Zahnbehandlung - Auweh - Patienten berichten

„Konsument“-Leser schildern ihre Erfahrungen mit Zahnärzten. Vielleicht kommt Ihnen das eine oder andere bekannt vor? Werfen Sie auch einen Blick in die "Reaktionen".

Viele Patienten machten schlechte Erfahrungen

Im letzten Jahr hatten wir die „Konsument“-Leser mehrfach gebeten, uns ihre Erfahrungen zu berichten. Die Zuschriften waren beachtlich. Post erhielten wir auch von einigen Zahnärzten (in der Regel Abonnenten). Gar nicht wenige Patienten baten uns ausdrücklich darum, keine Namen zu nennen - weder den eigenen, noch jenen des Zahnarztes. Meist in Fällen, in denen unsere Leser ihren Zahnärzten Fehlverhalten vorwarfen. Da schwang spürbar einige Angst mit, Angst, dass sie bei einer Namensnennung auch noch geklagt werden.

   Zu wenig zuhören, erklären, erkennen: So sehen viele unserer Leser ihre Zahnärzte (Cartoon: Eibl)

Unser Eindruck: Je selbstbewusster die Patienten auftreten, desto ruppiger werden auch unter Zahnärzten die Sitten - Aug um Auge, Zahn um Zahn. Die Zahl der Zahnärzte und die Ordinationskosten steigen. Die Zahl der Patienten pro Zahnarzt sinkt. Das hat Konsequenzen.

Wir haben daher die folgenden Texte anonymisiert. Dort, wo es der Verständlichkeit dient, haben wir die Leserbriefe in geringem Umfang bearbeitet. Im Gegensatz zur gedruckten Ausgabe, die nur eine Auswahl in stark gekürzter Form präsentieren konnte, wollten wir hier in der Online-Version die Patienten möglichst ungekürzt zu Wort kommen lassen.

Wenig Lob, viel Tadel

Auffällig: Obwohl wir unsere Auforderung neutral formulierten ("Welche Erfahrungen haben Sie mit Zahnärzten gemacht?"), erhielten wir nur sehr wenige lobende Zuschriften. Was die Patienten hier berichten, deckt sich mit Erfahrungen der Vorjahre. Dieses massive Unbehagen, das unsere Leser formulieren, steht in krassem Widerspruch zu dem, was uns Ärztekammer-Funktionäre im Gespräch mitteilten. Die Zufriedenheit der Patienten mit den Zahnärzten sei, hieß es da, sehr hoch. Basis für die Aussage sind Umfragen unter Patienten, die von der Kurie der Zahnärzte in der Ärztekammer in Auftrag gegeben wurden. In diesen Umfragen würden die befragten Patienten ihren Zahnärzten ein sehr gutes Zeugnis ausstellen.

Wir baten im Sommer  2004 (also rechtzeitig) die Standesvertretung um die letzte Umfrage; erhalten haben wir nichts. Oder polemisch zugespitzt: Die zufriedenen Patienten nehmen an den Umfragen der Zahnärzte teil, die unzufriedenen schreiben an den "Konsument". Wobei eines klar ist: Zufriedene Patienten schreiben nur selten, zur Feder greifen jene, die ein Problem haben.

Kommentare der Redaktion

Wir wissen durch den jahrelangen Kontakt mit Patienten, dass auch Patienten irren können und durchaus korrekte und hochwertige zahnärztliche Arbeit falsch einschätzen. Üblicherweise vertreten wir im Gespräch mit Patienten folgende Position: „Gehen sie davon aus, dass ihr Zahnarzt seine Arbeit nicht schlechter macht, als Sie die Ihre.“ Angesichts dieser Zuschriften tun wir uns mit dieser Empfehlung etwas schwerer.

Wir hatten bei manchen Texten den Eindruck, dass ein Kommentar der Redaktion nötig sei. Unsere Stellungnahmen sind kursiv gekennzeichnet.

Die häufigsten Schwachpunkte

Die häufigsten Schwachpunkte der Zahnärzte aus der Sicht unserer Leser:

  • Zuhören : Viele Patienten haben das Gefühl, Zahnärzte hören nicht genug zu.
  • Reden : Zahnärzte informieren Patienten nicht ausreichend über die Behandlung.
  • Ernstnehmen : Manche Patienten haben das Gefühl nicht ernstgenommen zu werden.
  • Fehler : Fehler zuzugeben bzw. sie zu verbessern dürfte nicht selbstverständlich sein.
  • Kosten: Patienten beklagen die Unfähigkeit vieler Zahnärzte, vor der Behandlung verständlich und korrekt über Kosten zu informieren.
  • Schwarz: Vieles wird ohne Rechnung gemacht, teilweise ohne Wissen und gegen den Wunsch der Patienten.

Leserbriefe, Mails, Foren

Wir haben alle schriftlichen Quellen ausgewertet; das sind: Leserbriefe, Mails, Einträge in unserem Forum „Zahnärzte und Zahnbehandlung“. Eingearbeitet haben wir auch Reaktionen auf unseren Patientenratgeber „“.  Anrufe von Patienten haben wir nicht protokolliert. Nicht enthalten sind alle Schreiben, die sich in erster Linie auf die Kosten der Behandlung beziehen. Nicht enthalten sind jene Berichte unserer Europäischen Verbraucherberatung, die mangelhafte Zahnbehandlung in Ungarn zum Thema haben. Beide Themen wollen wir extra behandeln.

Die Leserzuschriften stammen überwiegend aus den Jahren 2003 und 2004, beziehen sich aber auch auf Erlebnisse, die weiter zurückliegen.

Was haben Sie bezahlt?

Wir erheben nicht nur die Erlebnisse von Patienten mit ihren Zahnärzten. Wir erheben auch die Preise von zahnärztlichen Privatleistungen und werden sie in in der gedruckten Ausgabe von „Konsument“ und hier auf der Homepage veröffentlichen. Schicken Sie uns die Kopien von Kostenvoranschlägen bzw. Rechnungen. Wir behandeln alle Zusendungen vertraulich, können sie aber nicht einzeln beantworten.

 

Zuschriften bitte an:

Redaktion „Konsument“
Kennwort „Zahnbehandlung“
Linke Wienzeile 18
1060 Wien
oder zaehne@konsument.at

Probleme mit Ihrem Zahnarzt?

Sie können sich an die Schlichtungsstelle in der Ärztekammer (ÄK) Ihres Bundeslandes wenden. Vorteil: Das Verfahren ist kostenlos und dauert in der Regel drei bis sechs Monate. Nachteil: Weder Ärzte noch Patienten müssen den Schiedsspruch akzeptieren.

ÄK-Burgenland
(02682) 625 21-0
office@aekbgld.at

Kärnten
Anfragen an die Patientenanwaltschaft
(0463) 57 23-0
patientenanwalt.ktn@pa.jet2web.at

ÄK-NÖ
(01) 537 51-214
sekrzmk@arztnoe.at

 ÄK-OÖ
(0732) 77 83 71-207
waldhauser@aekooe.or.at

ÄK-Salzburg
(0662) 87 13 27-0
aeksbg@aeksbg.at

ÄK-Steiermark
(0316) 80 44-0
aek@aekstmk.or.at

ÄK-Tirol
(0512) 520 58
kammer@aektirol.at

ÄK-Vorarlberg
(05572) 219 00-0
aek@aekvbg.or.at

ÄK-Wien
(01) 513 23 39
aekwien@aekwien.or.at

 

Schwierigkeiten mit Implantaten

Mir fehlten im Unterkiefer drei Zähne. Mein Arzt schlug mir Implantate vor. Beim zweiten Termin machte er eine Gelenksvermessung mit Computer (500 Euro) plus Abdruck mit Modellaufbau (109 Euro).

3000 Euro Preissteigerung

Nach einer schweren Krankheit legte er den Kassenvertrag zurück und erklärte, dass die Behandlung nun nicht 5000 sondern 8000 Euro koste. Das konnte ich mir nicht leisten und suchte mir einen neuen Zahnarzt. Um mir die Vermessung und die Abdrücke zu ersparen, habe ich mein Modell sowie die Gelenksvermessung mitgenommen. Der Implantologe Dr. S. sagte mir dann, er könne sie für seine Behandlung nicht brauchen und selbst anfertigen.

Große Schmerzen

Beim ersten Implantat hatte ich große Schmerzen, durfte ca. neun Tage nur Breiiges essen, die ersten drei Tage meinen Mund mit einer Lösung spülen. Auch das Kiefer schmerzte sehr. Die zwei anderen Implantate waren weniger schmerzhaft. Mein Heilkostenplan wurde um 62 Euro überschritten (statt insgesamt 2089 Euro). Dann wurde das erste Implantat freigelegt, wieder eine offene Wunde, wieder nur Breiiges zum Essen. Dann noch zwei Termine. Wieder wurde der Kostenvoranschlag um 33,20 überschritten. Goldpreis war exklusive zu bezahlen (64,78 Euro).

Ich spüre das Implantat, wenn Schlechtwetter ist oder wenn ich länger auf dieser Seite kaue. Ein Fremdgefühl ist für mich auf alle Fälle gegeben. Vielleicht wird es mit der Zeit besser.

Operation: Gefahr für Implantate

Da ich schon länger Halsschmerzen habe, musste ich einen HNO-Arzt aufsuchen. Die Mandeln müssen raus. Der HNO-Arzt erklärte, dass ich für die Operation eine Mundschiene brauchen würde – sonst könnten sich die Implantate im ungünstigen Fall im Kiefer lösen oder verschieben. Jetzt muss ich die Zahnbehandlung unterbrechen und auch noch Angst um die Implantate haben, für die ich ein kleines Vermögen ausgegeben habe.

Ich kann allen nur raten:

  1. Einen Heilkostenplan erstellen lassen und die ungefähren Kosten erfragen, die zusätzlich noch entstehen könnten.
  2. Klären, ob eine Vermessung nötig ist, bevor sie begonnen wird (siehe 609 Euro).
  3. Bei einer etwaigen Operation gibt es Risiken (Mandeloperation oder ähnliches)
  4. Fremdgefühl im Mund sowie Schmerzen nach dem Einsetzen sind zu beachten.
  5. Habe viel Geld und Schmerzen für diese Behandlung gebraucht, und die muss nun unterbrochen werden.

Meiner Meinung nach kann man sicher für weniger Geld und Zeit eine genauso gute Behandlung genießen.

Anmerkung der Redaktion:

Computer-Gelenksvermessung: Zahnmedizinisch kann das durchaus gerechtfertigt sein. Der Arzt hätte Sie aber rechtzeitig und ausreichend informieren müssen – auch über die Kosten.

Preiserhöhung: Dass der Zahnarzt nach seiner Krankheit den Preis erhöht, ist nicht in Ordnung. Jedes Gericht würde urteilen: Es gilt der ursprünglich vereinbarte Preis.

Erstes Modell unbrauchbar: Eine ärztliche Vorgangsweise, die gar nicht so selten ist. Wie viele Befunde und Untersuchungen werden in Österreichs Spitälern und Praxen unnötigerweise mehrfach gemacht, weil man die Voruntersuchung angeblich nicht brauchen kann. Das zahlt alles der Patient bzw. der Steuerzahler. Natürlich gibt es - hin und wieder - auch triftige medizinische Ursachen für Doppeluntersuchungen.  sind eher Belege für folgendes: a) Der Erstuntersucher ist unfähig und erhebt unbrauchbare Befunde. b) Der Zweituntersucher ist unfähig, weil er bzw. sie mit der Arbeit des Erstuntersuchers nicht umgehen kann, c) der Zweituntersucher ist finanziell sehr bedürftig ... So eine Haltung gibt es auch in anderen Bereichen: "Ist nicht bei uns gemacht worden? Muss schlecht sein!" Selbst wenn die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen sollte, ist es kein Ruhmesblatt für die beteiligten Mediziner.

