Wenig geeignet bei Reizmagen. Die enthaltenen Pflanzenextrakte sollen die vor allem bei einem Reizmagen auftretenden Beschwerden lindern. In einigen Studien an Erwachsenen konnte gezeigt werden, dass dies auch gelingt. Da die Studien aber nur einen Zeitraum von acht Wochen umfassten, kann derzeit nicht mit ausreichender Sicherheit gesagt werden, ob dieser positive Effekt auch über längere Zeit anhält.
Zu beachten ist, dass Iberogast Schöllkraut enthält, das in hoher Dosierung und bei längerer Anwendungsdauer die Leber schädigen kann. Die europäische Zulassungsbehörde hat Arzneimittel zum Einnehmen, die Schöllkraut enthalten, negativ bewertet. Grundlage hierfür war die Risiko-Nutzen-Bilanz. Studien zur Behandlung eines Reizmagens geben Hinweise darauf, dass Schöllkraut keinen Anteil an der therapeutischen Wirksamkeit von Iberogast hat, und stellen die Sinnhaftigkeit der Kombination damit grundsätzlich infrage.
Präparat
Iberogast Flüssigkeit zum Einnehmen
Wirkstoffe
Auszüge von Angelikawurzeln, bitterer Schleifenblume, Kamillenblüten, Kümmelfrüchten, Marinedistelfrucht, Melissenblättern, Pfefferminzblättern, Süßholzwurzeln, Schöllkraut
Preis
20/50/100 ml 8,30/15,55/29,75 Euro
Anwendung
Bestehen die Beschwerden nach einer Behandlungswoche unverändert fort oder verschlimmern sie sich, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, der die Ursache abklärt. Die Dosierungsangaben der Gebrauchsinformation sind in jedem Fall einzuhalten. Das Präparat vor Gebrauch schütteln!
Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen
Das Mittel enthält Alkohol. Personen mit Alkoholproblemen dürfen es nicht anwenden. Menschen mit Anfallleiden sollten den Alkoholgehalt berücksichtigen. Wenn die Leberfunktion bereits eingeschränkt ist oder Medikamente eingenommen werden müssen, die die Leberfunktion beeinträchtigen können, darf das Mittel nicht angewendet werden. Das Mittel kann Ihre Leberwerte beeinflussen, was Zeichen einer beginnenden Leberschädigung sein kann. Aufgrund der leberschädigenden Wirkung sollte das Mittel keinesfalls über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden.
Wer auf Korbblütlergewächse allergisch reagiert, darf das Mittel nicht anwenden, weil es mit Kamille und Mariendistel Extrakte aus dieser Pflanzengattung enthält. Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine allergische Reaktion vor. Dann sollte das Mittel abgesetzt werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn Übelkeit, Erbrechen und/oder dunkel gefärbter Urin auftreten und der Stuhl auffällig hell ist.
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder
Das Mittel darf während Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Für unter 3-Jährige ist das Mittel verboten, bei älteren Kindern ist zuvor ein Arzt zu konsultieren. Zu beachten ist, dass das Mittel Alkohol enthält. Präparate ohne Alkohol sind vorzuziehen.