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Brotbackgeräte - Frisch auf den Tisch

  • Arbeitserleichterung für Heimbäcker
  • Unterschiedliche Resultate beim Backen nach Rezept

Frühmorgens, in den eigenen vier Wänden, vom Duft frischen Brotes geweckt werden, mag seinen Reiz haben. Brotbackgeräte machen das möglich. Die deutsche Stiftung Warentest hat die kleinen Helfer näher unter die Lupe genommen.

Brotbackautomaten funktionieren nach folgendem Prinzip: Im Inneren des Gehäuses sitzt eine beschichtete Backform mit Knethaken. In diese werden nach vorgegebener Reihenfolge die Zutaten gefüllt. Dann heißt es über eine Folientastatur das gewünschte Programm, zum Beispiel für Misch- oder Vollkornbrot, Weißbrot oder Baguette, eingeben. Nach Programmstart übernimmt das Gerät automatisch alles weitere. Mehrmals knetet es den Teig und lässt ihn aufgehen, anschließend bäckt es aus. Das Kneten geht bei manchen Geräten leiser, bei anderen wiederum lauter vonstatten. Die erforderliche Wärme liefert ein Ringheizkörper, der meistens im unteren Viertel des Backraumes untergebracht ist. Drei bis fünf Stunden dauert es, bis das Brot fertig ist. Dank Zeitschaltuhr kann das auch zu einem bestimmten Termin, etwa pünktlich zum Frühstück, sein. Das Ganze hört sich nicht nur unkompliziert an, sondern ist es meistens auch. Vorausgesetzt, man lässt sich nicht von schlechten Gebrauchsanleitungen verwirren. Eine gute Anleitung sollte nicht nur mit allen Funktionen und Bedienschritten vertraut machen, sondern auch genügend Rezepte liefern und mögliche Fehlbedienungen erläutern. So einfach sich Brotbackgeräte bedienen lassen, so unübersichtlich und konzeptionslos sind jedoch häufig die Anleitungen.

Mit wenig Aufwand backen

Brotbackgeräte können eine große Erleichterung für alle sein, die Selbstgebackenes dem Brot von Bäcker oder Brotfabrik vorziehen. Entweder, weil sie Wert darauf legen, ganz genau zu wissen, aus welchen Zutaten ihr Brot besteht, oder weil sie fertig Gekauftes wegen möglicher Lebensmittelzusatzstoffe aus Überzeugung ablehnen, oder weil sie nicht alle Zutaten vertragen. Wer zum Beispiel an Zöliakie leidet, verträgt das Klebereiweiß (Gluten) aus Weizen (auch Dinkel ist eine Weizenart), Roggen oder Hafer nicht und darf nur glutenfreies Brot aus Mais- oder Reismehl essen. Das gibt es aber nicht unbedingt in jedem Geschäft.

Mit Bäckerbrot lässt sich Brot aus dem Backgerät nicht immer vergleichen. Es kann sowohl in Aussehen als auch in Konsistenz anders sein: Bedingt durch die Backform ist Brot aus dem Automaten immer ziegelförmig, der Knethaken hinterlässt außerdem ein mehr oder weniger großes Loch am unteren Rand einzelner Scheiben, manchmal bis tief in das Brot hinein. Bei schwererem Teig, etwa für Vollkornbrot, kann der Knethaken festbacken und ist dann oft schwer zu entfernen. In diesen Fällen hilft es, den Behälter umzudrehen und die Antriebswelle leicht zu bewegen.