Schmerzen: Das kann sein, das ist bei gar nicht wenigen Patienten normal. Schließlich haben Sie eine Art Schraube im Kieferknochen stecken. Auf die Schmerzen hätte der Arzt Sie hinweisen müssen (vor der Behandlung).

Kostenvoranschlag überschritten: Gemessen an den Gesamtkosten ist die Überschreitung gering, seien Sie froh, dass es nicht mehr ist.  

Goldpreis extra: Darauf hätte Sie Ihr Arzt vor der Behandlung hinweisen müssen.

Wetterfühligkeit: Ist möglich, kommt vor und ist kein Kunstfehler. Darauf hätte Sie der Arzt vor der Behandlung hinweisen müssen.

Fremdgefühl: Manche Patienten berichten glaubhaft, dass sie kein Fremdgefühl spüren. Manche spüren durchaus etwas, das ist von Patient zu Patient verschieden. Darauf hätte Sie der Arzt vor der Behandlung hinweisen müssen.

Mandeloperation/Mundschiene: Das ist Schicksal. Da kann man niemandem einen Vorwurf machen.

Mit weniger Geld eine genauso gute Behandlung: Das sagen auch manche Ärzte, aber die werden zusehends zu einer Minderheit. Dass es deutlich billiger geht, ist klar. Aber: Implantate haben durchaus ihre Berechtigung und sind erwiesenermaßen ein medizinischer Fortschritt. In manchen Fällen ist aber eine sehr gute Brücke tatsächlich besser als eine schlechte Lösung mit Implantat. Uns liegen aber auch Berichte vor, wo Patienten mit dem Implantat sehr zufrieden sind. In Ihrem Fall dürften sich die Probleme gehäuft haben. Wobei wir Ihnen eines versichern müssen: Es gibt - leider - noch viel krassere Fälle, wo Patienten noch mehr bezahlt haben und dann noch größere Schmerzen, Probleme bis hin zum Verlust der Arbeit, Scheidung ... erleiden mussten. Und natürlich war der Arzt auf keinen Fall Schuld.

Ein Teil der Zahnärzte ist unfähig und unwillig - und das sagen wir aus langjähriger Erfahrung - Patienten rechtzeitig und ausreichend über Preise, Leistungen und mögliche Komplikationen aufzuklären - zum Schaden der Patienten. Bei Prozessen prüfen Richter oft, ob der Arzt ausreichend informiert und alles dokumentiert hat. Wenn nicht, dann haben die Ärzte schlechte Karten. Aber wie viele Patienten klagen ihre Zahnärzte? Patienten sind froh, wenn sie sprechen und Nahrung aufnehmen können und gesundheitlich und finanziell wieder unter den Lebenden weilen.

Von Zusammenhängen keine Ahnung

Ich beobachte seit Jahren meinen Blutdruck, soviel vorausgeschickt. Vor ca. zehn Jahren hatte mein Zahnarzt meinem Sechser links unten ein Krone verpasst. Vor einigen Jahren schon spürte ich unter der Krone leichte Schmerzen. Mein Zahnarzt fand daraufhin beim Nachbarzahn ein abgebrochenes Eck, das sanierte er und die Schmerzen hörten auf, wie es der Teufel will.

Blutdruck steigt abrupt

Im November 2001 beobachtete ich einen abrupten Blutdruckanstieg, konnte vorerst keine Ursache ausmachen. Im April 2002 war dann der Blutdruck eines Morgens ziemlich stark erhöht. Bei der Fahrt zur Arbeit meldeten sich starke Schmerzen unter der Krone, daraufhin schöpfte ich Verdacht. Bei nächster Gelegenheit meldete ich mich bei meinem Zahnarzt. Dieser meinte, er schneide die Krone erst dann auf, wenn alle anderen Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen seien und behandelte mein Zahnfleisch mit Spülungen. Dies half auch vorerst.

Ich verließ nach der letzten Sitzung die Ordination beschwerdefrei. Auch der Blutdruck normalisierte sich, allerding s nur für vier Wochen. Unsicher gemacht hat mich die Bemerkung der Assistentin bei der letzten Sitzung, dass die dritte Wurzel gerade absterbe.

Rheumatische Beschwerden im Unterarm

Im Lauf des Sommers stieg der Blutdruck wieder. In weiterer Folge bekam ich auch rheumatische Beschwerden im linken Unterarm. Bin also wieder zum Zahnarzt. Der Zahn war tatsächlich abgestorben und er nahm eine Wurzelbehandlung vor. Während der Wurzelbehandlung verschlechterte sich mein Kreislaufzustand drastisch. Es traten Blutdruckentgleisungen bis 200/120, nächtliches Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen auf.

Einige Zeit nach der letzten Sitzung kam es dann auch zu Schüttelfrost gefolgt von Schweißausbrüchen. Ich wandte mich an den Zahnarzt mit der Bitte, sich die Wundbehandlung genau anzuschauen. Er machte dan ein Einzelröntgen und meinte, die Wundbehandlung sei hundertprozentig in Ordnung. Die Beschwerden könnten wieder mit meinen Zahnfleischproblemen zusammenhängen. Er empfahl mir, den Weisheitszahn ziehen zu lassen und überwies mich an eine Zahnchirurgin.

Beherdeten Zahn übersehen

Bei der Zahnchirurgin wurde zuerst ein Panoramaröntgen gemacht. Sie begrüßte mich dann zu meiner Überraschung  mit der Frage, ob wohl mein Zahnarzt den richtigen Zahn aufgeschrieben habe. Weiter vorne sei ein beherdeter, wurzelbehandelter  Zahn. Dort also, wo mein Zahnarzt meinte, der wäre „hundertprozentig in Ordnung“. Dieser Zahn also müsste dringend entfernt werden.

Mit der Vorgangsweise beide Zähne zu ziehen, war ich einverstanden und die Zahnchirurgin machte sich an die Arbeit.

Sie war zwar sehr nett und fürsorglich, aufgefallen ist mir aber ein sehr impulsiver und unüberlegter Arbeitsstil. I9ch bin mir vorgekommen, als ob kleine Kinder Zahnarzt spielten.

Weisheitszahn mit Eiterpatzen

Zuerst wurde der beherdete Sechser entfernt, die Wunde mit einem Tupfer versorgt. Nach kurzer Wartezeit kam der Weisheitszahn dran. Nachdem dieser heraußen war, sagte sie: „Sie können froh sein, dass der Zahn heraußen ist, der hat ja auch einen Eiterpatzen.“ Sie ließ sich dann den scharfen Löffel geben und behandelte damit die Wunde. Rätselhaft war mir dabei, warum diese Behandlung beim beherdeten Sechser nicht mehr notwendig war.

Und in der Tat heilte die Wunde beim Weisheitszahn problemlos. Beim Sechser hingegen wurden die Schmerzen von Tag zu Tag schlimmer. Ich war wieder gezwungen, zu reklamieren. Nun holte die Zahnchirurgin die Behandlung mit dem scharfen Löffel nach, legte ein Jodband ein. Schließlich hat sie zugegeben, dass sie vergessen hat, mir ein Antibiotikum zu verschreiben.

In weiterer Folge verlief die Wundheilung sehr schleppend: Blutdruckentgleisungen, nächtliches Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen hörten zwar auf. Der Blutdruck zeigte allerdings nur leicht sinkenden Tendenz und die rheumatischen Beschwerden im linken Unterarm blieben unverändert.

Schilanglauf-Marathon: Intensivstation

Ich nehme nun schon seit Jahren beim Engadiner Schilanglauf-Marathon teil. In der Hoffnung, dass bis zum vorgesehenen Termin alles gut sein wird, meldete ich mich an und nahm zirka ein Monat nach der Extraktion das Training wieder auf. Ich hatte allerdings mit Blick auf die geschilderten Symptome ein ungutes Gefühl, ob ich mir damit nicht schade. Den Marathon slbst musste ich nach zwanzig Kilometern wegen Übelkeit – ohne Beklemmungsgefühl und Atemnot – abbrechen. Eine an Ort und Stelle durchgeführte ärztliche Untersuchung ergab ein auffälliges EKG. Der Arzt äußerte den Verdacht auf Koronar-Ischämie (Anmerkung der Red.: mangelhafte Versorgung des Herzens). Zwei Tage später lag ich mit der Diagnose „subakuter Herzinfarkt“ in der Intensivstation in Innsbruck.

Nach meinem Spitalsaufenthalt wandte ich mich an einem mir persönlich bekannten Zahnarzt. Am Panoramaröntgen zeichneten sich noch deutlich die Hohlräume ab, die die Wurzeln hinterlassen hatten. Der Heilungsprozess war also zum Zeitpunkt des Herzinfarktes stark verzögert; etwas musste also nicht in Ordnung gewesen sein. Die rheumatischen Beschweden im linken Unterarm haben erst in letzter Zeit aufgehört.

Zusammentreffen von Problemen ist kein Zufall

Ich glaube nun nicht, dass das Zusammentreffen von Kiefererkrankung, körperlicher Beanspruchung (allerdings im Rahmen, wie es zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-erkrankungen empfohlen wird) und Herzinfarkt zufällig ist.

In der Rehabilitation kam ich mit einem 35jährigen Fleischer, also einem Schwerarbeiter, ins Gespräch. Ich erzählte ihm meine Geschichte. Darauf antwortete er, dass er auch einige Eiterzähne gehabt habe. Er hatte bei einem ausgedehnten Herzinfarkt sechzig Prozent seines Herzens verloren.

Letztendlich ist Gott sei Dank nicht viel passiert. Am Ultraschall ist fast nichts zu sehen. Auch die gewohnte körperliche Leistungsfähigkeit ist wiedergekommen. Was mich bedrückt, ist, dass man routinemäßig mit Medikamenten vollgestopft wird, deren Langzeitwirkung weitgehend unbekannt ist. In den letzten Monaten hat sich auch gezeigt, dass ich wesentlich anfälliger für Erkältungskrankheiten geworden bin.

Kinder lernen es, Internisten sind ahnungslos

Meinen Zahnarzt, mit dem ich bis jetzt, sehr zufrieden war, habe ich nicht gewechselt. Ich arbeite selbst in einem Beruf, in dem man laufend damit konfrontiert ist, dass man Fehler macht. Habe daher Verständnis. Bei der Zahnchirurgin bin ich ohnehin nicht Dauerpatient.

Was mich bei der ganzen Angelegenheit irritiert, ist, dass man zwar den Kindern in der Schule sagt, dass Zahnerkrankungen Folgeerkrankungen im ganzen Körper verursachen können; dass Internisten hingegen von all dem nicht zu wissen scheinen.

Als ich während und nach der Wurzelbehandlung unter heftigen Kreislaufbeschwerden gelitten habe, habe ich einen Internisten konsultiert. Er meinte, eine Zahnerkrankung käme als Ursache nicht in Frage. Die wäre eine essentielle Hypertonie und verschrieb mir Tabeletten.

Einer Ärztin in der Intensivstation sagte ich, dass ich als Ursache für meinen hohen Blutdruck vor dem Herzinfarkt eine Zahnerkrankung vermute. Immerhin stimmte durch mehr als ein Jahr der Verlauf des Blutdruckes mit der Entwicklung beim Zahn überein. Daraufhin lachte sie mich regelrecht aus.

Zahnklinik wies Bitte ab

Und was mich besonders geärgert hat: Ich vermutete ja während meines Spitalsaufenthaltes, dass im Kiefer etwas nicht in Ordnung ist. Ich dachte auch daran, dass vielleicht ein Stück Wurzel im Kiefer verblieben war. Ich hatte Sorge, dass sich dies auf meinen Gesundungsprozess nicht gerade förderlich auswirkt. Da bat ich darum, dies in der Zahnklinik, die sich zwei Stockwerke unter der kardiologischen Station befand, untersuchen zu lassen. Der maßgeliche Herr fragte mich, ob ich Schmerzen habe. Da ich erfahren hatte, dass Zähne insbesondere dann, wenn sie nicht mehr weh tun, gefährlich sind, empfand ich diese Frage als besonders unpassend. Er wies meine Bitte ab, mit der Begründung, dass die Gefahr bestehe, dass die gerinnungshemmenden Medikamente absetzt würden.

