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Kühlschränke: Einbaugeräte - Eiskalt gespart

  • „Sehr gute“ und „gute“ Ergebnisse
  • Quelle: „Sehr gut“ und preiswert
  • Bis zu 50 Prozent geringere Stromkosten

Sparen durch einen Neukauf

Das stimmt für Kühlschränke auf jeden Fall. Mehr als zehn Jahre alte Geräte können wahre Stromfresser sein. Heute gibt es wesentlich sparsamere Modelle. Das schont nicht nur die Geldbörse, sondern auch die Umwelt. Doch die Energieeffizienz sollte nicht dazu verleiten, einen zu großen Kühlschrank zu kaufen, der nur zum Teil genutzt wird.

Volumensangabe kann täuschen

Ausgewählt wurden diesmal Geräte für die 88 Zentimeter hohe Küchen-Standardnische in Augenhöhe, und zwar mit und ohne Gefrierfach. Dieses ist aber klein und eher nur für Single-Haushalte geeignet – oder wenn man zusätzlich Kühltruhe bzw. Gefrierschrank besitzt. Die Modelle ohne Gefrierfach bieten 120 bis 144 Liter Kühlvolumen. Dieses wird in Prospekten und Katalogen häufig als Nutzinhalt ausgewiesen. Gemessen wird dabei aber oft ohne Einschübe und Ablagen. Das tatsächliche Gebrauchsvolumen, wenn also alles an seinem Platz ist, liegt etwa fünf bis zehn Prozent unter dem in unserer Tabelle angegebenen Nutzinhalt.

Generell „gute“ Kühlwirkung

Dass der Test nur „sehr gute“ und „gute“ Ergebnisse brachte, liegt daran, dass alle Geräte eine zumindest „gute“ Leistung beim Kühlen brachten. Im Kühlteil wurden 5 Grad Celsius, im 4-Sterne-Fach – falls vorhanden – minus 18 Grad unter unterschiedlichsten Bedingungen (16, 25 und 32 Grad Umgebungstemperatur) eingehalten.

Ist es im Raum kühler, sinkt der Strom­verbrauch. Der Kompressor springt dann seltener an. Beim Siemens-Modell täuscht eine Zusatzheizung ein wärmeres Umfeld vor, um die Temperatur im Gefrierfach kons­tant zu halten. Das Kühlaggregat springt bei 16 Grad genauso häufig an wie bei 25 Grad.

Schnellkühlfunktion

Schnellkühlfunktion bei teureren Modellen

Soll ein umfangreicher Einkauf schnell kalt werden, braucht es eine große Kühlleistung. Die teureren Modelle bieten dafür Extrahilfe an. Per Tastendruck kann der Benutzer eine Schnellkühlfunktion anwählen. Dann arbeitet das Gerät zunächst mit voller Kraft und schaltet nach sechs oder zwölf Stunden automatisch zurück. Viel schneller geht das Kühlen dadurch aber nicht.

Tatsächlicher Stromverbrauch vom Benutzer abhängig

Der angegebene Stromverbrauch wird unter Normbedingungen gemessen, damit er vergleichbar wird. Der tatsächliche Verbrauch hängt stark vom Benutzer ab. Ein Kühlschrank sollte nicht neben Herd, Heizung, Spülmaschine oder im Sonnenlicht stehen. Die Lüftungsschlitze dürfen nicht verdeckt werden. Warme Speisen sollten erst auskühlen, ehe man sie in den Kühlschrank stellt. Gekühltes sollte nach Gebrauch schnell zurück ins Kalte. Auch sollte die Tür nicht unnötig offen bleiben. Hier gab es für die Tester ein kleines Ärgernis: Kein Modell ist mit einer Warneinrichtung ausgestattet, die piepst, wenn die Tür zu lange offen steht. Auch so ließen sich Stromkosten sparen.

Testtabelle: Einbaukühlschränke

Geld zurück fürs Pickerl

Von 1993 bis 2005 musste beim Kühlschrankkauf ein Gutschein für die Entsorgung erworben werden. Das UFH war für den Verkauf der Entsorgungsplaketten und der Gutscheine an die Händler sowie für die Auszahlung an die Entsorgungsbetriebe zuständig. Seit dem Inkrafttreten der Elektroaltgeräte-Verordnung im August 2005 hat jeder Besitzer eines Kühlgerätes das Recht, dieses kostenlos zu entsorgen. Daher kann man das Geld für das seinerzeit gezahlte „Kühlschrankpickerl“ zurückverlangen.

Infos gibt es unter der Servicetelefonnummer 0810 144 166 oder unter www.ufh.at .

Optimale Ordnung

Im Kühlschrank ist es nicht überall gleich kalt.

 

1) Obst, Gemüse und Salate liegen am besten im Gemüsefach, das Schutz vor zu viel Kälte bietet. Manche Früchte wie Ananas, Bananen, Mangos oder Paradeiser sollten gar nicht in den Kühlschrank.

2) Fleisch, Wurst, Fisch und Geflügel sind heikel und daher unten auf der Glasplatte am besten aufgehoben. Dort ist es am kältesten.

