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Medikamente: Mucobene - Gegen Husten

"Nebenwirkungen" - unsere monatliche Arzneimittel-Testrubrik: Wir bewerten für Sie rezeptfrei erhältliche Medikamente aus der Apotheke. - Diesmal: Mucobene

Hier in KONSUMENT 11/2011:

  • Mucobene lösliches Pulver, Mucobene lösbare Tabletten

Stichwort: Husten

Ausgewählt wurden besonders häufig nachgefragte oder stark beworbene Präparate. Die Bewertung nahm ein Expertengremium von anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern vor. Als Grundlage dienten klinische Studien. Die Eignung der jeweiligen Präparate wurde für die Indikation bewertet, die der Hersteller angibt. Die Informationen stammen aus unserem Ratgeber "Medikamente". Die Bewertung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest und basiert auf vier Stufen:

  • Geeignet
  • Auch geeignet
  • Mit Einschränkungen geeignet
  • Wenig geeignet

Mucobene Pulver und Tabletten

Testurteil: Mit Einschränkung geeignet bei produktivem Husten (Husten mit Schleimbildung) als schleimlösendes Mittel. Bisher vorliegende Studien reichen nicht aus, um den therapeutischen Stellenwert abschließend zu bestimmen. Zwar gibt es eine Reihe von Studien zum Wirkstoff, die Ergebnisse sind aber uneinheitlich. Dass der Husten tatsächlich schneller abklingt als ohne das Medikament, ist nicht genügend belegt. Mehr als eine unterstützende Wirkung ist bei Husten nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Unklar ist, ob nach der Einnahme überhaupt genügend Wirkstoff in die Bronchien gelangt.

Mucobene im KONSUMENT-Test (Bild: VKI) 

Präparate: Mucobene lösliches Pulver, Mucobene lösbare Tabletten Wirkstoff: Acetylcystein

Preis: Mucobene lösliches Pulver 10 Btl./3,70 Euro, 30 Btl./10,95 Euro, Mucobene lösbare Tabletten 10 Stk./3,70 Euro, 20 Stk./3,35 Euro

Anwendung: Mit viel Flüssigkeit einnehmen. Wenn der Husten sich nach acht bis zehn Tagen nicht löst, sollte das Mittel nicht weiter verwendet und ein Arzt aufgesucht werden. Wird Mucobene mit einem hustenstillenden Wirkstoff (z.B. Dextromethorphan) kombiniert, sollte es nur bis zum Nachmittag angewendet werden, da sonst das Abhusten schon gelösten Schleims blockiert wird. Dieser staut sich dann in den Bronchien und bietet Bakterien einen guten Nährboden.

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen: Wenn Sie ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür haben oder an Asthma leiden, sollte der Arzt Nutzen und Risiken einer Anwendung sorgfältig abwägen. Mit Blutverdünnungsmitteln und Antiobiotika sind Wechselwirkungen beschrieben. Kommt auch ein Antibiotikum (Penicillin oder Tetracyclin etc.) zur Anwendung, sollte Mucobene erst im Abstand von zwei Stunden dazu eingenommen werden. Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine allergische Reaktion vor. Auch Nasenbluten kann ein Hinweis auf eine solche Überempfindlichkeitsreaktion sein. Dann sollte das Präparat abgesetzt werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Treten starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auf, muss die Anwendung sofort abgebrochen und unverzüglich der Notarzt gerufen werden, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann. Das Mittel kann müde machen und die Verkehrstüchtigkeit einschränken.

Kinder, Schwangerschaft und Stillzeit: Kinder unter zwei Jahren sollten das Mittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt erhalten. Für die Anwendung von Acetylcystein in Schwangerschaft oder Stillzeit liegen keine umfassenden Erfahrungen vor. Wenn der Husten mit Inhalieren oder allgemeinen Maßnahmen nicht ausreichend zu lindern ist, kann das Mittel angewendet werden. Halten Sie vorher sicherheitshalber Rücksprache mit einem Arzt.

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