Mehr Zusammenarbeit nötig

Ich glaube, dass hier noch einiges an Informationsbemühungen zwischen den Fachrichtungen vonnöten ist. Unter Augenärzten ist es Standard, die Patienten bei Auffälligkeiten zum Internisten zu schicken. Ähnlich sollten auch die Internisten bei Zuständen, die die Folge von Zahnerkrankungen sein können, die Leute zum Zahnarzt schicken.

Abschließend möchte ich noch an der heiligen Kuh „Direktverrechnung“ kratzen. Bei unserem System sind die Hauptgeschädigten von ärztlichen Kunstfehlern die Krankenkassen und die Dienstgeber. Die können sich noch viel weniger als die Patienten wehren, da sie von der Behandlung nichts mitbekommen. Dewegen scheinen sich auch einige Ärzte ziemlich sicher zu sein.

Qualitätskriterien für Zahnärzte: uninteressant

Es ist so gut wie ausgeschlossen, einen guten Zahnarzt zu finden und schon gar nicht ist es möglich, die Qualität seiner Arbeit zu beurteilen. Qualitätskriterien für Zahnärzte: Für die verantwortlichen Politiker uninteressant ...

Aufdeckung in Deutschland

Kürzlich konnte man im deutschen Fernsehen wieder einmal einen schockierenden Beitrag sehen. Zuerst wurde eine Frau mit einwandfreiem Gebiss, ohne jegliche Karies oder sonstige Schäden, von einem Sachverständigen begutachtet. Die Gesundheit ihres Gebisses wurde bestätigt. Dann ging sie zu verschiedenen Zahnärzten, mit versteckter Kamera wurde gefilmt. Einige Zahnärzte fanden Karies, man wollte teure Inlays einfügen. Zahnfleischerkrankungen wurden diagnostiziert und alle Weisheitszähne sollten entfernt werden. Eine einzige Zahnärztin gratulierte der Frau zu ihrem Gebiss, es wurde ihr auch die in Deutschland übliche Praxisgebühr zurückgegeben. Der Sachverständige zeigte sich nachher als Zahnarzt mehr als irritiert über seine Kollegen. Wie ist es hierzulande? Nicht nur wird niemals von irgend jemandem versteckt nach Beweisen gesucht, uns gehören nicht einmal unsere eigenen Röntgenbilder.

Ausbildung der Zahnärzte

Als ich wegen eines Kieferproblems (Fehlstellung) einen Zahnarzt aufsuchte, bekam ich eine unbefriedigende Diagnose. Ich holte bei einem weiteren Zahnarzt noch eine Diagnose ein, diese differierte um 100 Prozent zur ersten. Da wurde mir schon bange. Als ich jedoch noch zwei weitere, völlig unterschiedliche Diagnosen von anderen Zahnärzten bekam, machte sich Angst breit. Wie kann das geschehen, wie steht es mit der Ausbildung von Zahnärzten? Gut kann sie nicht sein.

Noch ein gravierendes Problem ist aufgetreten. Nicht etwa, dass ich mit den von mir durch meine Zwangsbeiträge bezahlten Röntgenbildern von einem Zahnarzt zum nächsten gehen könnte, weit gefehlt. Die Röntgenbilder meiner Zähne gehören dem Zahnarzt. Alle weiteren Bilder nach den ersten musste ich selbst bezahlen. Nach einer Anfrage bei der Krankenkasse erhielt eine obrigkeitliche Antwort. Da könnte ja jeder kommen ... Dann habe ich noch beim Hauptverband angefragt, warum meine Bilder nicht mir gehören, wollte ich wissen. Die Antwort lautete: Wenn der Zahnarzt etwas beweisen will, braucht er die Bilder. Ich habe noch nicht aufgegeben und nochmals nachgefragt, wie es denn sei, wenn i c h etwas beweisen will. Darauf bekam ich vom hochherrschaftlichen Hauptverband, finanziert von unseren Beiträgen, keine Antwort.

Anmerkung der Redaktion: Die Röntgen sollen beim Zahnarzt bleiben, damit er bzw. sie bei einer Anfrage oder Kontrolle durch die Krankenkasse seine Behandlung belegen kann. Sie haben aber Recht: Wenn der Patient etwas beweisen will, schaut er arm drein. Im österreichischen Gesundheitswesen geht es in erster Linie um Kosten, Methoden und Konflikte von Interessensgruppen. Die Patientenperspektive und Patienteninteressen sind im medizinischen Alltag vergleichsweise unwichtig.

Mehr Wettbewerb im Gesundheitsbereich

Wir sollten in Österreich versuchen, auch am Gesundheitssektor mehr Wettbewerb zuzulassen - auch unter den Kassen!

Anmerkung der Redaktion: Dann werden sich die Kassen um die Wohlhabenden reißen (geringere Risiken für die Kassen), während keine Kasse gern die Versorgung der Armen (schlechte Risiken) übernimmt - was die Versorgung verschlechtert und die Zwei-Klassen-Medizin weiter vetrieft. Außerdem sinken dann die Leistungen für die Versicherten, weil die Versicherungen mehr Geld für Marketing ausgeben müssen. Private Versicherungen schütten etwa 70 Prozent der Prämien wieder an die Versicherten aus. Gebietskrankenkassen etwa 97 bis 98 Prozent.

Betrug bei Zahnersatz

In Deutschland wurden Tausende Zahnärzte wegen schweren Betrugs angezeigt. Versteckt wurde von Aufdeckern gefilmt, wie ein Zahnarzt im Rahmen eines Vortrages vor Kollegen Tipps zum Betrug an Patienten gegeben hat. Unnötige Behandlungen und verzögerte Behandlungen zum Zweck des Abkassierens wurden unverfroren empfohlen. Weiters wurde aufgedeckt, dass Zahnärzte illegale Provisionen von Dentallabors nehmen. Der Schaden für die Zwangsversicherten ist noch nicht feststellbar. Die Versicherungen haben keinerlei Kontrollen ausgeübt. Gibt es solche Dinge in Österreich? Wir wissen es nicht, können nur hoffen, dass die Grenze zwischen betrügerischen und ehrlichen Zahnärzten exakt mit der Landesgrenze verläuft.

Anmerkung der Redaktion: Es waren nicht Tausende aber auch ein paar Dutzend sind zu viel. Es ging um Zahnersatz, der billig in Asien erzeugt, aber zu deutschen Preisen verrechnet wurde.

Durch die von der Politik erzwungenen Sparmaßnahmen müssen die Krankenkassen auch Personal reduzieren. Das trifft natürlich auch jene Abteilungen in den Krankenkassen, die die korrekte Arbeit und Abrechnung der (Zahn-)Ärzte kontrolliert. Weniger Personal heißt weniger Kontrolle und geringere Einnahmen. Der Schaden für die Versicherten ist tatsächlich sehr hoch.

Wie findet man gute Zahnärzte?

Natürlich gibt es gute Zahnärzte, nur, wie soll man sie finden? In der Schweiz gibt es eindeutige Wertungen. Als Österreicher bin ich dem Zufall ausgeliefert.

Der politische Wille zum Schutz vor Fehlleistungen ist nicht vorhanden. Als ich im Gesundheitsministerium anfragte, wie ich einen guten Zahnarzt finden könnte, kam keine Antwort. Qualitätskriterien im gesamten Gesundheitsbereich würden auf einen Schlag die Kosten senken, denn die Folgekosten bei Fehlbehandlungen sind hoch. Und der Patient hätte endlich die Möglichkeit, sich selbst zu schützen.

Gehen harten Zeiten entgegen

Sozial- und Gesundheitsministerium sind leider wie die WGKK durch krasse Fehlbesetzungen geführt. Daneben fristen ganz ausgezeichnete ungebundene Gesundheitsökonomen ein Schattendasein, weil offenbar ihre fachlichen Ratschläge von der Politik nicht gefragt sind. Wir gehen harten Zeiten entgegen

Zahnsteinentfernen bei Katze und Hund

Beim Stöbern auf der Seite des Zahnärztlichen Interessensverbandes (eigentlich eine 'Insider-Seite' für Ärzte, aber auch für Patienten interessant: http://www.ziv.at/) ist mir ein Artikel eines Zahnarztes aufgefallen: http://www.ziv.at/archiv/katze.htm

Lesen Sie einmal den Text und geben Sie dazu bitte Ihre Meinung ab! Ich war verblüfft. Sie gibt einen komplett neuen Zugang zur Frage, wie teuer unser Gesundheitssystem ist, was es uns wert ist, und wie raffgierig die Ärzte doch sind ...

Überhöhte Ärzteeinkommen

Ich habe diesen Beitrag gelesen und überlege mir, ob wir eine Sammlung für verarmte Zahnärzte starten sollten. - Ich wünsche mir eine starke Patientenvertretung, mit deren Hilfe endlich gesellschaftspolitisch geklärt wird, ob die überhöhten Ärzte-Einkommen tragbar sind. Wenn ich überlege, dass ich mit meiner HTL-Ausbildung an der Uni in meinem 56. Lebensjahr (30 Dienstjahre!) netto 1500 Euro verdiene und ich solche Gejammer anhören muss ... Es mag sein, dass Mediziner ca. 10 Jahre länger studiert haben, aber dieses Studium wurde von der Gesellschaft finanziert. Dafür darf ich sie dann sie ein Leben lang noch mit zehn bis dreißig Mal höheren Einkommen jammern hören?

Lange Zähne nach 25 Jahren

Ich habe mir heuer im Frühjahr meine 25 Jahre!!! alte festsitzende Totalbrücke im Oberkiefer erneuern lassen. Ich ging wieder zum Zahnarzt meines Vertrauens, bei dem ich fast 30 Jahre Patientin bin. Leider ist mein Vertrauen nach Anfertigung der neuen Brücke total dahin. Hatte extra darauf hingewiesen, ich möchte sie wieder genau so haben wie gehabt. Von dem Schock des Ergebnisses habe ich mich bis heute nicht wirklich erholt. Man stelle sich vor bei Schuhgrösse 38 zieht man Schuhe Grösse 40 an. Die einzelnen Zähne waren allsamt etwa 3 mm länger, Verarbeitung des Zwischenraumens eine Katastrophe. Anmerkung am Rande: Hat eigenen Zahntechniker in der Ordination angestellt.

Nach meiner Reklamation war der Zahnarzt sofort einverstanden, eine neue Brücke anzufertigen. Nochmal eine Menge Injektionen, Schmerzen, Zähne nachschleifen etc. Die zweite Brücke ist zwar meiner ursprünglichen viel näher gekommen, die Zähne sind aber wieder grösser ausgefallen und stehen weiter vor. Ich habe ständig ein störendes Gefühl an der Unterlippe. Ausserdem war der Biss nach der Einzementierung nicht mehr exakt (Grund weiss ich nicht), da musste auf einer Seite an die Backenzähnen viel nachgeschliffen werden. Dadurch ist viel Porzellan weg und natürlich auch der Lack. Fühlt sich unangenehm rauh an.

Beim Vorgespräch hat es geheissen, alte Brücke weg, eine Woche Provisorium, Brücke zementieren. Aus dieser Woche wurden 2 Horror-Monate mit viel Tränen, Ärger, das Gefühl des Ausgeliefertseins und ein Endergebnis, das mich nicht glücklich macht.

Ich weiss nicht, wie lange ich mit diesem Stück leben kann. Ich denke es werden nicht viele Jahre vergehen, bis ich einen Neuversuch starte. Aber eines weiss ich heute schon. Ich suche mir selbst einen Zahntechniker, sehe mir dessen Arbeiten genau an, gehe dann zu dem Zahnarzt, mit dem dieser zusammenarbeitet!

