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Tirol Milch - Prost ohne Gentechnik

Die erste gentechnikfreie Milch aus konventioneller Produktion.

Kein Hersteller und keine Supermarktkette gibt es gerne zu – aber Lebensmittel mit genetisch modifizierten Zutaten gibt es höchstwahrscheinlich auch in den heimischen Regalen. Und es ist zu befürchten, dass deren Zahl stark zunehmen wird. Da kommt die Ankündigung von Tirol Milch zur rechten Zeit: Österreichs drittgrößter Milchverarbeiter wird ab September kontrolliert gentechnikfreie Milch auf den Markt bringen. Möglich wurde dies, nachdem sich die 720 Milchbauern der Bezirke Landeck und Imst dazu verpflichtet haben. Seit März 2003 werden in der geschlossenen Region nur mehr gentechnikfreie Futtermittel an die Milchkühe verfüttert. Unabhängige, von der Arbeitsgemeinschaft Gentechnik-frei autorisierte Kontrollstellen sollen eine lückenlose Überprüfung sicherstellen – von der Aufzucht der Tiere über die Futtermittel bis zur Milchverarbeitung.

Zwei Sorten werden vorläufig angeboten: Vollmilch mit 3,6 Prozent Fett und Leichtmilch mit 1,5 Prozent Fett. Und zwar in Ein-Liter-Giebelpackungen. Erkennbar sind sie am Logo mit der Aufschrift „Kontrolliert Gentechnik-frei erzeugt“. Der Preis soll nicht höher liegen als der für andere Markenmilch. Vom Erfolg wird es abhängen, ob Tirol Milch das Angebot ausweitet – sowohl im Hinblick auf Regionen (so könnte ganz Tirol gentechnikfrei werden) als auch auf Produkte (Jogurt und Milchdrinks).

Milchprodukte ohne Gentechnik gibt es zwar schon seit einiger Zeit. Eine Aufstellung des Angebotes findet sich auf der Homepage www.gentechnikfrei.at von der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft. Doch dabei handelt es sich um Bio-Produkte, die es nur in geringen Mengen gibt und die etwas mehr kosten. Tirol Milch bringt nun die erste gentechnikfreie Milch aus herkömmlicher Produktion auf den Markt. Experten geben der Gentechnikfreiheit nur bei entsprechender Nachfrage eine Chance. Vor allem müssen sich ganze, geschlossene Regionen dazu verpflichten. Einzelne Bauern könnten nicht verhindern, dass genmodifiziertes Saatgut auf ihre Weiden gelangt.

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