungsanleitung, ehe Sie den Kundendienst holen. Da finden Sie mögliche Störungsursachen und auch die unterschiedlichen Betriebsgeräusche aufgelistet, die als normal gelten.

Keine Billiggeräte. Die aufwendigere Technik macht die Geräte um einiges teurer als herkömmliche Kühlschränke.

Preisunterschiede bis 350 Euro. Jedes Gerät hat gewisse Vorzüge, Praktisches oder Schönes. Wer so keinen Favoriten findet, kann auch zum günstigsten greifen.

Liebherr & Co sparsamer. Auf 10 Jahre gerechnet betragen die Stromkosten für Liebherr, Miele, Imperial nicht ganz 240 Euro, um rund 75 Euro weniger als bei den anderen Geräten (Berechnungsbasis: 1 kWh = E 0,1374).

Frische durch Null-Grad-Zone. Bei Lagerung über O bis max. +3 °C bleiben Frischegrad und Nährstoffgehalt der Lebensmittel länger erhalten. Das erspart Ihnen allerdings nicht, sich an die Lagerempfehlungen zu halten und dafür zu sorgen, dass die Kühlkette nicht allzu lange unterbrochen wird (Vorräte nach dem Einkauf rasch in die entsprechende Kühlzone räumen).

Rechtzeitig herausnehmen. Die Klimazonen bewahren das Aroma, zu schmecken ist es aber erst bei Raumtemperatur. Nehmen Sie die Lebensmittel daher mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen heraus.

Getestet wurden 8 integrierbare Einbaukühlschränke mit 0-°C-Zone (Einbaumaße TxBxH 550x560x ca. 1220 mm) mit einem Nutzinhalt von ca. 180 Liter (laut Herstellerangabe).

Technische Prüfung: In Anlehnung an Önorm EN ISO 7371 wurden Energieverbrauch pro 100 Liter in 24 Stunden, Nutzinhalt in Prozent vom Bruttoinhalt sowie die nutzbare Stellfläche in dm2 gemessen.

Handhabung: 5 Testpersonen beurteilten:
Bedienungsanleitung – Öffnen und Schließen der Tür – Temperatureinstellung – Abstellflächen im Kühlteil – Beladung und Entnehmen der Laden – Lampentausch – Reinigung.

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