Der Preis für diese Brücke Normalmetall mit Porzellanüberzug: ohne Rechnung EUR 5.400 (Sie werden verstehen, dass ich da keinen Namen nennen kann).

Anmerkung der Redaktion: Anfertigung „wie gehabt“ ist nicht möglich. Ihr Kiefer hat sich in 25 Jahren verändert. Auf einer veränderten Basis ein genauso schönes neues Gebiss zu stellen wie ehdem, ist nicht einfach. Und dass einem Patienten nach 25 Jahren neue Zähne psychologisch nicht gefallen, damit sind Zahnärzte häufig konfrontiert. Wenn der Arzt aber eine bestimmte Leistung verspricht, muss sie eingehalten werden. Das war offensichtlich nicht der Fall. Bei Ihnen scheint tatsächlich einiges daneben gegangen zu sein.

Schwarzzahlen ist immer falsch. Sie machen sich zum Komplizen und verlieren ihr Recht auf Gewährleistung.

Kein Anreiz zur Vorsorge

Ein Systemfehler steht für mich fest: Das österreichische Gesundheitswesen bietet keinerlei Anreize zur Vorsorge. In der Schweiz geben Dentalhygieniker auf Staatskosten Mundhygieneunterweisung in den Schulen, während man in Österreich dafür tief in die Tasche greifen muss. Jeder Schüler hat dort ein Zahnbüchlein in der Art des Mutter-Kind-Passes und wird von der Schule aus regelmäßig zur Kontrolle/Behandlung beim Schulzahnarzt (oder alternativ bei einem privaten) angehalten. Dafür zahlen Erwachsene in der Schweiz den Zahnarztbesuch immer privat.

In Österreich ist es umgekehrt: Prophylaxe wird (durch mangelnde Unterstützung des Staates) bestraft, die (teure) Schadensbehebung an den Zähnen hingegen belohnt. Nehmen wir die professionelle Zahnreinigung - eine wichtige Vorsorgemaßnahme. Die Krankenkassen machen nur halbe Sachen: Zahnsteinentfernung wird bezahlt, die dazugehörige Politur und Fluoridierung aber nicht. Sicher, die Kassen leiden an Geldmangel. Aber gespart wird am falschen Platz. Auf Kurhotels, die überhöhte Unterbringungspreise verlangen und auf Ärzte, die wenig Generika verschreiben, müssten die Krankenkassen Druck ausüben, um die Kosten zu senken.

Ich bin auch überzeugt, dass eine gewisse Konkurrenz durch die Einführung der Wahlpflicht-Krankenversicherung wie in der Schweiz nach dem Modell der Autohaftpflichtversicherung (jeder kann den Anbieter frei wählen, muss aber irgendwo versichert sein) Wunder wirken würde. Nicht von ungefähr hat sich die Gebietskrankenkasse mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, dass Vertragsbediensteten im Zuge der letzten Dienstrechtsreform die Möglichkeit des Wechsels zur BVA eröffnet wird. Sie hatte zu Recht Angst, dass ihnen ihre bisherigen Zwangsversicherten in Scharen davonlaufen würden.

Anmerkung der Redaktion: Vorsorge ist absolut sinnvoll und wünschenswert, sie verbessert die Lebensqualität. Wirklich große Einsparungen im Gesundheitssystem wird sie wahrscheinlich nicht erzeugen: Die Lebenserwartung steigt und teurer  Zahnersatz wird dann eben nicht schon mit fünfunddreißig sondern erst mit fünfzig oder sechzig ein Thema. Außerdem steigen die Ansprüche der Patienten. Die Kosten sinken nicht, sie verschieben sich. Die zusätzlichen Ausgaben für die Prophylaxe müssten sofort über höhere Beiträge der Patienten finanziert, während etwaige Einsparungen erst in einer Generation spürbar wären. So wünschenswert das ist, einfach lässt sich das derzeit nicht durchzusetzen.

Wahlpflicht-Krankenversicherung: Ihr Vorschlag begünstigt die Wohlhabenden und Gebildeten und benachteiligt die Ärmeren. Wohlhabende sind gesünder. Selbstverständlich würden Versicherungen diese Kunden mit offenen Armen aufnehmen. Die Ärmeren müssten bei ihren Versicherungen bleiben. Sie zahlen geringere Beiträge ein (geringeres Einkommen) und verursachen höhere Kosten (mehr Krankheiten). Wer bezahlt dann die steigenden Ausgaben dieser Krankenkassen? Niemand? Dann müssten diese Krankenkassen die Leistungen reduzieren ... Wir befürworten den sozialen Ausgleich im Kassenbereich und im Gesundheitswesen. So pauschal, wie Sie das formulieren, lehnen wir das ab.

Kostenvoranschlag ist selten

In Österreich von einem Zahnarzt einen schriftlichen Kostenvoranschlag zu erhalten ist nahezu unmöglich. Ein paar Kilometer über der Grenze in Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit. Zusätzlich ist die Sanierung eines Gebisses oder ein Teilprothese in Deutschland erheblich billiger als bei uns.

Dentalhygienikerinnen

Meine Dentalhygienikerin ist in Karenz - wer kann mir eine empfehlen? Es gibt mittlerweile in Wien zwar viele Prophylaxeassistentinnen, aber kaum Dentalhygienikerinnen ... Vielleicht hat die Redaktion eine Liste der Zahnärzte, die dieses Service anbieten, aufliegen?

Anmerkung der Redaktion: In ganz Österreich wird es nicht mehr als etwa zehn Dentalhygienikerinnen geben. Führende Funktionäre der Kurie der Zahnärzte lehnen Dentalhygienikerinnen ab, Begründung: angeblich „kein Bedarf“. Ein traditionell-patriarchalisch orientierter Arzt (Mann) bezeichnete die üblicherweise sehr selbstständig arbeitenden Dentalhygienikerinnen (Frau) als „nicht teamfähig“ ... 

An der Wiener Zahnklinik arbeiten Dentalhygienikerinnen. In angelsächsischen Ländern und in Skandinavien ist dieser Berufsstand seit Jahrzehnten erfolgreich.

Kuddelmuddel auf Wiener Zahnklinik

Ich habe über die Website der Wiener Zahnklinik ein E-Mail an die Prophylaxe-Abteilung geschickt, mit der Bitte, mir den Preis für eine Dentalhygiene-Sitzung mitzuteilen. Das E-Mail wurde folgendermaßen beantwortet: „Ich darf Sie ersuchen, für genauere Auskünfte die Leitstelle unserer Abteilung telefonisch zu kontaktieren. Mit freundlichen Grüßen“

Ich rufe also an der angegebenen Nummer an, erreiche eine unfreundliche junge Dame, die mir auf meine Frage antwortet:

„Wir geben keine Auskunft am Telefon.“ Mein Hinweis auf das E-Mail der Kollegin wird abgeschmettert: „Die Kollegin hat keine Ahnung - wir sagen keine Preise am Telefon.“ Mein Angebot, ihr ein E-Mail mit meiner Frage zu senden, wurde folgendermaßen beantwortet: “Wir haben kein E-Mail“. Da hab ich dann kapituliert und sie um ihren Namen gebeten. Den Vornamen erhielt ich; und der Nachname? Antwort: „Das sag ich nicht“. Bleibt eigentlich nur noch die Frage, warum sich die Wiener Zahnklinik vor potenziellen Patienten so fürchtet ...

Anmerkung der Redaktion: Offensichtlich gehen dort die tief greifenden Umstrukturierungen und das schrumpfende Budget zu Lasten der Patienten.

WGKK gibt keine Preisauskünfte

Am Markt der kassenfreien Zahnarztleistungen besteht überhaupt keine Preistransparenz. Einzelne Zahnärzte verlangen was sie wollen. Die Ärztekammer gibt dazu überhaupt keine Auskunft. Konkurrenzofferte sind in der Regel nur nach persönlichem Besuch und dann nur mündlich zu erhalten. Nicht jeder möchte nach Ungarn fahren.

In seiner Ratlosigkeit ruft man die Ombudsfrauen der WGKK an und interpelliert dann deren Obmann Bittner. Dort wie da hört man, dass die Kasse keinerlei Informationen über die kassenfreien Zahnarztleistungen habe, nicht einmal Richtwerte.

Dann erinnert man sich, dass die Kasse doch ein Dutzend Zahnambulatorien hat, die auch kassenfreie Leistungen erbringen, besucht eines und bekommt schon beim Empfang aus einer aufliegenden Preisliste jeden gefragten Preis gerne gesagt.

Somit betreibt die WGKK durch die Verweigerung von Markt- und Preisinformationen, die sie im eigenen Haus vorliegen hat, das Geschäft der Zahnärzte. Sie sabotiert doch damit unverständlicherweise die Interessen ihrer Versicherten ?

Preisauskünfte im Konsument-extra „Zähne“

In der aktuellen Ausgabe des Konsument-Ratgebers „Zähne“ findet sich eine sehr ausführliche Liste vieler zahnmedizinischen Leistungen mit den Richtpreisen der Ärztekammer. Diese hat auch eine Schlichtungsstelle eingerichtet, die sich bei Honorarstreitigkeiten als Vermittler anbietet.

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei Privatleistungen Ärzte verrechnen können, was sie wollen - nur ist dann eben wieder die Mündigkeit des Patienten gefragt, der sich eben informieren muss ... Schließlich kann ein Arzt nur solange das verlangen, was er will, solange es ihm auch von Patienten gezahlt wird!

Preisrecherche in Eigenregie

Der Hinweis auf den mündigen Patienten, der sich informieren muss, geht an der Realität vorbei. Preistransparenz hat nichts mit Mündigkeit und Informationswilligkeit zu tun, sondern mit den Möglichkeiten, sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Und hier sind dem einzelnen Konsumenten/Kunden/Patienten zeitlich und finanziell Grenzen gesetzt. Versuchen Sie einmal, eine Konsumenten-Marktübersicht in Eigenregie zu erarbeiten!

Im Geschäftsleben gibt keiner freiwillig etwas her, auch nicht Informationen. Markttransparenz muss oft durch mediale Berichterstattung oder durch Gesetze erzwungen werden. Nicht von ungefähr verpflichtet der Gesetzgeber Banken, ihre Geschäftsbedingungen auszuhängen, Supermärkte, Preise am Regel auszuweisen und Gastronomiebetriebe, die Speisekarte außerhalb des Lokals auszuhängen. Zahnärzte hingegen dürfen mit ihren Preisen Versteck spielen, obwohl es da um Beträge geht, die ein Vielfaches von einem Mittagsmenü ausmachen. Ich hoffe, der VKI kann mit seiner lobenswerten Initiative etwas erreichen und vielleicht sogar unseren Volksvertretern einige Denkanstöße liefern.

Anmerkung der Redaktion: Die Preisrecherche über die Privattarive für zahnärztliche Leistungen gestaltet sich bei Zahnärzten sehr zäh.

Transparente Preise, transparente Leistung

Vielfach muss man nicht nur die Preisinformation als Patient ausdrücklich fordern, sondern sich auch eine präzise Beschreibung der ärztlichen Leistung erkämpfen. Auf das Beispiel Zahnsteinentfernung wurde schon in Konsument 1/2001 „Tipps non stop“ hingewiesen. Vielen Zahnärzten erscheint der Krankenkassentarif für diese Leistung zu wenig und sie greifen zu Tricks, um sie sich als Privathonorar bezahlen zu lassen.

Man verpackt die Zahnsteinentfernung in klingende Begriffe wie „Mundhygieneeinheit“, „professionelle Zahnreinigung“, „Parodontalsitzung“ etc. und behauptet, das würde die Krankenkasse nicht zahlen. Dass meist als Draufgabe die Zähne poliert und mit Fluorid-Gel eingestrichen werden, ändert nichts an der Grundproblematik: Sollte der Patient überhaupt auf die Idee kommen, auf der Ausstellung einer Honorarnote zu bestehen und diese bei der Krankenkasse einzureichen, um den Krankenkassentarif rückerstattet zu bekommen, wird diese vermutlich die Bezahlung ablehnen, wenn die Leistung mit derart undefinierten Ausdrücken umschrieben wird.