Brotbackgeräte werden von unten beheizt, die Hitze überträgt sich nur über die Backform an den Teig. Anders als im Backofen erfolgt keine Wärmezufuhr von oben. Das hat Auswirkungen auf die Brotkruste: Diese ist an der Unterseite und den Seitenflächen meistens viel stärker ausgebildet als an der Oberseite. Wie braun das Backwerk wird, ist aber natürlich auch vom Rezept abhängig. Ein Brot mit viel Weizenmehl bleibt blasser als eines mit viel Roggen. In seiner Konsistenz ist Brot aus dem Backgerät eher locker (ähnlich wie Kuchen), die Schnittfläche dadurch nicht so glatt. Wenn man das Brot einige Stunden rasten lässt, kann man es besser schneiden. Ob das Brot vom Bäcker oder das selbst fabrizierte aus dem Backgerät besser mundet, ist Geschmackssache.

Besser nach Vorgabe zubereiten

Zumindest am Anfang sollten Rezepte aus den Gebrauchsanweisungen oder im Handel erhältliche Backmischungen, die auch für Automaten vorgesehen sind, verwendet werden. Das Brotbacken nach Rezept aus den Gebrauchsanleitungen klappt jedoch nicht in allen Backautomaten gleichermaßen gut (siehe dazu: Tabellen - "Brotbackgeräte"). Eigenkreationen oder Rezepte aus Kochbüchern gelingen nicht immer auf Anhieb. Fertige Backmischungen enthalten alle Ingredienzien außer Wasser und Fett, man erspart sich das Einkaufen der einzelnen Zutaten und das Abwiegen. Backmischungen können jedoch auch Zusatzstoffe enthalten. Die auf den Packungen angeführten Zubereitungsanweisungen sollten genau eingehalten werden.

Im Vergleich zum Backrohr verbrauchen Brotbackautomaten wenig Strom, etwa nur ein Viertel bis die Hälfte. Üblicherweise sind die Geräte auch mit einem Schnellbackgang, mit verkürzten Pausen zum Aufgehen des Teiges, ausgerüstet. Brotbackgeräte, auch die preiswerten, eignen sich weiters sehr gut zum Herstellen von Germ- oder Sauerteig, der dann im Backrohr weiter zu verarbeiten ist. Der große Vorteil auch bei dieser Funktion: Die Zubereitung erfolgt nach Programm, bis der Teig fertig ist, kann man sich anderem widmen.

So arbeitserleichternd sie auch sein mögen, wer sich zum Kauf eines Gerätes entschließt, sollte gute Gründe haben: Sei es, dass man wissen muss/möchte, aus welchen Zutaten das Brot besteht, sei es, dass die Begeisterung fürs Brotbacken groß und vor allem dauerhaft ist. Nur dann bleibt das Gerät wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum hinweg benutzt.

Ist in der Küche Platz genug? Geräte, die erst aus einem Kasten hervorgeholt werden müssen, geraten erfahrungsgemäß ebenfalls leicht in Vergessenheit. „Weil Selbermachen billiger ist“ sollte jedenfalls kein Argument für einen Kauf sein. Man muss schon sehr viele Brote backen, damit sich die Anschaffungskosten rentieren.

Neckermann Versand Österreich AG, Triester Straße 280, A-8055 Graz, 0316/246-0

Panasonic Austria HandelsgesmbH, Laxenburger Straße 252, A-1230 Wien, 01/610 80-0

Pro Idee, Nr. 9, A-4114 Neuhaus an der Donau, 0 72 32/30 65-60

Severin: Degupa VertriebsgesmbH, Niederalm 82, A-5081 Anif, 0 62 46/731 13-0

Für Backmeister. Wer viel Brot bäckt, kann sich durch Brotbackgeräte kräftezehrende und zeitraubende Arbeit ersparen.

Anders als Bäckereibrot. Je nach Brotart kann sich selbst fabriziertes Brot aus dem Backgerät in Aussehen und Konsistenz von jenem aus der Bäckerei unterscheiden.

Fixer Standplatz. Brotbackgeräte sollten auf der Küchenarbeitsfläche ihren festen Platz haben.

Eine Frage des Gerätes. Die Teigherstellung und das Backen mit Fertigmischungen gelingen mit allen Geräten. Unterschiede gibt es beim Brotbacken ach Rezept.

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