3) Milch und Joghurt sind nicht ganz so empfindlich, ihnen genügt die Etage darüber.

4) Konserven, Käse, Schokolade und Gekochtes können auch oben liegen, wo es nicht ganz so kalt ist.

5) Eier, Butter, Getränke: Dafür genügen die wärmeren Fächer in der Tür.

Zusammenfassung

Test Einbaukühlschränke: Kompetent mit "Konsument"

  • Sparen beim Kaufen.  Geräte der Energieeffizienzklasse A++ verbrauchen am wenigsten Strom.
  • Volumensangabe kann täuschen.  Angabe der Hersteller ohne Gitter, Laden usw. Das nutz­bare Volumen liegt um 5 bis 10 Prozent da­runter.
  • „Sehr gut“ und sehr günstig.  Der Quelle/Privileg ProComfort 70350i ohne Gefrierfach kostet 450 Euro.

Anbieter

AEG-Electrolux: Electrolux Hausgeräte GmbH,
Herziggasse 9,
A-1230 Wien,
01 866 40-0,
www.electrolux.at

Bauknecht: Whirlpool Austria GmbH,
IZ NÖ-Süd, Straße 1, Objekt 50,
A-2355 Wiener Neudorf,
050 67 00,
www.bauknecht.at

Beko: Elektra Bregenz AG,
Pfarrgasse 77,
A-1230 Wien,
01 615 39 00,
www.elektrabregenz.at

Gorenje Austria HandelsgesmbH,
Südbahnhofgelände, Straße C,
A-1100 Wien,
01 601 31-0,
www.gorenje.at

Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH,
Dr. Hans Liebherr-Straße 1,
A-9900 Lienz,
050 809-20,
www.liebherr.com

Miele GmbH,
Mielestraße 1,
A-5071 Wals,
050 800 810,
www.miele.at

Siemens: BSH Hausgeräte GmbH,
Quellenstraße 2,
A-1100 Wien,
0810 700 400,
www.hausgeraete.at

Testkriterien

Test Einbaukühlschränke: Testkriterien

Im Test: 13 Einbaukühlschränke; davon 7 ohne Gefrierfach und 6 mit 4-Sterne-Gefrierfach (inklusive 1 Baugleichheit). Bei der Berechnung der Energiekosten gingen wir von 0,1749 Euro pro Kilowattstunde aus. Der Test wurde von der Stiftung Warentest durchgeführt.

Kühlen. Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an EN ISO 15502;2005 „Haushalt-Kühl-/Gefriergeräte; Eigenschaften und Prüfverfahren“. Bei 16, 25 und 32 Grad Celsius Raumtemperatur prüften wir das Einhalten der Lagertemperatur bei gleicher Reglerstellung und beurteilten zusätzlich die Regelreserve der Temperatureinstellung. Bei der Abkühldauer prüften wir, wie lange die Geräte benötigen, um 4,5-kg-Testpakete pro 100 l Nutzinhalt (kleine Last) von 25 °C auf 10 °C abzukühlen. Dabei war der Kühlteil in Anlehnung an die Normvorlage „Haushalt-Kühl-/Gefriergeräte; Prüfung des Abkühlverhaltens im beladenen Zustand“ beladen. War eine Schnellkühlfunktion vorhanden, wurde diese benutzt.

4-Sterne-Gefrierfach. Bei 16, 25 und 32 Grad Celsius Raumtemperatur prüften wir, ob und wie bei gleicher Reglerstellung (analog zur Kühlprüfung) das Einhalten der Lagertemperatur gewährleistet war. Bei Problemen wurde überprüft, ob sich die Soll-Temperaturen durch Nachregeln einstellen ließen. Beim Einfrieren ermittelten wir die Zeit, bis eingelegte Testpakete (2 kg) von 25 °C auf minus 18 °C abgekühlt waren. War eine Schnellgefrierfunktion vorhanden, wurde diese benutzt. Bei der Aufwärmzeit im Störfall ermittelten wir die Dauer, bis sich Test-Gefriergut von minus 18 °C auf minus 9 °C erwärmt hatte.

Stromverbrauch. Unter Normbedingungen wurde der spezifische Stromverbrauch pro 100 l Nutzvolumen bei 16, 25 und 32 °C Umgebungstemperatur gemessen.

Handhabung. Ein Fachmann und vier Laien begutachteten die Gebrauchsanleitung (Vollständigkeit, Richtigkeit, Verständlichkeit) sowie das Aufstellen und Anschließen des Geräts (u.a. Einbau in die Möbelnische, Anbringen der Möbeltür, Wechsel des Türscharniers). Außerdem erprobten sie die Temperatureinstellung (u.a. Handling, mögliche Fehlbedienung, Kontrollmöglichkeit), das Bedienen der Tür (Kraftaufwand, Öffnen und Schließen), die Innenraumgestaltung (u.a. Größe der Ablageflächen, Ausstattung, Flexibilität), die Innenbeleuchtung (u.a. Helligkeit, Lampenwechsel) sowie das Abtauen (u.a. Wasserablauf) und das Reinigen (u.a. schlecht erreichbare Stellen, Ablagen und Glasplatten, Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten).

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