Ich habe heuer in zwei Praxen solche Honorarnoten erhalten und auf einer genauen Aufschlüsselung bestanden. In beiden Fällen behauptete die Assistentin, auf dem Computerausdruck könne kein Zusatzvermerk über Einzelbehandlungen angebracht werden. Als ich einen handschriftlichen Vermerk forderte (und letztendlich auch erhielt), wurde der Zahnarzt geholt, der entrüstet fragte: „Wozu brauchen Sie das?“.

Anmerkung der Redaktion:

Zahnsteinentfernen ist nur Zahnsteinentfernen; Mundhygieneeinheit oder professionelle Zahnreinigung durch eine Prophylaxeassitentin reinigt auch die Zahnzwischenräume und poliert und fluoridiert die Zähne. Die Politur glättet den Zahn; es dauert länger, bis sich wieder harter Zahnstein bildet. Eine Sitzung mit einer Dentalhygienikerin sollte wiederum eine noch umfassendere Leistung enthalten – z.B. entzündete Zahnfleischtaschen behandeln (siehe „Mundhygiene“-Artikel in Konsument 3/1999 und Konsument-extra „Zähne“ Ausgabe 2003, Seite 53 – 55) Die wenigsten Zahnarztpraxen bemühen sich, diese Unterschiede transparent zu machen.

Klage wegen abgesagten Termin um 65 Euro

Ich hatte einen Mundhygiene-Termin bei meiner Zahnärztin. Am Tag davor teilte ich der Sprechstundenhilfe mit, dass ich den Termin am nächsten Tag nicht einhalten kann und mir in ein paar Tagen einen neuen ausmachen werde. Acht Monate später bekomme ich eine Klage vom Bezirksgericht über 114 Euro. Habe den Fall meinem Anwalt übergeben der Prozess ist ausständig.

Klage wegen abgesagten Termin

Der Gerichtstermin am 16.4.04 findet nicht statt, meine Ex-Zahnärztin bzw. deren RA haben zurückgezogen und müssen auch für die Kosten meines Rechtsanwaltes (ca. 100 Euro) aufkommen. Gerechtigkeit hat gesiegt. Moral von der Geschichte: Bei Absage eines Termins unbedingt Name und Uhrzeit notieren.

PS: In Zeiten wie diesen braucht man eine Rechtschutzversicherung, da fast jeder eine hat und - wie mein Beispiel zeigt - auch Bagatellebeträge eingeklagt werden.

Reservierte Zeit in Rechnung stellen

Es scheint eine allgemeine Absprache zu geben, bei Mundhygiene und professioneller Zahnreinigung im Gegensatz zu allen Krankenkassenleistungen die reservierte Zeit in Rechnung zu stellen und sich so ein Körberlgeld zu verdienen. Dr. B. in 1210 Wien schreibt in seiner Kostenplanung: 'Wir ersuchen Sie, im Falle einer Verhinderung spätestens 48 Std. (2 Werktage) vorher abzusagen, da Ihnen sonst die für Sie reservierte Zeit verrechnet werden muss'. Und die Universitätszahnklinik in 1090 Wien lässt sich parodontologische Befunderhebung, Mundhygiene-Beratung und Reinigung der Zahnfleischtaschen überhaupt im Voraus bezahlen und erklärt: 'Refundierungen von a Konto Zahlungen sind bei nicht zeitgerechter Terminabsage (24 Std. vor Termin) nicht möglich!'.

Die Frage ist, wie muss der Patient vorgehen, um später einen Nachweis für seine zeitgerechte Absage in der Hand zu haben? Insofern wäre die Begründung des Richters im vorliegenden Fall interessant, sollte die Klage nicht schon vorher zurückgezogen werden.

Klage wegen abgesagten Termin

Im konkreten Fall geht es ja eher um einen Kleinbetrag; darum wundert es mich, dass hier ein Gerichtsverfahren angestrengt wird, das vermutlich in Summe teurer als der Streitwert sein wird.

Es ist natürlich schon verständlich, dass Ersatzzahlungen bei Nichterscheinen verrechnet werden. Bei einer aufwändigen Behandlung (sei es Prophylaxe oder ein Beschlifftermin) wird in der entsprechenden Zeit die Ordination quasi freigehalten - und wenn der Patient nicht kommt, drehen eben alle Däumchen. Ein teurer Spaß bei einem Arzt (Fixkosten, Personal!). Um solche Leerläufe im Vorhinein abzufangen, wird im allgemeinen auch eher zu dicht terminisiert als zu dünn (vgl. Fluglinien!). Das heißt, lange Wartezeiten bei Ärzten sind nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass nicht wenige Patienten unverlässlich sind ...

Patienten sollten klagen

Vielleicht sollten die Patienten dazu übergehen, verlorene Zeit durch nicht eingehaltene Termine seitens des Arztes einzuklagen. Wer hat's noch nicht erlebt: Man bekommt einen Termin, ist pünktlich zur Stelle und wartet dann trotzdem, mitunter sehr lange.

Tolle Berichte über Zähne im Konsument

Ich darf der Redaktion des Konsument ein großes Lob für ihre fachlich hochwertigen Berichte über Zahnbehandlungen und Zahnärzte aussprechen. Als Zahnarzt kann ich das beurteilen. Aufgrund der guten Berichte habe ich „Konsument“ als Literatur für mein Wartezimmer abonniert. Meine Patienten können mich daran vergleichen. Und das ist gut so.

Panik und Depression nach Antibiotikum

Mir wurde im Juni 2003 eine künstliche Zahnwurzel eingesetzt und dabei als Antibiotikum Dalacin verschrieben. Einige Tage später bekam ich starke Panikattacken und Depressionen und musste in ein Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Ich hatte unter solchen Symptomen noch nie zu leiden.

Danach folgte eine halbjährige ambulante Behandlung. Im Zuge der Implantierung der Zahnkrone Ende November fragte mich die Arztassistentin, wie es mir nach der Implantierung der Zahnwurzel gesundheitlich ergangen sei.

Bei diesem Gespräch teilte sie mir mit, dass auch sie nach einer Implantierung einer Zahnwurzel im März 2003 Dalacin verschrieben bekam und seither wegen derselben Symptome in psychiatrischer Behandlung ist.

Großzügiger Umgang mit Antibiotika

Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Zahnärzte bei der Verschreibung von Antibiotika oft nicht zimperlich sind. Am 1 April 2002 (Ostermontag) suchte ich wegen starker Zahnschmerzen (entzündetes Gewebe um die Zahnwurzel) eine der eingeteilten Feiertagsordinationen in 1190 Wien auf. Als sich der Arzt weigerte, die Füllung aufzubohren und das gestaute Blut abzuführen (wie das zwei Jahre zuvor beim gleichen Zahn praktiziert worden war) und ich eine (für ihn bequemere) Extraktion ablehnte, verschrieb er mir ebenfalls Dalacin mit den Worten: Da sind Sie dann sicher geschützt - und das, obwohl ich ihm sagte, dass ich am nächsten Tag meine Zahnärztin aufsuchen würde (Antibiotika-Packungen muss man ja bekanntlich zur Gänze aufbrauchen). Abschließend wurde mir noch eingeschärft, ich solle mir den ausständigen WGKK-Krankenschein für das letzte Quartal und nicht für das beginnende ausstellen lassen (was ich dann aber nicht tat)!

Patienten müssen endlich mündig werden

Immer wieder (nicht zuletzt hier) liest man von den Problemen, die Patienten mit ihren (Zahn-)Ärzten haben. Obwohl man als Patient natürlich auf das Wissen, Können und die Seriosität des Arztes angewiesen ist, so fehlt es bei vielen leider an Selbstbewusstsein und Mündigkeit.

Warum werden Angaben des Arztes nicht hinterfragt? Warum soll ein Inlay besser sein als eine Amalgamplombe? Was meint ein anderer Arzt? Warum ist ein Arzt in der Innenstadt wohl teurer als einer in einem Randbezirk? Sind dem Arzt private Telefongespräche während der Behandlung wichtiger als der Patient? Warum wird wegen einer Rechnung so herumgedruckst? Stellen Sie klare Fragen, bitten Sie um verständliche Erklärungen und eindeutig aufgeschlüsselte Heilkostenpläne! All das wird Ihnen ein guter Arzt geben können. Wenn nicht - die Zeiten der Götter in Weiß sind nun glücklicherweise endlich vorbei - wechseln Sie den Arzt!

Betreffend Ungarn-Rechnungen (siehe auch Konsument-Ratgeber „Zähne“): Diese können bei der jeweiligen österreichischen Krankenkasse eingereicht werden, der entsprechende Satz für die österreichischen Leistung wird vergütet.

Pfusch bei uns, Qualität in Ungarn

Starke Blutung im Mund: Bis heute (55 Jahre) wusste ich nicht, daß beim Ziehen eines Mahlzahnes eine Öffnung in die Kieferhöhle entstehen kann! Nun kommt`s aber dick: Trotz zweimaliger Einlieferung mit der Rettung ins Spital Mödling wegen unstillbarer, sehr starker Blutung im Mund nach einer Zahnentfernung wurde ich nicht ordnungsgemäß informiert und nicht richtig chirurgisch versorgt.

Zahnarzt in Sopron: Nach einem Jahr stellte ein Zahnarzt in Sopron ohne jegliche Vorinformation innerhalb von zwei Minuten (!) nach Makro-Fotoaufnahmen im Mund (nie solches in Österreich erlebt) fest: Sie haben ja eine Öffnung in der Kieferhöhle!

Er operierte sauber, informierte mich umfangreich (Dauerinfektion durch Keime aus dem Rachen in die Kieferhöhle...) und ich zahlte aus eigener Tasche samt erheblicher Fahrtkosten!

Durch einen Arbeitgeberwechsel ist mir auch völlig unklar, ob zumindest für die Kostenvergütung die Wiener-, die NÖ- oder die BgldGKK einzustehen hat?

Warum kein Heilkostenplan?

Und warum ist es bei so vielen Zahnärzten keine Selbstverständlichkeit, dem Patienten von sich aus Heilkostenpläne auszuhändigen? Bei der Universitätszahnklinik in Wien und bei Dr. B in 1210 Wien musste ich jedenfalls kein Wort darüber verlieren, ein Kostenvoranschlag ist dort Standard!

Ein Arzt für die Regulierung, einer für den Rest

Ich habe seit einem Jahr eine fixe Zahnspange. Die Zahnfehlstellung bessert sich mit gutem Tempo und mein Zahnputzverhalten ist mittlerweile auch optimiert. Leider muss ich und mein Nichtzahnspangenzahnarzt immer wieder mit Verwunderung und -ärgerung feststellen, daß der andere ausschließlich den Fortschritt der Regulierung und nicht den Zustand des Zahnfleisches, Zahnstein etc. im Auge behält.

Natürlich weiß ich, dass hauptsächlich ich selbst für meine Zähne verantwortlich bin, andrerseits kann man nicht davon ausgehen daß alle Patienten Zahnfleischprobleme selbst sofort erkennen und fortan zweigleisig fahren (zwei Zahnärzte -einen fürs Zahnfleisch und einen für die Spange) was nicht zuletzt sehr zeit- und kostenintensiv ist.

Wie belastend sind Röntgenbilder?

Sie heben in dem Beitrag (Anm. d. Red.: Heft 12/2003 - Woran erkennt man einen guten Zahnarzt) als positiv hervor, wenn es vor und nach der Behandlung ausreichend Röntgenbilder gibt. Wie belastend ist für den Organismus heutzutage ein solches Zahnröntgen eigentlich?

Anm. der Redaktion: Mit modernen Röntgen-Geräten (die in Ö. regelmäßig kontrolliert und gewartet werden müssen) ist die Gefährdung durch eine Aufnahme schon so gering, dass sie eigentlich gar nicht mehr gemessen werden kann. Ein plastischer Vergleich, der immer wieder herangezogen wird, lautet: eine Aufnahme (Panorama-Röntgen) ist ebenso krebsgefährdend wie eine Zigarette!

Auf jeden Fall ist der diagnostische Nutzen von Röntgen-Aufnahmen immer größer als jede >>Gefährdung<< - deswegen in Anführungszeichen, da Esoteriker und Scharlatan-Heiler immer wieder die böse Strahlung herausstreichen. Diese ist schon bei einem einzigen Langstreckenflug (kosmische Strahlung!) wesentlich größer als bei einer einzigen Aufnahme. Und Piloten und Flugbegleiter werden auch nicht reihenweise dahingerafft, oder?

Bleimantel

Gar so harmlos kann die Röntgenstrahlung auch wieder nicht sein, sonst bekäme man bei den Aufnahmen nicht standardmäßig einen Bleimantel umgehängt.

Infos zu Röntgen

Nähere Informationen erhalten Sie z.B. beim Zahnärztlichen  Interessensverband, Patienteninfo-Blätter. (http://www.ziv.at/, http://www.ziv.at/informationen/forens/strahlenbelastung.htm)

Ein Röntgenfacharzt hat mir einmal auf die erstaunte Frage, warum denn bei einem Lungenröntgen keine Bleischürze (mehr) verwendet wird, erklärt, dass bei modernen Geräten praktisch keine Streustrahlung mehr auftritt, die es abzuschirmen gilt. Dh. die Strahlen, die sich durch die gezielte Aufnahme im Körper ausbreiten, sind schon stärker als die auf nicht untersuchte Körperregionen. Die Schürze wird hauptsächlich noch aus psychologischen Gründen verwendet ...

Gratulieren und kopieren

Ich darf ihnen zu dem kurzen Leitfaden in Heft 12/2003 über die gute Zahnarztpraxis gratulieren, und sie gleichzeitig um Genehmigung bitten, diesen Artikel in fotokopierter Form an meine Patienten weitergeben zu dürfen.

Einige Anmerkungen möchte ich mir auch noch erlauben:

- Zahnärzte sollen nicht, sondern müssen einen Umsatz von ca. 200 Euro pro Stunde erwirtschaften, denn damit muss alles bezahlt werden, von den Investitionen über personal (inklusive Raumpflegerin) bis zu den Materialkosten, nicht zu vergessen Fortbildung (oftmals teure Kurse während unbezahltem Urlaub!) und die Erfüllung von gesetzlichen auflagen (Entsorgung, TÜV etc.) . und vom Gewinn schneidet der Staat ein deftiges Stück ab. All das bedenken Patienten oft nicht. Die gesamte Medizin ist teuer, nur merkt das der Patient in der Zahnmedizin besonders, weil die Krankenkassen eine hochwertige und moderne Versorgung nicht (bzw. nur teilweise) bezahlen!

- Die Haltbarkeit von Füllungen hängt auch ganz wesentlich von der sorgfältigen Mundhygiene des Patienten ab (manche Patienten hören das nicht gerne ...)

- Durch Medienberichte (auch Werbung) wird eine teilweise unrealistische Erwartung bei Patienten hervorgerufen über die Machbarkeit (und auch Sinn) von Behandlungen - vieles ist machbar, aber nicht alles (und auch nicht alles machbare erscheint mir sinnvoll), wie in der gesamten Medizin. Umso wichtiger ist es, vor der Behandlung ein realistisches Behandlungsziel zu definieren.

- All die Diskussionen über Behandlungen, Materialen, Kosten etc. könnten wir uns ersparen, wenn viel mehr für die Vermeidung von Karies gemacht würde. Denn die Entstehung von Karies ist bis ins Detail erforscht und somit auch relativ einfach zu verhindern.

In diesem Zusammenhang gefällt mir auch ihre Feststellung, daß der Zahnarzt vermutlich seine Arbeit nicht schlechter macht als der Patient die seine ... dies könnte ein wenig zur Entschärfung des Feindbildes (Zahn-)Arzt beitragen, denn ich glaube, daß der Großteil der Kollegen eine ehrliche und engagierte Arbeit leistet. Dies kann er aber umso besser, je mehr er als Partner gesehen wird, und nicht als Kostenverursacher oder potentieller Pfuscher (Kostenverursacher ist immer der kranke Patient!).

dr. t. p.

Krone auf Wackelzahn gesetzt

Ein großes Stück meiner Zahnkrone bricht ab. Wurzelbehandlung bei Dr. M. Beim Abdrucknehmen für die Krone entstehen starke Schmerzen. Werde beruhigt („Überreaktion des noch entzündeten Zahnfleisches“). Schmerzen halten an, weil, wie ich feststelle, der Zahn kippt. Dr. M. schleift Krone ab, „Kommentar: Wenn der Zahn schon seinerzeit so gewackelt hätte, wäre keine Krone angefertigt worden. Es besteht aber noch Hoffnung, dass der Zahn sich festigt.“

Als ich mich beim vereinbarten Termin wieder melde, meint Dr. M: Ich müsse mich noch gedulden, „da ja bereits bei unserer ersten Begegnung der Zahn eine starke Eigenbewegung aufwies.“ Lass den Zahn an der Zahnklinik untersuchen, Ergebnis: Kieferknochen ist geschädigt, 10 mm tiefe Zahnfleischtasche, die Krone muss runter. Ich soll das Geld zurückfordern. Der Zahn beginnt zu eitern, ich fordere das Geld zurück. Dr. M. zahlt es zurück und ich muss eine Vereinbarung unterschreiben, auf weitere Ansprüche verzichten. Erhebe Einwände. Dr. M: „Sie gehen ständig zu anderen Ärzten und ich soll dann danach arbeiten. Ich will nicht mehr. Entweder sie nehmen das Geld gegen Bestätigung oder sie klagen mich. Ich habe eine sehr gute Rechtschutzversicherung.“ Der Zahn musste dann gezogen werden.

Grobe Aufklärungs- und Pflichtversäumnis

Meine an den Rollstuhl gebundene Tante wurde als Bewohnerin eines Pflegeheims wegen eines locker gewordenen Zahns in eine zahnärztliche Praxis gebracht. Dort wurde sie zur Duldung einer gleichzeitigen Extraktion von sechs Zähnen genötigt. Die Ärztin fertigte weder Röntgenaufnahmen, noch klärte sie die Patientin über Diagnose, Therapie, Risken und Nachsorge auf. Sie unterließ es, das Einverständnis der Patientin zu dieser drastischen Maßnahme einzuholen. Sie gab ihr auch keine Gelegenheit, sich mit Angehörigen zu beraten oder einen anderen Arzt zu konsultieren. Die entstandenen Wunden wurde nicht genäht, sodass meine Tante bis in die Morgenstunden des folgenden Tages an Blutungen litt.

Alles gut im Griff

Alle Daten sind auf einem Server-PC gespeichert. Wenn man auf einem der drei Sesseln Platz nimmt, ruft die Assistentin am Client meine Krankengeschichte auf und da sehe ich bildlich mein Gebiss mit diversen Farben unterlegt. Und das Panorama-Röntgen wird auch immer daneben aufgehängt. Es waren gerade drei Patienten von den drei  anwesenden Ärzten in Behandlung - musste daher ca. 1/2 Stunde warten, dann hat mich der Zahnarzt selbst angeschaut, noch einmal etwas weggeschliffen und es war gleich wieder besser. Die leichten Schmerzen kämen von dem gestauten Blut. Ich soll die entzündungshemmenden Kapseln weiternehmen und der Termin für das endgültige Einzementieren wurde um zwei Wochen nach verschoben.
Bin also bisher sehr angetan, man wird gut behandelt und es wird eingehalten, was mündlich ausgemacht wurde.

Krone schwarz

„Schwarzzahlungen“ sind sicher ein Thema – u. bei sehr vielen Zahnärzten gerne gesehen, wenn nicht zwingend notwendig. Ein Beispiel: Der äußere Teil eines Zahnes bricht heraus. „Kostenvoranschlag: 11.000 bis 12.000 Schilling. Ich deponierte, dass es in OÖ erheblich billiger sei. Die Antwort war, dass man die Leistung nicht direkt vergleichen können. Er biete beste Qualität. Beim Bezahlen von 9000 Schilling erhielt ich jedoch keine Rechnung. Der Zahnarzt ist sicher beliebig austauschbar.

Anmerkung der Redaktion: Schwarzahlungen scheint sehr verbreitet zu sein. Als Patient hat man ohne Rechnung rechtlich nichts gegen den Zahnarzt in der Hand, wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte. Es sei denn, man informiert das Finanzamt. Aber das fällt nicht unter Gewährleistung sondern unter Rache.

Zwei Kunststoff-Füllungen

Ich war mit meiner 14jährigen Tochter bei einer Zahnärztin. Nach einer Untersuchung meinte die Ärztin, es wären zwei kleine Plomben zu machen. Ich fragte, was das alles kosten würde. Nach einigen Überlegungen der Ärztin bekam ich als Antwort 110 Euro. Ich fragte nach einer billigeren Alternative (außer Amalgam, meine Tochter ist Allergikerin). Es gäbe keine, man verwende in der Ordination nur Qualität. Was blieb mir übrig, ich stimmte zu. Nach einer relativ schmerzhaften Behandlung (Spritze hätte noch einmal gekostet), bekam ich von der Sprechstundenhilfe eine Rechnung über 220 Euro in die Hand gedrückt. Als ich protestierte, wurde ich unfreundlich angeschnauzt, das gelte „immer pro Zahn“.

So war das nicht ausgemacht. Zuletzt wurde meine Tochter angeschrien, weil sie im Wartezimmer eine Lampe berührt hatte. Ich habe die Rechnung bis jetzt nicht einbezahlt. Bisher bekam ich eine Zahlungsaufforderung, (nicht eingeschrieben) und einen Anruf an meinem Arbeitsplatz! Wo ich der Dame, die mich anrief allerdings mitteilte, dass ich keine Zeit zum Telefonieren hätte, worauf diese auflegte.

In meinen Augen ist diese Zahnärztin sehr unseriös und möchte durch fragliche Methoden zusätzlich zu Geld kommen.

Pfusch beim Zahnarzt?

Ich war neun Jahre lang bei einem Zahnarzt in Behandlung, der sukzessive fast alle meine Zähne wie folgt behandelte: Karies/sprich Plomben, ein bis zwei Jahre später begann der Zahn zu schmerzen -> Wurzelbehandlungen -> 3-4 Jahre später wieder Schmerzen -> Wurzelspitzenresektion -> letztendlich Zahnverlust. Nun bin ich nach reiflicher Skepsis bei einer anderen Zahnärztin in Behandlung, welche mir nach weiteren sechs von ihr durchgeführten und auch notwendigen Wurzelspitzenresektionen jedes Mal erklärt, dass die Wurzelbehandlungen des "Vorgängers" reichlich mangelhaft durchgeführt wurden und wohl darauf abzielten, den Zahn irgendwann einmal zu verlieren, um ein Implantat setzen zu können, was lukrativer für ihn wäre. Ich sehe keine Chance, diesem Schurken das Handwerk zu legen, habe ich doch für keine seiner Behandlungen irgendwelche Unterlagen ...

Anmerkung der Redaktion: Um den inneren Kanal („Nerv“) gekrümmter Zahnwurzeln von Bakterien sauber zu reinigen, muss der Zahnarzt wirklich sehr gründlich arbeiten. Eine wirklich schwierige Arbeit. Kein Wunder, dass es in den USA eigene Spezialisten dafür gibt (Endodontics). Dort, wo gründlich gearbeitet wurde, sind auch Wurzelspitzenresektionen selten.

Pfusch bei Sozialhilfebezieherin

November 2003 ließ ich mir einen Zahn ziehen, weil er beherdet war. Da meine Teilprothese schon 20 Jahre alt war, schlug mir mein Zahnarzt vor, sie zu erneuern und die restlichen vier Zähne zu überkronen. Ich war einverstanden. Einen weiteren wollte er ziehen, da er nicht so schön dazupassen würde. Ich lehnte ab. Doch als die andern Zähne zugeschliffen wurden, schliff er ohne meine Zustimmung auch diesen Zahn bis unter den Zahnfleischrand ab und machte eine Wurzelbehandlung. Als ich ihn fragte, warum er das machte, meinte er: „Sie wollen den Zahn ja nicht gezogen haben“. Bis Februar ging ich ohne Prothese und Kronen. Und seit die Zähne überkront sind, bin ich noch keinen Tag schmerzfrei gewesen. Nach sechs Monaten sind zwei Kronen rausgefallen, der Zahnstummel darunter verfault. Dafür tun diese beiden nicht mehr weh und die Prothese, die drei Mal neu angefertigt wurde, sitzt nun etwas besser. Die anderen zwei Kronen sitzen nun auch schon etwas locker.

Als ich den Zahnarzt daraufhin ansprach, meinte er: „Kronen können sich auswaschen“.

Suchte daraufhin einen andere Zahnärztin auf, die mich aber ablehnte. Ich müsste, meinte sie, die Zähne von meinem Zahnarzt in Ordnung bringen lassen.

Ich habe Hepatitis C, bin nicht arbeitsfähig und beziehe Sozialhilfe. Vielleicht bin ich deshalb ein Mensch dritter Klasse. Ich schäme mich und traue mich auch nicht wieder einen Zahnarzt aufzusuchen.

Akademikeraufschlag

Beobachtung: Meine Zähne wurden immer mit Amalgamfüllung versorgt. Als ich aber mein Studium abgeschlossen hatte, stand dann auch mein Titel auf dem Zahnschein. Ergebnis: Plötzlich empfahl mein Zahnarzt nachdrücklich die Totalsanierung mit Goldinlays ...

Schmerzhafte Brücke, flotte Ärztin, Behandlung in Ungarn

Ich hatte eine Brücke, die seit dem Einsetzen ein Spannungsgefühl erzeugte (Arzt: „Sie werden sich daran gewöhnen“). Nach sieben Jahren musste die Brücke ersetzt werden (Probleme mit Bakterien). Also ging ich zu einer Innsbrucker Zahnärztin und ließ mich über Implantate informieren. Dabei verlangte ich ausdrücklich einen unverbindlichen Kostenvoranschlag. Als ich ein paar Fragen stellte, meinte sie etwas genervt: „Solche Fragen hat mir noch nie jemand gestellt.“ Die Ärztin wollte es offensichtlich nicht nur beim Kostenvoranschlag bewenden lassen sondern gleich die Behandlung vereinbaren: Mein mitgebrachtes Röntgen wollte sie behalten und ich solle das Infoblatt gleich unterschreiben. Auf dem Informationsblatt stand, Zitat: „Ich habe keine weitere Fragen und benötige keine zusätzliche Überlegungsfrist“ und „Ich willige in den vorgeschlagenen Eingriff ein“. Die Kästchen neben den Sätzen waren schon angekreuzt. Die Dame hatte es offensichtlich sehr eilig.

Ich habe die Implantate und zugehörigen Zahnersatz in Ungarn machen lassen. Sie haben dort mit einem Universitätsprofessor geworben, behandelt hat mich ein anderer Arzt. Aber im Großen und Ganzen war die Arbeit in Ordnung und etwas billiger als bei uns.

Sogenannte Goldkrone

Im Juni 2000 wurde mir von einem Wiener Zahnarzt eine Goldkrone (auf dem von ihm wurzelbehandelten 6. unteren rechten Zahn) mit weißer Keramikabdeckung eingesetzt, wofür ich ATS 4.800 (ohne Rechnung) bezahlte. Die weiße Keramikabdeckung zerbrach Mitte September 2000. Ab 20. Dezember 2000 schmerzte der Zahn fürchterlich und ließen die Schmerzen erst nach Einnahme schmerzstillender Mittel und nachdem sich eine Fistel bildete aus der Eiter abfloß nach. Vor zwei Monaten löste sich auch die Goldkrone.

Da ich einen Verdacht hatte, daß die Krone nicht aus Gold sei, ließ ich sie bei der Fa. Ögüssa prüfen. Man sagte mir, es handle sich um eine Ersatzgoldlegierung in der 18 % Gold enthalten wären. Dieses Material – auch Palladium-Platinmetall genannt - wäre früher anstelle von Gold verwendet worden. - Ich fühle mich getäuscht.

Anmerkung der Redaktion:

Was als "Gold" bezeichnet wird, sollte auch zum größten Teil aus Gold bestehen. Dass Sie sich getäuscht fühlen, verstehen wir. Aber: Echte Goldkronen mit einer Kaufläche aus Keramik um 4800 Schilling wären ein unüblich günstiger Preis. Der Preis für eine Krone mit höherem Goldanteil und Keramikfläche liegt fast immer deutlich höher (450 bis 750 Euro). Zu den Schmerzen: Natürlich können sich auch perfekt wurzelbehandelte Zähne entzünden, das gibt es. Aber es scheint, als hätte der Zahnarzt die Wurzelbehandlung nicht mit größter Sorgfalt durchgeführt. Zumindest deutet die Entzündung darauf hin. Den Patienten gezielt falsch informieren, das Honorar schwarz kassieren und dann auch eine vermutlich nicht ganz saubere Wurzelbehandlung ... das wäre eigentlich ein Fall fürs Gericht.

Beim Dentisten gut aufgehoben

Nach traumatischen Kindheits,- und Jugenderlebnissen mit Zahnärzten besuchte ich diese nur mehr im äußersten Notfall, was immer wieder in traumatischen Zahnentfernungen endete. - Mit 24 heiratete ich. Mein Mann war mit einem Dentisten befreundet, der sich mit viel Geduld, Können und einem ausgezeichneten Zahntechniker meiner „Ruinen“ annahm.

Nach meiner Scheidung trennte ich mich nicht nur von meinem Mann sondern auch vom Dentisten. Mein letzter Besuch war vor 20 Jahren. Da ich mir nicht vorstellen konnte, wieder Bertrauen zu einem Zahnarzt zu bekommen, ging ich nie wieder zu einem.

Vor Weihnachten 2003 brach ein Eckzahn. Eine Kieferchirurgin hat ihn mir in einer komplizierten Operation entfernt. Aber: Meine Inlays, Brücken und Kronen sind nach wie vor o.k. Mein Dentist hat – jetzt auch schon 77 – super Arbeit geleistet!!

Informationen von der Amalgam-Industrie

Bei mir wurde eine Schwermetallvergiftung nachgewiesen in Zusammenhang mit mehreren Amalgam-Plomben, mehrere beherdete Zähne und eine ganz unerträgliche Sammlung verschiedener Metalle.

Ich war in Ihrem Ratgeber „Zähne“ gespannt auf sachlich-unabhängige Information zu obigem Themen, bin aber jetzt mehr als enttäuscht. Die Themen „Amalgam“ und „beherdete Zähne“ werden eher beiläufig abgehandelt, in einer Weise, die ich nicht als informativ empfinde sondern als oberflächlich und tendenziös. Ihre Informationen lesen sich für mich so, als kämen sie von der Amalgam-Industrie.

Antwort der Redaktion:

Wir wissen, dass das Thema Amalgam sehr kontrovers diskutiert wird. Uns ist auch bewusst, dass wir mit unserer Position (Amalgam ist trotz aller Einwände für die allermeisten Patienten geeignet) einige Leser bzw. Patienten nicht zufrieden stellen. Wir kennen diesen sehr alten Konflikt zwischen Befürwortern und Gegner und ebenso deren Argumente. Nach sorgfältiger Prüfung aller glaubwürdiger Quellen sind wir zu genau dem Ergebnis gekommen, das wir veröffentlicht haben. Sie waren, wie Sie schreiben „enttäuscht“, was wir bedauern. Sie waren „gespannt auf sachlich-unabhängige Information“. Die haben wir Ihnen tatsächlich geliefert; leider entspricht sie nicht Ihren Vorstellungen.

Es kommt immer wieder vor, dass uns unterstellt wird, dass wir von der Industrie gekauft sind, nur weil wir zu unerwünschten Ergebnissen und Aussagen kommen. Der Vorwurf entbehrt jeder Grundlage; der Nutzen, den wir davon hätten wäre minimal, der Schaden irreparabel groß.

Letztlich geht es um die Frage: Als wie glaubwürdig bewerten wir die Alternativ- bzw. Komplementärmedizin. Unsere Linie ist hier vorsichtig kritisch. Wir orientieren uns (z.B. in der nächsten Auflage unseres Konsument-Ratgebers „Die andere Medizin“) an der Evidence Based Medicine. Methodisch saubere wissenschaftliche Studien stufen wir höher ein als gut dokumentierte Einzelfälle.

Service- und Adressteil: Die von Ihnen genannten Organisationen sind uns bekannt, da es uns aber an fundierten Informationen über die Wissenschaftlichkeit ihrer Arbeitsweise fehlt, haben wir auch nicht auf sie hingewiesen.

Ihre Beobachtungen und unsere Aussagen müssen übrigens nicht in Widerspruch zueinander stehen. Wir bezweifeln nicht, dass Sie beherdete Zähne haben. Wir bezweifeln auch nicht, dass sich in Ihrem Gewebe Metalle nachweisen lassen. Das ist völlig glaubwürdig und genau das bestätigen wir auf Seite 98. Wir wissen, dass jedes Material und jede Behandlungsmethode unerwünschte Wirkungen haben kann; das gilt für Amalgam und das gilt auch für Ersatzmaterialien. Unsere Aussagen beziehen sich auf die sehr große Mehrheit der mit Amalgam versorgten Patienten.

Goldinlays: Zunge brennt, Alte spinnt

Habe mir im Juni 2002 zwei Goldinlays machen lassen. Seither habe ich die übelsten Erfahrungen mit Zahnärzten und Ärzten gemacht. Leider zu spät habe ich in ihren Büchern „Allergien“ und „Gesunde Zähne“ gelesen, was man beachten muss. Musste die Erfahrung machen, dass einem, wenn es Schwierigkeiten gibt, nicht geholfen wird. - Bis heute leide ich an Zungen- und Lippenbrennen und Geschmacksstörungen.

Bekomme 2002 also zwei Goldinlays, es folgen Beschwerden. Verlange Zusammensetzung, keine Hilfe, erhalte Oral B. Hausarzt überweist ins Allergieambulatorium Favoriten: Nickelallergie, war mir schon bekannt.

Allergie auf Nickel und Palladium

Zahnarzt 2 entfernt Amalgam, macht  Provisorien aus Zement. Zweiter Test zeigt Allergie auf Nickel, Kupfer, Kobalt, Palladium, Eugenol. In meinen zwei Inlays ist Palladium. Zahnarzt 2 nimmt sich dafür keine Zeit.

Zahnarzt 3 bemüht sich sehr: Empfiehlt Selen, Basenpulver, Folsäure, verschreibt Omniflora, Wasserstoffperoxid. Mir geht es noch schlechter, Bauchkrämpfe, Magenschmerzen, Brennen in der Brust.

Hausarzt verschreibt Eisentabletten, Magengranulat, Vitamin-B12. Beschwerden werden ärger.

Kontaktiere Zahnärztin 4: Bei ihr hat Zahnarzt 3 Kurse gemacht. Sie lässt ausrichten, so viele Allergien würden den Rahmen sprengen, ich soll zum Hausarzt gehen.

Allergieambulatorium: Die testen nur und reden nicht. Keiner schaut in den Mund. Also gehe ich in die Ordination zu einem der leitenden Ärzte. Der ist wirklich sehr unfreundlich („bin kein Zahnarzt“), was ich da will, und empfiehlt, „Lassen sie sich die Inlays entfernen“ (wegen des Palladiums).

Zahnarzt 3 entfernt Inlays.

"Sie haben kein Ziel"

Praktische Ärztin sagt, ich soll mich beruhigen (Nerven).

Zahnärztin 5 nimmt sich viel Zeit, verschreibt homöopathische Mittel und pendelt aus, (tippt auf die provisorische Versorgung durch Zement), Ergebnis: „Sie haben keine Allergien, das kommt vom Kopf, sie haben kein Ziel“ (80 Euro).

Internist: Ist geduldig, tippt auf Pilze, empfiehlt ständig zu naschen („der Pilz mag süß nicht“): Besserung im Magen-Darm-Bereich, Mundbeschwerden bleiben. - Blut- und Hormontest: ohne Befund

Zahnärztin 5: Da die Beschwerden im Mund so arg sind, ersetzen wir die Provisorien durch sehr gut gemachte Amalgamfüllungen. Bin voller Hoffnung auf Besserung. Die Beschwerden werden nach der Behandlung mehr. Empfiehlt Bioresonanz bei einer Kollegin. Mache ich nicht.

Immer noch offene Stellen im Mund, brennende Zunge, Bläschen, Unebenheiten an den Zungenrändern, die komischerweise kein Arzt sieht, wenn er überhaupt in den Mund sieht.

Tut geheimnisvoll, überweist ans AKH

Allergieambulatorium Wien-Nord: Prüft genau, sieht nicht viel, verschreibt Mittel, aber keine Besserung. Ein anderer Arzt an diesem Ambulatorium tut irgendwie geheimnisvoll, überweist mich ans AKH.

AKH-Immundermatologie: Verschreiben Biohatin, bestellen mich zu einer Spezialistin.

AKH-Spezialistin: „Was stört sie, wie schlafen sie, wie kommen sie mit dem Altwerden zurecht?“ Dichtet mir Schlafstörungen an und verschreibt Trittico. Werde an die Psychologin weitergereicht: Die fragt ähnlich und empfiehlt mir zu verreisen, soll mir was gönnen.

War ein weiter Weg und hat mich (20% Selbstbehalt) und die Kasse (SVA) viel gekostet. Es interessiert keinen. Jetzt bin ich in der Sackgasse und weiß nicht weiter. Na ja, hat die Alte (58) halt Zungenbrennen und schlechten Geschmack im Mund. Und alles begann mit zwei Goldinlays im Sommer 2002.

Neuer Zahnarzt, neue Löcher

Sowohl meine Mutter als auch mein Bruder und ich haben damals den Zahnarzt gleichzeitig gewechselt. Auslöser dafür war eine Nachbarin, die in der neuen Praxis dieses Zahnarztes eine Assistentenstelle erhalten hatte. Das Ergebnis: Meine Mutter und mein Bruder hatten anscheinend fünf Löcher, ich war Spitzenreiter mit sieben Löchern. Das erschien uns zwar äußerst ungewöhnlich, da wir durch die Bank bis zu diesem Zeitpunkt kaum Zahnprobleme hatten (ich hatte damals mit 20 Jahren erst zwei kleine Plomben), trotzdem ließen wir uns behandeln. 

Allerdings brach ich die Behandlung nach der ersten Sitzung ab und wechselte wieder den Zahnarzt. Ich hatte noch drei Plomben offen. Und siehe da: mein neuer Zahnarzt ortete nur mehr ein kleines Loch ...

Löcher diagnostizieren, die es nicht gibt

Ich kann heute nicht mehr nachvollziehen, warum wir damals nichts weiter unternommen haben (wahrscheinlich hatten wir zu viel Respekt vor diesem Gott in Weiß). Ich würde aber gerne erfahren, welchen Vorteil ein Zahnarzt haben könnte, wenn er Löcher im Zahn diagnostiziert, die gar nicht vorhanden sind.

Anmerkung der Redaktion: Karies ist ein Prozess. Es beginnt mit leichter oberflächlicher Karies und endet einige Stadien später mit schwerer, tiefer Karies (Caries profunda). Gut möglich, dass beide Zahnärzte völlig korrekt Karies diagnostiziert haben. Die entscheidende Frage ist: Sofort ausbohren oder beobachten? Oberflächliche Karies kann sich zurückbilden (durch penible Zahnpflege z.B. oder mit Hilfe von Fluorid-Gelen). Letztlich ist das Ermessensache - und die Verantwortung! - des Zahnarztes, ab wann er (bzw. sie) bohrt . Fachleute weisen darauf hin, dass häufiges Zahnarztwechseln auch Nachteile hat, weil in diesem Fall erfahrungsgemäß viel mehr gebohrt und repariert wird.

Herablassende Zahnärztin, machtlose Schlichtungsstelle

November 1995 bricht der Stift eines Stiftzahnes und der Zahn hat keinen Halt mehr. Die Zahnärztin Dr. L. spricht von einem seltenen technischen Fehler. Dass ich die Reparatur zahlen müsste, erwähnt sie nicht. Nach Erhalt der Rechnung retourniere ich diese. Im März 1997 ist der Stift so locker, dass der Ersatz wieder heraus fällt. Er wird in der Praxis neu einzementiert - gratis. Dezember 98 bricht der Stift wieder. Muss den Urlaub mit einer großen Lücke verbringen. Daraufhin hole ich mir alle Röntgenbilder aus der Ordination. Fr. Dr. L. hält es nicht der Mühe wert, mit mir zu reden.

Bittstellerin zwischen den Fronten

Schreibe dann an die Schlichtungsstelle der Wiener Ärztekammer, telefoniere und gehe auch persönlich hin. Frau K., mit der ich dort zu tun hatte, habe ich noch in äußerst unangenehmer Erinnerung. Sie war sehr herablassend und behandelte mich wie eine Bittstellerin. Der gerichtlich beeidete Sachverständige Dr. H. hat mich im Auftrag der Schlichtungsstelle untersucht und im Gegensatz zu Fr. K. sogar nett behandelt. Die Schlichtungsstelle erklärte mir auch, Fr. Dr. L. nicht erreicht zu haben.

Kaltschnäuziger Brief vom Anwalt

Als ich dort anrufe, war sie natürlich anwesend. Urteil der Schlichtungsstelle: „zahnmedizinische und zahntechnische Mängel“, „erhebliche Schwächen“, „Misserfolg [...] offenkundig“. „Die Schlichtungsstelle empfiehlt [...] eine Rückzahlung von 80 Prozent des bezahlten Honorares.“ Auch die Bundesschlichtungsstelle bestätigt den Vorschlag der Wiener Schlichtungsstelle. Fr. Dr. L. ignoriert den Vorschlag der Schlichtungsstelle und lässt über ihren Anwalt ausrichten, dass ich sie klagen müsste. Das mache ich dann doch nicht.

Anmerkung der Redaktion: Die herablassende Art von Fr. K. durften auch wir mehrfach erleben. - Mit dem Schiedsspruch und dem Gutachten der Schlichtungsstelle in der Tasche hätten Sie bei Gericht gute Chancen gehabt.

Unfreiwillig schwarz bezahlt

Ich bin alleinerziehende Mutter. Mein Sohn ist mit einer Zahnregulierung bei Dr. A. (in 1010 Wien) in Behandlung. Der Arzt dürfte zwar genau arbeiten, hat aber eine eigenartigen Umgang mit Geld und telefoniert oft während der Behandlung mit dem Handy. Folgendes ist mir passiert:

Fissurenversiegelung

Juni 2003: Dr. A. sagt: „Die Stockzähne sind schroff, deswegen empfehle ich eine Fissurenversiegelung.“ „Was kostet das?“ „50 Euro das Stück – für sie“.

Ich sage: „Muss überlegen, wann ich das Geld erübrigen kann.“ „Wenn sie das Geld haben, kommen und zahlen sie und ich versiegle die Zähne.“

Nein, nur gegen bar

Herbst 2003: Der Zahnarzt redet wieder von der Versiegelung. „Es wird schon dringend notwendig.“ Zahlung? Ich will einen Erlagschein, das ist bei meiner Zahnärztin so üblich und nie ein Problem. Er: „Nein, nur gegen bar.“ Dann redet er von 60 Euro. „Ist das der Preis oder kommt die Mehrwertsteuer dazu?“ „Nein, das ist der Preis.“

Ungefragt weiße Füllungen

November 2003: Wir lassen die Fissurenversiegelung an zwei Zähnen durchführen. Während ich zum Bankomat gehe und 120 Euro abhebe, behandelt er meinen Sohn (Fissurenversiegelung). Ich komme zurück und erfahre: ‘Das war was Gröberes, das ist keine Fissurenversiegelung mehr, das ist schon eine kleine Füllung.’ Er hat mich nicht gefragt, ob ich weiße Füllung will (privat zu bezahlen) oder Amalgam (Kasse).

Er bietet mir an: „Ich geb ihnen die Füllung zum Preis für die Versiegelung.“ Ich bezahle 120 Euro. Am Heimweg fällt mir auf, dass ich keine Rechnung bekommen habe.

Rechnung? Da müsste ich Ihnen mehr verrechnen

Dezember 2003: Wir sind wieder bei Dr. A. wegen der Zahnspange. Ich „Bitte die Rechnung für die Versiegelung vom November.“ Er: „Wozu brauchen´s eine Rechnung?“ „Für die Steuererklärung“ (Sonderausgaben). Er mit einem gewissen Lächeln: „Ach so - sie sind die Dame, die die Zahnspange auf zwei Raten bezahlt hat ...“ „Wissen sie, ich hab auch noch andere Zahnarzt-Rechnungen in diesem Jahr zu zahlen.“ Antwort: „Aber bei mir nicht.“

Also die Rechnung bitte ... „Rechnung? Nein, die kann ich ihnen nicht geben, weil da müsste ich ihnen pro Zahn 80 Euro verrechnen.“ Schaut in seinem Computer nach, dort steht der Preis für die Füllung mit 80 Euro. Er fordert mich dann auf, den Behandlungsraum (Sohn und Assistentin sind anwesend) zu verlassen. Im Nebenraum sind wir allein. Er prüft das Patientenblatt, findet keinen Eintrag, dass ich im November 120 Euro bezahlt habe. Auf der Karteikarte sind einige Einträge mit Bleistift.

Er legt jetzt ein Schäuferl nach: „Wenn sie wirklich eine Rechnung haben wollen, dann bekomme ich von ihnen noch 120 Euro.“ Aha, eine Strafgebühr also. „Da muss ich was abführen und außerdem hab ich im Februar bei ihrem Sohn eine Füllung gemacht.“ Von der Füllung weiß ich gar nichts. Entweder er hat sie nicht gemacht oder er hat mich nicht informiert. Er ergänzt: „Da haben sie nichts davon und ich auch nicht.“ Und dann ist er sich ganz sicher: „Vom Finanzamt kriegen´s wahrscheinlich auch nichts zurück.“

Wir wechseln das Thema. „Also den nächsten Termin für die Zahnspange haben wir im Jänner.“ Süffisanter Zusatz: „Und die Rechnung müssen´s dann im Februar zahlen.“

Kollegen sind teurer

Sein Nachtrag zur Zahnspange: „Alle meine Kollegen sagen, dass ich blöd bin, dass ich die Zahnspange nur zum Kassentarif mache.“

Ich bin dann wütend ohne Rechnung für die Fissurenversiegelung (Füllung) weg. Wahrscheinlich reiche ich diese Leistung, den Abbuchungsbeleg hab ich ja, mit dem Namen des Arztes trotzdem beim Finanzamt ein.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang

DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.